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Kaufberatung und Vergleichstest Reverb-Pedale für Synthesizer

Reverb-Pedale setzen den Sound von Keyboards, Synthesizern und E-Pianos besonders in Szene. Als Boden-Effektgeräte sind sie längst nicht mehr nur für Gitarristen interessant. Vielmehr erfreuen sie sich als portable, pragmatische Bühnenbegleiter auch bei Keyboardern großer Beliebtheit. Für die künstliche Nachbildung des Hall-Effekts gedacht, erweitern sie die Klangeigenschaften der Instrumente, die diesen Effekt nicht bieten, enorm. In unserem Kaufberater und Vergleichstest stellen wir eine Reihe an Reverb-Pedalen vor, die sich im Einsatz als besonders sinnvoll zeigen und die mit ihren Klangeigenschaften punkten.

Kaufberater: Die besten Reverb-Pedale für Synthesizer
Kaufberater und Vergleichstest: Die besten Reverb-Pedale für Synthesizer

Im Gegensatz zu Mono ausgelegten E-Gitarren, die oft über nur eine Lautsprecher-Box erklingen, bieten die meisten Synthesizer Stereo-Ausgänge. Zum Glück sind in den letzten Jahren diverse Reverb-Pedale mit entsprechenden Anschlüssen erschienen, sodass eine komplett stereofone Nutzung der Pedale sowie der Reverb-Effekte möglich ist. Unser Kaufberater informiert über die wichtigsten Dinge, die man vor dem Kauf eines Reverb-Pedals wissen sollte. Der Vergleichstest präsentiert einige der besten Reverb-Pedale, die sich sehr gut für den Einsatz mit Synthesizern, Keyboards und E-Pianos eignen.

Inhalte
  1. Was ist ein Reverb-Pedal?
  2. Wie entsteht Hall?
  3. Wie breitet sich Schall aus?
  4. Hall als gestalterisches Mittel einsetzen
  5. Unterschiedliche Arten der Hallerzeugung
  6. Warum Reverb-Pedale einsetzen?
  7. Worüber sollte man sich vor dem Kauf eines Reverb-Pedals Gedanken machen?
  8. Checkliste zum Kauf von Reverb-Pedalen für Synthesizer
  9. Unsere Empfehlungen
  10. Kurztests Reverb-Pedale

Was ist ein Reverb-Pedal?

Reverb-Pedale dienen dazu, das Signal eines angeschlossenen Instruments, z. B. eines Synthesizers, mit einem Hall-Effekt zu versehen.

Dieser Effekt ist in Abhängigkeit der verwendeten Technologie frei gestaltbar, sodass man dem Audio-Signal das Resultat diverser Schallreflexionen mittels speziellen Parametern hinzufügt. Das Ergebnis ist ein eindrucksvoller Sound, der das ursprüngliche, statische Klangbild des angeschlossenen Instruments in einen Raum unterschiedlicher Größe versetzt. Das Marktangebot an Reverb-Pedalen ist umfangreich und Ausstattungsmerkmale sowie Qualität der gebotenen Effekte bestimmen den Preis.

Wie entsteht Hall?

Wer Orgelmusik oder Konzerte in einer Kathedrale gehört hat, der erinnert sich sofort an den phänomenalen Klang, gestaltet durch den Hall-Effekt in einem großen Raum. Hier muss man sich vorstellen, wie man den Klang ohne den Einfluss physikalischer Schallreflexion wahrgenommen hätte: trocken! Hall ist das Ergebnis der Ausbreitung des Schalls in einem Raum. Dazu gehören Reflexion und der Absorption durch unterschiedlich strukturierte Oberflächen. Harte und glatte Oberflächen werfen den Schall in einer ähnlichen Weise zurück wie ein Spiegel auftreffendes Licht. Raue Oberflächen reflektieren den auftreffenden Schall eher diffus und in unterschiedliche Richtungen. Das umso mehr, je verwinkelter der Aufbau des Raums ist. Dieses Phänomen kann man gut in Kirchen, großen Hallen, Höhlen und Tunneln feststellen. Bei der Architektur von Theatern und Konzertsälen legt man großen Wert auf eine optimale Raumakustik. Diese ist darauf spezialisiert, dem Hörer im Raum ein ausgeglichenes Klangerlebnis mit neutralem Raumanteil und guter Verständlichkeit zu bieten.

