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Die besten Bass Riffs in Tabs und Noten – Aretha Franklin: „Respect“

Am 16.08.2018 verlor Aretha Franklin endgültig den Kampf gegen ihr Krebsleiden. Mit ihr ging zweifellos eine der größten Stimmen der letzten 100 Jahre von uns. Sie hinterlässt ein riesiges musikalisches Erbe, das in vergleichbarer Art sicherlich kaum ein zweites Mal zu finden sein wird. Die Schaffenszeit von Aretha Franklin umspannte nahezu 60 Jahre und sie wurde zu Recht mit fast jeder Auszeichnung dekoriert, die das Musikbusiness zu bieten hat. Eine Zusammenfassung ihrer unglaublichen Karriere würde hier alle Rahmen sprengen und ist sicherlich an anderer Stelle fundierter nachzulesen. Ich möchte mich heute als kleine Verneigung vor der “Queen Of Soul” mit der Transkription eines ihrer größten Hits begnügen.

Respect_Teaser


Der Song “Respect” wurde ursprünglich von Arethas Kollegen Otis Redding geschrieben und aufgenommen. Nachdem Aretha dieses Lied für sich entdeckt und es adaptiert hatte, wurde es schnell zu einem ihrer Signature-Songs und zu einer Art Hymne sowohl für die afroamerikanische Civil Rights, wie auch für die Women’s Rights Bewegung.
Abermalige Berühmtheit gelangte der Song im Jahr 2000 durch das Sequel zum Kultfilm “Blues Brothers”, in dem Aretha Franklin erneut die Rolle von Matt “Guitar” Murphys Ehefrau spielte. Hier könnt ihr “Respect” noch einmal in seiner ganzen Pracht hören:

Aretha Franklin – Respect [1967] (Original Version)

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“Respect” – Aufbau und Struktur

Nach einem kurzen Intro beginnt die zehntaktige Form. Die ersten sechs Takte bilden dabei den Vers, die übrigen vier den Chorus. Diese zehn Takte werden permanent wiederholt und bilden im Prinzip bis auf eine kurze Bridge den kompletten Track. Die Bassline von Tommy Cogbill kommt ohne besondere Variationen aus und ist eine Paradebeispiel für 60s-Soul-Grooves.
Cogbill nutzt hier ein zweitaktiges Rhythmuspattern. Takt 1 ist sehr pulsorientiert, d.h. sein Schwerpunkt liegt auf allen Viertelnoten. In Takt 2 dominieren dann als Kontrast die Achtel-Offbeats (also die “unds” von “1 und 2 und 3 und 4 und”).

Tonalität des Songs

Tonal befinden uns in der Tonart C-Dur und haben es mit den drei Hauptstufen C (erste Stufe, Tonika), F (vierte Stufe, Subdominante) und G (fünfte Stufe, Dominante) zu tun. Als Tonmaterial finden wir ein herrliches Soul-Klischee vor: Um Dur-Akkorde in der Bassline harmonisch darzustellen, wird hier gerne der Grundton, die Quinte und die Sechste benutzt. Dies kann man sehr gut in allen ungeraden Takten erkennen – oder anders gesagt: an den Akkorden C- und G-Dur. Als Übergangstöne nutzt Tommy entweder die C-Dur-Tonleiter oder die Chromatik.

Basssound von “Respect”

Tommys Sound erinnert stark an James Jamerson und lässt auf einen mit Flatwounds bestückten Fender Precision schließen. Ein zusätzlicher Schwamm unter den Saiten in der Nähe der Brücke kann hier auch nicht schaden, um diesen Sound zu erreichen, denn er macht den Klang noch etwas dumpfer bzw. kürzer und unterstützt so zusätzlich die Authentizität.
>>>Dieser bonedo-Workshop könnte dich auch interessieren: “7 Tricks, die dich wie James Jamerson klingen lassen”.
>>>Und in diesem ausführlichen Vergleichstest erfährst du, welche Flatwound-Saiten am besten zu deinem Stil passen!
Hier findet ihr die Noten und Tabs zu “Respect”. Das Audiobeispiel beschränkt sich auf das kurze Intro und die zehntaktige Form, da diese 90% des Songs ausmachen. Die Notation beinhaltet allerdings zusätzlich die Bridge sowie den berühmten “R.E.S.P.E.C.T.-Break”.

Audio Samples
0:00
“Respect” – WAV

Bis zum nächsten Mal, euer Thomas Meinlschmidt

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von Thomas Meinlschmidt

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