Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Dua Lipa: “Break My Heart”

Schon vor Kurzem ließ die in London geborene und aufgewachsene Kosovo-Albanierin Dua Lipa mit einer prägnanten Bassline in ihrem Hit “Don’t Start Now” die Herzen von TieftönerInnen höher schlagen. “Don’t Start Now” haben wir ebenfalls bereits eine Workshopfolge gewidmet. Nun legt die Hit-Garantin mit “Break My Heart” einen weiteren Knaller nach. Auch dieser Track ist eine Auskopplung aus dem Album “Future Nostalgia” und wird abermals von einer melodischen Bassline dominiert. Auch wenn es sich im Original sehr wahrscheinlich um einen programmierten Bass handelt (zumindest finden sich keinerlei Angaben zu Musikern auf dem Cover), macht die Bassline auf einem echten E-Bass jede Menge Spaß!

“Break My Heart” – Originalvideo

Zur Einstimmung schauen wir uns wieder einmal das originale Video zum Song an:

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“Break My Heart” – Tonmaterial & Melodik

“Break My Heart” besteht komplett aus Stufenakkorden der E-Moll-Tonleiter, daher ist die dazugehörige Tonleiter (E, F#, G, A, B, C, D) natürlich auch die Grundlage für die Bassline. Wie bei vielen modernen Popsongs haben wir es hier mit einem viertaktigen Loop zu tun, der mit wenigen Variationen – mal mehr oder weniger dicht instrumentiert – ständig wiederholt wird (bis auf den kurzen Pre-Chorus).
Die Takte 1 und 3 jedes Durchgangs etablieren dabei stoisch den Grundton des Akkords, die Takte 2 und 4 besitzen jeweils ein melodisches Motiv, einmal absteigend und einmal aufsteigend. Das ist ziemlich einfach, aber irgendwie auch genial, denn es sorgt für eine perfekte Mischung aus Stabilität, Wiedererkennungswert und Abwechslung.

“Break My Heart” – Rhythmik

Dank einer clubmäßigen Bassdrum auf allen Vierteln und der prägnanten Bassline trägt die Rhythmusgruppe den Song im Grunde ganz von alleine. Der harmonischen Struktur folgend ist der erste und dritte Takt des Loops mit drei Viertelnoten sehr einfach gehalten, während im zweiten Takt mit einer Kette von Sechzehnteln in der Bassline das genaue Gegenteil erfolgt. Diese Eigenart bildet ein Frage-Antwort-Spiel, und Rhythmik und Melodik arbeiten hier vorbildlich Hand in Hand.
Aufgrund des loopartigen Charakters und des pulsorientierten Drumgrooves stellen sich eigentlich keine weiteren Fragen in Bezug auf Interaktion etc. Eine Besonderheit im Chorus ist, dass Dua Lipas Melodie und deren Rhythmik nun die Bassline doppelt – oder umgekehrt, und das ist wirklich ein bemerkenswerter Schachzug! Hierdurch ist nämlich der Chorus im Laufe der Strophe schon immer “inkognito” im Hintergrund präsent! Während sich im Vers Bassline und Gesang allerdings auf zwei unterschiedlichen Ebenen ergänzen, verschmelzen sie im Chorus zu einer und entwickeln auf diese Weise eine entsprechende Wucht.

“Break My Heart” – Basssound

Der Bass von “Break My Heart” wurde zwar programmiert, aber wie schon bei “Don’t Start Now” wurde klanglich eine Art Mischung aus E- und Synth-Bass verwendet. Diesmal gehen die analogen Anteile in Richtung Precision Bass – zumindest wäre dies meine erste Wahl! Natürlich funktioniert auch jeder beliebige andere E-Bass, aber ein Preci ist ohne Frage am authentischsten.
Auch ein Octaver ist zu hören, bzw. der Synth-Bass eine Oktave tiefer. Das heimische Nachspielen macht sicherlich mehr Spaß mit einem Octaver, und auf diese Art kommt man dem Original schon ziemlich nahe. Ich habe für die Aufnahmen einen Precision Bass mit Flatwounds sowie ein Octaver-Pedal verwendet.

“Break My Heart” – Noten / TAB und Playback

Hier findet ihr die Noten / TABs und das Playback mit der von mir eingespielten Bassline.

Audio Samples
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“Break My Heart” – Bassline – WAV

Viel Spaß mit Dua Lipas “Break My Heart” und bis zum nächsten Mal,
euer Thomas Meinlschmidt

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von Thomas Meinlschmidt

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