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Testmarathon Fender Jazz Bass

Der Fender Jazz Bass: Im Jahr 1960 von Leo Fender auf den Markt gebracht, ist dieses klassische Bassmodell für viele Bassist:innen der Inbegriff des elektrischen Basses! Egal, ob Anfänger oder Profi, echte Jazz-Bass-Fans schätzen die gute Ergonomie und den wandelbaren Sound dieses Modells! Da ist es kaum verwunderlich, dass Fender bereits seit geraumer Zeit für jeden Geldbeutel das passende Jazz-Bass-Modell im Programm hat. Welcher Fender Jazz Bass der richtige für dich ist und wie du dich im Dickicht der breitgefächerten Angebote zurechtfindest, erfährst du in diesem großen Testmarathon!

Testmarathon Fender Jazz Bass

Inhalte

  1. “Was ist ein Fender Jazz Bass?” – Quick Facts
  2. Welcher Fender Jazz Bass ist der richtige für mich?
  3. Top-Einstiegsmodelle gibt es bei der Fender-Tochter Squier
  4. Ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis: Fender Jazz Bass “Made in Mexico”
  5. Top Of The Line: “Made in USA”
  6. Klasse für sich: Ein Bass aus dem Fender Custom Shop!
  7. Fazit

“Was ist ein Fender Jazz Bass?” – Quick Facts

Das Bassmodell Fender Jazz Bass kam 1960 auf den Markt und zählt zu den meistverkauften E-Bassmodellen überhaupt. Der kalifornische Radiomechaniker Leo Fender entwickelte den Jazz Bass als klanglich vielseitige und komfortabel zu spielende Alternative zu seiner ersten Schöpfung, dem Fender Precision Bass.

Typische Merkmale sind die beiden getrennt regelbaren Singlecoil-Tonabnehmer, ein schlankes Halsprofil sowie die asymmetrische “Offset”-Korpusform. Mit den Spezifikationen seines neuen Modells begeisterte Fender schnell Bassisten sämtlicher Stilrichtungen. Bekannte User des Fender Jazz Bass waren bzw. sind Jaco Pastorius, Marcus Miller, Larry Graham, John Paul Jones (Led Zeppelin) oder Noel Redding (Jimi Hendrix Experience).

Zeitloser Look und Sound - der Fender Jazz Bass!
Zeitloser Look und Sound – der Fender Jazz Bass!

Welcher Fender Jazz Bass ist der richtige für mich?

Natürlich wird sich ein jeder Interessent fragen, welches der auf bonedo getesteten Instrumente denn nun das richtige für seine Bedürfnisse ist. Letztendlich muss diese Frage natürlich jeder für sich selber beantworten – bei der Entscheidung für ein Instrument sollte der persönliche Geschmack immer mehr Gewicht haben als die (sicherlich ohne Frage auch hilfreichen) Testkriterien oder die Spezifikationen auf dem Papier. Und auch der “Wasserstand” im Portemonnaie ist selbstverständlich entscheidend! Nachfolgend möchten wir euch daher einen kurzen Überblick über das derzeitige Angebot am Markt geben. Hierbei ist zu bedenken, dass die entsprechenden Modell-Serie in den letzten Jahren immer wieder Modifikationen, Wandlungen und Namensänderungen erfahren haben. Einige vor längerer Zeit getestete Instrumente sind also in dieser Form leider nicht mehr erhältlich oder besitzen mittlerweile andere Namen. Die aktuellen Serien (Stand Sommer 2022) könnt ihr den weiter unten stehenden Absätzen entnehmen.

So unterschiedlich klingen Jazz Bass und Precision Bass im Bandmix!
So unterschiedlich klingen Jazz Bass und Precision Bass im Bandmix!
Klangvergleich: Jazz Bass vs. Precision Bass

Top-Einstiegsmodelle gibt es bei der Fender-Tochter Squier

Ein schlagkräftiges Argument ist für die meisten Interessenten natürlich der Preis – erstens in Bezug auf das persönliche Budget, und darüber hinaus auch auf den Gegenwert, welchen das Instrument liefert. Die gute Nachricht: Einen preislich äußerst attraktiven Einstieg erhält man bereits mit den Jazz-Bässen vom Fender Budget-Label Squier, welches übrigens im Jahr 2022 sein 40jähriges Bestehen mit einigen Sondermodellen feiert – herzlichen Glückwunsch!

