Anzeige
ANZEIGE

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Stevie Wonder: „Master Blaster (Jammin)“

1981 veröffentlichte Stevie Wonder sein Album “Hotter Than July”, auf dem sich neben dem bekannten “Happy Birthday” auch der Song “Master Blaster (Jammin)” befindet. Dieser wird von einer enorm prägnanten Bassline dominiert, die zusammen mit den Drums das Ganze beinahe alleine trägt und für einen hohen Wiedererkennungswert sorgt. Stevies Hausbassist Nathan Watts schuf mit seinem Beitrag zu “Master Blaster (Jammin)” einen echte Bassklassiker, bei dessen Entstehung garantiert auch Stevie Wonder himself ein Wörtchen mitzureden hatte.

Bassriff_der20Woche_Master_Blaster-1091774 Bild

“Master Blaster (Jammin)” – Original-Video

Zur Einstimmung gibt es wie immer erst einmal das Original zu hören:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

“Master Blaster (Jammin)” – Rhythmik

Schon bei den ersten Schlägen der Drums erkennt man unschwer, dass Stevie Wonder bei “Master Blaster (Jammin)” mit dem Reggae liebaügelt. Der Drumgroove ist ein sogenannter Stepper, bei dem die Bassdrum alle vier Viertel spielt und auf diese Weise für eine felsenfeste Basis sorgt. Nathan spielt fast ausschließlich Achtel, welche aber ternär bzw. mit einem Shufflefeeling interpretiert werden.
Die Töne auf den Pulsschlägen werden staccato interpretiert, was für einen schönen treibenden Effekt sorgt und typisch für diese Art von Reggae-Feeling ist. Interessant und technisch herausfordernd wird es dann im Interlude, denn hier liegt der Startpunkt der einzelnen Phrasen zumeist auf der zweiten Triolenachtel. Wenn man dies langsam übt und das Tempo nach und nach steigert, sollte man es aber bald im Gefühl haben.

“Master Blaster (Jammin)” – Tonmaterial

Der Song steht in der Tonart C-Moll – die dazugehörige Tonleiter besteht aus den Tönen C, D, Eb, F, G, Ab und Bb. Im Intro setzt Nathan Watts auf simple Oktaven, um eine prägnante Bassline zu erzeugen. Das zeigt deutlich, dass zu diesem Zweck mitunter nur sehr wenige Mittel notwendig sind, wenn die Idee gut genug ist.
Im Vers, der auf der gleichen Akkordfolge wie das Intro beruht, schafft Nathan einen schönen Kontrast mit melodischen Arpeggios. Um für noch mehr Abwechslung zu sorgen, entschied sich Nathan im Chorus dann vorrangig für Quinten – es hat tatsächlich den EIndruck, als wurde hier nichts dem Zufall überlassen!

Nathan Watts (Jahrgang 1954) ist einer der renommiertesten Bassisten des Soul- und Funk-Genres! (Bildquelle: www.youtube.com/watch?v=cEF0BzF98WM)
Nathan Watts (Jahrgang 1954) ist einer der renommiertesten Bassisten des Soul- und Funk-Genres! (Bildquelle: www.youtube.com/watch?v=cEF0BzF98WM)

Nach Chorus 1 und 2 folgt jeweils ein instrumentales Interlude, welches beim ersten Mal kürzer und beim zweiten Mal etwas ausgedehnter ist. Beide beruhen komplett auf Sequenzen der C-Moll-Pentatonik. Gerade im zweiten Durchgang geht es etwas weiter über das Griffbrett, hier gibt es wie immer mehrere Möglichkeiten, die Lagen zu wechseln. Probiert am besten so viel wie möglich aus und findet heraus, was sich für euch am angenehmsten anfühlt. Mein Weg in der Tabulatur muss nicht zwangsläufig auch für euch der beste sein!

“Master Blaster (Jammin)” – Basssound

Hier gibt es wenig Spektakuläres zu vermelden, denn es sind keinerlei Effekte oder sonstige besondere Merkmale zu hören. Nathan Watts liefert einfach einen absolut soliden Basssound, der sich wunderbar im Mix einbettet.
Mein erster Verdacht wäre ein Precision Bass, aber jeder passive Bass, welcher nicht zu viele Höhen und Attack liefert, funktioniert hier sicher problemlos. Flatwound-Saiten und/oder ein Tool zum Dämpfen der Saiten nahe der Brücke (z. B. ein Stück Küchenschwamm etc.) können sicher auch nicht schaden, sind aber auch kein Muss.

“Master Blaster (Jammin)” – Noten, TABs, Soundfiles

Nachfolgend findet ihr wie immer die Noten, TABs sowie die Soundfiles zum Mitspielen!

Audio Samples
0:00
“Master Blaster” – Intro, Vers – Bassline – WAV “Master Blaster” – Chorus, Interlude 1 – Bassline – WAV “Master Blaster” – Chorus, Interlude 2 – WAV

Viel Spaß mit “Master Blaster” und bis zum nächsten Mal,
euer Thomas Meinlschmidt

Hot or Not
?
Bassriff_der-Woche_Master_Blaster Bild

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

flame icon flame icon flame icon flame icon flame icon
Your browser does not support SVG files

von Thomas Meinlschmidt

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Für dich ausgesucht
Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Stevie Wonder: „I Wish“
Bass / Workshop

Die Basslinie von Stevie Wonders "I Wish" ist ebenso eingängig wie zeitlos. In diesem Bass-Workshop analysieren wir dieses Meisterwerk des Bassisten Nathan Watts.

