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Zum Schreien komisch: “How To Lose A Gig!”

Hand aufs Herz, liebe Bassisten – diese Sache mit dem songdienlichen Bassspiel hat uns unser Basslehrer doch damals in der ersten Bassstunde bereits eingebläut: “Wer als Bassist viele Jobs spielen möchte, der lässt das Gefrickel außen vor und konzentriert sich auf songdienliches Begleiten!” Und auch die ganz Großen der Szene werden nicht müde, in Interviews die Wichtigkeit der genügsamen Begleitfunktion unseres Instrumentes hervorzuheben.

Screenshot aus dem unten verlinken Video (Quelle: www.youtube.com/watch?v=F9oOhK1fGl8)
Screenshot aus dem unten verlinken Video (Quelle: www.youtube.com/watch?v=F9oOhK1fGl8)

Und was tun wir, liebe Tieftöner? Wir werden nicht müde, dieses oder jenes heiße Slapping-Riff oder Two-Hand-Tapping-Lick zu üben – und während der nächsten Gala- oder Top-40-Mucke kurz anzuchecken, ob denn die virtuosen Licks auch schon unter realen Bedingungen abrufbar sind. Schlimmstenfalls ereilt uns dann ein ähnliches Schicksal wie dem Bassisten aus dem Video: Angesichts seiner zunehmend ungehemmten Spielfreude bei dem alten Discotitel “September” kürzt der imaginäre Bandleader die ohnehin schon dürftige Gage, und am Ende der Geschichte ist sogar ganz fix der Bassistenposten wieder vakant!
Das Klischee, welches der amerikanische Bassist Tony Dickinson in seinem gerade mal 40 Sekunden langen Video auf die Schippen nimmt, ist dabei gar nicht mal sooo aus der Luft gegriffen. Der selige Funk-Godfather James Brown (bekannt durch Funk-Hits wie “Sex Machine”) beispielsweise war bekannt dafür, seine Hand mit ausgestreckten Fingern in die Luft zu halten, wenn ihm musikalische Beiträge, Fehler etc. seiner Bandmitglieder während der Show missfielen.
Einmal aufzeigen entsprach einem Gagenabzug von 5 Dollar, zweimal bedeutete bereits 10 Dollar, und so weiter. Allerdings war diese Geste keinesfalls nur seinen Bassisten (u.a. Bootsy Collins) vorbehalten, sondern konnte jederzeit jeden in der Band treffen.

Da bleibt dem mit Virtuosentum liebäugelnden Tieftöner schlimmstenfalls nur, eine eigene Band als Vehikel für die bassistischen Eskapaden zu gründen – Level 42, Primus, Bootsy’s Rubber Band etc. kommen einem dabei in den Sinn. Bands, die zielgenau um ihre bassspielenden Hauptpersonen herum ins Leben gerufen wurden. Es gibt also immer einen Weg!
Bassist Tony Dickinson übrigens ist im echten Leben ein gestandener Musiker, der sowohl reines Sidemanship als auch Virtuosentum bedienen kann. Unter anderem spielt Dickinson beim Trans-Siberian Orchestra und unterhält ein Projekt mit dem ehemaligen Yngwie-Malmsteen-Sänger Jeff Scott Soto.
Viel Spaß mit dem Clip!

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von Lars Lehmann

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