Anzeige
ANZEIGE

Eurorack-Effekte ▶ Kaufberatung und Testmarathon

Kaufberater und Testmarathon Eurorack-Effekte

Diese Seite bietet einen Überblick über einige der besten Eurorack-Effekte inkl. der wichtigsten Fakten und Preise. Die Kurztests der fünf Kategorien informieren über die möglichen Einsatzarten der Module und ihren speziellen Sound.

Eurorack-Effekte: Unsere Empfehlungen

Preis/LeistungMake Noise Mimeophon Test: 5/5Produktseite auf thomann.de
BudgetEndorphin.es Milky WayTest: 4,5/5Produktseite auf thomann.de
Tipp der RedaktionXaoc Devices SarajewoTest: 4,5/5Produktseite auf thomann.de
Empfehlungen Eurorack-Effekte

Kurztests Reverb Eurorack-Effekte

(Module in alphabetischer Reihenfolge)

Doepfer A-199 Federhall

Vor allem Gitarristen dürfte das Konzept eines Federhalls bekannt sein: In einem Tank aus Metall werden Federn aufgespannt und das Audiosignal mittels magnetischen Gebern und Aufnehmern durch sie durch geleitet. Die Schwingungen der gespannten Federn sorgen für echt analogen Nachhall. Doepfer hat dieses Konzept für kleines Geld ins Eurorack gebracht. Der A-199 Federhall, mit silbernem Panel oder als schwarze Vintage-Version erhältlich, ist eines von wenigen Eurorack-Effekten der Gattung. Im Lieferumfang ist alles drin: Modul, Tank mit drei Federn und auch die nötigen Cinch-Verbindungskabel. Aufdrucke auf der Modulplatine und dem Tank machen das Anschließen kinderleicht. Auch an mobile Einsätze ist gedacht: Zwei Klebestreifen dienen dazu, den Tank im Case zu fixieren, wodurch ungewünschte Halleffekte durch Erschütterungen des Gehäuses verhindert werden.

Doepfer A-199 Federhall | Für echtes Analog-Feeling: Ein Federhall mit Tank. (Foto: Doepfer)
Doepfer A-199 Federhall | Für echtes Analog-Feeling: Ein Federhall mit Tank. (Foto: Doepfer)

Das Anschlussprozedere ist denkbar simpel: Man schickt ein Monosignal hinein, bestimmt den Eingangspegel und regelt mit dem „Mix“-Regler den analogen Reverb hinzu. Dieser klingt weich und hell. Seine Decay-Zeit beläuft sich auf 1,75 bis 3 Sekunden. Zwei Ausgänge für den Mix und den Reverb erlauben kreatives Weiterpatchen. Der „Emphase“-Regler betont Frequenzen etwa zwischen 500 und 1500 kHz. Schön klingen auch die Rückkopplungen, die mit dem Feedbackregler entstehen können. Der Federhall kann zwar nicht extern moduliert werden, aber es lassen sich externe Signale einschleifen. Mit einem feinen Händchen ist dieser Hall zu vielem in der Lage.

Die wichtigsten Features

  • Breite: 8 TE / HP
  • Tiefe: 50 mm
  • Strombedarf: +80 mA (+12 V) / -10 mA (-12 V)
Doepfer A-199 FederhallProduktseite auf thomann.deBewertung 4/5
Doepfer A-199 Spring Reverb Module

Doepfer A-199 Spring Reverb Module

Kundenbewertung:
(69)

EarthQuaker Devices Afterneath Eurorack-Effekt

Für unrealistische Reverb-Sounds im Eurorack stehen einige Module zur Auswahl. Der EarthQuaker Afterneath ist allerdings der einzige Eurorack-Effekt unter ihnen, der aus einem Gitarren-Effektpedal hervorging. Er ist zwar leider nur mono, dafür aber besonders musikalisch. Seine insgesamt neun Modi können das Eingangssignal auf unterschiedliche Tonleitern im Hallsound quantisieren. Der dafür zuständige „Drag“-Regler kann mit CV angesteuert werden, was bedeutet, dass nicht nur die eigentliche Klangquelle, sondern auch der Reverb mit Sequenzern und Keyboards „gespielt“ werden kann. Für den Einstieg empfehlen sich die Pentatonik-Skala oder die Einstellungen für Oktaven und Quinten.

Eurorack-Effekte: EarthQuaker Devices Afterneath
EarthQuaker Devices Afterneath | Das Eurorack-Modul Afterneath ist ein düsterer Ambient-Reverb. (Foto: EarthQuaker Devices)

Auch sehr hilfreich, gerade bei großen Patches, ist der analoge Input-Gain des Moduls sowie seine von der Gitarrenwelt inspirierte Send-Return-Schleife. Sie schickt das Hall-Signal („Reflect“) zum weiteren Bearbeiten hinaus und kann sie vor der (digitalen) Wet-Endstufe wieder aufnehmen. Als weitere Hallparameter steht neben der Länge des Halleffekts noch eine „Diffuse“-Funktion für noch mehr Ambient-Feeling bereit. Beachtenswert vor allem für kleinere Racks ist schlussendlich, dass das Modul trotz seiner vielen DSP-Features und seines enorm hochwertigen Klangs gerade einmal 95 mA Strom benötigt.

