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5 Basslicks in ungeraden Taktarten

Bassriffs in ungeraden Taktarten (engl.: “Odd Meters”) zu spielen, ist für die meisten Bassisten sicher nicht an der Tagesordnung. Dennoch ist es bekanntlich immer gut, sich neuen Herausforderungen zu stellen, sich aus der eigenen Komfortzone herauszubewegen und auch beim Üben kreativ zu werden. Zudem bringt das Üben von ungeraden Taktarten auch viel für das allgemeine Rhythmik-, Groove- und Timing-Empfinden. Keine Angst, wir möchten hier keine verkopften Mathe-Rätsel mit euch lösen oder abstrakte Übungen zum Metronom machen. Kommen wir stattdessen also lieber gleich zu fünf coolen Bassgrooves in ungeraden Taktarten!

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Inhalte

  1. Quick Facts: Was sind ungerade Taktarten / Odd Meters?
  2. Video zu allen Beispiel-Bassgrooves in ungeraden Taktarten
  3. 1.) Led Zeppelin:
  4. 2.) Deep Purple:
  5. 3.) Marillion:
  6. 4.) Peter Gabriel & Kate Bush:
  7. 5.) Winery Dogs:

Quick Facts: Was sind ungerade Taktarten / Odd Meters?

Als “ungerade Taktarten” (eng. “odd meters”) bezeichnet man alle Taktarten bzw. Metren, deren Puls nicht durch die Zahl “2” teilbar ist. Häufig anzutreffen sind 3/4-, 5/4-, 7/4- oder 7/8-Takte, aber rein theoretisch sind auch alle anderen Aufteilungen möglich.
Die Orientierung in ungeraden Taktarten wird in der Regel leichter, wenn man die Takte jeweils in abermals kleinere Einheiten zerlegt. Einen 7/4-Takt zählt man z.B. besser “1 2 3 4 – 1 2 3” oder “1 2 3 – 1 2 3 4” statt “1 2 3 4 5 6 7”. Hilfreich ist hierbei, dass die zugrunde liegenden Melodien, Basslines, Drumgrooves etc. melodisch und/oder rhythmisch bereits in entsprechende Einheiten unterteilt sind.

Video zu allen Beispiel-Bassgrooves in ungeraden Taktarten

Im nachfolgenden Video spiele ich euch zunächst alle in diesem Workshop behandelten Songs in langsameren Tempi vor, damit ihr die Beispiele gut nachvollziehen könnt.
Darunter findet ihr dann die Beispielgrooves anhand der verlinkten originalen Videoclips. Über den Videos könnt ihr euch jeweils die Noten/Tabs als PDF herunterladen. >>>Einfach mal stöbern: In unserer Reihe “Das Bassriff der Woche” gibt es haufenweise Superhits zum Mitjammen!

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1.) Led Zeppelin: “The Ocean”

Dieses Lick ist der Chorus aus “The Ocean” vom Album “Houses Of The Holy” der britischen Rocklegende Led Zeppelin. Er setzt sich aus einem normalen 4/4- und einem 7/8-Takt zusammen. Letzterer ist deutlich in eine 4er- und in eine 3er-Gruppe unterteilt. In den Noten/Tabs habe ich dies zusätzlich immer über die betreffenden Takte geschrieben. Der 7/8-Takt sorgt hier dafür, dass ein gewöhnliches Blues-Lick das gewisse Etwas bekommt. >>>Noch mehr Input gefällig? In diesem Workshop bekommst du Tipps für harmonisch interessantere Basslines!

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2.) Deep Purple: “Perfect Strangers”

Der Titeltrack des 1984er-Comeback-Albums einer weiteren britischen Rock-Institution: Deep Purple! Dieser Song ist mittlerweile ein echter Klassiker und immer noch fester Bestandteil im Liveprogramm des Rock-Dinosauriers aus dem UK. Unser Augenmerk gilt dem instrumentalen Outro (etwa ab Minute 4:05), das eine herrlich dunkle und bedrohliche Stimmung mit sich bringt. Nicht unbeteiligt daran ist der Wechsel zwischen einem 4/4- und einem 5/4-Takt. Die Band spielt hier unisono und erzeugt damit ordentlich Dampf! >>>Noch auf der Suche nach dem perfekten Amp? In unserem Testmarathon zum Thema “Bass-Verstärker” wirst du garantiert fündig!

