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the box pro MonX A10, A12  und A15 Test

Heute haben wir die Momitorboxen the box pro MonX A10, A12  und A15 zu Gast in der Testredaktion. PA-Leute und Musiker wissen bekanntlich: Bühnenmonitore sind so eine Sache. Klanglich sollen sie präzise und druckvoll sein, rückkopplungsarm im Zusammenspiel mit dem Mikrofon und möglichst wartungsarm auf langen Touren. Dazu kommt der Wunsch nach Flexibilität in der Anwendung. Mit der MonX-Serie schickt the box pro gleich drei neue aktive Bühnenmonitore ins Rennen: MonX A10, MonX A12 und den MonX A15. Alle drei teilen sich ein gemeinsames Konzept mit Koaxialtreiber, multifunktionalem Gehäuse und integriertem User-DSP. Sie unterscheiden sich vor allem in Tiefgang, Maximalpegel und Gehäusegröße. Ob die Monitore halten, was das Datenblatt verspricht, und welche Größe für welchen Job das Richtige ist, klärt dieser Test.

the box pro MonX A10, A12 und A15 Test

the box pro MonX – das Wichtigste in Kürze

Unser Fazit:
5 / 5
Pro
  • integrierter DSP mit 3-Band-EQ und Preset-Speicher
  • durchstimmbarer Low Cut und Laufzeiten-Delay
  • Koaxialtreiber für phasengenaue, homogene Abstrahlung
  • LC-Display für übersichtliche Pegelkontrolle vor Ort
  • robustes Holzgehäuse
  • drei Größenklassen für unterschiedliche Einsatzszenarien
  • gute Rückkopplungsfestigkeit
  • sehr moderater Preis
Contra
  • kein verriegelbarer Netzanschluss

Quickfacts the box pro MonX A10, A12 und A15

  • Was ist die the box pro MonX Serie? Eine Familie aus drei aktiven 2-Wege-Bühnenmonitoren (10, 12 und 15 Zoll) mit Koaxialtreiber, DSP-Sektion und LC-Display, entwickelt als robuste, universell einsetzbare Monitoring-Lösung für den Live-Einsatz.
  • Über welche Ausstattung verfügen die Monitore? Alle drei Modelle arbeiten mit einem Koaxialtreiber (1,73-Zoll-Hochtöner, koaxial im Tieftöner montiert), Class-D-Endstufe für den Tieftöner und Class-AB-Verstärker für den Hochtöner, 350 Watt RMS Systemleistung sowie einem 3-Band-EQ mit Preset-Speicher. Maximaler Schalldruck: 126 dB (A10), 128 dB (A12) und 129 dB (A15); Frequenzgänge ab 65 Hz (A10), 55 Hz (A12) bzw. 50 Hz (A15).
  • Welche Besonderheiten bringt die the box pro MonX Serie mit? Der integrierte DSP ermöglicht per Push Encoder plus Display die direkte Kontrolle von EQ- und Preset-Einstellungen am Gerät. Das niedrige Grundrauschen und die gute Rückkopplungsfestigkeit machen die Monitore besonders für Vocal-Monitoring und akustische Anwendungen interessant.
  • Was sagt der Test? the box pro MonX A10, A12 und A15 sind drei multifunktionale Bühnenmonitore für unterschiedliche Anforderungen, die klanglich überzeugen, einfach zu bedienen sind und trotz des sehr moderaten Preises professionell performen. Volle Empfehlung.

Was ist im Lieferumfang?

Die the-box-pro-MonX-Testkandidaten kommen in stabilen Kartons mit Hartschaum-Inlays. Im Lieferumfang befinden sich der Monitor selbst sowie die übliche Dokumentation (Manual und Sicherheitshinweise). Ein Kaltgeräte-Netzkabel liegt ebenfalls bei. Optionales Zubehör wie Transporttaschen sind separat erhältlich. Die DSP-Bedienung erfolgt direkt am Gerät über das LC-Display, eine Bluetooth-Verbindung oder externe App sind nicht erhältlich.