Die wichtigsten Features

  • 9 wählbare Modi für die Funktion des Drag-Reglers (Unquantized / Unquantized with Slew / Unquantized Volt/Octave / Chromatic Scale / Minor Scale / Major Scale (Lydian) / Pentatonic Scale / Octaves & Fifths / Octaves)
  • Regler für Input, Dampen, Reflect, Mix, Drag, Mode, Diffuse, Length
  • 4 CV-Inputs mit Abschwächer/-Invertierer(Drag, Mode, Diffuse, Length)
  • Status LED
  • Audio Input kann Line- und Modular-Pegel verarbeiten
  • Ein- und Ausgang: 3,5 mm Mono-Klinken
  • Reflect Send/Reflect Return: 3,5 mm Mono-Klinken
  • Strombedarf: 95 mA (+12 V)
  • Breite: 16 TE – Tiefe: 31,75 mm
EarthQuaker Devices AfterneathProduktseite auf thomann.deBewertung 4/5
EarthQuaker Devices Afterneath Reverberator

EarthQuaker Devices Afterneath Reverberator

Kundenbewertung:
(5)

Make Noise Erbe-Verb

Für viele ist der Erbe-Verb von Make Noise der heilige Gral unter den Eurorack-Effekten. Zwar ist das Hall-Modul mittlerweile schon länger auf dem Markt und verarbeitet am Eingang leider nur Mono-Signale, um nachher dann Stereo-Sound auszugeben. Dennoch kann ihm in Sachen Modulation – und somit Kreativität beim Patchen – immer noch kaum ein anderes Modul das Wasser reichen. Das Pre-Delay von bis zu 500 Millisekunden ist bereits endlos und mit dem langen, selbstoszillierenden Feedback des Decays kann man bei genug CV-Input schon ohne Klangquelle unheimlich komplexe Texturen schaffen.

Eurorack-Effekt: Make Noise Erbe-Verb
Eurorack-Effekt: Make Noise Erbe-Verb | So viele Modulations-Option wie der Erbe-Verb hat kein anderer Eurorack-Hall. (Foto: Make Noise)

Bis ins letzte Detail ist alles dabei: Größe des Reverb-Raums, die tonale Qualität des Nachhalls und seine Umkehrung können alle frei oder mit Steuerspannung eingestellt werden. Für „Gated“-Effekte im Techno-Umfeld hilft ein Clock-Eingang. Klangtechnisch kann der Erbe-Verb nahezu alles. Er dickt mit Slapback-Effekten Drums an, verschafft Pads einen Space-Effekt und alles dazwischen. Daher ist er bei uns im Rack ganz am Ende der Kette in einer Mixer-Effektschleife, damit alle Sounds was von ihm haben.

Die wichtigsten Features

  • Stufenlos einstellbarer Decay bis zum unendlichen Feedback
  • Pre-Delay einstellbar von 7 ms bis 500 ms
  • Mono Eingang, Stereo (oder Mono) Ausgang
  • CV-Ausgang
  • Tilt formt den Klang des Reverbs und betont den Tief- oder Hochtonanteil
  • Pre-Delay, Reverse und interne Modulation können über den TEMPO-Eingang mit einer externen Clock synchronisiert werden
  • DSP mit 24-bit / 48 kHz codec (32-bit floating point)
  • Strombedarf: 149mA (+12V) / 15 mA (-12V)
  • Breite: 20 TE – Tiefe: 30 mm
Make Noise Erbe-Verb     Webseite des HerstellersBewertung 5/5 

Noise Engineering Desmodus Versio

Mit dem Desmodus Versio inaugurierte Noise Engineering 2020 seine eigene Linie an DSP-basierten Effektmodulen. Sie laufen auf dem Daisy-Chip von Electrosmith und können mit unterschiedlichen Firmwares bestückt werden – etwa für Delays, Verzerrung und eben auch einen synthetischen Monsterhall. Wie sein Panel verrät, wurde der Desmodus Versio in seinem Sound durch Fledermaushöhlen inspiriert. Will sagen: Hier kommen keine natürlichen Raumklänge zustande. Die Klangresultate sind bewusst synthetisch und unwirklich. Dafür gibt es drei Modi, für einen regulären, einen verzerrten und einen Shimmer-Hall. Sie eignen sich allesamt insbesondere für düstere Ambientmusik und, mit etwas weniger Mix-Blend, auch für pumpenden Techno – vor allem, wenn es die Möglichkeit zum anschließenden Sidechaining gibt. 

Eurorack-Effekte: Noise Engineering Desmodus Versio
Noise Engineering Desmodus Versio | Synthetischer Hall bis zur Unendlichkeit – mit dem Desmodus Versio kein Problem. (Foto: Noise Engineering)

Die wichtigsten Features

  • Endlos-Decay bis zur Selbstoszillation
  • Density-Regler verschmiert Delaylinien für Hall-Effekte
  • Drei Hall-Modi (normal, verzerrt, Shimmer)
  • Interner LFO zur Modulation der Delaylinien
  • Stereo-In und -Out
  • 8 CV-Eingänge
  • Breite: 10 TE – Tiefe: 39 mm
  • Strombedarf: 70 mA (+12 V) / 70 mA (-12 V)
Noise Engineering Desmodus VersioWebseite des HerstellersBewertung 5/5

Tiptop Audio ZVERB Eurorack-Effekt

Das ZVERB ist eines von drei schmalen Multi-Effekten aus dem Hause Tiptop Audio mit demselben Aufbau. Oben befinden sich drei Buttons, die der Effektauswahl dienen. Im Fall des ZVERBs sind dies insgesamt 24 Hall-Algorithmen, die in drei „Altersklassen“ eingeteilt sind: Sie emulieren typische Reverbs der 1970er-, 80er und 90er-Jahre. Zum Auswählen drückt und hält man einen der Jahrzehnte-Buttons, bis er blinkt. Einzelne Druckgesten schalten dann durch die verfügbaren Effekte, die durch Farbkombinationen erkennbar sind – wenn man das Handbuch mit der Legende danebenlegt. 

