Anzeige

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Guy Pratt: „Money“ (Bass-Solo)

Der Hit-Song “Money” der britischen Band Pink Floyd ist nicht nur ein echter Klassiker der Pop- und Rockgeschichte, sondern auch in Bezug auf prägnante Bassriffs, die wirklich jeder kennt. “Money” erschien 1973 auf dem bis heute ungebrochen erfolgreichen Jahrhundert-Album “Dark Side Of The Moon”. Alles, was man als BassistIn zur Originalversion des Songs wissen muss, findest du in diesem älteren Bass-Workshop. Heute kümmern wir uns an dieser Stelle jedoch um das ebenfalls schon zum Klassiker gewordene Bass-Solo von Tourbassist Guy Pratt.

Inhalte

  1. History: Guy Pratt und Pink Floyd
  2. Das legendäre ” money=”” von=”” guy=”” pratt=”
  3. Das ” money=”” im=”” original=”
  4. ” money=”” akkorde=”” und=”” solo-form=”
  5. ” money=”” tonmaterial=”
  6. ” money=”” basssound=”
  7. ” money=”” noten=”

History: Guy Pratt und Pink Floyd

Anfang der 80er-Jahre verließ mit Roger Waters eine zentrale Figur aus der Pink-Floyd-Gründungszeit die Band. Gitarrist und Sänger David Gilmour, Drummer Nick Mason und Keyboarder Rick Wright beschlossen, Pink Floyd dennoch weiterzuführen. 1987 erschien mit “Momentary Lapse Of Reason” das erste Album ohne Roger. Und siehe da: Die anschließende Tour sollte die bis dahin finanziell erfolgreichste der Rockgeschichte werden!
Zur Verstärkung der übrig gebliebenen Stammbesetzung wurden mehrere professionelle Sessionmusiker engagiert. Da Roger Waters nicht nur Songs geschrieben und gesungen, sondern auch den E-Bass bedient hatte, war dieser Job natürlich nunmehr ebenfalls vakant. Besetzt wurde die Stelle mit einem jungen Briten namens Guy Pratt, und Pratt bekam – wie alle anderen Musiker auch – im Laufe eines Pink-Floyd-Konzertes ein eigenes Solo-Feature.

Der Mann hat gut Lachen: Guy Pratt ist weltweit einer der gefragtesten Studiobassisten! (Fotocredit: www.youtube.com/watch?v=gKFJsxEMHMQ )

Das legendäre “Money”-Bass-Solo von Guy Pratt

Neben den in den 80er-Jahren üblichen diversen Slaps und Pops seitens des Bassisten, welche es zuvor natürlich nicht in der Musik Pink Floyds gegeben hatte, wurde Guy die Ehre zuteil, im Song “Money” ein längeres Bass-Solo zu spielen. Dieses wurde unter anderem auf dem Live-Album “Delicate Sound Of Thunder” für die Nachwelt festgehalten und hat den Ruf von “Money” als waschechten Bassklassiker weiter zementiert.

Das “Money”-Bass-Solo im Original

Hier findest du die Original-Aufnahme des Songs mit dem berühmten Bass-Solo aus dem “Delicate Sound Of Thunder”-Konzertvideo. Das Solo beginnt ab 05:20. Natürlich lohnt es sich durchaus, auch einmal in die DVD reinzuschauen, um Guy und die Band auch genießen zu können.
Bitte nicht wundern: Von diesem Solo existieren mehrere Fassungen von diversen Konzerten (sehens- und hörenswert ist z. B. auch “Live In Venice”). Ich habe mich aber für dieses Solo entschieden, da es die Version der offiziellen DVD-Version ist und somit als LP, CD, Streaming- oder Konzertvideo erhältlich ist.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

“Money” – Akkorde und Solo-Form

Während der diversen Soli wechselt die Taktart vom ursprünglichen 7/4- in einen 4/4-Takt und die Band wechselt in ein Reggae-Feeling. Zudem weicht das harmonische Geschehen vom bisherigen Song ab und wir haben es nun mit einem reinen Bluesschema zu tun. Dieses ist zwar in der Regel zwölf Takte lang, doch die wären bei einem Songtempo von 134 BPM recht schnell vorbei, weshalb man die Dauer der einzelnen Akkorde einfach verdoppelt hat.
Die Tonart ist nach wie vor B-Moll (Tonleiter: B, C#, D, E, F#, G, A), d. h. wir haben es mit einem sogenannten B-Moll-Blues zu tun. Die verdoppelte Form lautet daher wie folgt:

