Anzeige

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Bruno Mars: “Treasure”

Seit 2010 bereichert das musikalische Wunderkind Bruno Mars die weltweiten Charts. Mars verbindet dabei gekonnt modernen Pop mit Elementen aus Soul, R&B, Funk und Latin, was für eine besondere und erfrischende Mixtur sorgt. Zu unserem Glück weiß er auch eine gute Bassline zu schätzen – in nicht wenigen seiner Songs sind sie ein prägendes Element. Auch der Hit “Treasure” aus Bruno Mars’ zweitem Album “Unorthodox Jukebox” beinhaltet eine solche charakterstarke Bassline. Das Album gewann 2013 einen Grammy für “Best Vocal Pop Album”, und das war weder die erste noch die letzte Auszeichnung für den erst 25jährigen Hawaiianer! “Treasure” ist ein netter kleiner “Slap-Appetithappen für zwischendurch” und zeigt sehr gut Bruno Mars’ Liebe zum Old-School-Funk.

Inhalte

  1. ” treasure=”” originalvideo=”
  2. ” treasure=”” rhythmik=”” der=”” bassline=”
  3. ” treasure=”” tonmaterial=”” der=”” bassline=”
  4. ” treasure=”” basssound=”
  5. ” treasure=”” transkription=”” klangbeispiel=”” playalong=”

“Treasure” – Originalvideo

Zur Einstimmung gibt es wie jedes Mal das Video zum originalen Song:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

“Treasure” – Rhythmik der Bassline

Der rhythmische Bauplan von “Treasure” entspricht in allen Aspekten dem der Disco-Ära der späten 70er-Jahre: Viele Akzente auf dem Viertelpuls (Zählzeit 1, Zählzeit 3 und 4 im zweiten Takt) werden durch eine Synkope (vorgezogene Zählzeit 1 des zweiten Taktes) aufgelockert.
Die gesamte Phrase ist immer vier Takte lang, das rhythmische Pattern wiederholt sich bereits nach der Hälfte. Durch diese Repetition entsteht eine schöne Stabilität, welche zusammen mit dem Drumbeat für die entsprechende Tanzbarkeit sorgt. Ganz nach dem Vorbild des 70er-Jahre-Discofunks wären permanente Variationen hier tatsächlich sogar kontraproduktiv!

“Treasure” – Tonmaterial der Bassline

Das tonale Material von “Treasure” ist Ab lydisch, die Stufenakkorde Abmaj7, Gm7, Fm7, Cm, Bb7 bzw. Bbsus lassen hier keinen anderen Schluss zu!
Die Töne der Skala (Ab, Bb, C, D, Eb, F, G) sind die gleichen wie die von Eb-Dur. Man könnte daher annehmen, dass wir uns bzgl. der Tonart in Eb-Dur befinden. Da dieser Akkord jedoch nie vorkommt (d.h., es wird nie nach Eb-Dur aufgelöst) und der Akkord Abmaj7 ganz klar das tonale Zentrum am Anfang jeder viertaktigen Phrase ist, befinden wir uns hier eindeutig in Ab lydisch.

Bruno Mars mit Band bei der Performance während der “Super Bowl Halftime Show” im Jahr 2014. Am Bass Jamereo Artis mit einem goldenen Fender Custom P-Bass. (Bildquelle: www.youtube.com/watch?v=F2i0Bc3f7jk)

Der Bauplan einer lydischen Tonleiter entspricht dem einer “normalen” Dur-Tonleiter – einziger Unterschied ist die um einen Halbton erhöhte vierte Stufe. Für die Bassline ist dies allerdings relativ unbedeutend, denn sie bedient sich ausschließlich des Grundtons und der Oktave des zugrundeliegenden Akkords, ausgenommen das kleine Fill-In vom Bass in jedem vierten Takt.

“Treasure” – Basssound

Da die Bassline mit der Slaptechnik gespielt wird, bestimmt diese mit den gelegentlichen Pops natürlich das Klangbild. Der Sound lässt vermuten, dass es sich um einen Precision Bass handelt. Dieser wurde schön komprimiert und die Höhen etwas gedämpft, um nicht zu aufdringlich zu wirken. Alles in allem würde ich auf eine Mischung zwischen dem cleanem D.I.-Signal und einem mikrofoniertem Bass-Verstärker bzw. einer Amp-Simulation tippen.

“Treasure” – Transkription, Klangbeispiel, Playalong

Hier findet ihr die von mir transkribierte Bassline, das Audio-Beispiel sowie ein Playback zum Mitjammen zu “Treasure”!

