Numark Mixtrack Go Test

Numark Mixtrack Go ist ein kompakter DJ-Controller für User, die mit dem Mixen anfangen wollen oder eine transportable DJ-Lösung für unterwegs suchen. Er kann via Bluetooth oder USB-C eine Verbindung mit PC, Mac, Android und iOS aufnehmen und dort mit unterschiedlichsten DJ-Apps kooperieren, von denen mit Serato Lite und Algoriddim Djay (Basic) gleich zwei kostenlos freigeschaltet werden. Tool oder Toy?

Numark Mixtrack Go DJ-Controller Test

Numark Mixtrack Go – das Wichtigste in Kürze

Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • kompaktes, leichtes und transportables Format
  • gute Auswahl an Features
  • eingebaute Soundkarte mit Master- und Kopfhörerausgang
  • flache Lernkurve
  • USB-C und Bluetooth-MIDI
  • Browser-Encoder und Ladetasten
  • für Android, iOS, Mac und PC nutzbar
Contra
  • Jogwheels und “Pads” ziemlich klein

Quickfacts Numark Mixtrack Go

  • Was ist Numark Mixtrack Go? Numark Mixtrack Go ist ein DJ-Controller mit 2 Decks für Einsteiger mit integriertem USB-Audiointerface und Bluetooth. Entwickelt u. a. für DJs, die zu Hause, auf Partys und unterwegs auflegen möchten und dabei kein Full-Size-Setup benötigen.
  • Welche Software ist kompatibel? Zu den kompatiblen DJ-Apps gehören Algoriddim Djay (Mac, PC, iOS, Android – inkl.), Serato LE (Mac/PC – inkl.), Serato Pro (Mac/PC – Lizenz erforderlich) und Virtual DJ (Mac/PC – Lizenz erforderlich) sowie DJ-Programme mit MIDI-Learn-Funktion.
  • Was sagt der Test? Numark MixTrack Go punktet als DJ-Controller für Einsteiger, den Heimeinsatz und unterwegs, der sich auf das Wesentliche konzentriert. Er kann mit PC/Laptop oder mobilen Endgeräten genutzt werden, wobei eine gewisse Flexibilität im Einsatz gewährleistet ist.

Was ist im Lieferumfang des Numark Mixtrack Go?

Im Lieferumfang des Numark MixTrack Go befinden sich neben der MIDI-Kommandozentrale selbst ein USB-C-Kabel, ein Cinch-auf-Miniklinke-Audiokabel und ein zusammenklappbarer Smartphone-Halter. Dazu kommen zwei Aufkleber, eine zeitlich begrenzte Version von Soundswitch (zum Test) sowie die üblichen Beipackzettel. Scannt ihr den QR-Code auf dem Package, gelangt ihr zur Jumpstart-Page mit Hinweisen für die erste Inbetriebnahme.

Verarbeitung und erster Eindruck 

Das Design des kleinen Controllers mit dem weißen Boden, dem schwarzgrauen Chassis und den typischen schwarz-roten Elementen, die man von Numark gewohnt ist, weiß durchaus zu gefallen. Der DJ-Controller bietet ein reduziertes Zwei-Deck-Setup mit Crossfader samt Übergangseffekten (Fade FX) und 45-mm-Jogwheels, aber ohne den sonst üblichen Zwei- oder Dreiband-EQ. Stattdessen gibt es einen Level- und Filter/Low-Regler. Die Stromversorgung erfolgt via USB-C, also zum Beispiel mittels Powerbank, Stecker, Laptop etc. Numark Mixtrack Go misst 324 x 93 x 40 mm und wiegt 0,6 kg. Kein Problem also, den DJ-Ziegel im Rucksack oder Messenger-Bag zu Partys, Buddies oder mit in den Urlaub zu nehmen.

Was die Verarbeitung angeht, sehe ich keinen nennenswerten Punkt zum Nörgeln. Das ist schon in Ordnung! Besonders wenn man sich vor Augen hält, dass der 99-Euro-Controller auch noch Bluetooth, Audiointerface und Software mitbringt. Klar sind die Jogdials etwas klein geraten und erinnern eher an 90er-Jahre-CD-Steuerungen für den Rack-Einbau und auch der Pitchfader ist etwas kurz. Und ja, manch Riesenpranke muss mit den Fingerspitzen zu Werke gehen, wenn man die Drehregler bedient, denn durch den Abstand passt nicht einmal mein Zeigefinger. Aber das ist natürlich auch dem Hardwaredesign geschuldet, und die Wahrheit liegt nun mal auf dem Platz. Also schauen wir uns an, wie das Gerät in der Praxis schlägt. 


Numark Mixtrack Go im Praxischeck

Zunächst verbinde ich den Numark Mixtrack Go mit dem Laptop und aktualisiere Serato und Algoriddim auf die neuesten Versionen, die Unterstützung für das vorliegende Testmuster mitbringen. Außerdem erfolgt ein Test mit iPhone und iPad. 

