Nakst Altitude Test: fetter Freeware-Synth!

Bisher hat uns Nakstmit mehreren Freeware-Plugins verwöhnt, die alle auf unterschiedliche Klangerzeugung gesetzt haben. ExtraBold, Recency und Apricot hatten aber auch eines gemeinsam: Alle drei Synthesizer überzeugten mit einem unkomplizierten Workflow und einem fantastischen Sound. Nächstes Freeware-Kapitel in der Herstellergeschichte: Nakst Altitude.

Nakst Altitude Test Bedienoberfläche
Unser Fazit:
0 / 5
Pro
  • Brutaler Sound
  • Vier Sample-Layer mit Datei-Import und Randomizer
  • Riesiges Modulationspotential
  • Vier Macros mit zwei X/Y-Pads und 20 Effekte
  • Mehr als 300 Presets
Contra
  • kein Contra

 

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DETAILS & PRAXIS

Windows-User wieder auf CLAP beschränkt 

Während ihr alle Infos zum Plugin auf der Webseite des Herstellers findet, bekommt ihr den Installer nur über die Itch-Präsenz von Nakst. Altitude gibt es dort ab Windows 7, macOS 10.13 und Linux mit glibc 2.22 oder höher. Windows-User müssen sich erneut wieder nur mit den Plugin-Formaten CLAP und FL native begnügen, während Apple-Usern AU zur Verfügung steht. Über den Clap-Wrapper könnt ihr Altitude bridgen. Bitwig, Reaper, FL Studio und Studio Pro unterstützen das CLAP-Format bereits jetzt. Als Stand-alone ist der Synth auf allen drei Betriebssystemen einsetzbar.     

Funktional schöpft Altitude aus dem Vollen

Anders als die anderen Instrumente des Herstellers war Nakst bislang kostenpflichtig, steht ab jetzt aber allen Usern als Freeware zur Verfügung. Die Optik ist grundsätzlich vertraut, während sich die Paid-DNA vor allem in der beeindruckenden Ausstattung des Plugins zeigt.

Optisch erinnert das Interface von Altitude an die anderen Instrumente des Herstellers.
Nakst Altitude: Gewöhnte Optik trifft auf massive Ausstattung. 

Die mächtige achtteilige Klangerzeugung geht eine spannende Symbiose mit vier virtuell analogen Oszillatoren und vier Sample-Layern ein. Erstere bieten jeweils die vier Wellenformen Sinus, Dreieck, Sägezahn und Rechteck, während sich in die Sample-Layer eigene Dateien importieren lassen. Hinzu kommen 15 FM-Quellen, drei Unison-Modi und Key-Mapping. Die Einstellungen aller acht Klangerzeuger lassen sich zudem per Zufall generieren.            

Es folgen zwei Filtermodule mit jeweils 16 Typen und vier Modi. Modulationen gelingen über vier herkömmliche Hüllkurven, vier Rechen- und zwei Step-Module, vier LFOs und eine Modulationsmatrix mit 46 Quellen und 21 Zielen. Ihr könnt mehrere Parameter in vier Macros zusammenfassen und über zwei X/Y-Pads steuern. Und dann sind da noch zwei FX-Module mit jeweils vier Slots, die sich alle per Hand oder Zufall mit einem der 20 Effekte bestücken lassen. Außerdem gibt’s zwei Step-Sequencer mit variabler Länge und integrierten Arpeggiatoren.                               

Auf die Zwölf, die Sechste!

Auch wenn Nakst bei seinen Synthesizern auf unterschiedliche Verfahren der Klangerzeugung setzt, haben bisher alle mit brachialem und durchsetzungsfähigem Sound überzeugt. Und auch Altitude macht da keine Ausnahme: Viele Presets gehen voll auf die Zwölf und lassen Producer unweigerlich fragen: „Wie soll ich diese Power im Mix unterbringen?“ Das Trancegate wirkt durch das ausgeklügelte Echo noch größer, während der anschließende Brass-Sound durch das Noise-Sample enorm an Charakter und Wirkung gewinnt. Das Lead-Preset Crystals nutzt komplexe Zeitmodulationen, gefolgt von einem riesigen Jupiter-Sound mit tollem Hall.        

Audio Samples
0:00
01 To Tell Me 02 Bit of Brass 03 Crystals 04 Jupiter

FAZITNakst Altitude Test

Nakst Altitude ist ein Hybrid-Synth der Superlative und stellt einen wohltuenden Gegenpol zu einer Welt dar, in der alles immer teurer wird. Die Ausstattung des Plugins ist beeindruckend – angefangen bei der opulenten Klangerzeugung inklusive Datei-Import und Randomizer über die beiden Filtermodule bis hin zum riesigen Modulationspotential durch Hüllkurven, Rechen- und Step-Module, LFOs und Modulationsmatrix. Außerdem auf der üppigen Habenseite: vier Macros samt X/Y-Pads, 20 Effekte samt Randomizer und deutlich mehr als 300 Presets. Klanglich folgt Altitude der Hau-drauf-und-Schluss-Philosophie des Herstellers, wodurch der Synth unheimlich viel Spaß macht. Ein absolutes Freeware-Muss!           

Features

  • Zwei Filter 
  • Fünf Hüllkurven
  • Sechs Modulatoren
  • Vier LFOs
  • Modulationsmatrix
  • Zwei X/Y-Pads
  • 20 Effekte
  • 335 Presets
  • Vier Oszillatoren
  • Vier Sample Layers
  • Randomizer für Klangerzeugung und Effekte
  • Skalierbares Interface
  • Ab Windows 7, macOS 10.13 und Linux ab glibc 2.22
  • Formate: CLAP, FL Studio native, AU und Standalone
  • WEBSEITE: nakst.itch.io/altitude
  • PREIS: Nakst Altitude ist kostenlos
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