Tiptop Audio ZVERB
Eurorack-Effekte: Tiptop Audio ZVERB | 24 Hall-Algorithmen schicken Dich zurück in die 70er, 80er und 90er. (Foto: Tiptop Audio)

Unten links empfängt der ZVERB Mono-Signale, die er mit Stereo-Effekten wieder rausgibt. Der Eingang verfügt über einen sauberen Gain, was sich in kleinen Cases gut zum Abmischen eignet. Pro Effekt stehen drei individuelle Parameter zur Verfügung, über die das Handbuch im Detail aufklärt: Mod, Filter und Time. Während letzterer immer die Reverblänge bestimmt, ändern sich die anderen je nach Algorithmus. Hinter „Mod“ kann ein Chorus-, Flanger– oder auch Shimmer-Effekt stecken, auch gibt es mal Hoch- und mal Tiefpass-Filter. Geheimtipp in unseren Augen ist der Fidelity-Regler, der auch via CV moduliert werden kann. Er degeneriert die Audioqualität, wodurch spannende Lofi-Sounds entstehen. Auf diese Weise kann ZVERB sogar bei leisem Inputsignal als kreative Rauschquelle verwendet werden!

Die wichtigsten Features

  • Digital-Reverb mit 24 verschiedenen Algorithmen (Hall, Plate, Ambience, Gated, Room, Shimmer Reverbs und mehr)
  • Einstellmöglichkeiten für Reverbzeit, Filter und Modulationstiefe
  • Fidelity-Regler zur Beeinflussung der DSP-Clock und Audioqualität
  • Regler für Eingangspegel und Wet/Dry-Mix
  • CV-Eingänge für Filter, Time/Fidelity (wählbar) und Modulation
  • Mono-Eingang und Stereo-Ausgänge
  • Clip-LED
  • Strombedarf: 100 mA (+12 V) / 20 mA (-12 V)
  • Breite: 8 TE – Tiefe: 40 mm
Tiptop Audio ZVERBProduktseite auf thomann.deBewertung 4/5
Tiptop Audio ZVERB Black

Tiptop Audio ZVERB Black

Kundenbewertung:
(11)

Kurztests Delay

(Module in alphabetischer Reihenfolge)

Make Noise Mimeophon

Mit dem Mimeophon hat Make Noise eines der vielseitigsten Eurorack-Effekt Module überhaupt im Programm. Es basiert auf der Wiederholung eingehender Audiosignale – von ganz kurzen bis ganz langen. Sie sind in „Zonen“ aufgeteilt, die mit einem Regler eingestellt werden können und für unterschiedliche Effekte sorgen. Die erste Zone wiederholt Audio in enorm schnellem Abstand, was das Mimeophon zu einem Karplus-Strong-Modul macht. Dann kann es selbst Töne erzeugen und mit Sequenzern gespielt werden. Die folgenden beiden Zonen sorgen für dynamische Chorus- und Flanger-Effekte, danach beginnt der Delay-Bereich, der sich sogar bis zum Looper ausweitet.

Eurorack-Effekte: Make Noise Mimeophon
Eurorack-Effekte: Make Noise Mimeophon | Das Mimeophon kann vieles sein: Chorus, Flanger, Delay, Looper und Hall. (Foto: Make Noise)

Delays kann man mit einer Clock synchronisieren, sie lassen sich potenziell endlos wiederholen und einzelne „Repeats“ können mit der „Skew“-Funktion im Stereofeld verteilt werden. Ebenfalls ist es möglich, Delaylinien rückwärts abzuspielen oder den Buffer mit einem Gate zu halten. Und weil das noch nicht genug ist, bieten die Regler „Color“ und „Halo“ noch zwei weitere Klangformungsoptionen. „Color“ filtert hohe Frequenzen aus den Delaylinien und „Halo“ lässt sie für einen Hall-artigen Effekt verwischen. Aufgrund dieser Multifunktionalität und der Option, alle Parameter mit CV zu modulieren, hat das komplett in Stereo arbeitende Mimeophon das Potenzial, der wichtigste Effekt im Euroracksystem zu sein. Es eignet sich besonders gut für kompakte Systeme mit anderen Stereomodulen wie dem Make Noise Morphagene.

Die wichtigsten Features

  • Für Echo-Effekte, Karplus-Strong Synthese, Chorus, Flanger und Looping
  • 1,3 ms bis 42 s Delayzeit
  • Stereo Ein-/Ausgang
  • Wet/Dry Regler
  • Feedback regelbar bis zur Selbstoszillation
  • Tempo-Sync
  • Einstellbare Stereobreite über Halo-Regler
  • Rate-Ausgang zur Synchronisation anderer Module
  • Hold-Taste zum Einfrieren des aktuellen Audio-Loops
  • Skew-Taster für unterschiedliche Delayzeiten für linken und rechten Kanal
  • Rückwärts-Echos möglich
  • Alle Parameter CV-steuerbar
  • Strombedarf: 100 mA (+12 V) / 10 mA (-12 V)
  • Breite: 16 TE – Tiefe: 30 mm
Make Noise MimeophonProduktseite auf thomann.deBewertung 5/5
Make Noise Mimeophon

Make Noise Mimeophon

Kundenbewertung:
(50)

Mutable Instruments Beads

Mit Beads haben die Eurorack-Veteranen von Mutable Instruments Ende 2020 den Nachfolger des legendären Granular-Effekts Clouds vorgestellt. Wie dieses Eurorack-Effekt-Modul ist auch Beads ein „Stereo-Granularsynthesizer“, aber mit neuen Twists. Weiterhin kann Stereo-Audio eingegeben und bearbeitet werden: Es läuft durch einen Buffer, aus dem kleine Schnipsel entnommen und mit Verzögerung wiedergegeben werden (weshalb wir es hier auch als Delay kategorisieren). Je höher die „Density“, desto mehr solcher „Grains“ werden produziert, rhythmisch oder zufällig. Via Feedback-Regler lassen sich die Schnipsel teilweise zurück in den Buffer schleusen und am Ende der Signalkette steht noch ein sehr eleganter Halleffekt zur Verfügung. 

