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Bass spielen nach Leadsheets

Kürzlich erreichte uns die Bitte eines Lesers, einem Workshop zum Thema “Spielen nach Leadsheets” zu machen. Dies ist ohne Frage ein interessanter Aspekt, denn es gibt wohl kaum jemanden unter uns, der nicht schon einmal in der Situation war, Songs auf einer Party, einer Jam-Session im Proberaum oder auf der Bühne spontan “vom Blatt” begleiten zu müssen. Im Pop/Rock-Bereich enthalten diese Leadsheets nicht selten gerade mal die Lyrics mit eine paar Akkordsymbolen darüber. Auch viele Songbooks und diverse Webseiten liefern lediglich diese sehr einfache Form, während Leadsheets in anderen Situationen mit zum Teil erheblich mehr Informationen anzutreffen sind. Für alle Szenarien gilt jedoch: Wir Bassisten müssen spontan eigene Basslinien zu dem, was dort auf dem Blatt steht, aus dem Hut zaubern! Nur: Wie soll das denn bitte funktionieren?

Workshop: Bass spielen nach Leadsheets

Inhalte

  1. Was ist ein Leadsheet?
  2. Typische Erscheinungsformen von Leadsheets
  3. Welches Wissen setzen Leadsheets voraus?
  4. Spielen nach Leadsheets: Formen/Songabläufe
  5. Spielen nach Leadsheets: Formen/Songabläufe
  6. Spielen nach Leadsheets: kleine harmonische Analyse
  7. Spielen nach Leadsheets: eigene Basslines ohne harmonische Kenntnisse entwickeln
  8. Spielen nach Leadsheets: eigene Basslines mit harmonischen Kenntnissen entwickeln
  9. Zwei “Spezialtipps” zum Spielen nach Leadsheets

In der Tat ist das freie Spiel nach einem Leadsheet gerade für ungeübte Musiker eine echte Herausforderung. Dabei dreht es sich eigentlich “nur” um zwei verschiedene Themen, welche hier ineinandergreifen: Zum einen das Entschlüsseln der musikalischen Information, welche das Leadsheet bereithält sowie die Übertragung dieser Informationen auf das Instrument, zum anderen das Entwickeln eigener Basslines – und das Ganze dann natürlich noch in Echtzeit, etwa bei einer spontanen Jam-Session!

Letzteres ist sicher ein Kapitel für sich, mit dem man sich sein ganzes Bassisten-Leben lang beschäftigen kann. Deshalb werden wir uns hier in diesem Workshop auf wesentliche handfeste Informationen mit hoher Praxistauglichkeit beschränken – herzlich Willkommen also zu diesem Crashkurs zum Thema “Spielen nach Leadsheets”!

Die eingangs erwähnte Bitte des Lesers zielte vor allem auf Strategien, wie man beim Spielen nach Leadsheets nicht stets in die gleiche Falle tappt, nur die Buchstaben derAkkorde zu spielen und in typische Singer/Songwriter-Grooves zu verfallen, sondern um spontan die eine oder andere coole Bassline aus dem Ärmel zu schütteln. Auch zu diesem Thema gibt es in diesem Workshop ein paar Tipps – zunächst jedoch beschäftigen wir uns einmal mit den Basiscs!

Was ist ein Leadsheet?

Die Übersetzung sagt eigentlich alles: “Sheet” steht für ein “Blatt” und “Lead” bedeutet “Führen”. Das Leadsheet führt bzw. navigiert uns also durch den kompletten Song.
Typische Informationen, die ein (hochwertiges) Leadsheet enthält, sind:

  • die verwendeten Akkorde – also das harmonische Geschehen
  • die Melodie
  • der Text/die Lyrics
  • der Formablauf (z.B. “AABA” o.ä.)
  • Angaben zur erwünschten Stilistik (z.B. Ballade, Achtelrock, Funk, Latin, etc.)
  • das Tempo – entweder in Form einer bpm-Angabe (“beats per minute”) oder auch nur einer Angabe wie “Medium Swing”, “Uptempo Pop”, etc.
  • Ggf. wichtige rhythmische Ereignisse (Kicks, Breaks, etc.)