Numark Mixtrack Go mit Serato
Numark Mixtrack Go mit Serato

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die steuerbaren Funktionen sowohl in Serato wie auch djay nahezu identisch sind, auch wenn jede Software natürlich ihre eigenen Schwerpunkte setzt. Abweichungen in der Belegung zeigen sich beispielsweise bei den Fade-FX und Pad-FX, dazu folgen im Verlauf des Artikels einige Audiobeispiele.

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Numark Mixtrack Go
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Kundenbewertung:
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Welche Bedienelemente bietet der Mixer des Numark Mixtrack Go und was kann man damit steuern?

Der zentrale Mixer bietet ganz oben angefangen zunächst einmal vier Lautstärkeregler. Rechts (Level) und Links (Level) ersetzen die Linefader, dazwischen sitzen die Pegelsteller für eure Boxen (Main) und den Kopfhörer, auf den ihr entweder Deck A oder Deck B schalten könnt. Der Crossfader übernimmt die Überblendungen, wahlweise sogar mit Fade-FX garniert, und seine Flankencharakteristik kann bei Bedarf in der Software angepasst werden. 

Numark Mixtrack Go mit djay iPhone
Der Crossfader am Numark Mixtrack Go als zentrales Element

Für das Durchsuchen der Musikbibliothek und Laden der Tracks zeichnet sich das obligatorische Dreigestirn aus Push-Encoder nebst Ladetasten verantwortlich, was nicht nur im Laptop-Kontext Sinn macht, sondern auch für mobile Endgeräte eine willkommene Zusatzfunktion ist, obschon hier auch via Touchscreen navigiert werden könnte. Aber so ist es komfortabel. Die Decks rechts und links sind beladen, ein Tastenhieb auf Play bringt die Sache ins Rollen.

Erster Klangeidruck: Das Gerät liefert einen ordentlichen Output und lässt es sogar ziemlich laut auf dem Kopfhörer werden. Der Sound ist transparent und klar, das Grundrauschen zu vernachlässigen.

Wie sind die Decksektionen aufgebaut und wie rund läuft das in der Praxis?

Der DJ-Controller bietet zwei Deck-Sektionen an den Außenseiten, mit denen Track-relevante Funktionen dirigiert werden können. Die Transportsektion kommt mit Cue und Play sowie Sync-Tasten, die eure Tracks automatisch in den Gleichschritt bringen, wenn gewünscht. 

Das könnte man durchaus auch mit dem Pitch erledigen, doch der Fader für die manuelle Tempoanpassung ist ziemlich kurz geraten. Jedoch stellte sich im Test heraus, dass der Temporegler mit 0,1 % operiert, sodass sich die BPM zwar nicht hundertstelgenau, aber zehntelgenau anpassen lassen.

Das 45-mm-Jogdial bietet sich zum Cuen, Spulen und für Babyscratches an und erledigt seinen Job je nach gewähltem Modus Operandi. Ihr könnt den Vinyl-Modus (Scratchen) abschalten, dann lässt sich mit dem Dial ein Track anschieben oder abbremsen, statt zu stoppen. Nützlich für manuelle Beatmixer, ersetzt diese Nudge-Funktion quasi Pitch-Bend-Tasten.

Welche Möglichkeiten zum Mixen und zur Klangregelung hat der Controller?

Was das Mixen angeht, übernehmen die Level-Regler die Funktion der Kanalfader, ziehen diese also in Maximalstellung voll hoch. Zusätzlich steht der Crossfader zur Verfügung, der bei aktivierten Fade-FX je nach Software unterschiedliche Übergangseffekte bietet. Hier ist Algoriddim aufgrund der schieren Anzahl möglicher Fade-FX klar im Vorteil. Dazu ein paar Audiobeispiele.

Audio Samples
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Serato Fade FX djay Fade FX

Für die Klangregelung gibt es eine Kombifilter/LowQ-Kombination. Wer jetzt aufschreit, dem sei gesagt, dass auch manch teurer Rotary-Mixer im Kanal lediglich ein Filter anbietet und dies mitunter bei manchem User besser ankommt als eine komplett filterlose Hi-Low-Kombi mit zwei Drehreglern. Die hätte allerdings – würde man die Headphone Buttons neben die Fade-FX Taste setzen und die beiden Potis auf der rechten und linken Seite weiter oben platzieren – wohl auch Platz gehabt. 

Numark hat sich aber für eine anderen Lösung entschieden, denn ihr könnt zumindest den LowQ via Shift aktivieren, um die tiefen Frequenzen im Mix rauszunehmen. Das Umschalten ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber im Workflow schnell verinnerlicht. Und so hören sich die Kombifilter in Serato und Djay an.

Audio Samples
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Kombifilter in djay Kombifilter in Serato

Was leisten die Performance-Modi beim Numark Mixtrack Go?