Eurorack-Effekte: Mutable Instruments Beads
Eurorack-Effekte: Mutable Instruments Beads | Stereo-Signale werden mit Beads granuliert und in der Tonhöhe verändert. (Foto: Mutable Instruments)

Die echte Magie von Beads liegt allerdings eine Ebene darunter im Detail. So kann das Modul via Clock synchronisiert oder Grains via Trigger generiert werden. Alle Parameter kann man zudem mittels CV modulieren, was komplexe Klangwolken entstehen lässt. Diese haben dem Vorgänger seinen Namen verliehen. Dafür muss nicht einmal ein LFO oder ähnliches gepatcht sein, denn Beads verfügt über vier interne Modulationssignale, die zufällige Werte produzieren können. Auch Audio muss nicht zwingend eingegeben werden, denn es sind acht Wavetables im Modul integriert, die bei „leerem“ Eingang automatisch aktiviert werden. Diese – oder auch die Grains – können über den Pitch-Eingang sogar tonal gespielt werden. Heißt, kurzgefasst: Richtig bedient ist Beads (Wavetable)-Synth, Delay, Reverb und Granulareffekt in einem.

Die wichtigsten Features

  • Stereo Granular Synthesizer
  • Direkter Zugriff auf alle Parameter: Density, Time, Pitch (mit 1V/Okt. Tracking), Grain Size und Grain Shape
  • Freeze-Funktion für den Audio-Buffer (Aufnahmezeit: 4 s bis 32 s)
  • CV-Eingänge für alle Parameter mit Abschwächern oder dosierbarer Zufallssteuerung
  • 8 interne Wavetable-Bänke (von Mutable Instruments Plaits)
  • Delay-Mode mit Tap-Tempo
  • 4 verschiedene Audio-Qualitätsstufen wählbar (16Bit/48kHz bis LoFi-Kassettensimulation)
  • Stereo Ein- und Ausgänge
  • Strombedarf: 100mA (+12V) / 10mA (-12V)
  • Breite: 14 TE – Tiefe: 25 mm
Mutable Instruments Beadsnur noch gebraucht erhältlich!Bewertung 5/5

Strymon Magneto

Sobald man mit dem Strymon Magneto richtig umzugehen weiß, ist das Modul eine echte Allzweckwaffe und kann als Master-Effekt in Ambientpatches wahre Wunder wirken. Man kann es als klassisches Tape-Echo verwenden, aber auch als Looper oder Sampler. Hinter allen drei Modi kann außerdem noch ein – ebenfalls digitaler – Federhall eingeschleift werden. Dieser und das Echo zeichnen sich durch einen realistischen Lo-Fi-Charakter aus, gerade wenn die Regler „Tape Age“, „Crinkle“ und „Wow & Flutter“ für Degradierungsalgorithmen zum Einsatz kommen. Sie können alle extern moduliert werden und arbeiten komplett in Stereo. Auch kann Magneto zu einer Clock synchronisiert werden. Dann laufen die insgesamt vier Wiedergabeköpfe passend zum Tempo in einer von drei rhythmischen Weisen, die über einen Kippschalter eingestellt werden können.

Eurorack-Effekte:  Strymon Magneto
Eurorack-Effekte: Strymon Magneto | Mit hochwertigem DSP bietet das Magneto detailreiche Tape-Echos. (Foto: Earthquaker Devices)

Die maximale Delayzeit von zwei Minuten bei langsamer „Bandgeschwindigkeit“ ist zugleich auch die maximale Loop-Länge des Eurorack-Effekts. Für den Looper wie für den Sampler stehen Buttons zum Aufnehmen und Abspielen zur Verfügung, die auch durch externe Gates oder Trigger aktivierbar sind. Weil auch Feedback-Effekte erzeugt und Loops rückwärts abgespielt werden können, macht Magneto am meisten Spaß, wenn harmonische Texturen mit ihm erzeugt werden. Dann kommt dessen hochwertige DSP-Qualität am meisten zur Geltung. Dann, wenn die Bandgeschwindigkeit für leichte Pitch-Shifting-Effekte mit einem LFO verändert wird oder der Federhall kurz via Hüllkurven eingespeist wird. Aber auch rhythmisch getriggert (und mit noch einem Delay dahinter) macht das Magneto eine tolle Figur.

Die wichtigsten Features

  • 4 Wiedergabeköpfe und 1 Aufnahmekopf
  • 3 Betriebsarten: Echo, Sound On Sound Looper und Phrase Sampler
  • Varispeed-Algorithmus
  • Selbstoszillierend zur Klangerzeugung
  • Unabhängiger Federhall
  • Dedizierte Kontrolle über Bandmechanik-Zustand und Ton: Low Cut, Tape Age, Crinkle, Wow & Flutter, Transport-Sektion
  • Phasenausgerichteter Clock-Ausgang (CLK OUT); CVs synchronisiert mit Clock-Eingang (CLK IN) CVs
  • Max. Delay/Loop Dauer: 15 Sekunden bei maximaler Geschwindigkeit und 2 Minuten bei minimaler Geschwindigkeit
  • Sample Rate: 96 kHz
  • Strombedarf: 210 mA (+12 V) / 210 mA (-12 V)
  • Breite: 28 TE – Tiefe: 41 mm
Strymon MagnetoProduktseite auf thomann.deBewertung 5/5 
Strymon Magneto

Strymon Magneto

Kundenbewertung:
(17)

Xaoc Devices Sarajewo

Analoge Delays sind in allen Feldern (Synths, Pedalen und Rack-Effekten) eine hohe und edle Kunst, weil sie hochwertige Bauteile benötigen. Eines der besten analogen Eurorack-Delays ist das Xaoc Devices Sarajewo. Das Eurorack-Effekt-Modul arbeitet in Mono und nutzt Eimerketten-Chips („Bucket-Brigade“). Die Delayzeit wird über den zentralen Regler frei eingestellt oder mittels Tap-Tempo-Button bzw. Sync-Signal rhythmisch passend zum restlichen Patch generiert. Zudem hat das elegant gestaltete Modul in Sowjet-Ästhetik noch zwei Besonderheiten: Einen „Feedback“-Loop, in den externe Signale eingeschleift werden können, und einen „Tone“-Regler zum Einstellen des Timbres der Delaytaps. 