Die preisgünstigen Squier Jazz-Bässe sind zwar vergleichsweise schlichte Instrumente. Als Korpushölzer kommen hier Nyatoh (Nato) und Pappel anstelle der traditionellen Holzarten Esche oder Erle zum Einsatz. Die Modelle liefern aber dennoch einen recht gesunden Ton – ideale Bässe für Einsteiger:innen, die einen Allround-Bass zum freundlichem Tarif suchen!

Die Preise für einen Squier Jazz Bass bewegen sich je nach Serie zwischen ca. 250,- und 500,- Euro (Stand: Mai 2022).

Squier 40th Jazz Bass OW
Die Fender-Tochter Squier bietet klassischen Look und Sound bei Preisen zwischen ca. 250,- und 500,- Euro!

Ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis: Fender Jazz Bass “Made in Mexico”

Für Bassleute, die etwas mehr Geld ausgeben wollen, sind die in Mexiko gefertigten Jazz-Bässe eine hervorragende Wahl. Sie liegen preislich eine Stufe über Squier, was in der Hauptsache der klassischen Holzauswahl mit Erle- oder Eschekorpus und den qualitativ besseren Tonabnehmern geschuldet ist.

Diese Bässe klingen deshalb etwas luftiger und offener als die von Squier und empfehlen sich für Hobbybasser, die ihr Einsteigerinstrument upgraden möchten, aber auch als Backup-, Zweit- oder Drittbass für den ambitionierten Amateur oder Profi.

Fender Jazz Bass
Auf diesem Bild kann man die typische asymmetrische Offset-Korpusform des Fender Jazz Bass gut erkennen.

Fender-Bässe “Made in Mexico” liegen je nach Serie zwischen ca. 800,- und 1200,- Euro. Der Preissprung von einer Serie zur nächst hochwertigeren beträgt also jeweils nur ca. 100-200 Euro. Die derzeit erhältlichen Serien könnt ihr der nachfolgenden Liste entnehmen. Um euch orientieren zu können, gelangt ihr über die Links exemplarisch zum entsprechenden Angebot beim Musikhaus Thomann – selbstverständlich könnt ihr den Bass eurer Träume aber auch gerne woanders erwerben!

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Top Of The Line: “Made in USA”

Für Instrumente aus den amerikanischen Fender-Werken muss man tiefer in die Tasche greifen, nämlich derzeit je nach Serie zwischen ca. 1.400,- und 2.400,- Euro. Dafür bekommt man aber auch ein ausgesprochen solide konstruiertes Instrument mit deutlichen Upgrades in Sachen Tonabnehmer und Hardware. Mittlerweile stehen – in der Liste preislich von niedrig bis hoch angeordnet – die folgenden Serien zur Auswahl:

Fender American Professional II Jazz Bass
Augenweide: Fender American Professional II Jazz Bass in “Mystic Surf Green”

Hinzu gesellen sich noch verschiedene Artist-Modelle, die gelegentlich “kommen und gehen”, wie der von uns getestete Signature-Bass von Geddy Lee und der Adam Clayton Jazz Bass. Fender Jazz-Bässe aus amerikanischer Fertigung legen im Vergleich zu ihren “Mexiko-Kollegen” in allen Aspekten generell eine Schippe drauf. Die bessere Hardware mit den leichten Tunern und der massiven Brücke sorgen zum Beispiel in Verbindung mit dem grafitverstärkten Hals des Clayton-Modells für einen sehr kultivierten und ausgeglichenen Ton. Aus klanglicher Sicht bietet der aktive Fender American Ultra Jazz Bass mit seinem hochwertigen 18-Volt-Preamp die größte Flexibilität unter den USA-Modellen.

