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The Box Pro Mon A15 Test

In diesem Review sehen wir uns den The Box Pro Mon A15 im Rahmen unseres Testmarathons für E-Drum-Monitore an. Grundsätzlich ist der aktive Zweiwege-Monitor kein ausgewiesener Spezialist für das elektronisch erzeugte Bumm-Tschack eines E-Drumsets, sondern ein ganz einfacher Floormonitor für Proberaum und Bühne. Doch davon wollen wir uns nicht abhalten lassen!  

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Mit seinem 15-Zoll-Tieftöner setzt sich der Mon A15 recht eindeutig von den restlichen Kandidaten unseres Testmarathons ab, denn diese kommen in der Regel in 10er- oder 12er-Ausführungen. Das verspricht eine ordentliche Portion Punch, und prinzipiell könnte man es fast als unfair empfinden, Lautsprecher mit so unterschiedlichen Konfigurationen gegeneinander antreten zu lassen. Wenn man den günstigen Straßenpreis von 298 Euro miteinbezieht, erscheint ein Vergleich aber nicht nur gerechtfertigt, sondern er drängt sich sogar förmlich auf. Der Mon A15 ist um genau einen Euro günstiger als der auf E-Drums spezialisierte Roland PM-10, und wie er sich gegenüber diesem und den anderen Konkurrenten schlägt, sehen wir im Test.

Details

Jenseits des Wohnzimmers

Der Mon A15 ist mit seinen stolzen 19,5 kg das Schwergewicht unter den Kandidaten unseres Testmarathons. Auch mit seinen Maßen von 61 cm x 54,5 cm x 36,5 cm wirkt die Box für ein Wohnzimmer oder kleines Musikzimmer schon recht überdimensioniert. Das massive Gehäuse ist eindeutig bühnentauglich und wirkt nahezu unkaputtbar. Mit einer Ausgangsleistung von satten 450 Watt zeigt die „dicke MonA“ der auf E-Drums spezialisierten Konkurrenz recht eindeutig, wo der Hammer hängt. Wer in einer Mietwohnung ab und an ein wenig E-Drums spielen will und auf den Hausfrieden bedacht ist, der wird hier eindeutig überversorgt. Für laute Proben oder das Monitoring auf der Bühne scheint die Box mit ihrer Power dagegen genau richtig.

Hinter dem Boxengitter sitzen ein 15-Zoll-Tieftöner und ein 1-Zoll-Hochtöner in koaxialer Anordnung.
Hinter dem Boxengitter sitzen ein 15-Zoll-Tieftöner und ein 1-Zoll-Hochtöner in koaxialer Anordnung.

Floormonitor oder kleine FOH-Box

Für das Personal Monitoring von E-Drums fühlt sich der Mon A15 am wohlsten, wenn er seitlich auf dem Boden mit ein wenig Abstand zum Schlagzeughocker positioniert wird. Mit seinem Stativflansch kann er aber auch wie eine kleine FOH-Box vertikal auf einem handelsüblichen Boxenständer montiert werden, was in Proberäumen oder gar bei kleinen Konzerten durchaus Sinn machen kann. In diesem Fall wird die eigentlich rechte Seite der Box mit den Anschlüssen und Bedienelementen allerdings zur Oberseite, und vor allem wenn der Mon A15 in luftige Höhen gehievt wird, leidet darunter die direkte Bedienbarkeit. 

Fotostrecke: 2 Bilder Auf der linken Seite findet sich ein Stativflansch.

Fotostrecke

Konzentriert auf das Wesentliche

Der Mon A15 bietet einen einzelnen Eingang in Form einer Klinke/XLR-Combobuchse, der für Signale auf Line-Pegel konzipiert ist. Der direkte Anschluss eines Mikrofons, wie es zum Beispiel bei The Box MA120 MKII möglich ist, wird hier also zu keinen befriedigenden Ergebnissen führen, aber dazu ist die Box eben nicht ausgelegt. Zur Verwendung mit einem E-Drumset nutzt man ein Klinkenkabel, um den L/Mono-Ausgang des Soundmoduls mit dem Eingang des Mon A15 zu verbinden – fertig. Falls dabei Brummen auftritt, sollte der kleine Ground/Lift-Taster, der sich in direkter Nachbarschaft des Eingangs befindet, Abhilfe schaffen. Zum Vermeiden von Verzerrungen bei zu hohem Pegel wurde zudem ein Limiter integriert, dessen Aktivität sich über die Signal/Limit-LED erkennen lässt. Sobald ein Signal anliegt, leuchtet das kleine Lämpchen grün, bei Limiter-Einsatz (den es zu vermeiden gilt) leuchtet es rot.

Auf der rechten Seite ist das Panel mit den Anschlüssen und Bedienelementen untergebracht.
Auf der rechten Seite ist das Panel mit den Anschlüssen und Bedienelementen untergebracht.

Dass die Box keinen weiteren Line-Eingang für sonstige Wiedergabegeräte wie Smartphones, Tablets oder vielleicht auch einen Walkman bietet, lässt sich locker verschmerzen, wenn das Soundmodul des E-Drumsets mit einem entsprechenden Eingang ausgestattet ist – und dem ist in fast allen Fällen so. Was es in Hinblick auf Anschlüsse noch gibt, ist ein Link-Ausgang im reinen XLR-Format, der das Eingangssignal unabhängig vom Lautstärkeregler des Mon A15 durchschleift. Dies funktioniert auch, wenn die Box abgeschaltet ist.

Am Link-Ausgang werden Eingangssignale direkt durchgeschleift.
Am Link-Ausgang werden Eingangssignale direkt durchgeschleift.

Was man etwas deutlicher als einen zusätzlichen Eingang vermissen könnte, ist eine Klangregelung zum grundlegenden Formen des Frequenzgangs. Auch dies lässt sich im Fall mancher E-Drumsets zwar intern regeln, andererseits dürfte der Bedarf an einem solchen Feature nicht allzu hoch sein, wenn die Box von vornherein gut klingt. Einen milden, aber wahrnehmbaren Einfluss auf den Frequenzgang hat ein kleiner Taster, mit dem man zwischen zwei Modi für den Betrieb als FOH- oder Monitor-Box umschalten kann. Vor allem wird im Monitor-Modus eine Feedback-Unterdrückung aktiviert, nebenbei wird aber auch der Gesamtklang etwas schlanker. Als E-Drum-Monitor macht sich der Mon A15 im FOH-Modus am besten.

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