Xaoc Devices Sarajewo | Das Xaoc Devices Sarajewo ist ein hochwertiges Analog-Delay. (Foto: Xaoc Devices)
Xaoc Devices Sarajewo | Das Xaoc Devices Sarajewo ist ein hochwertiges Analog-Delay. (Foto: Xaoc Devices)

Für kreatives Mixing können die insgesamt drei BBD-Taps separat ausgegeben werden. Das ermöglicht komplexe Klänge, wenn du sie etwa in der Folge durch drei andere Effektmodule schickst oder unterschiedlich laut ausgibst. Auch der CV-Eingang für den Wet/Dry-Regler ist sehr willkommen. Einziges Manko in unseren Augen: Feedback und Tone können nicht moduliert werden. Bei ersterem Feature ist das vielleicht besser so, denn das Sarajewo kann bei heftigen Rückkopplungen sehr laut werden – aber ein langsamer LFO in einem „Delay-EQ“ würde den Effekt bestimmt noch länger interessant halten. Trotz Fehlen dieser Funktion ist das Sarajewo seinen doch ziemlich hohen Preis absolut wert. Ein solches Analog-Delay findet man nicht alle Tage.

Die wichtigsten Features

  • Analoges Eimerketten-Delay (BBD) mit 3 Delay-Taps
  • Delayzeit: 20 ms bis 1,5 s
  • Signaleingang mit Pegelregler (mono); Wet/Dry Regler mit CV-Eingang
  • CV-Eingang für Delayzeit
  • Feedback-Regler und Feedback-Eingang für externe Signale
  • Tap Tempo Taster/Sync-Eingang für Clock-Signale
  • Tone-Regler zur Bearbeitung des Delay-Sounds
  • Strombedarf: 180 mA (+12 V) / 120 mA (-12 V)
  • Breite: 12 TE
Xaoc Devices SarajewoProduktseite auf thomann.deBewertung 4,5/5 
XAOC Devices Sarajewo

XAOC Devices Sarajewo

Kundenbewertung:
(4)

Kurztests Modulations Eurotrack-Effekte

(Module in alphabetischer Reihenfolge)

Behringer 172 Phase Shifter/Delay/LFO

Wer nach einem kompakten Eurorack-Effekt-Modul mit Zusatzfunktionen sucht, wird hier fündig. Das Behringer 172 Modul aus der Nachbau-Reihe des berühmten Roland System 100 ist zunächst einmal Phaser, Flanger, Delay und Chorus in einem. Für ersteren Effekt (mit sechs Stufen) gibt es eine eigene Sektion, die anderen werden mit dem „Audio Delay“-Part erzeugt. Im Bereich der Intensität kann moduliert werden, was vor allem mit Hüllkurven einige spannende Ergebnisse zeitigt. Wer davon keine übrig hat, kann das Modul alternativ auch „mit sich selbst patchen“: Es verfügt über einen internen LFO mit Dreiecksschwingung, der über Schalter als Modulationsquelle auf einen oder beide Effektparts eingestellt werden kann.

Behringer 172 Phase Shifter/Delay/LFO | Günstig und analog: Der Behringer 172 Phase Shifter/Delay/LFO. (Foto: Behringer)
Behringer 172 Phase Shifter/Delay/LFO | Günstig und analog: Der Behringer 172 Phase Shifter/Delay/LFO. (Foto: Behringer)

Komplettiert wird das Effekt-Modul mit einer Gate-Delay-Sektion, die mit den Effekten weniger zu tun hat, aber in Drum-basierten Setups für interessante Arhythmien sorgt. Das Ganze ist voll analog und hat einen entsprechend eigenen Sound. Manchmal erschienen die Einstellbereiche etwas knapp bemessen, dennoch gibt es wahrlich für den niedrigen Preis kaum andere Module, die so viel leisten wie dieses hier.

Die wichtigsten Features

  • Analoger 6-Stufen Phaser mit Regler für Shift-Frequenz, Resonanz und Modulationsintensität (über internen LFO oder CV-Eingang)
  • Delay-Sektion für Flanger- und Chorus-Effekte, mit regelbarer Delayzeit, Resonanz und Modulationsintensität (über internen LFO oder CV-Eingang)
  • LFO mit Ausgängen für Dreieck und invertiertem Dreieck – Frequenzbereich 0.02 – 10 Hz
  • Gate Delay mit regelbarem Trigger-Threshold, Delayzeit (0.3 ms bis 6 s) und Gate-Zeit (0.3 ms bis 6 s)
  • Strombedarf: 60 mA (+12 V) / 60 mA (-12 V)
  • Breite: 16 TE – Tiefe: 44 mm
Behringer 172Produktseite auf thomann.deBewertung 3,5/5
Behringer 172 Phase Shifter/Delay/LFO

Behringer 172 Phase Shifter/Delay/LFO

Kundenbewertung:
(15)

Dreadbox Euphoria Eurorack-Effekt

Dezidierte Module für Modulationseffekte sind im Eurorack recht selten, da viele von ihnen über kreatives Patchen entstehen können. Einen Phaser wie den Euphoria von Dreadbox als Eurorack-Effekt zu haben, kann aber dennoch nicht schaden, denn er macht mit wenig Aufwand viele Sounds deutlich lebendiger. Dafür sorgen seine acht analogen Phaser Stufen, die mit einem integrierten LFO bewegt werden. Dieser kann sogar selbst via CV moduliert werden, wodurch besonders mit Audiogeschwindigkeit verrückte Klang-Effekte erreicht werden können. Ebenfalls via Fader oder CV lassen sich eigene Phaserbewegungen erstellen („Manual“) und das Feedback des Effekts bestimmen.

