Gerade noch haben wir Warm Audio in der Party-Stadt Austin einen Besuch abgestattet, da liefern die Texaner auch schon: Die neuen Helferlein WA-RA, WA-DI-A2 und WA-DI-P2 machen deinen Instrumentensound effektiv im Studio nutzbar.

Wofür brauche ich den WA-RA Reamper?
Das kennst du vielleicht: In einem Moment der Inspiration spielst du die Klampfe clean über’s Interface in die DAW und denkst: “Hätt ich’s doch bloß über den Röhrenamp gespielt und mikrofoniert! Das krieg ich nie mehr so gut hin und die Amp-Sim Plug-ins bringen’s nicht!” Die Lösung: Du schickst das Line- oder Mic-Level-Signal aus dem Interface durch den Reamper. Der wandelt das Signal in ein Unsymmetrisches mit der passenden Impedanz. Dank Power Soak geht das sogar, ohne den Lautsprecher an- und die Nachbarn aus dem Bett zu schmeißen. Ob der WA-RA das Kunststück via Load-Funktion bewerkstelligt, wissen wir aktuell ebensowenig, wie ob’s ohne Membran-Schwingung realistisch klingt. In jedem Fall kannst du das trocken aufgezeichnete Signal durch Effektpedale jagen und das Ergebnis in die digitale Welt rückführen. Warm Audio bezeichnet den WA-RA als kreatives Routing-Hub, mit dem du deine Bodentreter in die Studio-Signalkette oder dein Studio-Gear in die Gitarrenkette integrierst.

Was machen die DI Boxen WA-DI-A2 und WA-DI-P2?
Eine DI-Box ist quasi komplementär zum Reamper: Sie arbeitet in die gegenteilige Signalrichtung. Hier stöpselst du die Gitarre ein, wenn du das Signal über den Mikrofonvorverstärker deines Mischpults oder Interfaces in die DAW bekommen willst. In der Regel erwartet deine Klampfe oder dein E-Bass die hohe Eingangsimpedanz des Gitarren- oder Bassverstärkers. Studiogeräte wie dein Mikro-Vorverstärker lieben hingegen niederohmige, symmetrische (Mic-Level) Signale. Daher konvertiert die DI-Box das Eingangssignal des angeschlossenen Instruments in ein entsprechendes Ausgangssignal. Anhand galvanischer Trennung befördert die Direct Injection Box zudem Brummschleifen in’s Jenseits. Das ganze gilt natürlich auch für den Live-Betrieb, weshalb DI-Boxen oft aussehen, als könne man auf ihnen Polka tanzen ohne etwas zu beschädigen.

Warum Stereo?
Stereo-DIs sind die erste Wahl für Synths und Keys. Wenn du mit Stereo-Effekten arbeitest oder dein Pedalboard Wet-Dry ausgelegt ist, sind Stereo-DIs ebenfalls eine sinnvolle Überlegung.
Was ist besser, passiv oder aktiv?
Aktiv klingt sportlicher. Es mag aber durchaus sein, dass du mit der passiven WA-DI-P2 besser fährst, wenn du keine Phantomspeisung zur Verfügung hast und ein paar Euro sparen willst. Denn gute passive DIs stehen ihren aktiven Verwandten klanglich kaum nach. Allerdings hast du mit der WA-DI-A2 alle Optionen. Sie wird wahlweise aktiv oder passiv betrieben.

"DI-Box" – ok, schon oft gehört, aber wisst ihr wirklich, was genau ihre Aufgabe ist und wie sie funktioniert…? Falls nicht: alle wichtigen Infos zum Thema findet ihr hier.
Was kosten die neuen Geräte von Warm Audio?
Die UVP für den WA-RA Reamper liegt bei 539 Euro. Die WA-DI-A2 kostet 419 Euro, ihre passive Schwester WA-DI-P2 349 Euro.
In Kürze findest du die Geräte bei Thomann in der Herstellerkategorie Warm Audio (Affiliate-Link).
Gibt es Alternativen?
Klar, auf Sättigungsmärkten hast du immer Optionen. Die Firma Warm Audio ist bekannt für ein positives Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Mono-Versionen der DI-Boxen schnitten im Test gut ab. Bei allen Alternativen solltest du die Features der Geräte vergleichen: Oft steht ein anderer Konstruktionsansatz dahinter. Überzeugt haben uns zum Beispiel der kleine Reamper von Walrus Audio oder der Supreme Soaker von Palmer. Relativ neu auf dem Markt ist die Strymon PCH Stereo-DI. Radial Engineering ist eine bewährte Adresse für DI-Boxen und andere gleichermaßen studio- wie roadtaugliche Helfer. Und wenn es klanglich edel und mono sein darf, kommt an Sir Ruperts Box so schnell keiner vorbei.

Gängiges Prozedere: Der lokale Techniker steht mit kleinen Metallboxen vor dir, wo du Keyboard, Bass oder Gitarre andocken sollst. Warum ist das notwendig und welche DI-Boxen braucht man?

Was macht eigentlich eine DI-Box mit dem Basssignal? Welche DI-Box ist die richtige für welchen Bassisten? Und worauf muss man beim Kauf achten? In diesem DI-Boxen-Ratgeber und Testmarathon erfahrt ihr es!
Hier geht’s zur Herstellerseite.
Technische Details WA-RA Reamper
- CineMag USA-Transformatoren auf Ein- und Ausgängen
- zweikanaliger aktiver Instrumentenpreamp und Reamp
- verarbeitet verschiedene Signale (Instrument, Line Level, Lautsprecher)
- Lautsprechereingang mit Leistungsdämpfung für ‘geräuschlosen’ Betrieb
- symmetrischer Line-Ausgang
- Instrumenteneingangstufe schaltbar zwischen diskreten JFETs und JFET-OPs
- Eingangsimpedanz variabel einstellbar
- Maße: 29,7 x 16,2 x 10,7 cm
- Gewicht: 1,65 Kg
Technische Details WA-DI-A2 / WA-DI-P2
- Übertrager-symmetrierte Stereo-Di-Box (aktiv bzw. passiv)
- Gehäuse aus Aluminium
- einstellbares Pad von -3dB bis -30dB
- CineMag USA-Ausgangsübertrager
- Class-A-Komponenten
- Symmetrischer Ausgang: 600 Ohm, Mikrofonpegel
- Eingangsimpedanz: 1 Megaohm
- Stromversorgung via 48V Phantom bzw. passiv
- Maße: 12,7 x 14 x 7,1 cm
- Gewicht: 800 g / 780 g























