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Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Talking Heads: „Psycho Killer“

Heute geht es um ein hervorragendes Beispiel für eine simple Bassline, die mit wenig Mitteln das Maximum in Sachen Struktur, Dynamik und Feeling erreicht. Zudem ist natürlich jeder Song, der mit dem Bass startet, prinzipiell ein guter Song. Die Rede ist von „Psycho Killer“, dem sicherlich größten Hit der Kultband Talking Heads. „Kult“ ist natürlich ebenfalls deren Bassistin Tina Weymouth, welche für unser heutiges Studienobjekt verantwortlich ist. „Psycho Killer“ erschien 1977 auf dem Debütalbum mit dem Titel „77“. Der große Erfolg blieb zunächst aus, aber „Psycho Killer“ wurde über die Jahrzehnte zum Teil der Popkultur, auch weil er immer wieder in Filmen oder Serien auftaucht. Erst vor einiger Zeit wurde ein aktuelles Video zu dem Song veröffentlicht, welches auf YouTube einige Wellen schlug.

Psycho Killer Talking Heads
In diesem Workshop erlernst du die Bassline zum Song “Psycho Killer” von den Talking Heads, gespielt von Tina Weymouth.

„Psycho Killer“ – Video

Hier zunächst wie immer der originale Song mit dem aktuellem Video:

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Wie ist die Bassline von „Psycho Killer“ rhythmisch aufgebaut?

Staccato und legato gespielte Viertelnoten sowie einige Achtel sind nicht viele Zutaten – doch bekanntlich benötigen wohlschmeckende Gerichte nicht viele Komponenten. Die Wirkung beziehungsweise das Feeling, das Tina mit diesen drei Zutaten im Zusammenspiel mit den anderen Bandmitgliedern erzeugt, passt einfach perfekt zum Titel des Songs: Man kann förmlich spüren, dass man sich im Kopf eines gestressten oder psychisch gestörten Menschen befindet, der permanent unter Druck steht.

Während der Vers fast ausschließlich mit den kurzen Vierteln auskommt, wechselt Tina im Chorus zu einer Kombination aus einer langen Viertel und zwei Achteln, um für mehr Fluss im Vergleich zu dem „Stop And Go“-Feeling der Strophe zu sorgen. Trotzdem bleibt der grundlegende Vibe aber noch ausreichend erhalten. Das Spiel mit unterschiedlichen Längen der gleichen Notenwerte ist hier ganz entscheidend – manchmal braucht es einfach nicht mehr für eine wirkungsvolle Bassline!

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Aus welchem Tonmaterial besteht die Basslinie von „Psycho Killer“?

Ähnlich unspektakulär, aber auch ähnlich wirkungsvoll geht es beim Tonmaterial zu: Intro und Vers beschränken sich hauptsächlich auf den Grundton A, gegen Ende der zwei Takte langen Phrase gesellen sich noch die Quinte und die Septime des zugrundeliegenden A-Moll-Akkordes dazu, was in der Summe eine sehr intensive Stimmung erzeugt.

Im Chorus kommen zum Grundton der Akkorde F-Dur und G-Dur noch jeweils die Sexte und die Quinte dazu. Diese aus der Dur-Pentatonik stammenden Töne sorgen für einen etwas fröhlicheren Vibe und setzen im Vergleich zum Vers für etwas andere Klangfarben. Auch in der Bridge greift Tina auf die Pentatonik zurück. Wie schon bei der Rhythmik schafft es Tina hier abermals, den Song mit wenigen Mitteln zu strukturieren und dynamisch aufzubauen.

“77” von Talking Heads erschien – man ahnt es bereits – im Jahr 1977.

Wie erreicht man den Basssound von „Psycho Killer“?

Tina nutzte bei Talking Heads natürlich verschiedene Instrumente. In der Anfangsphase wurde sie aber hauptsächlich mit einem Höfner 500/2 gesehen – besser bekannt als „Club Bass“. Dieser scheint mir auch bei der Aufnahme zu „Psycho Killer“ zum Einsatz gekommen sein. Bestückt ist das Instrument höchstwahrscheinlich mit Flatwound-Saiten, welche Tina nah der Brücke anschlägt.

Der Sound ist eher von tiefen Mitten geprägt, Low End und Höhen finden weniger statt – heute würde man wohl von einem lupenreinen „Vintage-Sound“ sprechen. Der Rest der Signalkette – also welcher Verstärker und welche Box im Einsatz waren – ist leider schwierig nachzuvollziehen. Diese sind aber auch definitiv nicht so entscheidend wie Tina, ihr Anschlag, der Bass, sowie die Saiten.

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„Psycho Killer“ (Bassline) – Transkription

Auf geht’s – hier findet ihr die Bassline von „Psycho Killer“ von den Talking Heads:

Audio Samples
0:00
„Psycho Killer“ – Bassline – WAV

Viel Spaß und bis zum nächsten Mal, euer Thomas Meinlschmidt

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