Dreadbox Euphoria | Dynamischere Patches sind mit dem Phaser Euphoria von Dreadbox schnell gemacht. (Foto: Dreadbox)
Dreadbox Euphoria | Dynamischere Patches sind mit dem Phaser Euphoria von Dreadbox schnell gemacht. (Foto: Dreadbox)

Der LFO schwingt dabei bei Bedarf so schnell, dass Vibrato möglich wird. Dank zwei unterschiedlich lauter Eingänge kann Euphoria damit auch Line-Signale bestücken. Zudem verfügt das Modul über zwei Ausgänge, die unterschiedliche Stufen-Mischungen ausgeben und gemeinsam als Quasi-Stereosound wirksam werden. All das vereint das Euphoria-Modul von Dreadbox aus Griechenland auf kleinem Raum und zu einem sehr günstigen Preis. Eine Empfehlung für Freunde der Modulation und/ oder Besitzer von Effekt-Racks, die nicht nur für Module zum Einsatz kommen.

Die wichtigsten Features

  • Analoges 8 Stufen Phaser-Modul mit OTA Chips
  • Breitband-LFO mit FM
  • Vibrato-Effekt
  • 8 Patch-Punkte
  • Pseudo-Stereo-Ausgang
  • Strombedarf: 58 mA (+12 V) / 52 mA (-12 V)
  • Breite: 10 TE – Tiefe: 35 mm
Dreadbox EuphoriaProduktseite auf thomann.deBewertung 5/5
Dreadbox Euphoria

Dreadbox Euphoria

Kundenbewertung:
(4)

Kurztests Verzerrer Eurorack-Effekte

(Module in alphabetischer Reihenfolge)

Erica Synths Plasma Drive

Für die hauseigene „Fusion“-Reihe an Eurorack-Effekten nutzt Erica Synths besondere analoge Technologien. Das Plasma Drive Modul, das zusammen mit Gamechanger Audio entwickelt wurde, nutzt dabei die wohl innovativste. Wir haben es bereits in unserem ausführlichen Test des Moduls beschrieben: Das Plasma Drive intensiviert die eingehende Spannung (in Eurorack bis zu +10 Volt) auf bis zu wahnsinnige 3000 Volt. Sie entlädt sich dann in einer Röhre mit Xenongas, wodurch ein heftiger Verzerreffekt zustande kommt. Dank der anderen Funktionen auf dem Panel ist dieser vielseitig in Patches brauchbar. 

Erica Synths Plasma Drive | Mit dem Erica Synths Plasma Drive kommt High-Gain-Verzerrung ins Rack. (Foto: Erica Synths)
Erica Synths Plasma Drive | Mit dem Erica Synths Plasma Drive kommt High-Gain-Verzerrung ins Rack. (Foto: Erica Synths)

Um ihn etwas zu beherrschen ist ein Zwei-Band-EQ für Höhen und Tiefen verbaut. Zusätzlich kann man die Spannung kann mit dem integrierten Abschwächer modulieren. In Kombination erlaubt das beispielsweise das Erzeugen von wabernd-kratzenden Dronenflächen, wenn der „Treble“-Regler weit heruntergedreht ist und der Verzerrer die Bassfrequenzen leicht saturiert. Auf der anderen Seite kann man obertonreiche Signale durch das Plasma Drive schicken. Mithilfe eines nachgeschalteten VCAs mit Hüllkurve erzeugt man dann knallende Percussion-Sounds. Unterstützt wird man in beiden Fällen durch einen Tracking-Oszillator mit Suboszillator, der die tiefen Frequenzen oder die Obertöne noch weiter betont.

Die wichtigsten Features

  • Regler für Eingangspegel, Wet / Dry Mix, Verzerrungsgrad (Voltage) und Voltage-CV
  • Treble / Bass Equalizer mit EQ-Bypass-Schalter
  • Zusätzliche Obertöne über Octave Up / Down Schalter
  • CV-Eingänge für Voltage und Wet / Dry Mix
  • Octave- und Sub-Trigger-Eingänge
  • Strombedarf: 135 mA (+12 V) / 87 mA (-12 V)
  • Breite: 16 TE – Tiefe: 50 mm
Erica Synths Plasma DriveProduktseite auf thomann.deBewertung 4/5 
Erica Synths Plasma Drive

Erica Synths Plasma Drive

Kundenbewertung:
(8)

Ritual Electronics Miasma Eurorack-Effekt

Die französischen Modulbauer von Ritual Electronics haben mit dem Miasma Eurorack-Effekt das wohl flexibelste Verzerrungsmodul im Euroracksektor entwickelt. Grund dafür ist die Möglichkeit, auf der Rückseite die Dioden auszutauschen, welche für das Clipping sorgen. Insgesamt sechs verschiedene sind dabei, die allesamt unterschiedlich klingen. Die „out of the box“ verbaute Diode überzeugte direkt beim ersten Patch – und auch die anderen machen Spaß. Insgesamt fällt beim Spielen mit dem Miasma auf, dass es eine sehr transparente Verzerrung erlaubt, aber dennoch kreischen kann wie ein voll aufgedrehter Gitarrenverstärker.

Ritual Electronics Miasma | Transparent aber doch brutal: Das Verzerrungsmodul Miasma. (Foto: Ritual Electronics)
Ritual Electronics Miasma | Transparent aber doch brutal: Das Verzerrungsmodul Miasma. (Foto: Ritual Electronics)

Grund dafür ist eine doppelt angelegte Gain-Stufe, die mit dem „Blend“-Regler parallel zum Originalsignal hinzugeregelt werden kann. Mit dem „Gain“-Regler stellt man zunächst den grundlegenden Grad an Verzerrung ein. Anschließend geht es an den großen Feedback-Regler im Buchla-Look, der eine eindrucksvolle Spannweite hat. Damit werden wilde Rückkopplungen mit vielen Obertönen erzeugt, die über CV-Sequenzen in den zugehörigen Eingang fast schon musikalisch gespielt werden können. Sehr nützlich ist außerdem die Feedbackschleife, über die Rauschen eingespeist werden kann, um komplexe, grummelnde Drone-Sounds zu erzeugen. Aber auch auf Lead-Stimmen in Techno-Tracks macht sich das Miasma mehr als ordentlich. Ein höchst vielseitiges Modul mit geringem Platzbedarf!

