Anzeige

Die Tricks der Studiobassisten #6: Slap Funk Bass-Workshop / Mark King-Style

Hallo, liebe Bassist:innen! Wie ihr inzwischen mitbekommen habt, ist der Produzent aus unserer Bass-Workshopserie noch immer etwas unschlüssig, welche Stilistik er genau für seine Akkordfolge haben möchte. Daher machen wir gerade so mit dem Anbieten verschiedenster Stilistiken weiter und widmen uns nun der für den Bass so beliebten Slaptechnik – und zwar im Stile der 80er-Slapbass-Legende Mark King!

Die Tricks der Studiobassisten #6: Slap Funk Bass-Workshop / Mark King-Style

Mark King hat mit seinem sehr eigenen Stil und Sound seit den 1980er-Jahren ganze Generationen von Bassisten geprägt. Wer seinen Namen noch nicht gehört hat, dem sei unbedingt empfohlen, sich Kings Band Level 42 anzuhören! Meine Basslinie habe ich übrigens im Prinzip von deren Song “Hot Water” vom “True Colours”-Album aus dem Jahr 1984 adaptiert.

Die Akkordfolge sieht hierbei folgendermaßen aus:

| C | Am | Fmaj7 | Dm7 | G7 |

Audio Samples
0:00
Slap Mark King Style Playback ohne Bass

Ein paar Erklärungen zur Notation sind hierbei noch wichtig: Die gekreuzten Notenköpfe sind sogenannte “Deadnotes”. Dabei wird mit der Schlaghand normal gespielt (bzw. in diesem Falle geslappt) und dabei mit der Greifhand abgedämpft. Wichtig ist, möglichst viele Finger der Greifhand zu verwenden, um das Entstehen von Flageolett-Tönen zu vermeiden.

“T” steht für “thumb” (= Daumen), also einer geslappten Note, und “P” steht für “plug” oder “pop”, also dem Anreißen der Saiten mit dem Zeige- oder Mittelfinger der Schlaghand. “HO” bedeutet “Hammer-On”, wobei man einen Ton anspielt und den nächsten nur mit dem Finger der Greifhand erzeugt, indem der Finger auf die Saite hämmert – Schnellkraft ist hier übrigens entscheidender als Druck! “PO” bedeutet “Pull-Off” – hier passiert genau das Gegenteil: Ich spiele den ersten Ton an und den nächsten ziehe ich wieder nur mit dem Finger der Greifhand ab.

Eine Besonderheit verbirgt sich beim letzten Ton (D) im vierten Takt: das ist ein quasi freier “LH”, also ein “Left-Hand-Hammer-On”, der gespielt wird, ohne vorher einen anderen Ton mit der Schlaghand angespielt zu haben. In der Tabulatur seht ihr, wo ich dabei die Töne setze.

Audio Samples
0:00
Slap Mark King Style Playback mit Bass

Um an den typischen Mark King-Sound einigermaßen heranzukommen, verwende ich meinen Marleaux Consat 5 NT , der mit seinem Hifi-artigen Sound etwas mehr in diese Richtung geht als ein Jazz Bass. Ich verwende beide Tonabnehmer mit einem Mittencut bei 1 kHz, einem Bassboost bei 80 Hz und einem Trebleboost bei 10 kHz.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Grooven und Experimentieren!

Euer SAMY

Hier geht’s zurück zur Serien-Startseite!

Hot or Not
?
ck_bass_folge6 Bild

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

flame icon flame icon flame icon flame icon flame icon
Your browser does not support SVG files

von Samy Saemann

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Für dich ausgesucht

Slap-Bass-Workshop: Finger vs. Slap Style

Bass / Workshop

Der Lautstärkesprung beim Umstieg von Fingerstyle auf Slapstyle ist ein altbekanntes Phänomen im Alltag vieler Bassisten. In diesem Workshop gibt euch Thomas Meinlschmidt hilfreiche Tipps, um dem Problem Herr zu werden.

Slap-Bass-Workshop: Finger vs. Slap Style Artikelbild

Viele Bassisten kennen dieses Problem: Beim Umstieg von der Fingerstyle-Technik auf geslappte Passagen ändert sich nicht selten das gesamte Sound- und Dynamikgefüge. Was daheim als geniale Idee begann, scheitert daher im Bandgefüge nicht selten grandios. Warum das so ist und wie wir diese Herausforderung meistern, wollen wir in diesem Workshop näher beleuchten!

