The Police gelten als eine der wegweisenden Bands. Unzählige Hits gehen auf das Konto der Bandmitglieder Sting, Andy Summers und Stewart Copeland. Dass sich speziell Stewart und Sting nicht immer grün waren und ein großer Teil der musikalischen Energie ein Resultat der persönlichen Spannungen zwischen den beiden war, ist ebenso bekannt. In einem Interview des amerikanischen Formats „60 Minutes“ offenbart der berühmte Schlagzeuger nun weitere, deutlich tiefer gehende Gründe. Dass er Songs ungern immer gleich spielt, sei nur eine der Ursachen. Eine Bandtherapie habe ergeben, dass beide eine vollkommen andere Auffassung von Musik hätten, sie Musik sogar aus unterschiedlichen Gründen hören würden.

„I bang shit, he writes songs“
Während Sting sich Respekt für den tieferen Sinn seines Songwritings gewünscht habe, sei es Stewart schon als Kind darum gegangen, seine Energie zu kanalisieren. Sein erster Schlag auf eine Trommel sei wie ein Erweckungserlebnis gewesen. Fortan wollte er mit dieser Lautstärke und diesem Spaß sein Geld verdienen: „I want to bang stuff!“ Dieser Ansatz vertrage sich schlecht mit Stings Ansatz – hier wechselt Stewart absichtlich in einen aristokratisch-versnobten Tonfall –, nach dem die Band dem Song dienen solle. Diese Art der Unterordnung würde eine musikalische Zusammenarbeit mit Sting unmöglich machen, sie seien aber weiterhin Freunde.

Die Kommentare zum Interview-Ausschnitt sind überwältigend positiv. Mit Sicherheit spricht Stewart vielen aus der Seele, schließlich ist der Kontrast aus körperlichem Ausdruck und Selbstkontrolle im Dienste der Musik eines der Themen vieler Drummer. Dass gerade aus diesem Gegensatz großartige Kunst entstehen kann, haben The Police definitiv bewiesen.

In diesem Drum Play-Alike nehmen wir das Drumming von Stewart Copeland (The Police) mithilfe einiger Noten- und Audiobeispiele unter die Lupe.

Die Tama Stewart Copeland Signature Snaredrum 14“ x 5“ ist fast schon ein Klassiker. Im Test erfahrt ihr, wie gut die Trommel tatsächlich ist.

























Battery Park sagt:
#1 - 30.04.2026 um 04:21 Uhr
Ab dem Punkt wo ein Bandmitglied anfängt, seine Mitwirkung in einer Band als "Kunst" zu sehen und sich nicht mehr auf die Rolle des Entertainers zu beschränken, wirds erfahrungsgemäß für die anderen schwierig. Copeland hat in einem Interview der 80er Jahre schon durchblicken lassen dass er das Einflechten von politischen Themen in einem Song für schwierig hält( und auch kein Freund davon ist). Gene Simmons von Kiss hat sich bei einem Blind Date über Sting lustig gemacht der anscheinend "aus jedem Buch was er gelesen sofort einen Song machen müsste." "Und guckt mal her ich kann auch Jazz spielen." Nachdem Sting diese Phase der Profilneurose erreicht hatte, brach Police auseinander und es fiel auch mir schwer ihn zu mögen. Pseudointellektuelle Weltverbesserer mit snobistischem Unterton die sich für besser als der Rest der Welt halten,kann ich auf den Tod nicht leiden.
ErrJott sagt:
#1.1 - 01.05.2026 um 09:30 Uhr
Nachvollziehbar, Deine Ausführungen. Ging mir mit Roger Waters genauso. Der ist auch eines Tages falsch abgebogen und "künstlerisch" im Niemandsland zwischen faschistisch-kommunistischem Bombast und "sozialistischem Realsismus" bruchgelandet... Schwer erträglich. Aber es gibt auch Maulhelden wie Ted Nugent, den Trump-Fan, der seit Jahren dümmlichste Rechtspopulisten-Parolen verbreitet... Überhaupt fallen "unsere" großen Rockstars immer wieder durch "eigenwillige Interpretationen" der Weltlage auf. Geld verdirbt anscheinend doch den Charakter (sofern jemals vorhanden!). Wie Zappa in den (goldenen - haha) Sechzigern schon textete: We´re only in it for the money! Leider war sein eigenes Handeln danach auch nicht immer so ganz "auf Linie"...
Antwort auf #1 von Battery Park
Melden Empfehlen Empfehlung entfernen