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Test: T-Rex TwinBlaze – Wie vielseitig ist das dänische Röhren-Distortion-Pedal?

Mit dem T-Rex TwinBlaze präsentiert der Effektspezialist aus dem dänischen Vejle ein duales Röhren-Distortion-Pedal, das auf eine 12AX7A-Vorstufenröhre setzt. Das handgefertigte Pedal bietet zwei separat einstellbare Kanäle mit jeweils eigenem Crunch- und Lead-Modus sowie einer üppigen Klangregelung. Dazu kommen ein schaltbarer 20-dB-Clean-Boost und ein frequenzkorrigierter Ausgang, der das TwinBlaze auch für Recordings oder Live-Anwendungen interessant macht.

T-Rex TwinBlaze bonedo Test
Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • authentische Overdrive-Sounds mit britischer Grundtendenz
  • ausgezeichnete Dynamik
  • zwei Kanäle mit jeweils Crunch- und Lead-Modus
  • schaltbarer 20-dB-Clean-Boost
  • tadellose Verarbeitung
Contra
  • Crunch-Modus bietet wenig Gain-Reserven
  • Speaker-Simulation eher funktional

T-Rex TwinBlaze – Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist das T-Rex TwinBlaze? Das TwinBlaze ist ein zweikanaliges Röhren-Distortion-Pedal mit einer 12AX7A-Röhre und zusätzlichem Speaker-Simulation-Ausgang.
  • Die wichtigsten Features des T-Rex TwinBlaze Das T-Rex TwinBlaze bietet zwei identische Kanäle mit Gain-, Bass-, Middle-, Treble-, Presence- und Level-Reglern. Beide Kanäle verfügen jeweils über einen Crunch- und Lead-Modus. Zusätzlich steht ein schaltbarer 20-dB-Clean-Boost bereit.
  • Kann man beide Kanäle separat nutzen? Die Kanäle A und B lassen sich separat anwählen und unabhängig voneinander einstellen. 
  • Für wen eignet sich das T-Rex TwinBlaze? Das Pedal eignet sich vor allem für Player, die ein flexibles, amp-artiges Zerrpedal für Blues, Classic Rock und Hard Rock suchen. Für Metal-Fans ist es aufgrund der moderaten Gain-Reserven und der eher britischen Klangauslegung weniger geeignet.
  • Was sagt der Test? Das T-Rex TwinBlaze überzeugt als hochwertig verarbeitetes und dynamisches Röhren-Zerrpedal, das mit seinen zwei Kanälen und dem schaltbaren Boost vor allem warme Low- bis Mid-Gain-Sounds für Classic Rock und Blues bedient. Wer moderne Metal-Sounds mit viel Gain sucht, ist hier weniger gut aufgehoben, während traditionelle Rock-Player ein flexibles, amp-artiges Pedal erhalten.

Wie wird das T-Rex TwinBlaze bedient?

Das T-Rex TwinBlaze präsentiert sich in einem olivgrünen Metallgehäuse mit den Maßen 186 × 120 × 58 mm (B × T × H). Die Bedienoberfläche ist trittsicher abgesenkt und bietet in zwei Reihen die Einstellmöglichkeiten für die beiden identischen Kanäle A und B. Hier finden sich jeweils Potis für Gain, Bass, Middle, Treble, Presence und Level. Pro Kanal steht zusätzlich ein Crunch/Lead-Schalter bereit. Rechts befindet sich ein einzelner Regler für einen Clean-Boost, der das Signal um bis zu 20 dB anhebt. 

Kanal A, Kanal B und Boost werden per Fußschalter aktiviert. An der Stirnseite warten Ein- und Ausgang sowie ein zweiter für die Speaker-Simulation. Darüber hinaus ist hier der Eingang für das mitgelieferte 12-V-Netzteil untergebracht, das dem Pedal bis zu 500 mA anbietet.

Fotostrecke: 4 Bilder Das T-Rex TwinBlaze ist ein zweikanaliges Röhren-Distortion-Pedal mit einer 12AX7A-Röhre.
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So wird das T-Rex TwinBlaze getestet

Für die Soundfiles spiele ich das T-Rex TwinBlaze in einen cleanen Fender Bassman von 1973, der über die Impulse Response eines 4×12″ Celestion Greenback Cabinets geschickt wird. Zum Abklären der Speaker-Simulation stöpsle ich das Pedal direkt in mein Audiointerface, eine RME Fireface UFX. Die verwendeten Gitarren werden jeweils angegeben.

