Heute haben wir die Momitorboxen the box pro MonX A10, A12 und A15 zu Gast in der Testredaktion. PA-Leute und Musiker wissen bekanntlich: Bühnenmonitore sind so eine Sache. Klanglich sollen sie präzise und druckvoll sein, rückkopplungsarm im Zusammenspiel mit dem Mikrofon und möglichst wartungsarm auf langen Touren. Dazu kommt der Wunsch nach Flexibilität in der Anwendung. Mit der MonX-Serie schickt the box pro gleich drei neue aktive Bühnenmonitore ins Rennen: MonX A10, MonX A12 und den MonX A15. Alle drei teilen sich ein gemeinsames Konzept mit Koaxialtreiber, multifunktionalem Gehäuse und integriertem User-DSP. Sie unterscheiden sich vor allem in Tiefgang, Maximalpegel und Gehäusegröße. Ob die Monitore halten, was das Datenblatt verspricht, und welche Größe für welchen Job das Richtige ist, klärt dieser Test.

the box pro MonX – das Wichtigste in Kürze
- integrierter DSP mit 3-Band-EQ und Preset-Speicher
- durchstimmbarer Low Cut und Laufzeiten-Delay
- Koaxialtreiber für phasengenaue, homogene Abstrahlung
- LC-Display für übersichtliche Pegelkontrolle vor Ort
- robustes Holzgehäuse
- drei Größenklassen für unterschiedliche Einsatzszenarien
- gute Rückkopplungsfestigkeit
- sehr moderater Preis
- kein verriegelbarer Netzanschluss
Was ist im Lieferumfang?
Die the-box-pro-MonX-Testkandidaten kommen in stabilen Kartons mit Hartschaum-Inlays. Im Lieferumfang befinden sich der Monitor selbst sowie die übliche Dokumentation (Manual und Sicherheitshinweise). Ein Kaltgeräte-Netzkabel liegt ebenfalls bei. Optionales Zubehör wie Transporttaschen sind separat erhältlich. Die DSP-Bedienung erfolgt direkt am Gerät über das LC-Display, eine Bluetooth-Verbindung oder externe App sind nicht erhältlich.


Wie ist das Gehäuse der the box pro MonX beschaffen?
Das Gehäuse der MonX-Modelle besteht aus Holz und ist mit einer schwarzen Strukturlackierung versehen. Die klassische Keilform des Monitors ermöglicht den Einsatz sowohl flach auf dem Boden als Bühnenwedge als auch aufrecht auf einem Stativ dank des eingebauten Hochständerflansches – was ihn flexibel für Sidefill-Anwendungen oder als PA-Topteil macht. Die Gewichte sind für die jeweilige Größe angenehm niedrig: Der MonX A10 wiegt rund 11 kg, der A12 bringt 14 kg auf die Waage, und der A15 kommt auf etwa 19 kg. Das ist ein Bereich, in dem man noch ohne Hilfsmittel auskommt, zumindest beim A10 und A12. Das Metallgitter vor den Treibern ist solide befestigt und macht einen robusten Eindruck. Auf einer Gehäuseseite sitzt das Aktivmodul mit Anschlussfeld, LC-Display und Bedienreglern. Das Display ist gut lesbar, auch unter schwierigen Lichtverhältnissen auf der Bühne.



Welche Ein- und Ausgänge bietet die the box pro MonX?
Das Anschlussfeld für die MonX A12 & A15 bietet drei Eingänge/Kanäle: zwei XLR/Klinke-Kombibuchsen sowie einen 3,5-mm-Klinkeneingang für Zuspieler mit je einem Gain-Poti. Damit lässt sich der Monitor auch ohne zusätzliches Mischpult betreiben, etwa wenn ein Singer-Songwriter Mikrofon und Backing-Track gleichzeitig einspeisen möchte. Nur der kleine MonX A10 muss mit zwei Eingängen/Kanälen auskommen. Eingang A mit Miniklinke fiel dem Rotstift zum Opfer. Alle Modelle verfügen über einen XLR-Link-Ausgang, der die Signalweitergabe an weitere Monitore ermöglicht.



DSP-Ausstattung und Bedienung
Das Herzstück der the box pro MonX A10, A12 und A15 ist der integrierte DSP samt LC-Display. Diverse Funktionen lassen sich dort via Encoder abrufen, wie folgende Voicings (EQ-Presets): Music, Live, DJ, Speech, Drums, Git. Die beiden letzten Voicings entzerren die Monitore für den Einsatz als Box für die Wiedergabe von E-Drums oder als Gitarrenbox mit vorgeschaltetem Digital-Amp (z.B. Kemper, Quad Cortex usw.). Über den Push-Encoder lässt sich direkt am Gerät ein 3-Band-EQ mit parametrischen Mittenband einstellen. Für punktgenaues Filtern wird der EQ nicht ausreichen, aber um den Sound in eine gewünschte Richtung zu pushen, ist er mehr als ausreichend.
Besonders praktisch ist die Möglichkeit, (EQ-)Einstellungen als Presets zu speichern. Das ist auf der Bühne Gold wert: Wer auf verschiedenen Gigs immer wieder dieselben Mikrofone und Instrumente auf dem Monitor verwaltet, kann sich die einmal gefundene Einstellung abspeichern und beim nächsten Auftritt laden. Dazu kommt ein integrierter Limiter, der transparent im Hintergrund arbeitet und die Treiber vor Überlastung schützt. Die DSP-Ausstattung wird von einem durchstimmbaren Low Cut (bis 150 Hz) und einem Time Delay (bis 100 Meter!) abgerundet. Damit eignen sich die MonX-Boxen auch als Delay-Lautsprecher.