Kathedrale
Der Innenraum einer Kathedrale bietet viele Möglichkeiten der Schallreflexion. (Quelle: Wikipedia)

Wie breitet sich Schall aus?

Weiche strukturierte Oberflächen absorbieren Schallwellen. So sind Teppiche und Vorhänge in den eigenen vier Wänden ideale Schallschlucker, um eine „trockene(re)“ Raumakustik zu erreichen. Angenhm für Konversation oder den Geräuschpegel im Haus niedrig zu halten. Studios schwören auf schallschluckende Elemente in der Grundausstattung. Audio-Signale, egal ob Instrument oder Stimme, kommen neutral und ohne Raumanteil auf die Aufnahmespur. Hall und weitere Effekte fügt man der Aufnahme später künstlich und in einem selbst definierten Anteil hinzu.

Konzertsaal
Konzertsäle werden speziell designt um eine tolle Akustik zu bieten. (Quelle: Wikipedia)

Hall als gestalterisches Mittel einsetzen

Der Hall, auch Nachhall oder englisch als Reverb bezeichnet, ist gerade bei der Verwendung in der Musik ein wichtiges gestalterisches Mittel, um deren Wirkung und Aussage noch zu verstärken. Für diesen Einsatzzweck hat sich die Industrie im Laufe der Zeit darauf spezialisiert, immer authentischer klingende Raumsimulationen zu schaffen, die ein ‚trockenes‘ Audio-Signal – z. B. von einem Synthesizer – in speziell designte virtuelle Räume verfrachtet. Deren Größe, die Art der Reflexionen bis hin zur Definition der Hallzeit, nebst deren Anteil auf das trockene Audio-Signal kann dort frei gestaltet werden.

Aber nicht nur das: durch künstlich angewendete Modulationen des elektronisch erzeugten Hallraums lassen sich noch viele weitere toll klingende Effekte erzielen, die in der Natur so nicht vorkommen. Somit ist der Halleffekt einer der vielseitigsten Klanggestalter, der mit dem zu verarbeitendem Klang eine effektive Symbiose eingeht. Hall schafft räumliche Tiefe und erzeugt Stimmung.

Eventide Space
Kirche, Konzertsaal und mehr ‘in-the-box’. Das Eventide Space Reverb-Pedal ist nur ein Vertreter eines großen Marktangebots. (Foto: Thomann)

Unterschiedliche Arten der Hallerzeugung

Elektromechanische Mittel wie Federhall-Spiralen oder gewichtige Hallplatten waren die Raumsimulatoren vergangener Tage. Heutzutage erzeugen digitale Effektprozessoren den akustischen Effekt, der in allen möglichen Ausführungen und für jeden Anwendungszweck bereitsteht. Ob als Plug-in für die DAW im Rechner, als Effekt-Prozessor in modernen Tasten-Instrumenten oder als universell einsetzbare Reverb-Pedale.

Unterschiedliche Arten der Hallerzeugung
Evolutionsschritte: Von der Federhallspirale (u.l.) über den Plattenhall (r.) bis hin zum digitalen Reverb-Pedal (o.l.)

Warum Reverb-Pedale einsetzen?

Reverb-Pedale sind grundsätzlich eine sinnvolle Ergänzung für alle Instrumente, deren Grundausstattung auf jegliche Raumsimulationen verzichtet. Mit ihnen setzt man unterschiedliche klangliche Charaktere ausdrucksstark in Szene. Ob auf der Bühne oder im Studio verwendet, moderne Reverb-Pedale liefern ein klangliches Niveau, das in der Top-Riege angesagter DAW-Prozessoren mitspielt. Konstruktiv sind Reverb-Pedale so robust aufgebaut, dass sie auch dem harten Bühnenalltag trotzen.

Worüber sollte man sich vor dem Kauf eines Reverb-Pedals Gedanken machen?

