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OXI Instruments One MKII Test

Mit OXI One MKII liefert OXI Instruments einen schlanken Step-Sequencer, der acht üppige Spuren, viele Performance- und Kompositionsmöglichkeiten sowie einen eingebauten Akku elegant vereint. Die hochwertige Verarbeitung inklusive acht CV/Gate-Anschlüssen machen ihn zum absoluten Machtzentrum, das kürzlich Software Update 2.0 erhielt.

OXI Instruments One MKII Test
Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • Sehr flexibler Hardware-Sequencer
  • Kompakter, hochwertig verarbeiteter Formfaktor
  • Viele Performance- und Kompositionsmöglichkeiten
Contra
  • Symbolik und Beschriftung könnten eindeutiger sein
  • Keine USB-Host-Funktion

Highlights OXI Instruments One MKII

  • Acht Tracks mit bis zu 128 Steps pro Pattern
  • Stabiler Akku-Betrieb für mobiles Producing und Live-Performance
  • kompakter Formfaktor mit enormer Anschlussvielfalt: MIDI, USB-C, Bluetooth MIDI sowie CV/Gate, PIPE-Anbindung für Eurorack
  • verschiede Sequencer-Modi für Mono-, Poly-, Drum- und Chord-Sequencing, generative Stochastic- und Matricial-Modi für kreative Patterns
  • mit Firmware 2.0 kamen polyphoner Stage-Sequencer SAGA, DOMINO mit getrennt nutzbaren Trigger- und Notenebenen, sowie MIDI Player zur Wiedergabe von Standard-MIDI-Files hinzu

DETAILS

8 Tracks, 128-Steps und 8×17 Pads

Der OXI One MKII ist ein schlanker Hardware-Sequenzer ohne Klangerzeugung. Er bietet acht Spuren mit bis zu 128 Steps pro Pattern sowie acht Noten pro Step und Spur. Über MIDI, USB, Bluetooth sowie CV/Gate lassen sich externe Klangerzeuger gezielt, umfangreich und gleichzeitig ansteuern.

OXI Instruments One MKII mit MacBook
Controller der Extraklasse: OXI Instruments One MKII – hier neben einem 14-Zoll MacBook Pro.

Den integrierten Akku lädt man über USB-C; er hält angenehm lange durch. Projekte legt der OXI One MKII auf MicroSD ab.

Herzstück des Bedienkonzept ist eine 8×17-Pad-Matrix mit 136 Gummi-Tastern, die weder Anschlags- noch Druckempfindlich ist, aber durchaus fein reagiert und übersichtlich beleuchtet ist. Links sitzt das kleine Display, vier Push-Encoder sowie jede Menge Umschalter und Funktionstasten.

Standalone CV/MIDI-Stepper

Auf acht Spuren stehen nun verschiedene Sequencer-Modi bereit: Die ersten lassen monophone oder polyphone Instrumente (max. 7 Voices) abbilden. Chords sind separat möglich, genauso wie Multi- und Drumkits mit max. 8 Voices. Alles programmiert man intuitiv im Lauflicht-Stil; Keyboard-Mode und Arpeggiator ergänzen den Workflow.

Display und Encoder
Die vier Push-Encoder unter dem Display ragen etwas heraus. Das wirkt sich auch auf das etwas dickere, mitgelieferte Case aus.

Hinzukommen experimentelle Kompositionsansätze: Darunter ein Stochastic- und „Matricial“-Modi zur generativen Notenerzeugung. Mit FW-Update 2.0 sind außerdem DOMINO, SAGA und MIDI-Player hinzugekommen. So arbeitet der SAGA beispielsweise mit musikalischen Abschnitten bzw. Stages, die sich für längere, entwickelnde Sequenzen eignen, anstatt in klassischen Pattern- oder Taktgrenzen zu denken.

DOMINO wiederum trennt ganz old-school-mäßig die Trigger- und Notenebene voneinander, wodurch sich besonders gut rhythmische Variationen erzeugen lassen, ohne die eigentliche Notenfolge neu programmieren zu müssen. Der MIDI Player erweitert den OXI One MKII um die Möglichkeit, Standard-MIDI-Files direkt wiederzugeben. So lassen sich vorbereitete MIDI-Sequenzen, Skizzen oder komplette Parts in den Hardware-Workflow integrieren.

Noch mehr Features

Swing, Repeat & Retrigger, Probability, Gate, Tie, Velocity – all das gibt es individuell per Track oder global und mischt sich besonders gut mit den vielen kreativeren Sequenzer-Modes. Hinzukommen individuelle Startpunkte und Längen pro Spur, logisch.

Der Arranger erlaubt zudem Song-Strukturen, sodass sich Patterns zu Intros, Verses, Refrains oder Outros organisieren und abspielen lassen. Gleichzeitig passt der Arranger auch gut zu Live-Setups: Bestimmte Patterns können endlos loopen, während man das Arrangement manuell steuert.

