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Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Dua Lipa: “Don’t Start Now”

Die in London geborene und aufgewachsene Kosovo-Albanierin Dua Lipa scheint seit ihrem Debütalbum von 2017 geradezu unaufhaltsam zu sein hat sich binnen kürzester Zeit als internationaler Popstar etabliert. Im April 2020 folgt ihr zweites Album – vor einigen Wochen wurde daraus vorab die erste Single namens “Don’t Start Now” veröffentlicht. Der Song ist ein Discofunk der alten Schule, allerdings in einem druckvoll-modernen Soundgewand. Das Schöne für uns Bassisten/innen in dieser Stilistik ist, dass wir rhythmisch und melodisch richtig was zu tun haben ‑ Basslegende Bernard Edwards hat es bei Gruppen wie Chic oder Sister Sledge ja bereits in den 1970er-Jahren par excellence vorgemacht!!

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Inhalte

  1. “Don’t Start Now” – das Originalvideo
  2. “Don’t Start Now” – Groove und Rhythmik
  3. “Don’t Start Now” – Tonmaterial
  4. “Don’t Start Now” – Bass-Sound
  5. “Don’t Start Now” – Bassline in Noten, TABs und Playback

“Don’t Start Now” – das Originalvideo

Ehe wir mit dem Workshop richtig loslegen, gibt es hier wie gewohnt zum Aufwärmen das originale Video zum Song:

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“Don’t Start Now” – Groove und Rhythmik

Der Vers von “Don’t Start Now” wird durch Drums und Bass dominiert und benötigt eigentlich keine anderen Instrumente, um einen hohen Wiedererkennungswert zu besitzen. Dies verdankt der Song einer klassischen Disco-Rezeptur: Die typische “Four On The Floor”-Bassdrum auf allen Vierteln etabliert einen bombenfesten Puls und ermöglicht uns Bassisten dadurch viele Freiheiten.
Viele Disco-Basslines haben daher gemeinsam, dass sie nur wenige Pulsschläge mit den Drums zusammenspielen, um nicht für Redundanzen zu sorgen. Dafür werden ausgiebig Achtel- oder Sechzehntelsynkopen genutzt, also der Raum zwischen dem Viertelpuls.
>>>Hier findest du Anleitungen für eigene Basslines im Discofunk-Stil!<<<
Bei “Don’t Start Now” ist dies genauso – die Gemeinsamkeiten zwischen Bass und Drums hören tatsächlich bereits nach der Zählzeit 1 auf. Das gesamte Konstrukt sorgt für einen entsprechend luftigen Groove, dank der stringenten Bassdrum auf allen Vierteln bleibt aber alles zu jeder Zeit enorm “stabil” und tanzbar.
Sowohl Drums als auch Bass sind programmiert und/oder “auf Perfektion” quantisiert. Das könnte man natürlich kritisieren – besser ist aber, diese Herausforderung anzunehmen und den Song so tight wie möglich zu spielen!

Bei einem derart coolen Groove von Bass und Drums ist Extase auf der Tanzfläche vorprogrammiert! (Bildquelle: www.youtube.com/watch?v=oygrmJFKYZY)
Bei einem derart coolen Groove von Bass und Drums ist Extase auf der Tanzfläche vorprogrammiert! (Bildquelle: www.youtube.com/watch?v=oygrmJFKYZY)

“Don’t Start Now” – Tonmaterial

Der Vers besteht aus der Tonleiter E Dorisch, welche die Töne E, Fis, G, A, B, Cis und D beinhaltet. Man könnte zwar sagen, dass dies die gleichen Töne wie D-Dur sind, aber im ersten Takt einer viertaktigen Phrase wird immer auf den Akkord E-Moll aufgelöst – er erscheint somit als tonales Zentrum.
>>>In diesem Workshop lernst du, wie du harmonisch interessantere Basslines spielen kannst.<<<
Im Refrain wechselt die Tonalität dann allerdings nach D-Dur bzw. deren Moll-Parallele B-Moll (dem deutschen H!). Ansonsten besteht die Bassline hauptsächlich aus Grundtönen und deren Oktaven, einzig die Überleitungen zum nächsten Grundton lockern das Ganze etwas auf.

“Don’t Start Now” – Bass-Sound

Bernard Edwards ist sicherlich der bekannteste Bassist der Disco-Ära – er schrieb mit seinen Grooves die Blaupause für diese Stilistik. Aber auch sein Sound war absolut individuell, denn er spielte häufig einen Music Man Stingray, auf dem Flatwound-Saiten aufgezogen waren.
Heutzutage ist dieser Retro-Sound durch Bassisten wie Vulfpecks Joe Dart oder auch Michael League(Snarky Puppy) wieder sehr angesagt und “in aller Ohren”. Um die nötige Authentizität zu bekommen, lehnt sich der programmierte Bass von “Don’t Start Now” sehr akribisch an die Bernard-Edwards-Vorgabe an.
Nachbauen kann man diesen Sound eigentlich mit jedem Bass, der genügend Mitten liefert! Das kann ein Jazz Basssein, bei dem man den Halspickup etwas zurücknimmt, oder ein Instrument mit einem Humbucker in der Stegposition. Jetzt einfach noch die Höhen etwas aus dem Geschehen drehen – dann sollte man dem Sound von “Don’t Start Now” schon sehr nahekommen!

“Don’t Start Now” – Bassline in Noten, TABs und Playback

Ich habe für euch den ersten Vers und Chorus von “Don’t Start Now” aufgenommen, der Rest besteht lediglich aus Wiederholungen der beiden. Auch das beigefügte Playalong ist eine Schleife aus erstem Vers und Chorus.

Audio Samples
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Dua Lipa – “Don’t Start Now” – Bassline Vers & Chorus – wav Dua Lipa – “Don’t Start Now” – Playback – wav

Viel Spaß mit “Don’t Start Now” und bis zum nächsten Mal,
euer Thomas Meinlschmidt

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von Thomas Meinlschmidt

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Profilbild von Raul Queijo-Theissing

Raul Queijo-Theissing sagt:

#1 - 09.03.2020 um 18:25 Uhr

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????Top Basslinie, gut gemacht, vielen Dank

Kommentare vorhanden
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