Wie ist das Gehäuse der the box pro MonX beschaffen?

Das Gehäuse der MonX-Modelle besteht aus Holz und ist mit einer schwarzen Strukturlackierung versehen. Die klassische Keilform des Monitors ermöglicht den Einsatz sowohl flach auf dem Boden als Bühnenwedge als auch aufrecht auf einem Stativ dank des eingebauten Hochständerflansches – was ihn flexibel für Sidefill-Anwendungen oder als PA-Topteil macht. Die Gewichte sind für die jeweilige Größe angenehm niedrig: Der MonX A10 wiegt rund 11 kg, der A12 bringt 14 kg auf die Waage, und der A15 kommt auf etwa 19 kg. Das ist ein Bereich, in dem man noch ohne Hilfsmittel auskommt, zumindest beim A10 und A12. Das Metallgitter vor den Treibern ist solide befestigt und macht einen robusten Eindruck. Auf einer Gehäuseseite sitzt das Aktivmodul mit Anschlussfeld, LC-Display und Bedienreglern. Das Display ist gut lesbar, auch unter schwierigen Lichtverhältnissen auf der Bühne.

Welche Ein- und Ausgänge bietet die the box pro MonX?

Das Anschlussfeld für die MonX A12 & A15 bietet drei Eingänge/Kanäle: zwei XLR/Klinke-Kombibuchsen sowie einen 3,5-mm-Klinkeneingang für Zuspieler mit je einem Gain-Poti. Damit lässt sich der Monitor auch ohne zusätzliches Mischpult betreiben, etwa wenn ein Singer-Songwriter Mikrofon und Backing-Track gleichzeitig einspeisen möchte. Nur der kleine MonX A10 muss mit zwei Eingängen/Kanälen auskommen. Eingang A mit Miniklinke fiel dem Rotstift zum Opfer. Alle Modelle verfügen über einen XLR-Link-Ausgang, der die Signalweitergabe an weitere Monitore ermöglicht. 

DSP-Ausstattung und Bedienung

Das Herzstück der the box pro MonX A10, A12 und A15 ist der integrierte DSP samt LC-Display. Diverse Funktionen lassen sich dort via Encoder abrufen, wie folgende Voicings (EQ-Presets): Music, Live, DJ, Speech, Drums, Git. Die beiden letzten Voicings entzerren die Monitore für den Einsatz als Box für die Wiedergabe von E-Drums oder als Gitarrenbox mit vorgeschaltetem Digital-Amp (z.B. Kemper, Quad Cortex usw.). Über den Push-Encoder lässt sich direkt am Gerät ein 3-Band-EQ mit parametrischen Mittenband einstellen. Für punktgenaues Filtern wird der EQ nicht ausreichen, aber um den Sound in eine gewünschte Richtung zu pushen, ist er mehr als ausreichend. 

Besonders praktisch ist die Möglichkeit, (EQ-)Einstellungen als Presets zu speichern. Das ist auf der Bühne Gold wert: Wer auf verschiedenen Gigs immer wieder dieselben Mikrofone und Instrumente auf dem Monitor verwaltet, kann sich die einmal gefundene Einstellung abspeichern und beim nächsten Auftritt laden. Dazu kommt ein integrierter Limiter, der transparent im Hintergrund arbeitet und die Treiber vor Überlastung schützt. Die DSP-Ausstattung wird von einem durchstimmbaren Low Cut (bis 150 Hz) und einem Time Delay (bis 100 Meter!) abgerundet. Damit eignen sich die MonX-Boxen auch als Delay-Lautsprecher. 

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the box pro MonX im Praxischeck

Im Betrieb fällt als Erstes das niedrige Grundrauschen auf. Wer schon günstigere Bühnenmonitore unter stillen Saalbedingungen betrieben hat, kennt das Problem des Eigenrauschens. Bei den the box pro MonX kann ich in puncto Rauschen Entwarnung geben. Das ist in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich und ein deutlicher Pluspunkt für alle, die ihre Monitore auch in ruhigerer Umgebung einsetzen – etwa bei Jazz-Konzerten, Akustik-Gigs oder Theaterproduktionen. Einen störenden Lüfter gibt es ebenfalls nicht zu vernehmen. 

