Die besten Drum Machines 2026

Drum Machines sind mehr als reine Taktgeber. Je nach Konzept sind sie Synthesizer, Performance-Instrument, Sampler, Sequencer oder auch alles zusammen. Wer Beats lieber mit Hardware baut anstatt in der DAW zu klicken, findet heute eine größere Auswahl denn je!

Die besten Drum Machines in 2025
Die besten Drum Machines in 2025. (Quelle Bonedo)

Eine Drum Machine ist zunächst mal ein auf Beats spezialisiertes Instrument, oftmals mit integriertem Sequenzer. Früher waren sie als “Begleitautomatik” gedacht, später kamen Bass und Co. dazu, sodass nun auch Melodien und externes MIDI erzeugt werden kann – der Übergang zur Groove Box ist da fließend!

Je nach Konzept entstehen die Sounds Analog, per Modeling oder über Samples. Daraus ergeben sich die die größten Unterschiede: Die eine Maschine will good old 808/909 originalgetreu liefern, andere lieber neue Klangwelten öffnen. Umfang und Möglichkeiten des Sequenzers sind ebenfalls immer wichtiger.

Die Geschichte dahinter ist lang, für Kaufentscheidungen aber eher irrelevant. Von frühen Rhythmusboxen über 808 und LinnDrum hin zu heutigen Hybrid- und Performance-Konzepten wurde das Prinzip immer weiter ausdifferenziert, wenn auch gleichzeitig angenähert. Entscheidend ist weniger die Historie als die Frage, wie man arbeiten will: performativ, experimentell oder eben ganz klassisch. Und wer Bock auf Geschichte hat, findet am Ende des Artikels noch einen kleinen Überblick mit Vintage Gear!

Worauf beim Kauf einer Drum Machine achten?

  • Analog, digital oder hybrid? Analog klingt oft direkter und charaktervoller, digital ist meist flexibler, hybrid will digitale Sounds mit analogen Filtern verbinden.
  • Eigene Samples ja oder nein? Wer eigene Sounds laden will, braucht Sample-Import.
  • Wie gut ist der Sequenzer? Gerade live machen Parameter-Locks, Motion Recording, Polyrhythmik oder Microtiming einen riesigen Unterschied.
  • Direktzugriff oder Menü-Tauchgang? Manche Geräte laden sofort zum Schrauben ein, andere wollen Einarbeitung.
  • Welche Anschlüsse braucht das Setup? Einzelausgänge, MIDI, USB, Clock: im Studio oder auf der Bühne wichtig!

Hier kommen unsere Empfehlungen für 2026!

Unsere Übersicht präsentiert die beliebtesten Drum Machines in 2026 in alphabetischer Reihenfolge.

Inhalte
  1. Hier kommen unsere Empfehlungen für 2026!
  2. Behringer RD-8, RD-9, DMX, BMX & Co.
  3. Elektron Syntakt
  4. Korg Volca Drum
  5. Roland TR-8S und TR-1000
  6. Soma Laboratory Pulsar-23
  7. Technologiewandel macht vor Drum Machines nicht Halt

Behringer RD-8, RD-9, DMX, BMX & Co.

Von Behringer gibt es eine ganze Reihe gelungener Drum Machines, die sich klar an klassischen Vorbildern orientieren – inklusive deren typischer Eigenheiten.

Als günstige „China-Produkte“ basieren die Geräte auf einer identischen Grundstruktur: insbesondere beim Sequencer-Workflow sowie kleinen Zusatzfeatures wie dem Wave-Designer zeigt sich eine klare Produktions-Linie.

Die Unterschiede liegen in der Klangerzeugung, während Haptik und Bediengefühl weitgehend konsistent bleiben. Layout und Design sind dabei optisch an die Originale angelehnt, oftmals aber mehr als Spielerei.

Klanglich ist keine der Maschinen „übertrieben fett“ – gemessen am niedrigen Preis und der gebotenen hochwertigen Hardware-Ausstattung geht das Konzept jedoch absolut in Ordnung. Besonders gelungen und insgesamt am überzeugendsten umgesetzt ist die RD-9!

Die Behringer RD-9 bringt den klassischen Roland TR-909 Techno und Dance Sound erstaunlich authentisch auf den Punkt: analoge Klangerzeugung, kombiniert mit Samples für Hi-Hats und Becken – ein früher Hybrid-Ansatz, der bis heute stilprägend ist.

Erweiterte Parameter für die Bassdrum, Pitch-Control für die HiHats sowie moderne Schnittstellen wie MIDI, USB und Clock machen das Gerät zeitgemäß und praxistauglich für den Live-Einsatz. Ergänzt wird das Ganze durch Behringer-Features wie Wave Designer, Analogfilter und 64-Step-Sequencer.