Play-Alike Mark King Bass Workshop

Bass / Workshop

Mark King gehört seit den 1980er-Jahren zu den wichtigsten Vertretern des E-Basses und ist vor allem durch seine Slaptechnik bekannt. Taucht ab in unseren großen Mark-King-Workshop!

Play-Alike Mark King Bass Workshop Artikelbild

Mark King gehört ohne Frage zu den einflussreichsten E-Bassisten in der Geschichte dieses vergleichsweise jungen Instruments. Das ist vor allem bemerkenswert, da er dies als Bassist der Popband Level 42 und nicht als Soloartist erreichte. Ganz nebenbei schrieb er auch noch zahlreiche Welthits und war/ist gleichzeitig Sänger bzw. Frontman von Level 42. Seine größten Erfolge hatte das Quartett aus England in den 1980er-Jahren, in denen Mark King zum Posterboy aller slappenden Tieftöner avancierte. In den 90er- und 2000er-Jahren wurde es etwas ruhiger um ihn, aber sein Einfluss ist nach wie vor ungebrochen: Mark Kings musikalische DNA ist quasi allgegenwärtig ist und wird durch von ihm inspirierte Bassisten/innen weitergetragen. In diesem Artikel möchte ich einen kurzen Blick auf Marks Karriere, seinen Stil, sein Equipment und natürlich auf einige seiner Basslines werfen.

Die besten Bassriffs in Noten und TABs - Level 42 / Mark King: "Dune Tune"

Workshop

"Dune Tune" vom Debütalbum von Level 42 ist ein wunderbares Solostück für E-Bass, was Melodie und begleitende Leersaiten miteinander verbindet.

Die besten Bassriffs in Noten und TABs - Level 42 / Mark King: "Dune Tune" Artikelbild

Der Level-42-Klassiker „Dune Tune“ im ausführlichen Bass-Workshop: Der Brite Mark King zählt zu den einflussreichsten Bassisten in der Geschichte des E-Basses. Vor allem in den 1980er-Jahren galt King als der „europäische Slapgott“ schlechthin. Mit einem energiegeladenen Mix aus Funk und Pop trat er mit seiner Band Level 42 von London aus einen musikalischen Siegeszug um den gesamten Planeten an. Kommerzieller Höhepunkt war das Album „Running In The Family“ mit dem Megahit „Lessons In Love“. Auch wenn der Hype um Mark King und um Level 42 in den 90er-Jahren etwas abflachte, ist sein Einfluss auf nachfolgende Generationen von Bassisten noch immer zu hören. Aufgrund seiner unglaublichen Slaptechnik geht aber manchmal etwas unter, dass Mark King auch zahlreiche großartige Fingerstyle-Lines komponierte und zudem ein tolles Gespür für Melodien besitzt. Diese Fähigkeit zeigt sich bereits auf dem Debütalbum „Level 42“ aus dem Jahr 1981. Ein Paradebeispiel ist etwa der Instrumental-Titel „Dune Tune“, welcher im Grunde ein Solo-Arrangement für E-Bass ist, und der bis heute nichts von seiner Strahlkraft verloren hat.

Britische TV-Sendung: Bassriffs erraten mit Mark King!

Feature

In dieser Fernseh-Show aus dem Jahr 2012 gibt es nicht nur ein interessantes Portrait des legendären 80er-Bassidols Mark King, sondern auch eine heitere Raterunde, in der berühmte Bassriffs der Pop- und Rockgeschichte erraten werden müssen.

Britische TV-Sendung: Bassriffs erraten mit Mark King! Artikelbild

Man muss ihn einfach lieben, den typischen trockenen Humor unserer britischen Nachbarn! In dieser Fernseh-Show aus dem Jahr 2012 gibt es nicht nur ein interessantes Portrait des legendären 80er-Bassidols Mark King, sondern auch eine heitere Raterunde, in der berühmte Bassriffs der Pop- und Rockgeschichte erraten werden müssen.

Bonedo YouTube
  • Ibanez EHB1006MS-MGM - Sound Demo (no talking)
  • Spector NS Ethos 5 - Sound Demo (no talking)
  • Harley Benton JJ55OP - Sound Demo (no talking)