Hier sind vier Performance-Tasten verbaut, aus Hartplastik und 15 mm groß, deren Funktion via „Modus“ durchgeschaltet wird. Die Modi sind: Hot Cue, Loops, Sampler, Stems (Drums, Bass, Harmonics, Vocals) und Pad-FX, die aktiviert sind, wenn Loop und Sampler gleichzeitig leuchten. Prima!

Zwei weitere Tasten, die Acapellas und Instrumentals generieren
Audio Samples
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djay Pad FX Serato Pad FX

Dazu gesellen sich noch zwei weitere Tasten, die Acapellas und Instrumentals aus den laufenden Tracks erzeugen. Damit haben angehende DJs eine ziemlich gut ausgestattete kreative Spielwiese an die Hand, die ihnen beim Mixen und Mashuppen gute Dienste leistet. Durch die dedizierten Zusatztasten kann man so auch ein Vocal extrahieren und loopen oder aus einem Track ein bestimmtes Acapella für einen Mix-Übergang im Loop generieren.

Smartphone und Tablet

Serato ist bekanntlich nicht für Smartphone und Tablet verfügbar, djay allerdings schon. Und so lässt sich diese App auch auf mobilen Endgeräten als DJ-Tool der Wahl einsetzen. Die Funktionen sind im Grunde identisch zur bereits erklärten Desktop-Edition.

Nicht nur bei den mobilen Endgeräten bietet sich die Option, via Bluetooth oder USB-C zu arbeiten. Wählt ihr USB-C, geht dies stärker zulasten des Akkus. Speist ihr den Controller via Powerbank und nehmt Bluetooth, könnt ihr dagegen nicht mit dem integrierten Audiointerface arbeiten, welches euch immerhin den Vorteil bietet, Preview und Master getrennt auszugeben.

Nichtsdestotrotz ist gerade im mobilen Szenario die Verwendung eines kompakten Controllers wie diesem und eines akkubetriebenen BT-Lautsprechers eine Option für eine unkomplizierte Party im Freien, die sicherlich ihre Anhänger finden wird. 

Die Verbindung mehrerer BT-Units (Kopfhörer, Box) oder eine Kombination aus Audiointerface und BT-Box für ein echtes Preview-Setting geht unter iOS nicht. Ansonsten steht djay for iPad via USB-C dem Laptop kaum nach. Die Performance stimmt ebenso, der Sound ist klar. Das wechselseitige optische Feedback erfolgt ebenso auf dem Fuß! Und klar: Die zusätzlichen Touch-Funktionen sind prima. Laptop-Djays wiederum können allerdings auch den Kopfhörer nutzen und trotzdem den Main-Out via Bluetooth ausgeben, was mit iPhone und iPad nicht klappt.

Fazit zum Numark Mixtrack Go Test

Wer als Hobby-DJ oder DJ-Anfänger nach einem kompakten DJ-Controller für unterwegs oder den Heimeinsatz bzw. das Üben am Schreibtisch sucht, für den hat Numark den Mixtrack Go im Portfolio. Das Gerät bietet grundlegende DJ-Mixfunktionen, kommt mit Bluetooth-MIDI sowie USB-C und versteht sich u. a. blendend mit Serato DJ Lite und Algoriddim Djay (LE). Es wartet mit einem 24-Bit/48-kHz-Audiointerface auf, das Ausgänge für Kopfhörer und Master bietet.

Der DJ-Controller lässt sich mit PC und Mac, Android und iOS/iPadOS verwenden, wodurch diverse Kombinationen möglich sind, beispielsweise auch mobile Party-Einsätze mit Powerbank und Bluetooth-Box. Numark Mixtrack Go ermöglicht einen unkomplizierten Einstieg in den DJ-Kosmos und kostet nicht die Welt. Das Feature-Angebot mit diversen Kreativ-Tools ist trotz des begrenzten Platzangebots gelungen und bringt einigen Spaß.

Features Numark Mixtrack Go

  • kompakter Controller mit Audio-Interface (Master- und Kopfhörerausgang) 
  • 24-Bit/48-kHz-Audio
  • Stems-Steuerung mit Pad-Modus sowie separaten Tasten für Instrumental- und Acapella-Versionen
  • Fade-FX – Mix-Effekte, die über den Crossfader aktiviert werden
  • Bluetooth-MIDI für kabelloses DJing mit kompatiblen Smartphones und Tablets
  • Jogwheels, Regler für Kanal-Lautstärke, Filter und Master-Gain
  • Dedizierte Pad-Modi für: Hot Cues, Loops, Sampler, Stems
  • Stromversorgung über USB-C (Computer, Tablet, Smartphone, Powerbank oder USB-Netzteil)
  • Bluetooth Low Energy (BLE) kompatibel mit Bluetooth 4.2 oder neuer
  • inklusive Breakout-Kabel
  • Preis 99,- Euro UVP

Numark – Website des Herstellers

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