Crunch-Sounds mit britischem Charakter: Das T-Rex TwinBlaze in der Praxis

Das T-Rex TwinBlaze bietet zwei identisch aufgebaute Kanäle, die sich mit unterschiedlichen Settings betreiben lassen und einen einkanaligen Amp gewissermaßen zum Dreikanaler erweitern können. Spielt man den Crunch-Modus in einem mittleren Setting, fällt schnell auf, dass der Namenszusatz „Distortion“ hier etwas irreführend ist. Klanglich bewegt sich das Pedal dort eher im Bereich eines Low-Gain-Overdrives mit warmer, amp-artiger Grundtendenz, britischem Charakter und direkter Ansprache. Gerade mit schwächeren Single-Coils muss der Gain-Regler für einen satten Rock-Rhythmus-Sound schon sehr bemüht werden. Ein Hauch mehr Gain-Reserven wäre hier sicher nicht verkehrt gewesen. Nichtsdestotrotz: Classic-Rock-Sounds und bluesige Klänge setzt das TwinBlaze vorbildlich um.

T-Rex TwinBlaze Soundcheck: Rock-Leads statt Modern Metal

Wechselt man in den Lead-Modus, legt das Pedal ein ordentliches Pfund an Zerre nach. Die britische DNA und die tolle Dynamik bleiben erhalten, während das sehr effektiv arbeitende Tone-Stack weitreichende Eingriffe erlaubt. Auch hier bleibt das TwinBlaze klar im Classic- bis 80s-Rock-Segment verhaftet und entwickelt sich nie wirklich zu einem modernen Metal-Pedal. Dafür fehlen letztlich die Gain-Reserven, und auch die Mitten bleiben stets leicht Marshall-artig geprägt, was ich als durchaus positiv empfinde. Der Boost arbeitet ebenfalls tadellos und ist eher als Pegelanhebung denn als zusätzlicher Zerr-Boost zu verstehen. Dennoch eignet er sich hervorragend, um Leadsounds im Bandgefüge nach vorne zu holen.

Audio Samples
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Pedal Off/On – Mid-Setting – Stratocaster Low-Gain – Crunch-Mode – Stratocaster Medium-Gain – Crunch-Mode – Les Paul High-Gain – Lead-Mode – Les Paul Crunch/Lead Switch – Les Paul Dynapick – Les Paul Lead-Sounds – Les Paul Boost-Check – Les Paul

Direkt ins Interface: Der Speaker-Sim-Ausgang des T-Rex TwinBlaze

Dass das TwinBlaze mit einem separaten Speaker-Simulation-Out ausgestattet ist, ist ein klarer Bonus und erweitert das Einsatzgebiet des Pedals sehr praxisnah. Allerdings muss man klar sagen, dass die Qualität der analogen Frequenzkorrektur nicht wirklich an das Niveau moderner Impulsantworten heranreicht. Um kurze Ideen festzuhalten, unterwegs unkompliziert aufzunehmen oder als Notlösung, falls der Amp einmal Probleme bereitet, eignet sich die Speaker-Simulation jedoch tadellos.

Audio Samples
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Speaker-Sim-Out – Crunch – Stratocaster Speaker-Sim-Out – Lead – Les Paul
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Fazit

Das T-Rex TwinBlaze punktet als hochwertig verarbeitetes und dynamisches Röhren-Zerrpedal. Die duale Auslegung und der schaltbare Boost sorgen für große Flexibilität und können ein bestehendes Amp-Setup um zusätzliche Zerrkanäle erweitern. Klanglich zeigt es sich weniger als modernes High-Gain- oder Metal-Pedal, sondern vielmehr als amp-artiger Overdrive mit warmer, britischer Grundtendenz. Besonders Low- bis Mid-Gain-Crunch-Sounds, Classic- und 80s-Rock-Rhythmen sowie bluesige Leads gelingen überzeugend, auch wenn der Crunch-Modus für meinen Geschmack ruhig etwas heißer hätte abgestimmt werden können.

Die Klangregelung arbeitet sehr effektiv und erlaubt weitreichende Eingriffe, während der Boost als Pegelanhebung für Soli eine gute Figur macht. Der Speaker-Sim-Ausgang ist eine tolle Dreingabe, reicht klanglich aber nicht an moderne Impulsantworten heran. Für schnelle Aufnahmen oder als Notlösung ist er dennoch ein praktisches Feature. Wer hohe Gain-Reserven oder moderne Metal-Sounds sucht, wird hier weniger glücklich. Für traditionelle Rock-Player ist das TwinBlaze jedoch eine absolut überzeugende und flexible Lösung.

Artikelbild
Twinblaze Tube Distortion
Für 295,00€ bei
  • Hersteller: T-Rex
  • Name: TwinBlaze
  • Typ: duales Röhren-Distortion-Pedal
  • Herstellungsland: Dänemark
  • Röhre: 12AX7A
  • Kanäle: 2
  • Regler: Boost-Level und je Kanal Gain, Bass, Middle, Treble, Presence, Level Schalter: Channel A, Channel B, Boost (Fußschalter), 2x Crunch/Lead
  • Anschlüsse: Input, Output, Speaker-Sim-Out, Netzteileingang (12 V) Stromaufnahme: 500 mA
  • Batteriebetrieb: nein
  • Abmessungen: 186 × 120 × 58 mm (B × T × H)
  • Gewicht: 740 g
  • Ladenpreis: 295,00 Euro (Juli 2026)

Herstellerseite: https://www.t-rex-effects.com/

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