Generell handelt es sich aber bei allen Modellen aus amerikanischer Fertigung um außerordentlich zuverlässige Arbeitsgeräte für den Profi, der im Studio und auf der Bühne einen immer funktionierenden und schnörkellosen Basssound benötigt. Die Instrumente hängen gut ausbalanciert am Körper. Auch lassen sie sich durch die exaktere Verarbeitung (vor allem bei Hals und Bundierung!) ultra komfortabel einstellen. Die Bespielbarkeit der USA-Modelle ist wirklich klasse, weswegen zum Beispiel auch der Fender American Professional II Jazz Bass V in dieser Kategorie besonderes Lob einfahren konnte!

Ultra abgefahrenes Projekt aus dem Fender Custom Shop:
Ultra abgefahrenes Projekt aus dem Fender Custom Shop:
Fuzz und “Stutter” eingebaut: Fender Adrian Younge Custom-Built Jazz Bass

Klasse für sich: Ein Bass aus dem Fender Custom Shop!

Den Olymp des Marktangebotes stellen die Instrumente aus Fenders Custom Shop dar. Hier fertigen erfahrene Gitarrenbauer per Hand aus sorgfältig selektierten Materialien atemberaubende Unikate für Bassist:innen, die spezielle Spezifikationen bevorzugen und bereit sind, den zum Teil enorm hohen Preis für aufwändige Handarbeit zu bezahlen!

Unter allen von uns getesteten Jazz-Bässen liefert daher ohne Frage der 64 Jazz Bass Relic SGM MBDG aus dem Fender Custom Shop in Sachen Haptik und Sound die authentischsten Jazz-Bass-Vibes. Kein Wunder, denn er wurde vom erfahrenen “Master Builder” Dennis Galuszka aus selektierten Hölzern komplett in Handarbeit gefertigt und anschließend per Relic-Behandlung durch die Zeitmaschine gejagt. Hier ist kein Bass wie das nächste – aber allesamt sind unterm Strich überdurchschnittlich gute Musikinstrumente!

Das hat natürlich seinen Preis – ein Jazz Bass aus dem Fender Custom Shop kann locker zwischen 4.200,- und über 10.000,- Euro kosten. Aber wer auf der Suche nach dem originalen Jazz-Bass-Sound der “Swingin’ Sixties” ist und preislich kaum Limits hat, bekommt hier einen extrem hochwertigen und wertstabilen Boutique-Bass mit authentischen Vintage-Vibes, der sein Geld durchaus Wert ist. Außerdem: Man wird doch noch träumen dürfen, oder?

Fender Custom Shop Jazz Bass
Fender Custom Shop Jazz Bass

Fazit

Das Erfolgsmodell Fender Jazz Bass gibt es in den unterschiedlichsten Preisklassen, deren größte Gemeinsamkeit eine sehr gute Verarbeitung sein dürfte. Natürlich existiert eine Spanne von den günstigsten bis zu den teuersten Instrumenten, die sich z. B. in den unterschiedlichen Materialien (Klanghölzer, Pickups, Elektronik …) manifestiert. Die gute Nachricht ist jedoch: Letztlich kann einem sogar ein Einsteigerinstrument jahrelangen Spielspaß bescheren!

Einen echten Testsieger kann es aus diesen Gründen bei unserem Testmarathon nicht geben – immerhin bewegt sich die Preisspanne der von uns getesteten Instrumente zwischen ca. 250,- bis über 5.000,- Euro. Die grundsätzliche Frage vor dem Kauf sollte daher immer darauf abzielen, wie die eigene Bedürfnislage ist und welche Ausgaben der eigene Geldbeutel zulässt.

Vor allem eine Erkenntnis zieht sich aber durch alle Einzeltests der hier unter die Lupe genommenen Instrumente: Ein Fender Jazz Bass – ganz gleich in welcher Ausführung – ist immer ein zeitloser Begleiter, mit dem man in allen erdenklichen Stilistiken immer eine gute Figur machen wird.

Fender 60th Anniversary Jazz Bass
Stacked Knobs und Chrom-Abdeckplatten wie früher: Hier seht ihr das Jubiläums-Modell des Fender Jazz Bass aus dem Jahr 2022!

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von Lars Lehmann

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