Die wichtigsten Features

  • Austauschbare Clipping-Dioden ermöglichen weitreichende Klanganpassung (6 verschiedene Dioden im Lieferumfang)
  • Regler für Feedback, Gain und Blend
  • CV-Eingänge für Gain und Feedback mit bipolaren Abschwächern
  • Feedback-Loop mit Ein- und Ausgang zum Einschleifen weiterer Effekte
  • Strombedarf: 35 mA (+12 V) / 30 mA (-12 V)
  • Breite: 10 TE          
  • Tiefe: 25 mm

Preis: 229 €

Ritual Electronics MiasmaProduktseite auf thomann.deBewertung 5/5
Ritual Electronics Miasma

Ritual Electronics Miasma

Kundenbewertung:
(2)

Kurztests Multi Eurorack-Effekte

(Module in alphabetischer Reihenfolge)

Endorphin.es Milky Way

Beim Test des beliebten Multieffekts Milky Way von Endorphin.es stand zu Beginn eine wichtige Frage im Raum: Rauscht es? Frühere Iterationen des Milky Way Eurorack-Effekts enttäuschten viele Anwender mit kratzigen Untertönen am Ausgang. Wir können glücklicherweise berichten, dass wir solche Probleme nicht hatten. Nachdem das Modul über die Trimmer auf der Rückseite auf Modularpegel eingestellt war – es kann auch Line-Signale bearbeiten – war sein Klang tadellos. Wie bei den meisten Multieffekten für Eurorack-Synths braucht man zu dessen Wertschätzung allerdings auch beim Milky Way das Handbuch, um die verschiedenen Effekte anhand der LED-Kombinationen am oberen Rand zu identifizieren und deren Parameter zu verstehen. Zwei gibt es pro Algorithmus, die auch moduliert werden können.

Endorphin.es Milky Way | Schmale Systeme profitieren von der Flexibilität des Endorphin.es Milky Way. (Foto: Endorphin.es)
Endorphin.es Milky Way | Schmale Systeme profitieren von der Flexibilität des Endorphin.es Milky Way. (Foto: Endorphin.es)

Aufgeteilt sind die 16 verschiedenen Effekte in zwei Gruppen. Besonders gefallen die Halleffekte und die Stereo-Delays. Wer solche hin und wieder benutzen und zwischen ihnen wechseln möchte, macht mit dem Milky Way gerade für schmale Racks nichts falsch. Zwei weitere Features erlauben über die Effekte hinaus detaillierte Klangbearbeitung: Zum einen vermag der Lautstärkeregler es, das Signal angenehme zu saturieren und es gibt beim Drücken und Halten der Buttons zum anderen eine Option, das Stereofeld einzuschränken bzw. zu erweitern. Beide Features können bei größeren Patches oder Live-Setups in Sachen Mixing einiges bewirken. Sie machen das Milky Way – das übrigens auch einen Kompressoreffekt aufweist – zu einem idealen Modul am Ende der Signalkette.

Die wichtigsten Features

  • 16 Effekte – aufgeteilt in zwei Gruppen
  • Airways: Hall Reverb, Shimmer Reverb, Stereo Room Reverb, Plate Reverb, Spring Reverb, Ping-Pong Delay, Tape Echo Delay, Chorus
  • Darkwaves: Gated Reverb, Spring Reverb, Ping-Pong Delay, Flanger, Ring Modulator, Overdrive, Compressor, Freezer
  • Pro Effektprogramm 2 Parameter einstellbar, mit CV-Eingang
  • Volumeregler mit CV-Eingang
  • Tap-Tempo
  • Strombedarf: 120 mA (+12 V) / 15 mA (-12 V)
  • Breite: 6 TE – Tiefe: 30 mm
Endorphin.es Milky WayProduktseite auf thomann.deBewertung 4,5/5
Endorphin.es Milky Way

Endorphin.es Milky Way

Kundenbewertung:
(27)

Erica Synths Dual FX Eurorack-Effekt

Die ‘Zwei’ ist beim Erica Synths Dual FX Programm: Zwei Kanäle mit zwei Ausgängen für Stereo-Effekte stehen bereit, nehmen aber beide leider nur Mono-Signale an. Und zwei Parameter der insgesamt acht Effekte können jeweils bearbeitet werden. Das Dual FX Eurorack-Effekt Modul bietet ein Mono-Delay, ein Stereo-Delay, ein Delay mit Hochpassfilter, einen „Big Reverb“, einen saturierten Reverb, den „Stalker Reverb“ mit Modulationssounds, die „Ripper“-Distortion und einen dualen Pitch Shifter. Die Parameter, die mit den Reglern verändert werden können, sind meist so selbsterklärend, dass das Handbuch nur selten gebraucht wird. LED-Kombis zeigen an, welchen Effekt man gerade im ersten oder zweiten Kanal ausgewählt hat.

Erica Synths Dual FX | Zwei Klangquellen können dank des Dual FX Moduls bearbeitet werden. (Foto: Erica Synths)
Erica Synths Dual FX | Zwei Klangquellen können dank des Dual FX Moduls bearbeitet werden. (Foto: Erica Synths)

Die Klangqualität ist durchweg gut, auch wenn man an den Hall-Effekten hört, dass kein ganz moderner DSP am Werk ist. Dafür ist das Eurorack-Effekt Modul recht günstig und macht gerade in kleinen Systemen viele Dinge auf wenig Raum. Besonders Spaß machten die Delays, die in schöne Rückkopplungen ausarten, welche unter CV-Einfluss besonders schön klingen können. Hier macht sich auch der großzügige Abstand zwischen den Reglern bemerkbar: Sie sind gut zu bespielen, anders als die etwas kleinen Buttons zum Wählen der Effekte und zum Speichern von Presets (ja, das geht!). Eine Verzerrung und einen Pitch Shifter fürs Sounddesign an Bord zu haben, ist ebenfalls sinnvoll. Alles in allem ein rundes Paket.