Elektron Syntakt

Die Elektron Syntakt ist eine 2022 erschienene Groovebox, die digitale und analoge Klangerzeugung in einem kompakten Performance-Instrument vereint. Insgesamt stehen zwölf Spuren zur Verfügung, die sich flexibel mit Drum- und Synth-Engines bestücken lassen – von knackigen Kicks über metallische Percussion bis hin zu einfachen Synth-Sounds.

Der Sequencer folgt dem typischen Elektron-Ansatz und zählt damit zu den stärksten seiner Klasse: Parameter-Locks, Micro-Timing, Conditional Trigs und Polyrhythmik ermöglichen extrem detailreiche und lebendige Patterns. Eigene Sounds lassen sich direkt auf dem Gerät formen, ein klassischer Sampler ist nicht integriert.

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Elektron Syntakt
Elektron Syntakt
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Für Sampling-Aufgaben bietet Elektron Digitakt II die spezialisiertere Plattform, während Digitone II den Fokus auf FM-Synthese legt und so auch Drum-Sounds abdecken kann. Eine günstigere Alternative ist die Elektron Model:Cycles, die mit etwas reduziertem Funktionsumfang und flinken Workflow nicht nur Einsteiger anspricht.

Korg Volca Drum

Mittlerweile ein absoluter Klassiker – wie die gesamte Volca-Reihe – die Korg Volca Beats. Die Volca-Serie von Korg steht seit jeher für günstige, kompakte und erstaunlich leistungsfähige Hardware. Die Volca Beats zählt mit ihrem niedrigen Straßenpreis zu den erschwinglichsten Hybrid Drum Machines am Markt und setzt auf eine rotzige, analoge Klangerzeugung mit starken Charakter.

Die Korg Volca Drum geht einen anderen Weg: Hier kommen sechs Parts mit zwei Layern zum Einsatz, die per Modeling-Synthese erzeugt werden. Beide Geräte verfügen über einen internen Step-Sequencer mit Pattern-Chain- und Accent-Funktion. Ergänzt wird das durch die Motion-Sequence, mit der sich Reglerbewegungen aufzeichnen lassen – ein effektives Tool für lebendige und dynamische Patterns.

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Korg Volca Beats
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Korg Volca Drum
Korg Volca Drum
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Roland TR-8S und TR-1000

Die Roland TR-8S ist eine 2018 erschienene digitale Drum Machine aus der AIRA-Serie und zählt bis heute zu den flexibelsten Vertretern ihrer Art. Sie kombiniert per ACB modellierte Klassiker wie TR-808, TR-909, TR-606 oder TR-707/727 mit eigenen FM-Sounds und lässt sich zusätzlich mit Samples von SD-Karte bestücken.

Mit acht Spuren, umfangreichem Step-Sequencer, Motion Recording und Einzelausgängen ist die TR-8S klar auf Performance und Studioeinsatz ausgelegt – allerdings alles andere als schlank, weder vom Funktionsumfang noch vom Workflow.

Eine deutlich fokussiertere, aber ebenso potente Alternative ist die Roland TR-6S: kompakter, reduzierter, aber klanglich sehr nah dran. Beide Geräte können problemlos mit Samples arbeiten und decken damit ein breites Spektrum ab. Externes Sequencing steht bei beiden allerdings nicht im Fokus.

Kurz gesagt: TR-8S für maximale Kontrolle und Tiefe – TR-6S als kompakter Allrounder mit ähnlichem Klangcharakter.

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26.01.2024
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Die Roland TR-8S ist eine digitale Drum Machine, die 2018 auf den Markt kam und zur AIRA-Familie gehört. Sie bietet die mit ACB-Technologie gemodelten Sounds der TR-808, TR-909, TR-606, TR-707 und TR-727 sowie verschiedene modifizierte Versionen. Auch die Sounds des CR-78 CompuRhythm sind mit an Bord. Darüber hinaus bietet die TR-8S FM-Sounds, die rhythmisch neue Klangwelten eröffnen. Die TR-8S verfügt über acht interne Audiospuren, die man mit allen internen Sounds der Drum Machine und sogar mit eigenen Samples, die man per SD-Karte lädt, belegen kann.

Praktisch ist die Soundausgabe über acht analoge Ausgänge, die auch für Trigger verwendet werden können. Auch der interne Sequenzer des TR-8S bietet zahlreiche Funktionen, die gerade im Live-Einsatz für viel Flexibilität sorgen. Klanglich sorgen schließlich interne Effekte sowie die Aufzeichnung von Klangbewegungen (Motion Recording) für vielfältige Einsatzszenarios.

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Roland TR-8S
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Roland TR-1000
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Soma Laboratory Pulsar-23

Mit Lyra-8 hat Soma Laboratory bereits gezeigt, dass man einen Synthesizer auch abseits der üblichen Konzepte konstruieren kann. Pulsar-23 ist eine Drum Machine der etwas anderen Art und sicherlich kein Mainstream-Instrument., aber analog und semimodular aufgebaut. Vier Module übernehmen dabei unterschiedliche Aufgaben: Ein Bass Drum-, Bass Synth-, Snare Drum- und Becken/HiHat-Modul stellen vier analoge Instrumente dar, die man mit über 100 Patch-Punkten (Metallpins) verbinden kann und so ein riesiges Feld an Patching-Experimenten garantiert. Für das Patchen verwendet man beim Pulsar-23 zudem Kabel mit klassischen Krokodilklemmen.