Steht der Kauf eines Reverb-Pedals auf der Liste, wird man unweigerlich mit unterschiedlichen Pedal-Konzepten und Preisklassen konfrontiert. Bereits an dieser Stelle sollte man darüber nachdenken, was man eigentlich benötigt und vorhat. Die Auswahl an Reverb-Effekten für Synthesizer geht weit über die vorgestellten Pedale hinaus. Das führt dazu, dass es schnell schwerfällt, die Spreu vom Weizen zu trennen. Generell kann man sagen, dass sich Hall-Algorithmen aus dem Bereich Plate/Hall besonders gut als „Raum-Öffner“ für Synthesizer-Flächen eignen. Spring und Room werden hier eher selten genutzt, da sie vorwiegend für kurze, impulsartige Klänge prädestiniert sind. Interessant wird es dann, wenn man den Basis-Reverbs noch Pitch-Shifting-Effekte (Modulation / Shimmer) hinzufügt. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die angebotenen Pedale bei der Verwendung eines Synthesizers über Stereo Ein- und Ausgänge verfügen. Lediglich bei monophonen Synthesizern können auch Mono-Reverbs glücklich machen, die sonst eher für Gitarren konzipiert wurden.

Hier ein paar Fragen, mit deren Hilfe man den Bereich seines Wunsch-Pedals bereits im Vorfeld grob auslotet.

Checkliste zum Kauf von Reverb-Pedalen für Synthesizer

  • Für welche Art von Musik benötige ich das Pedal?
  • Mit welchem Instrument und welchen Sounds soll das Reverb-Pedal eingesetzt werden?
  • Benötige ich sehr lange Hallzeiten für atmosphärische Sounds oder reichen bereits kürzere Raumsimulationen?
  • Schließe ich ein stereophones Instrument an, oder ist mein Synthesizer Mono?
  • Welches Budget steht mir zur Verfügung?
  • Tipp: Mithilfe technischer Daten, Testberichten und YouTube-Videos prüfen, ob das Pedal den eigenen Anforderungen entspricht.
  • Tipp: Beim Ausprobieren des Pedals sich mit der Bedienung vertraut machen und vor allen Dingen hören, ob der Sound stimmt.

Sind die Basis-Punkte geklärt, kommt man nicht daran vorbei, die Geräte selbst einmal bei einem Händler auszuprobieren. Damit verschafft man sich einen ersten Eindruck vom Sound und der Bedienbarkeit.

Um die Wahl zu erleichtern, bieten wir auf der nächsten Seite eine Übersicht der besten Reverb-Pedale, die man mit elektronischen Tasteninstrumenten einsetzen kann.

Kommentieren
Profilbild von Henry

Henry sagt:

#1 - 28.09.2018 um 22:23 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Musste ja kommen (habt ihr auch selbst geschrieben): Es fehlt auf jeden Fall das MXR M300 Reverb Pedal in der Liste. Klein, Stereo oder Mono, 6 verschiedene Hall-Varianten, Decay und je nach Halltyp unterschiedliche Klangregelung. Definitiv einen genaueren Blick wert.

    Profilbild von Michael Geisel

    Michael Geisel sagt:

    #1.1 - 02.10.2018 um 08:34 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    Hallo Henry, vielen Dank für Deinen Input. Die Redaktion

    Profilbild von Borgia

    Borgia sagt:

    #1.2 - 03.12.2020 um 22:43 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    Genau das habe ich mir besorgt und muss sagen dass es mich ein bisschen enttäuscht hat im Verbund mit einem Synthesizer. Die Reverbs sind alle von sehr guter Qualität, hoch aufgelöst und spielen sicher in der hohen bis höchsten Liga mit. Besonders der Pad-Modus (=Shimmer) hört sich mit einem Synthesizer wunderbar an.Problematisch ist aber leider einzig der Dry/Wet Regler: Er mischt nur bis 50 %, mehr geht nicht. Ich weis nicht ob das für Gitarren ausreicht, bei einem Synthesizer habe ich das Gefühl dass es um diesen Wert erst interessant wird.Kommt vielleicht darauf an was man damit vor hat, für realistische Raumklänge (Modi Plate, Spring und Room) reicht das und funktioniert gut, will man aber ein bisschen weiter in Richtung Ambient oder Dub (Modi Mod, Epic und Pad) wird man sehr enttäuscht sein über diese unnötige Einschränkung, man freut sich erst über den tollen Klang in den man eintaucht und plötzlich geht es einfach nicht weiter. Der Tone Regler macht auch für meinen Geschmack zu wenig, man hört in den besagten Ambient und Dub Modi nur eine sehr dezente Veränderung.
    Ist definitiv kein Gerät für Poti-Fahrten, sondern eher die Tretmine unterm Tisch, die man nicht Verändert.Übrigens wir aus einem Mono-Signal ein Dual-Stereo ausgegeben wenn man den Stereo-Schalter nicht umlegt, das kann für Monophone Synthesizer ganz praktisch sein.

    +1
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