Arturiahat es schon wieder getan. Nach dem Freeware-Tool Analog Lab Play gibt es nun auch eine kostenlose Version des Software-Synths Pigments, die ein ähnliches Konzept verfolgt. Damit dürfte Arturia Pigments Play bereits jetzt zu den Freeware-Highlights des Jahres zählen.

- Klingt fantastisch
- 100 hochwertige Presets fallen sehr unterschiedlich aus
- 68 Filter-Modes und 20 Effekte klingen super
- Vier Macros
DETAILS & PRAXIS
Schnelle Installation und Freischaltung
Du bekommst das Plugin auf der Webseite des Herstellers, der Installer wird automatisch beim Aufrufen der Seite heruntergeladen. Beim ersten Start wird nach einem Account verlangt, du kannst dich direkt aus dem Plugin heraus einloggen oder von dort aus einen neuen Account erstellen. Anschließend muss mit einem weiteren Click noch eine Lizenz für Pigments Play angefordert werden. Den Synth gibt es ab Windows 10 und macOS 10.11, in den Formaten VST2, AU, AAX und als Standalone. Unter Windows werden keine ARM-Prozessoren unterstützt.
Genau wie beim letzten Freeware-Release des Herstellers reduziert auch Arturia Pigments Play die entsprechende Vollversion auf das Play-Tab des Plugins. Um sich dennoch Appetit holen zu können, vermag der User die Tabs Synth, FX und SEQ zwar aufrufen, nutzen kann er sie aber nicht.

Die Klangerzeugung bietet zwei Engines mit jeweils fünf Optionen. Analog und Harmonic verzichten auf verschiedene Quellen, Modal bietet dagegen die beiden Modi Beam und String. Über Wavetable und Sample kann man auf hunderte freigeschaltete Audio-Dateien zurückgreifen, eigene lassen sich ebenfalls importieren. Das Utility-Modul legt zudem drei Oszillatoren frei: Noise 1, Noise 2 und Sub.
Der klangliche Einfluss findet bei Pigments Play unter anderem über zwei Filtermodule mit insgesamt 68 Typen statt. Hinzu kommen vier Macros, die bei jedem Preset unterschiedlich belegt sind, beispielsweise mit Timbre, Space, Squelch, Detune, Lofi oder Self Resonance. Das gleiche gilt auch für die beiden Effektmodule, in die drei von insgesamt 20 Effekten wie Compressor, Multi Filter, Distortion oder Reverb geladen werden können. All diese Möglichkeiten führt Arturia in 100 integrierten Presets vor.
Fantastischer Sound beeindruckt
Pigments Play klingt einfach super. So gut wie alle der 100 Presets sind on point, mir haben es aber besonders die komplexeren Exemplare angetan. So zum Beispiel Acoustic Drops, das aleatorisch geprägt ist und mehrere Instrumente in ein zufällig erscheinendes Muster einbindet. Iron Tremors erinnert nicht nur stilistisch an Hans Zimmer und seine Soundtracks zur Dune-Reihe, es klingt auch genauso hochwertig. The Passage ist ein faszinierendes Synth-Pad mit organischem Touch, das auch beide Noise-Oszillatoren einsetzt, während Utopia mit seinem metallischen Geräusch perfekt für einen Action-Thriller geeignet ist.
FAZIT Arturia Pigments Play
Klanglich ist Arturia Pigments Play makellos. Die Presets sind hochwertig und erstaunlich vielseitig, die 68 Filter-Modi und die insgesamt 20 Effekte klingen ebenfalls fantastisch. Trotz der großen Limitierungen erlauben die freigeschalteten Features durchaus eigenes Sounddesign, das aber hauptsächlich von der Möglichkeit lebt, eigene Samples und Wavetables importieren zu können. Natürlich ist das Freeware-Plugin als Honey Trap angelegt, aber schließlich muss man sich ja auch mal was gönnen. Pigments Play wird definitiv den einen oder anderen Benutzer zum Kauf der Vollversion verführen.
FEatures
- Play View
- 100 Presets
- Vier Macros
- Insgesamt 20 Effekte
- 5 Syntheseformen
- 68 Filter-Modes
- Überarbeiteter Preset-Browser
- Kostenloser Content wird zukünftig ergänzt
- Ab Windows 10 und macOS 10.11
- erhältliche Formate: VST2, AU, AAX und Standalone
- * Preis
- Arturia Pigments Play: kostenlos