  • 8 Takte B-Moll7 (I. Stufe)
  • 4 Takte E-Moll 7 (IV. Stufe)
  • 4 Takte B-Moll7 (I. Stufe)
  • 4 F#-Moll 7 (V. Stufe)
  • 4 Takte B-Moll7 (I. Stufe) kein Solo mehr, sondern Interlude zwischen den einzelnen Solisten

“Money” (Bass-Solo) – Tonmaterial

Guy Pratt wechselt während des ganzen Solos zwischen einigen typischen Blues-Phrasen, welche auf der B-Moll-Bluespentatonik (über I. Stufe, Takt 1-2, Takt 8, Takt 14-16) oder E-Moll-Bluespentatonik (über IV. Stufe, Takt 9-12) basieren und einem eher skalaren Ansatz, in welchem er die dorische Tonleiter von B benutzt (Takt 3-7, Takt 13). Diese Tonleiter beinhaltet eine erhöhte Sexte (Gis statt G) und klingt daher etwas moderner. Mithilfe dieser Abwechslung vermeidet er es geschickt, in die “Blues-Klischeefalle” zu tappen.

“Money” (Bass-Solo) – Basssound

Guy spielte auf der betreffenden Tour von Pink Floyd verschiedenen Bässe, darunter einen Spector P/J, einen Music Man Stingray, einen Fretless-Bass aus dem Hause Status, sowie auch seine geliebte “Betsy” – einen Fender Jazz Bass von 1964 mit EMG-Pickups.
Letzterer ist denn auch mein Hauptverdächtiger beim Thema “Money-Bass-Solo”, allerdings ist das nicht so entscheidend, denn für den Großteil des umwerfend guten Basssounds ist ein Boss OC2-Octaverpedal verantwortlich. Dieses macht die Sache schön “fett und cremig” und verhindert, dass während des Bass-Solos das Low End wegbricht.
>>>In diesem Feature lernst du alles Wissenswerte über Octaver-Pedale!<<<
Ein weiterer Aspekt sind die vielen hübschen Artikulationen, wie Slides, Hammer-Ons, Pull-Offs und Bendings, denn sie bringen eine wunderbare Lebendigkeit ins Spiel.

Der OC-2 von BOSS ist bis heute eines der beliebtesten Octaver-Pedale für E-Bass.

“Money” (Bass-Solo) – Noten/TAB

Hier findest du eine Transkription in Noten und TABs vom “Money”-Bass-Solo sowie drei Wav-Files, von denen du zwei als Playalongs nutzen kannst. In den beiden Videos spiele ich das Solo einmal im Originaltempo und einmal langsam.

Audio Samples
0:00
“Money” – Bass-Solo – WAV “Money” – Bass-Solo – Playalong langsam – WAV “Money” – Bass-Solo – Playalong schnell – WAV

Viel Spaß mit diesem tollen Stück Bassgeschichte und bis zum nächsten Mal, euer Thomas Meinlschmidt

Hot or Not
?
Bassriff_der-Woche_Money_Pink_Floyd_Bass_Solo Bild

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

flame icon flame icon flame icon flame icon flame icon
Your browser does not support SVG files

von Thomas Meinlschmidt

Kommentieren
Profilbild von BadTicket

BadTicket sagt:

#1 - 31.08.2020 um 17:54 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Toller Artikel, besten Dank!
Dass Pratt zu Pink Floyd dazu kam war ja nicht ganz so zufällig, denn er ist der Schwiegersohn von Richard Wright. Zur Zeit spielt er ja auch bei Nick Masons Saucerfull of Secrets und auch da sind seine Bass-Einlagen faszinierend...

    Profilbild von Thomas Meinlschmidt

    Thomas Meinlschmidt sagt:

    #1.1 - 02.09.2020 um 09:55 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    Hi,
    freut uns, dass dir der Artikel gefällt. Spoiler Alert: Von Guy Pratt kommt demnächst noch eine ikonische Bassline.
    LG, Thomas

    Antwort auf #1 von BadTicket

    Antworten Melden Empfehlen
Kommentare vorhanden
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Für dich ausgesucht

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Chaka Khan: „Heed The Warning“

Bass / Workshop

Auf Chaka Khans Welthit "Heed The Warning" verewigte sich der legendäre Anthony Jackson am tiefergelegten Viersaiter-Bass. Wir stellen euch die sensationelle Plektrum-Baasslinie vor!

