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Neunaber Immerse MK II Reverberator Pedal Test

Mit dem Neunaber Immerse MkII Reverberator hat die Effektpedalschmiede aus Orange in Kalifornien einen Nachfolger des beliebten Immerse Reverbs entwickelt und dabei mächtig an den Details gearbeitet.

Neunaber_Immerse_Reverberator_Mk_II_TEST


Neben einer komplett neu gestalteten Schaltung und verbesserten Algorithmen soll das neue Reverb auch einen erweiterten Headroom, einen neu hinzugekommenen Algorithmus und einiges mehr besitzen. Ich bin sehr gespannt auf den Test, denn die von mir bereits getesteten Pedale aus der Manufaktur um Brian Neunaber konnten mich durch die Bank überzeugen.

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Details

Das schwarz lackierte Pedal besitzt ein sehr robustes Metallgehäuse und bringt 257 Gramm auf die Waage. Auch die Abmessungen von 73 x 117 x 51 mm bewegen sich im Standardbereich, sicherlich sehr zur Freude von Besitzern dicht bestückter Pedalboards. Obwohl ein Batteriebetrieb nicht möglich ist, hat Neunaber kein Netzteil beigelegt, was aber zu verschmerzen ist, da es sich mit einem Standard 9-12 Volt Gleichstromspender zufriedengibt, solange es 80 mA und mehr zur Verfügung stellt.

Fotostrecke: 3 Bilder Der kalifornische Hersteller Neunaber hat sein Immerse Hall-Pedal überarbeitet und schickt Version MkII ins Rennen.
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Diese Voraussetzung erfüllt so ziemlich jede zentrale Spannungsversorgung, wie sie auf den meisten Pedalboards zu finden ist. Aber auch ein übliches Boss-Netzteil oder ähnliches reicht vollkommen aus.
Die passende Buchse befindet sich an der Stirnseite, wo auch zwei Kippschalter warten. Mit dem Kill-Dry-Schalter wird das direkte Signal entfernt, auch im Bypass. Deshalb sollte dieser Schalter bei parallelen Einschleifwegen zum Einsatz kommen und logischerweise nicht bei seriellen Loops. Der Trails-Schalter ermöglicht ein Ausklingen des Halls auch über das Drücken des Bypass-Schalters hinaus. Ansonsten werden Hallfahnen beim Betätigen des Fußschalters abrupt abgebrochen. Neunaber lässt dem Spieler mit dem Trails-Schalter die Wahl zwischen diesen beiden Optionen. Und wo wir gerade beim Bypass sind: Bei diesem Pedal hat sich der Hersteller für einen Buffered-Bypass entschieden.

Fotostrecke: 6 Bilder Die Gehäuseseiten sind mit den Buchsen für die Ein- und Ausgangssignale bestückt.
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Ein- und Ausgangsbuchsen befinden sich rechts und links an den Gehäuseseiten und ermöglichen einen Betrieb entweder in Mono oder in Stereo. Dementsprechend stehen jeweils zwei Buchsen bereit. So lässt sich der Immerse Reverberator MK II auch problemlos in einem Keyboard-Setup oder einem Stereo-Gitarrensystem nutzen.
Die folgende Grafik verdeutlicht die unterschiedlichen Verbindungsmöglichkeiten:

Die Grafik zeigt die verschiedenen Anschlussvarianten.
Die Grafik zeigt die verschiedenen Anschlussvarianten.

Die Oberseite stellt fünf Potis bereit, wobei die Beschriftung im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich verbessert wurde. Weiße Skalenstriche auf den schwarzen Potis erleichtern zudem das Ablesen der jeweiligen Reglerstellung auch aus dem Stand.
Das Pedal stellt insgesamt acht Hall-Algorithmen bereit, die sich mit vier Reglern feinjustierten lassen. Dabei spielt die grafische Gestaltung der Oberseite eine entscheidende Rolle bei der Navigation. Je nachdem, in welchem Farbfeld sich ein Hall-Algorithmus befindet, zeigen auch die für ihn zuständigen Regler die entsprechende farbliche Kodierung. Für Eingriffe in die diversen Hall-Charakteristiken stehen die Potis Mix, Depth, Pre-Dly/Mod/Blend und Time/Tone bereit.

Fotostrecke: 3 Bilder Fünf Potis auf der Oberseite des Pedals laden zu Klangexperimenten ein.
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Unser Pedal stellt folgende Hall-Effekte bereit:

  • W3T: Dabei handelt es sich um die Version 3 des WET-Algorithmus, dem Flaggschiff-Hall aus dem Hause Neunaber. Das regelbare Pre-Delay trennt das trockene Signal und das Reverb um bis zu 200 Millisekunden.
  • Plate: Der klassische Plattenhall. Auch hier steht ein Pre Delay von bis zu 200 Millisekunden zur Verfügung.
  • Hall: Simuliert den Klang eines Konzertsaals. Der Mod-Regler steuert den Modulationsgrad.
  • Spring: Dieser Effekt wird normalerweise mit Metallfedern erzeugt, die zwischen Schallwandlern aufgehängt werden. Der Mod-Regler steuert die Modulationsrate.
  • Sustain: Basierend auf dem W3T-Reverb liefert der Sustain-Algorithmus bei Bedarf einen nahezu unendlichen Hall. Wird der Fußschalter gedrückt und gehalten, wird das Gespielte in einer Endlosschleife wiederholt und klingt während der Release-Phase aus. Mit dem Time-Regler wird die Haltezeit eingestellt, währende der Depth-Regler die Release-Einstellung übernimmt. Auch hier bestimmt der Mod-Regler den Modulationsgrad.
  • Echo: Hier kommen Echo und Reverb gemeinsam zum Einsatz. Das Time-Poti regelt die Echozeit zwischen 50 ms und 700 ms. Depth steuert die Ausklingzeit des Reverbs und auch die Echowiederholungen. Der Blend-Regler bestimmt den Mix zwischen Reverb und Echo.
  • ↓Tune: Fügt eine nach unten verstimmte Doppelung des trockenen Signals mit Nachhall hinzu.
  • Shim: Dieser Effekt soll den Klang eines Synth-Pads liefern, das dem folgt, was das Instrument spielt.

Sobald das Pedal aktiviert wird, leuchtet eine weiße LED links neben dem Fußschalter.
Das in den USA gefertigte Pedal macht insgesamt einen sehr hochwertigen und dabei robusten Eindruck. Die Bedienung fällt trotz der recht komplexen Klangbearbeitung, die mit teils Mehrfachbelegung der Potis erreicht wird, dank der verbesserten Beschriftung und der grafischen Wegweisung auf der Oberseite im Vergleich zum Vorgängermodell sehr einfach und logisch aus.

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