Durch diese Angaben unterscheiden sich Leadsheets deutlich zu musikalischer Literatur, in welcher die Stimmen aller Instrumente exakt notiert sind, wie z.B. in der Partitur eines klassischen Werkes.
Sehr verbreitet sind Leadsheets z.B. im Jazz, da die sogenannten “Standards” oft nur als grobe Grundlage für eigene Interpretationen dienen und daher keine weiteren spezifischen Angaben nötig sind.

Typische Erscheinungsformen von Leadsheets

Hier seht ihr ein klassisches Jazz-Leadsheet:

Typisches Jazz-Leadsheet

Dieses Leadsheet ist ein Vertreter aus dem Bereich Rock/Pop:

Typisches Pop/Rock-Leadsheet

Zuletzt findet ihr hier den schlimmsten, aber leider auch sehr weit verbreiteten Fall, wie man ihn aus vielen Songbooks oder Mappen von Top-40- bzw. Galabands kennt: Sämtliche musikalisch relevanten Informationen fehlen in diesem Leadsheet; der Musiker findet lediglich Lyrics und Akkorde vor. Stilistik, Tempo, Taktart, Dauer der Akkorde etc. scheinen für den Autor des Leadsheets keine große Rolle zu spielen:

Typisches Gala/Top40-Leadsheet

Welches Wissen setzen Leadsheets voraus?

Stilangaben
Wird mithilfe von Leadsheets musiziert, so werden nicht wenige Kenntnisse und Fähigkeiten vorausgesetzt. Sieht man z.B. die Angabe “Medium Achtelrock” als stilistische Angabe, so geht der Leadsheet-Verfasser davon aus, dass der Musiker weiß, was diese Angabe bedeutet – und dass z.B. ein Bassist typische authentische Basslines dieser Stilistik sofort ”vor Ohren” hat. Das bedeutet nicht, dass man Achtelrock quasi als “Hauptfach” studiert haben muss, sondern nur, dass man idealerweise schon häufiger Songs in dieser Stilistik gespielt haben sollte und daher wissen sollte, was der Bass typischerweise in diesem Style spielt.

Form/Songablauf
Wiederholungszeichen, Klammer 1, Klammer 2 usw. – dies alles sollten keine Fremdwörter sein, denn sie tauchen relativ häufig auf. Angaben wie “Dal Segno”, “Coda” usw. sind auf Leadsheets (gerade im Bereich Pop/Rock/Funk/R&B …) eher selten, können aber durchaus gelegentlich vorkommen.

Harmonische Informationen
Die wichtigste Voraussetzung ist gleichzeitig auch die schwierigste: Wir müssen die harmonische Information des Leadsheets entschlüsseln, auf unser Instrument übertragen und – womöglich sogar spontan – eine eigene Bassline entwickeln. Grundlegende harmonische Kenntnisse über Akkorde und Tonleitern auf dem E-Bass sind bei diesem Thema sicherlich eine große Hilfe; sie sind aber auch kein Muss, wie wir weiter unten sehen werden.

Spielen nach Leadsheets: Formen/Songabläufe

Ein typisches Leadsheet im Rock/Pop-Bereich könnte so aussehen:

Pop/Rock-Leadsheet mit anspruchsvollerem Formablauf

Ich habe bewusst schon etwas dick bei den Angaben zur Form aufgetragen, damit einiges abgedeckt wird. In der Praxis (zumindest im Rock/Pop) wird wohl eher etwas weniger vorkommen. Und so lautet die korrekte Navigation durch das Leadsheet:

Zunächst spielen wir von Beginn bis zum Wiederholungszeichen (Takt 8). Nun springen wir zurück zum ersten Wiederholungszeichen am Anfang (Takt 1). Bei diesem Durchgang kommt nun anstatt der Klammer 1 die Klammer 2. Ganz wichtig ist, dass Klammer 1 durch Klammer 2 ersetzt und nicht zusätzlich angehängt wird.

