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Der Funk-Hammer: The Brothers Johnson live 1980

Wenn man auf der Suche nach Bands ist, die für den personifizierten Funk stehen, stößt man unweigerlich auf The Brothers Johnson um das Geschwisterpaar George und Louis Johnson. Unser Video-Fundstück der Woche ist ein Konzertmitschnitt der Gruppe vom 25. April 1980 aus dem “Capitol Theatre” in Passaic, New Jersey.

Screenshot aus dem unten verlinkten Video (Quelle: www.youtube.com/watch?v=fJMFReMRzZM)
Screenshot aus dem unten verlinkten Video (Quelle: www.youtube.com/watch?v=fJMFReMRzZM)


Schon in der Schule gründeten die Brüder George und Louis Johnson ihre erste Band, Johnson Three Plus One, gemeinsam mit ihrem älteren Bruder Tommy und ihrem Cousin Alex Weir. Das Quartett schaffte nur wenige Jahre danach den Sprung ins Profilager und begleitete etablierte Künstler wie Bobby Womack oder The Supremes. 1973 traten George und Louis der Band von Billy Preston bei.
>>>Noch mehr Funk gefällig? Hier gibt es “5 funky Basslines von Prince”!<<<
Einige Zeit darauf wurden George und Louis Johnson vom Starproduzenten Quincy Jones entdeckt, der die Brüder für sein Album “Mellow Madness” verpflichtete und sie auch mit auf eine Japan-Tournee nahm. Dies sollte der Beginn einer sehr erfolgreichen Zusammenarbeit sein, denn die Brüder avancierten schnell zu First-Call-Instrumentalisten im Musiker-Pool um Quincy Jones.
>>>In dieser Workshopreihe bekommt ihr Einblicke in die Tricks der Studiobassisten!<<<
Beide Brüder taten sich jedoch auch als Songschreiber hervor und brachten unter dem Bandnamen The Brothers Johnson eigene Veröffentlichungen heraus, von denen viele zu Hits wurden.
Hier eine Auswahl:

  • “Look Out For #1” (1976)
  • “Right On Time” (1977)
  • “Blam!” (1978)
  • “Light Up The Night” (1980)
  • “Winners” (1981)

Zu den populärsten Hits des Duos zählen Songs wie “I’ll Be Good to You”, “Strawberry Letter 23”, “Ain’t We Funkin’ Now” oder “Stomp!”.
Bassist Louis Johnson war einer der Pioniere der damals noch recht jungen Slap-Technik auf dem E-Bass, die aller Wahrscheinlichkeit nach von Larry Graham gegen Mitte der 1960er-Jahre erfunden worden war. Aufgrund seiner ausladenden, schnellen Bewegungen beim Spielen war er bekannt unter dem Spitznamen “Thunder Thumbs” – zu deutsch “Donnerdaumen”.
Zu den bekanntesten Künstlern, für die Louis in die vier Saiten griff, zählen z.B. Michael Jackson (die legendäre Basslinie zu “Billie Jean” stammt beispielsweise von ihm!), Paul McCartney, Phil Collins, Herbie Hancock, Aretha Franklin, Anita Baker, Billy Preston, Bill Withers, Björk, The Crusaders, Donna Summer, The Jacksons, John Mellencamp, Kenny Loggins, Lee Ritenour, Natalie Cole, Pointer Sisters, Sister Sledge, Stevie Nicks, Stevie Wonder, Temptations oder George Duke.
>>>Auch Bernard Edwards (Chic, Sister Sledge …) ist aus der Liste der großen Funk-und-Soul-Bassisten nicht wegzudenken. Wir haben der Basslegende einen eigenen Workshop gewidmet!<<<

Hier seht ihr den Headstock eines Music Man Stingrays aus dem Jahr 1976 - dem ersten Jahr der Fertigung. Insider wissen zu berichten, dass die zwei Musikerfiguren im MM-Logo die Brüder Johnson darstellen sollen! (Bild: Lars Lehmann)
Hier seht ihr den Headstock eines Music Man Stingrays aus dem Jahr 1976 – dem ersten Jahr der Fertigung. Insider wissen zu berichten, dass die zwei Musikerfiguren im MM-Logo die Brüder Johnson darstellen sollen! (Bild: Lars Lehmann)

Obwohl Louis Johnson im Laufe der Jahre mit Instrumenten unterschiedlicher Hersteller gesehen wurde, wird sein Signature-Sound in erster Linie mit den Modellen Sabre und Stingray des US-Herstellers Music Man in Verbindung gebracht. Die Verbindung beider Johnson-Brüder mit dem frühen Team der Firma Music Man um den legendären Leo Fender war sehr eng und intensiv. Insider wissen sogar zu berichten, dass die gekreuzten Beine der beiden Musikerfiguren im Logo der Firma die Brüder Johnson darstellen sollen. Dies liegt durchaus nahe, da die Instrumentenhälse der Figuren in unterschiedliche Richtungen weisen – genau wie die der Brüder, da George Linkshänder ist. >>>Welche wichtigen Bassmodelle gibt es eigentlich? Alle Infos gibt es hier! Während George Johnson heutzutage seinen Ruhestand genießt und sehr gelegentlich noch musikalisch aktiv ist, verstarb sein Bruder Louis viel zu früh am 21. Mai 2015 im Alter von nur 60 Jahren. Als Todesursache wurden Blutungen der Speiseröhre angegeben.
Aber zurück zu schöneren Dingen – genießen wir einfach das Konzert, in dem Louis Johnson seinen wunderschönen 1979er-Stingray mit Ahorngriffbrett spielt. So geht Funk!
>>>Hier gibt es “5 Tipps und Riffs für einen gelungenen Bass-Soundcheck”!<<<
Hier die Setlist:

  • “Ain’t We Funkin’ Now”
  • “I’ll Be Good To You”
  • “Blam!”
  • “Smilin’ On Ya”
  • “Strawberry Letter 23”
  • “You Make Me Wanna Wiggle”
  • “Get The Funk Out Ma’ Face”/”Stomp!”
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von Lars Lehmann

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