Audio Samples
0:00
“Treasure” (Bruno Mars) – Bassline (Vers) – WAV “Treasure” (Bruno Mars) – Bassline (Vers) – Playalong – WAV “Treasure” (Bruno Mars) – Bassline (Chorus) – WAV “Treasure” (Bruno Mars) – Bassline (Chorus) – Playalong – WAV

Viel Spaß mit “Treasure” und bis zum nächsten Mal!
Thomas Meinlschmidt

Hot or Not
?
Bassriff_der-Woche_Treasure_Bruno_Mars Bild

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

flame icon flame icon flame icon flame icon flame icon
Your browser does not support SVG files

von Thomas Meinlschmidt

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Für dich ausgesucht

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Chaka Khan: „Heed The Warning“

Bass / Workshop

Auf Chaka Khans Welthit "Heed The Warning" verewigte sich der legendäre Anthony Jackson am tiefergelegten Viersaiter-Bass. Wir stellen euch die sensationelle Plektrum-Baasslinie vor!

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Chaka Khan: „Heed The Warning“ Artikelbild

1981 erschien das Album "Whatcha Gonna Do For Me" der US-Sängerin Chaka Khan, produziert und arrangiert von Arif Mardin, seines Zeichens einer der Top-Producer im R&B-, Funk- und Soul-Bereich. Natürlich bediente man sich folgerichtig auch im Studio der Crème de la Crème an Session-Musikern. Wie bereits auf Chaka Khans vorherigen Alben bediente kein Geringerer als der legendäre Anthony Jackson den E-Bass auf diesem Album. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass dieses Album für Bassisten einen Erdrutsch auslöste - zumindest erging es mir so, als ich damals das Vinyl zum ersten Mal auf den Plattenteller warf!

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Robert Palmer: „Addicted To Love“

Bass / Workshop

Auf wenige Künstler der Rockgeschichte passt der Begriff "britischer Gentleman" so passend wie auf Robert Palmer. Wir präsentieren euch die Bassline zu seinem Smash-Hit "Addicted To Love".

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Robert Palmer: „Addicted To Love“ Artikelbild

1986 erschien "Addicted To Love" des britischen Sängers Robert Palmer und entwickelte sich schnell zum zeitlosen Superhit. Die Gradlinigkeit von "Addicted To Love" gepaart mit dem absolut stylischen Video ist einfach eine perfekte Mischung - vollkommen zu Recht bekam Mr. Palmer für den Song unter anderem einen "Grammy Award" verliehen. Die absolut schnörkellose Produktion passt ebenfalls "wie die Faust aufs Auge". Verantwortlich dafür zeichnete kein Geringerer als Bernard Edwards, nicht wenigen sicherlich bekannt als "König des Disco-Bass"! Bernard war zusammen mit seinem Lieblingskollegen Nile Rogers wie auch solo als Musiker wie auch als Produzent überaus erfolgreich und bewies bei "Addicted To Love" einmal mehr den richtigen Riecher. Ganz nebenbei steuerte er die melodische Bassline bei, die den Song entscheidend prägt.

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Bill Withers: „Lovely Day“

Bass / Workshop

Die Bassline zu Bill Withers' Hit "Lovely Day" trägt maßgeblich zum "Gute-Laune-Feeling" des gesamten Songs bei. In diesem Bassworkshop erlernt ihr dieses Meisterwerk!

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Bill Withers: „Lovely Day“ Artikelbild

Es gibt nur wenige Songs, bei denen die verbreitete Stimmung und der Titel und so perfekt miteinander harmonieren wie bei "Lovely Day". Hört man das Lied im Radio, so bekommt man unweigerlich gute Laune! Kein Wunder daher, dass "Lovely Day" in unzähligen Filmen und Werbeclips eingesetzt wurde, was die Bekanntheit des Songs zusätzlich steigerte. Erschienen ist "Lovely Day" im Jahr 1977 auf "Menagerie", dem sechsten Studioalbum des amerikanischen Sängers Bill Withers. Der Song wird durch eine sowohl melodisch wie rhythmisch auffällige Bassline getragen. Eigentlich genügt schon ein Mix aus Vocals und Bass, damit sich "Lovely Day" komplett anhört. Grund genug, die sensationelle Bassline dieses Welthits (gespielt von Bassist Jerry Knight) einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Bonedo YouTube
  • Darkglass Microtubes B1K - Sound Demo (no talking)
  • Franz Bassguitars Wega 5 Fanned Fret - Sound Demo (no talking)
  • Bass Strings for Drop Tunings - Sound Demo (no talking)