Am Ende der Klammer 2 steht nun das Kürzel “Dal Segno al Coda”. Wir springen also zurück zum Dal-Segno-Zeichen (ähnelt dem Dollarzeichen) und spielen al Coda, also bis zum Coda-Zeichen (ähnelt einem Fadenkreuz, siehe Takt 4), springen von dort direkt zum zweiten Coda-Zeichen (Takt 11), um anschließend zum Schluss zu kommen.

>>>In diesem Workshop bekommst du “5 Tipps für deine Walking-Basslines”!<<<

Am Ende von Klammer 2 und am Schluss steht eine explizit notierte Rhythmik. Diese Angabe deutet darauf hin, dass diese für den Song sehr wichtig ist und vermutlich von allen Musikern als gemeinsamer Kick gespielt werden soll.

Das war ein typischer “Fahrplan” durch den Song. Weiter geht es mit den Akkorden.

Komplexe Leadsheets können ganz schön verwirrend sein - doch mit ein paar Kniffen kann man sich hier sogar ohne allzu viele Theoriekenntnisse gut in Szene setzen!
Komplexe Leadsheets können ganz schön verwirrend sein – doch mit ein paar Kniffen kann man sich hier sogar ohne allzu viele Theoriekenntnisse gut in Szene setzen!

Spielen nach Leadsheets: kleine harmonische Analyse

Auf dem Leadsheet steht mitunter ein Akkord pro Takt, d.h. dieser gilt für die komplette Dauer dieses Taktes. Manchmal finden sich aber auch zwei Akkorde pro Takt, d.h. der Akkord wechselt in der Mitte des Taktes. Solange es keine weiteren Angaben gibt, kommt folglich in einem 4/4-Takt der erste Akkord auf die Zählzeit 1 und der zweite auf die Zählzeit 3.

Die folgende Analyse setzt leider etwas Grundwissen zu Tonarten voraus. Heute geht es ja eher um Entwickeln von Basslines zu Leadsheets und weniger um einen Workshop zum Thema Harmonielehre. Dieser wird allerdings in Kürze folgen.

Die Töne der Akkorde F#-Moll, A-Dur, D-Dur und E-Dur verraten, dass wir uns in der Tonart F#-Moll (die Moll-Parallele zu A-Dur) befinden. Schaut man sich die einzelnen Akkordtöne an (siehe PDF), ergibt sich eine eindeutige Anzahl an Vorzeichen (drei Kreuze: F#, C#, G#), welche alle anderen Tonarten ausschließen.

Ein Kreuz mehr wäre bereits E-Dur/C#-Moll, ein Kreuz weniger D-Dur/B-Moll. Wir sind also unzweifelhaft in F#-Moll. Ein Blick auf den Quintenzirkel ((LINK)) gibt hier schnell Aufschluss. Aber warum nicht A-Dur, wenn Vorzeichen und Töne der Tonleiter identisch sind? Nun, der Akkord F#-Moll ist klanglich zweifelsfrei der Schwerpunkt des Songs, immer wieder wird nach einer viertaktigen Phrase zu diesem Akkord zurückgekehrt. Unser Ohr interpretiert ihn daher als das eigentliche tonale Zentrum.

Alle vorkommenden Akkorde sind sogenannte “Stufenakkorde”, d.h. sie werden auf einer Stufe der Tonleiter mit den Tönen dieser Tonleiter gebildet. D-Dur (D, F#, A) ist dabei die sechste Stufe, A-Dur (A, C#, E) die dritte Stufe, und E-Dur (E, G#, B) die siebte Stufe von F#-Moll (siehe Bild). Wechseln die Akkorde, so wechselt NICHT gleichzeitig die Tonart – das ist ein verbreitetes Missverständnis.

Dieses Thema verhält sich ähnlich wie Lego-Bausteine: Jede Tonart besitzt sieben Lego-Bausteine, die in verschiedenen Anordnungen unterschiedliche Akkorde ergeben. Sie bleiben aber immer Bausteine einer einzigen gemeinsamen Tonart.