Die wichtigsten Features

  • 2-Kanal Effektmodul
  • Pro Kanal acht Effekte (Hall, Delay, Distortion und mehr) sowie zwei Parameter-Regler
  • Wet / Dry-Regler,       Mono-Eingang, Stereo-Ausgang und CV-Eingang pro Kanal
  • Strombedarf: 118 mA (+12 V) / 61 mA (-12 V)
  • Breite: 10 TE – Tiefe: 45 mm
Erica Synths Dual FXProduktseite auf thomann.deBewertung 4/5
Erica Synths Dual FX

Erica Synths Dual FX

Kundenbewertung:
(12)

Tiptop Audio Z-DSP

Tiptop Audio war der erste Hersteller, der in großem Stil auf digitale DSP-Effekte im Eurorack gesetzt hat. Das mittlerweile in zweiter Generation – mit mehr Gain und weniger Rauschen – erhältliche Z-DSP Stereo-Effektmodul ist die Kulmination dieser Bemühungen. Mittels kleiner Steckkarten kann es verschiedenste digitale Effekte ins Rack befördern. Beim Kauf sind zwei Karten mitgeliefert: Hall-Effekte von Valhalla DSP und Delay-Effekte von Tiptop Audio selbst. Auf jeder Karte sind acht verschiedene Soundoptionen verfügbar, mit je drei Parametern. Wir haben für diesen Bericht beide im Lieferumfang enthaltenden Karten ausgiebig getestet – und sie überzeugen beide sehr, auch wenn das Modul hin und wieder ein wenig Grundrauschen aufweist. Das konnte aber meist mit ein paar Gain-Anpassungen behoben werden.

Tiptop Audio Z-DSP | Mit dem Z-DSP und seinen Effekt-Karten sind die Möglichkeiten quasi endlos. (Foto: Tiptop Audio)
Tiptop Audio Z-DSP | Mit dem Z-DSP und seinen Effekt-Karten sind die Möglichkeiten quasi endlos. (Foto: Tiptop Audio)

Zu den Effekten: Vor allem Ambient-Musikern dürfte der Name Valhalla ein Begriff sein. Die Marke begeistert mit hochwertigen Hall-Sounds – und das gilt auch für ihre Z-DSP-Implementationen. Vom Raumhall bis zum unrealistischen Space-Reverb mit Endlos-Decay ist alles dabei. Die Delays von Tiptop klingen ebenfalls sehr gut. Leider können sie nicht zum Sequenzer-Tempo synchronisiert, dafür aber mit schnellen Wiederholraten und Feedback zum Chorus werden. Apropos Feedback: Dies kann zur weiteren Bearbeitung vom Modul in Stereo ausgegeben und wieder eingeschleift werden. Wie auch der weiter oben behandelte Z5000 läuft der Z-DSP zudem mit variabler Clock-Rate. Wird diese etwa mit einer Pulswelle moduliert, können Aliasing-Effekte und Lofi-Sounds erzeugt werden. Mit so vielen Möglichkeiten wird schnell klar, wie mächtig dieses Modul sein kann – auch sein Preis geht dafür in Ordnung.

Die wichtigsten Features

  • DSP mit 24 Bit Auflösung und 15 kHz Bandbreite
  • Hochklassige Stereo-Effekte über auswechselbare Cartridges (Reverb, Chorus, Pitch Shifting, Delay etc.)
  • Mit “The Halls of Valhalla” und “Dragonfly Delay MkII”
  • Hoher Ausgangspegel und Rauschabstand
  • Wet/Dry Mix ohne Pegelverlust
  • CV-Eingänge für Effektparameter, Feedback und DSP-Taktung
  • Strombedarf: 200 mA (+12 V) / 87 mA (-12 V)
  • Breite: 28 TE – Tiefe: 25 mm
Tiptop Audio Z-DSPProduktseite auf thomann.deBewertung 4/5
Tiptop Audio Z-DSP NS

Tiptop Audio Z-DSP NS

Kundenbewertung:
(6)
Weitere Folgen dieser Serie:
Die besten Drum-Module für das Eurorack Artikelbild
Die besten Drum-Module für das Eurorack

Der Aufbau eines Drum-Synthesizers im Eurorack bietet viele Möglichkeiten. Wir stellen unsere Top 10 Drum-Modulhersteller nebst Modul-Vorschlägen für einen leichten Start vor.

04.02.2022
Eurorack DIY: Workshop für Einsteiger Artikelbild
Eurorack DIY: Workshop für Einsteiger

In unserer Workshop-Reihe Eurorack DIY für Einsteiger geben wir euch hilfreiche Tipps rundum zum Thema Do-It-Yourself beim Bau von Synthesizer-Modulen und Zubehör.

23.08.2020
DIY: Eurorack Case selbst bauen Workshop Artikelbild
DIY: Eurorack Case selbst bauen Workshop

Wie baue ich mir das Case für mein Eurorack selbst? In unserem Workshop zeigen wir euch, was zum Bau des Cases benötigt wird, und erklären, worauf man beim Selbstbau besonders achten muss.

08.01.2022
Leserbewertung 4,8 / 5
Hot or Not
?
2107_Testmarathon_Eurorack-Effekte_1260x756_v01c-935199 Bild

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

flame icon flame icon flame icon flame icon flame icon
Your browser does not support SVG files

von Lukas Hermann

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.