Im Praxistest mit einem Shure SM58 zeigte sich der MonX A12 sehr gutmütig: Bei einer Gain-Stellung von circa 13 Uhr lassen sich die Monitore bei kräftigem Gesang bis zur Limiter-Schwelle bewegen, ohne dass es Probleme mit Feedback gibt. Das sollte auch bei lauteren Backlines in puncto Lautstärke ausreichen, um sich als Sänger auf der Bühne durchzusetzen. Mit weiterem EQ-Einsatz (Einpfeifen) lassen sich noch einige dB mehr erzielen, um so die Kopplungsgrenze noch weiter anzuheben. Zur Lautstärke: Grenzenlos ist sie nicht – das gilt für alle drei Modelle und ist in dieser Klasse ehrlich gesagt nicht anders zu erwarten. Wer als Frontsänger einer laut rockenden Band vor einer Wand aus Marshall-Stacks und Ampeg-SVTs steht, der könnte auch mit dem MonX A15 an die Grenzen gelangen. Für die meisten Praxissituationen allerdings – Singer-Songwriter, Akustikensembles, Coverbands, semiprofessionelle Gigs – reicht die Lautstärke locker aus.

Die drei Modelle ergänzen sich sinnvoll

Der MonX A10 ist die erste Wahl für reine Sprachbeschallung, Jazzbands oder akustische Ensembles, bei denen es weniger um Bassdruck und Lautstärke als um Präsenz und Verständlichkeit geht. MonX A12 ist der Allrounder der Familie und empfiehlt sich besonders für Lead-Gesang und Lead-Instrumente, auch bei lauteren Band-Backlines. Der MonX A15 schließlich ist die erste Wahl für Monitoring-Jobs, bei denen Bass-Drum, Bass, DJs oder Keyboards im Monitor-Mix landen. Also überall da, wo ein Low-End auf dem Wedge gefordert ist.

Der Koaxialtreiber sorgt für eine homogene Abstrahlung: Hoch- und Tiefmitteltöner spielen physisch vom gleichen Punkt, was bedeutet, dass das Klangbild über den Abstrahlbereich gleichmäßiger bleibt als bei Systemen mit separatem Hoch- und Tieftöner. Wer sich vor und seitlich vom Monitor bewegt, merkt, dass der Klang stabil bleibt. Schade ist nur, dass man den MonX Kandidaten keinen verriegelbaren Netzanschluss verpasst hat. Im normalen Live-Betrieb ist das kein großes Problem, im Verleihbetrieb würden die meisten User wohl eine gesicherte Verbindung wie PowerCon bevorzugen.

Einsatzgebiete und typische Anwender

the box pro MonX A10, A12 und A15 richten sich an Musiker, Tontechniker und Bands, die zuverlässige Bühnenmonitore zu einem Dispo-freundlichen Preis-Leistungs-Verhältnis suchen. Für Singer-Songwriter und Duos, die ihr eigenes Monitoring mitbringen, ist der kompakte MonX A10 eine pragmatische Lösung. Schulen, Verleiher im Einstiegssegment und Vereine finden mit der Serie gleich drei solide Optionen für ihre Veranstaltungen. Dank Laufzeiten-Delay und Hochständerflansch ist der Einsatz des Trios nicht nur auf das Monitoring beschränkt, auch als PA-Box oder Delay Speaker lassen sich die Kandidaten verwenden. Ansonsten wäre meine Empfehlung: A10 für Sänger auf kleineren Positionen, A12 als Standard-Wedge und A15 für Drummer und Bassisten.

the box pro MonX – mögliche Alternativen (Beispiel: the box pro MonX A12)