Soma Laboratory Pulsar-23
Soma Laboratory Pulsar-23: Die ‘Organismic Drum Machine’ für neue Wege im Bereich des Sounddesigns.(Quelle: Bonedo)

Die Patch-Punkte können zusätzlich noch mit den Fingern oder anderen leitenden Materialien berührt werden, um Klangformung, Modulation und andere Eigenschaften zu steuern. Jede Kombination ist erlaubt und realisiert schließlich neue und ungewohnte Klangreaktionen. Je mehr verschiedene Patch-Punkte man bedient, desto lebendiger ist der Klang, der im Bereich der experimentellen Musik zu Hause ist.

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Soma Laboratory Pulsar-23 Test

Mit dem Lyra-8 brachten SOMA einen Analog-Synthesizer, der sich auf ausdrucksvolle Tonschichtungen spezialisiert hat. Nun ist mit dem Pulsar das Thema Rhythmus an der Reihe.

25.10.2021
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SOMA Pulsar-23 Black
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Die Geschichte der Drum Machines

Die Geschichte der Drum Machines reicht bis in die 1930er Jahre zurück, als der russische Erfinder Leon Theremin das Rhythmicon entwickelte. Ein analoges Instrument, das verschiedene Kombinationen von rhythmischen Mustern auf Basis von Obertonreihen erzeugte. In den 1950er Jahren erschienen die ersten kommerziellen Drum Machines. Dazu gehörten beispielsweise der Wurlitzer Sideman und die Chamberlin Rhythmate. Diese Maschinen waren noch sehr einfach und mit vorprogrammierten Rhythmen bestückt. In den 1960er Jahren folgten dann die ersten Drum Machines mit programmierbaren Rhythmen. Dazu gehörten der FR-1 Rhythm Ace und der Wurlitzer Sideman Mark II.

Rhythm Ace Drum Machine
Rhythm Ace von Ace Tone war ein typischer Vertreter seiner Gattung: Drum-Sounds und Grooves analog erzeugt. (Quelle: Soundgas)

Diese Maschinen waren zudem relativ teuer und eher für professionelle Musiker interessant. In den 1970er Jahren wurden Drum Machines immer beliebter und schließlich auch preiswerter. Dazu trug auch die Entwicklung der Synthesizer bei, die es ermöglichten, realistischere Drumsounds zu erzeugen. Zu den bekanntesten Drum Machines der 1970er Jahre gehören beispielsweise die Roland TR-77 und CR-78 sowie die Linn LM-1.

Roland CR-78
Roland CR-78. (Quelle: Bonedo)

Technologiewandel macht vor Drum Machines nicht Halt

In den 1980er Jahren erlebten die Drum Machines ihre Blütezeit. Kandidaten wie die Oberheim DMX, Korg DDD-1 und Yamaha RX-5 oder die Roland TR-808 und TR-909 buhlten um die Gunst der Käufer. Die beiden Roland TRs waren zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung allerdings wenig erfolgreich, erlangten aber im Laufe der Zeit den Status der einflussreichsten Drum Machines aller Zeiten. Sie wurden in vielen Musikstilen eingesetzt und prägten den Sound dieser Genres entscheidend mit.

Roland TR-808
Die zur Legende gewordene Roland TR-808. (Quelle: Roland)

In den 1990er Jahren kamen dann die ersten Software Drum Machines auf den Markt. Diese waren deutlich günstiger als ihre Hardware-Pendants und konnten auch am Computer betrieben werden. Dadurch wurden Drum Machines noch zugänglicher und verbreiteten sich in immer mehr Musikrichtungen. Zu ihnen gehörten beispielsweise Dr. Rhythm von Steinberg oder Battery von Native Instruments.

Native Instruments Battery
Native Instruments Battery. (Quelle: Vintage Synth Explorer)

Entwicklung von Drum Machines nach der Jahrtausendwende

In den 2000er Jahren werden Drum Machines kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Technologien wie Sampling und virtuelle Klangerzeugung ermöglichen noch realistischere und ausgefallenere Drumsounds. Zu den beliebtesten modernen Drum Machines der Gegenwart gehören beispielsweise die Roland TR-8S und TR-1000, die Elektron Analog Rytm oder die Behringer RD-8 und RD-9, welche auch die Sounds der Vergangenheit reproduzieren können. Die Geschichte der Rhythmusmaschinen ist somit eine Geschichte der Innovation und des Wandels. Drum Machines haben die Art und Weise, wie Musik produziert wird, maßgeblich beeinflusst und dazu beigetragen, dass elektronische Musik zu einem globalen Phänomen geworden ist.

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