Es gibt natürlich auch unzählige Songs, welche nicht nur auf Stufenakkorden basieren. Ich beziehe mich hier jedoch nur auf unser Beispiel, da wir ansonsten hier den Rahmen sprengen.

Spielen nach Leadsheets: eigene Basslines ohne harmonische Kenntnisse entwickeln

Ich habe das Leadsheet-Beispiel hier etwas reduziert, damit wir uns nicht gleich mit tausend Dingen auf einmal beschäftigen müssen. Das Entwickeln eigener Basslines zum Leadsheet soll ab jetzt im Vordergrund stehen. So sieht unser Song bzw. Aufgabe aus:

Und so könnte in etwa die Umsetzung des Leadsheets in Musik klingen, dies dient uns als Playalong:

Audio Samples
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Playalong – WAV

Es fehlt natürlich noch – unsere Bassline! Nehmen wir an, wir haben überhaupt keinen Plan, was auf diesem Leadsheet steht, außer dass wir die Buchstaben der Akkorde (die Grundtöne) auf dem Griffbrett finden. Trotzdem möchten wir aber natürlich eine spannende Bassline spielen. Das ist vielfach einfacher als vielleicht gedacht, nötig sind nur ein Griffbild und simple Mathematik!

Haben wir die Grundtöne auf unserem Bass gefunden, so können wir gleich die Oktave (ist nichts anderes als der oktavierte Grundton) sowie die Quinte zu unserem Arsenal an Möglichkeiten hinzunehmen. Was die Quinte genau ist, interessiert uns zu diesem Zeitpunkt nicht.

Es spielt auch keine Rolle, ob wir es mit Dur- oder Mollakkorden zu tun haben. Wichtig ist, dass die Quinte immer funktioniert, so lange bei den Akkorden keine kruden Angaben wie “b5” oder “vermindert” stehen. Falls dies der Fall ist, so lassen wir die Quinte für die Dauer dieses Akkordes einfach außen vor!

Die Oktave liegt zwei Saiten und zwei Bünde höher als unser Grundton, die Quinte zwei Bünde und eine Saite höher (oder im selben Bund eine Saite tiefer). Hier die Griffbilder in Noten und Tabulatur:

Fotostrecke: 2 Bilder So greift man auf dem Griffbrett eines Basses eine Oktave, und so …
Fotostrecke

Mit diesen zusätzlichen Tönen probieren wir jetzt eine eigene Bassline, die schon die eine oder andere interessante Note beinhaltet:

Audio Samples
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Beispiel-Basslinie 1 – WAV

Gar nicht mal so langweilig, oder? Als zusätzliche Möglichkeit, um für Abwechslung zu sorgen und/oder von einem Akkord zum nächsten zu führen, dient uns die Chromatik (Bewegung in Halbtonschritten). Dazu müssen wir nichts wissen, sondern lediglich Bünde abzählen. Wir starten einfach zwei Bünde über- oder unterhalb des Tons, zu welchen wir hinführen wollen. In unserer Begleitung, die auf Achtelnoten basiert, macht es Sinn, auch rhythmisch zwei Achtel vor der Zählzeit 1 des folgenden Taktes zu beginnen. Unser Startpunkt ist also die Zählzeit 4. In der Notation wird dies noch deutlicher:

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Beispiel-Basslinie 2 – WAV

Die Bassline ist jetzt bereits sehr schön abwechslungsreich, ohne dass wir dafür besondere Kenntnisse gebraucht hätten: ein Griffbild (Grundton, Quinte, Oktave) plus Chromatik – das war’s!

Hat man dieses tolle Prinzip einmal verstanden, funktioniert das spontane Begleiten im Handumdrehen, lässt sich auf jeden Song übertragen und – besonders toll für Anfänger – verlangt keinerlei harmonisches Wissen, außer dem Finden des Grundtons am Instrument. Allein die Chromatik passt geschmacklich nicht an jeder Stelle, hier ist Ausprobieren die Devise. Je nach Kontext kann man auch einen oder drei chromatische Leittöne verwenden.