Ausstattungsmerkmalthe box pro MonX A12dB Technologies FMX 12LD Systems MON 12 A G3
Bestückung12″/1,73″ Koaxial12″/1″ Koaxial12″/1″ Koaxial
VerstärkerClass D (LF) + Class AB (HF)Class DClass D
Leistung RMS / Peak350 W RMSca. 600 W RMS / 1.200 W Peak300 W RMS / 1.200 W Peak
Max. SPL128 dB128 dB127 dB
Frequenzbereich55 – 20.000 Hz52 – 19.000 Hz (-10 dB)55 – 20.000 Hz
Abstrahlwinkel (H x V)90° x 90°60° x 90°50° x 90°
DSP / EQ3-Band-EQ, Limiter, Presets, LC-DisplayDSP mit acht Presets und LimiterDynX DSP, 3-Band-EQ, Notch-Filter, 4 Presets, Delay
NetzkabelKaltgeräteanschlussKaltgeräteanschlussPowerCon (verriegelbar)
Eingänge2 x XLR/Klinke-Kombi + 3,5 mm1 x XLR2 x XLR/Klinke-Kombi
AusgangXLR Link OutXLR Link Out2 x XLR Link Out + PowerCon Out
Gewicht14 kg13,9 kgca. 17,4 kg
Preis (Thomann, ca.)419,- Euro529,- Euro579,- Euro
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Fazit zum the box pro MonX A10, A12 und A15 Test

Die the box pro MonX A10, A12 und A15 sind drei gut durchdachte aktive Bühnenmonitore, die zeigen, dass ein moderater Preis und solide Praxistauglichkeit kein Widerspruch sein müssen. Das niedrige Grundrauschen, der intuitiv bedienbare DSP mit EQ-Preset-Speicher, Low Cut, Laufzeiten-Delay und die gute Rückkopplungsfestigkeit machen die MonX-Serie zu einer empfehlenswerten Wahl für die meisten Monitoring-Situationen im Live-Alltag. Der Koaxialtreiber sorgt für ein homogenes Klangbild, die Gehäuse sind robust, und die Bedienung über das hintergrundbeleuchtete Display ist selbsterklärend. Der einzige Kritikpunkt – der fehlende verriegelbare Netzanschluss – ist für den normalen Veranstaltungsbetrieb verschmerzbar, auch wenn ein gesicherter Anschluss bei einem professionellen Bühnenmonitor wünschenswert wäre. Ansonsten gibt es wenig zu meckern: Die MonX-Serie ist universell einsetzbar und zu einem moderaten Preis erhältlich. Volle Empfehlung.

the box pro MonX A10 / A12 / A15 – Features

  • aktive 2-Wege-Bühnenmonitore in drei Größenklassen: 10″, 12″, 15″
  • Koaxialtreiber: 1,73″ Hochtöner koaxial 
  • Verstärker: Class D (Tiefton) + Class AB (Hochton)
  • Systemleistung: 350 Watt RMS bei allen drei Modellen
  • max. SPL: 126 dB (A10) / 128 dB (A12) / 129 dB (A15)
  • Frequenzbereich: 65 – 20.000 Hz (A10) / 55 – 20.000 Hz (A12) / 50 –20.000 Hz (A15)
  • Abstrahlwinkel (H x V): 90° x 90°
  • DSP: 3-Band-EQ, Preset-Speicher, Limiter, Low Cut, Time Delay
  • LC-Display für EQ- und Pegelanzeige
  • Eingänge: 2 x XLR/Klinke-Kombi + 1 x 3,5-mm-Klinke
  • Ausgang: 1 x XLR Link Out
  • Eingebauter Stativflansch für aufrechten Betrieb
  • Gehäuse: Holz, schwarze Strukturlackierung
  • Gewicht: ca. 11 kg (A10) / 14 kg (A12) / ca. 19 kg (A15)
  • Farbe: Schwarz
  • Preise: 
  • the box pro MonX A10: 398,- Euro, 
  • the box pro MonX A12: 419,- 
  • the box pro MonX A15: 449,-
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