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3.) Marillion: “Heart Of Lothian”

Ein Meilenstein und nicht weniger als ein Meisterwerk der Popmusik ist Marillions “Misplaced Childhood”: Es beinhaltet nicht nur den Hits wie “Kayleigh” und “Lavender”, sondern ist auch ein Fundus für ungerade Taktarten! Auch die dritte Singleauskopplung “Heart Of Lothian” gehört dazu.
Unser Lick beginnt nach dem melancholischen Intro ab Minute 0:30. Erst spielen die Keys alleine, dann kommt der Rest der Band hinzu. Hierbei handelt es sich um einen 7/8-Takt, die Aufteilung findest du in den Noten. Als wäre das nicht genug, folgt der nächste Teil im 5/8-Takt (ab Minute 1:02). Auch ihn findest du in den Noten/Tabs.
Marillion (übrigens wieder eine britische Band!) schaffen es dabei mühelos, dass das Ganze nach melodischen Pop klingt und die ungeraden Taktarten bei oberflächlichen Hören irgendwie fast gar nicht auffallen. Großartig! >>>Auf der Suche nach dem passenden Fender-Bass? Hier findest du unseren großen Testmarathon zum Thema “Fender Jazz Bass”!

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4.) Peter Gabriel & Kate Bush: “Don’t Give Up”

“Rule Britannia, Britannia Rule The Waves!” Die Briten haben es anscheinend mit den krummen Takten. Auch unser nächster Kandidat stammt wieder von der Insel. Was soll man auch machen bei dem regnerischen Wetter – außer üben und Songs schreiben?
Allerdings hatte Peter Gabriel auf seinem Mega-Album “So” auch etwas Unterstützung aus Amerika: Bassist Tony Levin stammt nämlich nachweislich aus Boston. Herr Levin ist ja bekanntermaßen einer der ganz wenigen wirklichen “first-call” Session-Bassisten, und Peter Gabriel vertraut schon seit Jahrzehnten live wie auch im Studio auf Tonys überragende Fähigkeiten am Bass.
Mit der melodischen Bassline im 3/4-Takt zu “Don’t Give Up” hat sich Tony Levin zweifellos ein Denkmal für die Ewigkeit gesetzt und der Welt ein wunderschönes Stück Musik geschenkt. Wir nehmen uns das Intro vor, das noch keine Akkordwechsel beinhaltet. So bleibt der Fokus auf der rhythmischen Herausforderung. >>>Dieser Artikel könnte dich auch interessieren: Unser großer Testmarathon zum Thema “4×10-Bassboxen”!

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5.) Winery Dogs: “Not Hopeless”

Als “Rausschmeißer” für heute gibt es noch eine Straight-Ahead-Rocknummer der US-Supergroup Winery Dogs mit Richie Kotzen, Mike Portnoy und niemand Geringerem als Billy Sheehan am Bass. “Not Hopeless” ist auf dem fulminanten Debütalbum des Powertrios aus dem Jahre 2013 zu finden. Der Vers steht zwar im 7/4-Takt, lässt sich aber aufgrund der durchlaufenden Achtel relativ leicht bewältigen. Das darf ja auch mal sein und ist zum Feierabend genau das Richtige! >>>In diesem Artikel erfährst du, welche Bassmodelle es gibt und worauf du beim Kauf eines Basses achten musst!

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Und immer dran denken: Nur nicht verwirren lassen!
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Viel Spaß und bis zum nächsten Mal,
euer Thomas Meinlschmidt

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von Thomas Meinlschmidt

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SteveFromBerlin sagt:

#1 - 31.10.2017 um 22:38 Uhr

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    Profilbild von Oliver Poschmann - Bonedo Bass

    Oliver Poschmann - Bonedo Bass sagt:

    #1.1 - 01.11.2017 um 09:31 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    Hallo Steve,den Song "Money" haben wir bereits auf Bonedo behandelt.https://www.bonedo.de/artik...Daher taucht er hier nicht auf, obwohl er natürlich, wie Du korrekt anmerkst, perfekt in diesen Artikel passen würde. Vielen Dank für Deinen Kommentar.liebe Grüße, Oliver (BONEDO Red. Bass

    Antwort auf #1 von SteveFromBerlin

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Bonedoleser sagt:

#2 - 25.04.2019 um 13:33 Uhr

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Kleine Korrektur: Der Drummer von Winery Dogs ist heisst zwar Mike, aber nicht Terrana, sondern Portnoy :-)

    Profilbild von lars.bonedo

    lars.bonedo sagt:

    #2.1 - 25.04.2019 um 16:28 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    Hm, ... also, dieser Einwand stimmt auffallend! ;-) Danke für den Hinweis, wird umgehend verbessert!Viele Grüße, Lars

    Antwort auf #2 von Bonedoleser

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