Spielen nach Leadsheets: eigene Basslines mit harmonischen Kenntnissen entwickeln

In unserer harmonischen Analyse haben wir festgestellt, dass die F#-Moll-Tonleiter das Tonmaterial für unsere Basslines ist. Diese sollten wir sicher unter den Händen haben, hier sind zwei mögliche Fingersätze über zwei Oktaven.

Ich zeige euch hier zwei Wege, wie wir diese Tonleiter zu unseren Zwecken musikalisch einsetzen können. Zunächst nutzen wir sie, um von einem zum nächsten Akkord zu leiten. Dazu muss ich nicht die Tonleiter zwangsläufig in ihrer Reihenfolge spielen, sondern kann (und soll) kreativ mit ihr umgehen. Hier ein Beispiel:

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Beispiel-Basslinie 3 – WAV

Ein wichtiger Job, den wir als Bassist/in haben, ist, für Strukturen zu sorgen. Wir sollen idealerweise durch unser Spiel anzeigen, wann ein Formteil zu Ende ist (z.B. Ende Klammer 1, Ende Klammer 2). Dies kann z.B. durch ein Fill-In passieren. Auch dies kann auf der F#-Moll-Tonleiter basieren:

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Beispiel-Basslinie 4 – WAV

Ein zweiter interessanter Weg ist, mithilfe der Tonleiter melodische Motive zu finden, welche ich auch die verschiedenen Akkorde übertragen kann. So zum Beispiel:

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Beispiel-Basslinie 5 – WAV

Hier kombiniere ich beide Ansätze: melodisches Motiv plus Überleitung bzw. Fill.

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Beispiel-Basslinie 6 – WAV
Wer über Wissen im Bereich Musiktheorie verfügt, verliert auf der Bühne weniger schnell die Nerven!
Wer über Wissen im Bereich Musiktheorie verfügt, verliert auf der Bühne weniger schnell die Nerven!

Zwei “Spezialtipps” zum Spielen nach Leadsheets

Natürlich sind unsere Beispiele allesamt etwas schematisch, sie dienen ja auch dazu, ein Konzept zu demonstrieren. “Die Mischung macht’s”, wie es so schön heißt. Aber das ist jetzt deine Aufgabe! Als Ausblick gibt es noch zwei weitere Tipps von mir: Vor einiger Zeit schrieb ich einen Workshop, in dem es um Slashchords, Pedal und Ostinato als Werkzeuge für interessante Basslines ging.

Bei unserem heutigen Song lässt sich dies auch gut anwenden. Im folgenden Beispiel habe ich die immer wiederkehrende Akkordfolge einmal mit Slashchords und einmal “normal” gespielt. Dies erzeugt deutlich mehr Spannung und “Leben”:

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Beispiel-Basslinie 7 – WAV

Aufgrund des doch recht massiven Umfangs des Themas habe ich mich heute bewusst auf das Thema “Tonmaterial” fokussiert – darauf zielte ja auch die Leserfrage. Aber natürlich gibt es genauso rhythmische Varianten. Als Anregung und zum Abschluss habe ich mich hier auf den Grundton beschränkt und ein Beispiel mit Offbeat-Achteln aufgenommen. Man kann gut hören, dass dies ein komplett anderes Feeling erzeugt und häufig eine weitaus mächtigere Waffe ist als ausgefuchstes Tonmaterial.

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Beispiel-Basslinie 8 – WAV

Natürlich heißt es zu allen angesprochenen Punkten wie immer: So viel wie möglich selbst probieren! Das kreative Umgehen mit z.B. einer Tonleiter muss ebenso geübt werden wie spieltechnische Aspekte (Fingersätze etc.).


Ich hoffe, dieser Workshop konnte einige Fragen beantworten und ein paar Anregungen geben. Bis zum nächsten Mal!

Thomas Meinlschmidt

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von Thomas Meinlschmidt

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