Geniales Stück Technik mit Breakout

Dazu überzeugt die Hardware in allen Belangen: die Gummitaster drücken sich präzise und mit wenig Widerstand, sind elegant beleuchtet und gut RGB-kodiert. Zudem stehen zwei Gummi-Varianten zur Farbauswahl: Black und Nostalgia. Der Unterschied: wieviel Gummi tatsächlich leuchten kann.

Farbauswahl: Black und Nostalgia.
OXI One gibt es in zwei Farben Black und Nostalgia (rechts).

Das Metallgehäuse wirkt auch sehr stabil, der Formfaktor ist absolut handlich, schlank und gut ausbalanciert. Größere Pads wären cool, würden aber zwangsläufig zu einem deutlich größeren Gehäuse führen. Insofern ist das hier ein optimaler Kompromiss. Hervorzuheben ist nochmals die Anschlussvielfalt: MIDI In/Out, Sync In/Out, CV In sowie acht separate CV- und acht separate Gate-Ausgänge.

Der zusätzliche PIPE-Anschluss ermöglicht zudem über ein Mini-HDMI-Kabel den Anschluss eines optionalen Eurorack-Moduls, das sämtliche CV/Gate-Signale inklusive Clock und Reset nochmal auf 6TE bereitstellt!

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OXI Instruments Pipe MKII
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OXI Instruments Split MKII
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Ebenfalls cool ist der Splitt MKII, der aus dem Miniklinke-MIDI-Out proprietär sechs MIDI-Ausgänge zaubert! Tatsächlich adressieren lassen sich so fette 16x (A bis F) = 96 Kanäle, über USB gibt es dreimal 16 Kanäle. Genug, würde ich sagen.

Die Anschlüsse
Links außen befindet sich der USB-C. Oben dann zahlreiche Mini-Klinken für MIDI, Clock und CV/Gate. Pipe liefert via Mini-HDMI eine Eurorack-Breakout-Box für CV/Gates/Clocks & Co. Ein MIDI Splitter mit sechs Ausgängen ist optional erhältlich.
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Praxis: OXI One MKII

Positiv fällt auf, wie gut sich Step-Werte wie Velocity und Gate direkt am Gerät schreiben lassen. Gerade klassische Mono-Sequenzer-Arbeit geht dadurch angenehm schnell von der Hand. Praktisch ist außerdem, dass für alle acht Tracks auch acht CV/Gate-Ausgänge bereitstehen – im Idealfall also eine Spur pro monophonem CV/Gate-Ausgang.

Praxis: OXI One MKII Taster und Beschriftungen
Die Symbole und Beschriftungen der Pads sind nicht direkt selbsterklärend.

Darüber hinaus taugt der OXI One MKII als alternatives Kompositionswerkzeug: Statt eine Sequenz komplett auf einer Spur aufzubauen, verteilt man musikalische Bestandteile auf mehrere Tracks: die Bassnote auf eine Mono-Spur, die Akkorde auf eine Chord-Spur, zusätzliche Top-Notes auf eine dritte Spur. So lassen sich einzelne Elemente muten, variieren oder gegeneinander verschieben.

Dadurch entsteht ein performativer Zugriff auf das Arrangement. Man zerlegt eine musikalische Idee in einzelne Schichten und kann diese live neu kombinieren, ausdünnen oder verdichten. Das fühlt sich spielerischer an als klassisches Arbeiten am Computer, wo solche Eingriffe ebenfalls möglich sind, aber weniger Live-Charakter haben.

Gleichzeitig sollte man sich bewusst machen, dass das Editieren besonders dichter MIDI-Clips am OXI auch schnell mühsam werden kann. In solchen Fällen ist der Computer klar im Vorteil – zumal sich Material jederzeit dorthin zurück-kopieren lässt.

Vollgepacktes Feature-Set

Nicht immer intuitiv ist, welcher Regler gerade für die im Display angezeigte Funktion zuständig ist. Hier wäre doppelte Belegungen wie bei Rolands TR-1000 gut gewesen. Auch ein größeres Display, idealerweise auf Breite der Encoder, hätte der Übersichtlichkeit gutgetan. Vor allem aber die Symbolbeschriftungen könnten im Alltag eindeutiger sein.

Kurz gesagt: wirklich selbsterklärend ist der OXI One MKII nicht immer. Das Handbuch ist in diesem Zusammenhang grundsätzlich lobenswert, zumal es viele Videos einbindet. Davon könnten sich andere Hersteller durchaus eine Scheibe abschneiden. Trotzdem: die reine Stichwortsuche für Ungeduldige ist nicht immer zielführend.

Bluetooth

Ein paar Eigenheiten bleiben ebenfalls. Der Power-Taster reagiert recht flink, wodurch man das Gerät schneller ausschaltet, als einem lieb ist. Wer den OXI One MKII drahtlos per Bluetooth MIDI nutzt, muss nach dem Ausschalten häufig die Verbindung zum Computer neu aufbauen. In Ableton Live kann das bedeuten, dass Live neu gestartet werden muss, bis alles wieder sauber erkannt wird.

