Mit der Ibanez IC420MFM erweitert der japanische Hersteller die legendäre Iceman-Modellreihe und bringt sie in Sachen Holz und Hardware auf den aktuellen Stand. Und das zu einem recht erschwinglichen Kurs. Die Iceman wurde 1975 vorgestellt und war das erste Modell von Ibanez mit einer eigens designten Korpusform. Bekannt wurde die Gitarre später vor allem durch Paul Stanley (Kiss). Angelehnt an Explorer oder Firebird präsentiert sich die Iceman schnörkellos mit zwei Humbuckern und einer festen Brücke. Was unsere Testkandidatin, die Ibanez IC420MFM, im Detail auszeichnet und in welcher Umgebung sie sich am wohlsten fühlt, hat dieser Test herausgefunden.

- Hals bestens bespielbar
- Hals & Saitenlage ab Werk sauber eingestellt
- warmer Grundsound
- satte Overdrive-Sounds
- Zerrgrad über Volume-Regler feinfühlig regelbar
- hochwertige Hardware
- keins
Was macht die Ibanez IC420MFM besonders?
Auf den ersten Blick sticht natürlich das extravagante Body-Shaping der Iceman ins Auge. Sehr klassisch und edel wirkt das Low-Gloss-Finish in Caramel-Burst, das zum Rand hin dunkel wird und mit einem schwarz-cremefarbenen Binding abschließt. Dazu passt auch die komplett vergoldete Hardware. Alternativ ist die Gitarre in einem weniger traditionellen Transparent Blue Gradation erhältlich. Was allerdings traditionell bleibt, ist die Bestückung mit zwei Humbuckern und vier Reglern. Und die lässt auf satte Rocksounds hoffen.

Hat die Ibanez IC420MFM typische Eigenschaften?
Grundsätzlich kann man die Ibanez IC420MFM als typisches Rockbrett mit traditioneller Bestückung und einem eigenständigen Korpusdesign bezeichnen. Eine feste Brücke im Tune-O-Matic-Stil inklusive Stopbar zum Einfädeln der Saiten ist üblicherweise Garant für die problemlose Nutzung aller möglichen Tunings. Das gilt auch für tiefere Stimmungen. Sogar bei Drop-C hatte die tiefe E-Saite noch genug Spannung für schnelleres Riffing.
Optik und Haptik passen ebenfalls. Letztere vor allem wegen der etwas dünneren Lackschicht, die an der Halsrückseite für einen sehr angenehmen Griff sorgt. Im Gegensatz zu manchen dickeren Lackierungen gleitet die Hand hier entspannt über die gesamte Länge, was vor allem bei schnellen Lagenwechseln äußerst vorteilhaft ist. Eine weitere Kleinigkeit, die man ebenfalls schnell zu schätzen lernt, ist die Gummierung der Volume- und Tone-Regler. Sie sorgt für einen sicheren und präzisen Dreh.

Wie spielt sich die Ibanez IC420MFM?
Halsneigung und Saitenlage sind ab Werk sauber eingestellt, wobei zwischen Griffbrett und Saiten noch eine gesunde Portion Luft passt. Das heißt, dass es auch bei beherztem Plektrumeinsatz nicht gleich schnarrt. Die Bünde sind sauber abgerichtet und poliert, sodass die Gitarre spielbereit aus dem Gigbag kommt – Inbusschlüssel und Schraubendreher bleiben im Werkzeugkasten. Eine Tatsache, die in dieser Preisklasse nicht unbedingt selbstverständlich ist.
Entspricht das Angebot dem Preis?
Optisch macht die Gitarre einen tadellosen Eindruck und die Voreinstellung ist, wie sie sein soll. Und auch klanglich liefert die Ibanez IC420MFM das, was man von ihr erwartet: Ein sattes, vielseitiges Rockbrett, das überall dort einsetzbar ist, wo verzerrte Gitarrensounds dominieren, und das seinen Preis von rund 750 Euro absolut rechtfertigt.