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Stevie Wonder: „I Wish“ Artikelbild

1976 veröffentlichte Stevie Wonder sein Erfolgsalbum "Songs In The Key Of Life", das vor Kreativität und Lebensfreude nur so strotzt! Jede Menge Hits, welche über die Jahrzehnte unzählige Male von anderen Künstlern gecovert wurden, finden sich auf diesem legendären und zeitlosen Doppelalbum. Auch für uns Bassisten gibt es auf "Songs In The Key Of Life" einige Perlen zu entdecken, von denen man eine Menge lernen kann. Eine davon ist der Song "I Wish", der mit einer unglaublich melodischen und treibenden Bassline daherkommt, die den Song schon beinahe alleine trägt und zu einem Klassiker der Funk/Soul/R&B-Bassliteratur geworden ist.

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Huey Lewis and the News: „The Power Of Love“
Bass / Workshop

Mit „Power Of Love“ von Huey Lewis and the News und ihrem Bassisten Mario Cipollina stellen wir euch heute die Bassline zu einem Superhit aus den Kindertagen von MTV vor.

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Huey Lewis and the News: „The Power Of Love“ Artikelbild

Huey Lewis and the News sind eine extrem erfolgreiche Rock'n'Roll- bzw. Rhythm & Blues Band, die in den Gründertagen des "Music Television" berühmt wurden. Sie erkannten die Gunst der Stunde und gingen sehr frühzeitig eine enge Verbindung mit dem damals noch jungen Musiksender MTV ein: Huey Lewis versorgte den vielversprechenden Sender gerne mit selbst gemachten Videos, und MTV dankte es der Band mit viel Airplay über lange Zeit - und supportete somit deren epochalen Aufstieg nach Leibeskräften! Ihren Zenit erreichte die Band 1985 mit "The Power of Love" als Titeltrack für den Blockbuster-Movie "Back to the Future". Neben der Eröffnungssequenz des Films kommt der Song kurze Zeit später erneut zu Gehör - intoniert von Marty McFlys Schülerband bei einem Wettbewerb. Ausgerechnet Huey Lewis selbst sitzt in der Jury und verkündet nach wenigen Takten via Megaphon: "ZU LAUT!" Huey Lewis and the News erschienen stets wie eine eingeschworene Truppe und waren eine Band mit einer fantastischen Rhythm Section. Am Bass konnte man eine äußerst coole Erscheinung bewundern: stets adrett gekleidet, galant stoische Ruhe ausstrahlend, Kippe im Mundwinkel, obligatorische Sonnenbrille und einen Hauch Rockabilly-Look versprühend, hört der Tieftöner auf den klangvollen Namen Mario Cipollina. Er begleitete die Band von ihrem Gründungsjahr 1977 bis 1994.

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Living Colour: „Cult Of Personality“
Bass / Workshop

Living Colours "Cult Of Personality" von ihrem Debütalbum "Vivid" von 1988 darf als echter Klassiker des Crossover-Genres gelten. Wir stellen euch die catchy Bassriffs dieses zeitlosen Titels vor!

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Living Colour: „Cult Of Personality“ Artikelbild

Im Jahr 1988 veröffentlichte die US-Band Living Colour ihr Debütalbum mit dem Namen "Vivid". Vieles daran war daran neu, denn die explosive Mischung aus Heavy Metal, Rock, Pop, Funk, Hip Hop und Jazz war zur damaligen Zeit noch ein relativ unbekannter Sound. Hinzu kamen die politischen und sozialkritischen Texte, welche vor allem den alltäglichen Rassismus in den USA thematisierten. Stilistisch wird der Style Living Colours gerne als Crossover, Funk-Metal oder Alternative Rock bezeichnete - in eine einzige Schublade passt das Quartett aber sicher nicht! Der Song "Cult Of Personality" vom Debütalbum wurde als Single released, hatte beachtlichen Erfolg und wurde gar mit einem Grammy für "Best Rock Performance" ausgezeichnet. Für uns BassistInnen hält der Song ebenfalls einige spannende Highlights bereit!

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Aerosmith: „Walk This Way“
Bass / Workshop

"Walk This Way" von Aerosmith war gleich zwei Mal ein Hit - im Original von 1975 und im Remake mit Run DMC im Jahr 1986. Prägend bei diesem Song ist u. a. die kraftvolle Basslinie von Tom Hamilton.

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Aerosmith: „Walk This Way“ Artikelbild

1975 erschien das Album "Toys In The Attic" der amerikanischen Band Aerosmith. Eine der Single-Auskopplungen war der Song "Walk This Way", welcher mit Platz 10 in den Billboard Charts durchaus einen respektablen Erfolg erzielen konnte. Interessant an dem Song ist, dass er keine typische Rocknummer ist, denn er bewegt sich deutlich in funky Gefilden. Zudem werden die Strophen in einer Art Sprechgesang vorgetragenen, den man schon fast als Rap bezeichnen könnte. Zu dieser Zeit schenkte die breite Öffentlichkeit dem Ganzen noch nicht so viel Beachtung - "Walk This Way" verschwand relativ fix wieder aus den Charts. 1986 hatte der Song aber ein mächtiges Comeback, im Zuge dessen er deutlich erfolgreicher werden sollte als in der ursprünglichen Version. Die Rapper von Run DMC erkannten das Potenzial von "Walk This Way" und produzierten zusammen mit Aerosmith eine Coverversion inklusive eines selbstironischen Videos, welches übrigens unter anderem Adidas-Sneakern zu neuen Umsatzrekorden verhalf!

Bonedo YouTube
  • Joyo BadASS - Sound Demo (no talking)
  • Boss Katana 110 Bass - Sound Demo (no talking)
  • Harley Benton Kahuna CLU-Bass Ukulele FL - Sound Demo (no talking)