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Chaka Khan: „Heed The Warning“ Artikelbild

1981 erschien das Album "Whatcha Gonna Do For Me" der US-Sängerin Chaka Khan, produziert und arrangiert von Arif Mardin, seines Zeichens einer der Top-Producer im R&B-, Funk- und Soul-Bereich. Natürlich bediente man sich folgerichtig auch im Studio der Crème de la Crème an Session-Musikern. Wie bereits auf Chaka Khans vorherigen Alben bediente kein Geringerer als der legendäre Anthony Jackson den E-Bass auf diesem Album. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass dieses Album für Bassisten einen Erdrutsch auslöste - zumindest erging es mir so, als ich damals das Vinyl zum ersten Mal auf den Plattenteller warf!

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Muse: „Hyper Music“

Bass / Workshop

Verzerrt, mächtig und gnadenlos groovy - diese Attribute passen wie die Faust aufs Auge zu den donnernden Basslinien von Chris Wolstenholme von Muse. Wir stellen euch den Titel "Hyper Music" vor.

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Muse: „Hyper Music“ Artikelbild

Kaum zu glauben, aber wahr: Die britische Rockband Muse steuert langsam aber sicher auf ihr 30jähriges Jubiläum zu! Bereits 1994 spielte das Trio auf dem College zusammen, 2001 schaffte man mit dem Album "Origin Of Symmetry" den endgültigen Durchbruch. Hört man eine Muse-Scheibe, so würde man nicht vermuten, dass es sich bei dieser Band gerade mal um ein Trio handelt - derart mächtig klingt die Musik der Briten! Einen entscheidenden Anteil dazu trägt Bassist Chris Wolstenholme mit seinen innovativen Basslines und seiner Liebe zu experimentellen Basssounds bei. So ist Chris im Alleingang auch für mehrere Rockbass-Klassiker der 2000er-Jahre verantwortlich. Einer davon ist ganz sicher der Song "Hyper Music", welcher sich auf erwähnten "Origin Of Symmetry" befindet!

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Spliff: „Deja Vu“

Bass / Workshop

Als 1982 der Spliff-Song „Deja Vu“ erschien, wurde vielen Hörern erstmalig bewusst, was ein E-Bass ist. Hier hörte man tatsächlich ein Basssolo in einem Popsing - gespielt dem leider zu früh verstorbenen Manfred „Manne“ Praeker.

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Spliff: „Deja Vu“ Artikelbild

In der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre gründeten einige Mitglieder der Berliner Polit-Theaterband "Lokomotive Kreuzberg" mit einer bis dato unbekannten Sängerin die Nina Hagen Band. Nach nur zwei Alben trennten sich die Wege der Sängerin und der Gruppe wieder, aber die Musiker arbeiteten unbeirrt unter dem neuen Namen "Spliff" weiter. Alle Mitglieder waren außerordentlich talentierte Musiker, Songwriter, aber auch Produzenten. Diese geballte Ladung Talent führte zunächst zu einem englischsprachigen Rock-Konzeptalbum mit dem Titel "Radio Show". Danach vollführte man eine 180-Grad-Kehrtwende, und die Band meldete sich kurz darauf unerwartet mit einem deutschsprachigen Popalbum zurück. Es trug als Titel ganz banal die Album-Bestellnummer: "85555". Innerhalb von nur drei Jahren hatte man sich also in einer nicht zu bremsenden Kreativitätslawine satte drei Mal neu erfunden. Das Album räumte Platin ab, und die Single "Carbonara" wurde kurzerhand zum Sommerhit. Als ab 1982 der Song "Deja Vu" (ganz ohne die eigentlich nötigen Sonderzeichen der französischen Schreibweise!) im Radio gespielt wurde, begriffen viele Hörer urplötzlich, was ein E-Bass ist: Hier hörte man doch tatsächlich ein Basssolo in einem Popsong - gespielt von dem charismatischen und leider im Jahr 2012 viel zu früh verstorbenen Manfred "Manne" Praeker.

Bonedo YouTube
  • Darkglass Microtubes B1K - Sound Demo (no talking)
  • Franz Bassguitars Wega 5 Fanned Fret - Sound Demo (no talking)
  • Bass Strings for Drop Tunings - Sound Demo (no talking)