Das ist nicht direkt dem OXI anzulasten, sollte aber erwähnt werden, da BLE-MIDI in der Praxis zwar sehr komfortabel ist, aber auch nicht immer unkompliziert funktioniert. Hier muss man immer indivduell prüfen wie tight die Verbindung ist.

Mit Firmware 2.0 wurde der OXI One MKII deutlich erweitert: Neu sind u.a. die drei Sequenzer-Modi SAGA, DOMINO und MIDI Player.

OXI weist auch selbst darauf hin, dass Bluetooth-MIDI je nach Gerät herausfordernd sein kann und für manche Setups ein zusätzlicher MIDI-Dongle wie CME WIDI Master, WIDI Jack oder WIDI Host die stabilere Lösung darstellt. Eine USB-Host-Funktion wäre in diesem Zusammenhang ebenfalls wünschenswert gewesen.

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FAZIT: OXI One MKII Test

Mit dem OXI One MKII liefert OXI Instruments einen beeindruckend flexiblen Hardware-Sequencer, der acht Tracks, umfangreiche MIDI- und CV/Gate-Anbindung sowie einen integrierten Akku in ein schlankes Gehäuse packt.

In der Praxis überzeugt der OXI One MKII besonders dort, wo Ideen in einzelne Schichten zerlegt, live variiert und neu kombiniert werden sollen. Mono-Bass, Chords, Top-Notes, Drum- oder Modulationsspuren lassen sich getrennt behandeln und performativ muten, verschieben oder verdichten.

Auch die Hardware macht einen exzellenten Eindruck: Das flache Metallgehäuse wirkt sehr stabil, die beleuchtete Pad-Matrix ist übersichtlich, und die Anschlussvielfalt mit MIDI, USB-C, Bluetooth, CV/Gate, PIPE-Anbindung und optionalem MIDI-Splitter ist in dieser kompakten Form bemerkenswert.

Mit Firmware 2.0 wurde das Konzept nochmals erweitert. SAGA, DOMINO und MIDI Player öffnen neue Wege für längere, entwickelnde Sequenzen, polymetrische Trigger-/Noten-Kombinationen und die Wiedergabe vorbereiteter Standard-MIDI-Files. Dazu kommen Chord-Funktionen, MIDI-LFOs, Modulationsmöglichkeiten und Presets für externes Gear.

Ganz ohne Einarbeitung geht das allerdings nicht. Die Symbolik ist nicht immer selbsterklärend, das kleine Display stößt bei der Funktionsdichte an Grenzen, und besonders dichte MIDI-Clips lassen sich am Computer weiterhin komfortabler editieren.

Unterm Strich ist der OXI One MKII kein simpler Lauflicht-Sequencer, sondern ein performatives Sequencing-Instrument und eine starke Steuerzentrale für Hardware-Setups. Wer schnelle Pattern, generative Ideen, modulare Anbindung und Live-Performance miteinander verbinden möchte, bekommt hier ein außergewöhnlich vielseitiges Werkzeug mit viel kreativem Potenzial.

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OXI Instruments One MKII Black Edition
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Kundenbewertung:
(10)

Features

  • Hardware-Sequencer ohne eigene Klangerzeugung
  • Acht Tracks mit bis zu 128 Steps pro Pattern, bis zu acht Noten pro Step und Spur
  • Sequencer-Modi für Mono-, Poly-, Chord-, Multi- und Drum-Sequencing, Generative Stochastic- und Matricial-Modi, Firmware 2.0 mit SAGA, DOMINO und MIDI Player
  • SAGA für längere, entwickelnde Stage-Sequenzen, DOMINO mit getrennten Trigger- und Notenebenen, MIDI Player zur Wiedergabe von Standard-MIDI-Files
  • 8×17-Pad-Matrix mit 136 beleuchteten Gummi-Tastern, vier Push-Encoder, Display sowie zahlreiche Funktions- und Modus-Taster
  • Individuelle Step-Werte wie Velocity, Gate, Tie, Repeat, Retrigger und Probability
  • Swing, Track-Längen und Startpunkte pro Spur, Arpeggiator und Keyboard-Mode, Chord-Funktionen, Custom Poly Chords und MIDI-LFOs
  • Arranger für Song-Strukturen und Live-Pattern-Organisation
  • MIDI In/Out, USB-C, Bluetooth MIDI, Sync In/Out und CV In, acht separate CV- und acht separate Gate-Ausgänge
  • PIPE-Anschluss für optionale Eurorack-Breakout-Anbindung, optionaler SPLIT MKII für sechs zusätzliche MIDI-Ausgänge
  • Integrierter Akku für mobilen Betrieb, Projektspeicherung auf MicroSD, Stabiles, flaches Metallgehäuse
  • PREIS: 899 €
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