Unter dem Motto âRaw Analog Drum Powerâ prĂ€sentiert Baby Audio Tekno ein modernes Drum-Synthesizer-Plugin fĂŒr ausgesprochen elektronisch-synthetische Sounds. Zahlreiche charakterstarke Algorithmen, jede Menge moderne Effekte und eine globale Humanize-Funktion liefern so flinke Beats und perkussive Strukturen.

Tekno ist das dritte Instrument der Kalifornier rund um Casper Bock. Nach dem virtuell-analogen BA-1, der den legendÀren Yamaha Yamaha CS01 auf Basis von Analog-Modeling emuliert, und Atoms, einem modernen Physical-Modeling-Synthesizer, ist ein synthetisches Drum-Plugin wie Tekno der konsequente nÀchste Schritt.
Neben ihren Klangerzeugern hat Baby Audio aber auch mehrere spannende Effekt-Plugins im Portfolio â darunter den Smooth Operator (eine Art Sooth-Alternative), das Macro-FX-Plugin fĂŒr ĂbergĂ€nge Transit 2 sowie den experimentellen Vocal-Transformer Humanoid.
- Druckvoller, moderner Synth-Drumsound ohne Samples
- Intuitives Interface, praxisnahe Parameter
- Smart-Randomizer & Humanize-Funktion
- Effektsektion pro Instrument, stimmig integriert
- 73 durchdachte Factory-Kits
- Solo/Mute-States etwas schwer erkennbar
DETAILS & PRAXIS
Allgemeines
Tekno ist ein frei-skalierbares Instrument-Plugin fĂŒr macOS und Windows, verfĂŒgbar in den 64-Bit-Formaten VST, AU und AAX sowie als Stand-Alone-Variante.

Es bietet bis zu 18 Instrumente bzw. Stimmen fĂŒr Drum-Synthese, welche sich allesamt ĂŒber MIDI-Noten direkt ansteuern lassen. FĂŒr mehr Ăbersicht und Komfort stehen gleich zwei Key-Ranges zur VerfĂŒgung â C1âF2 und C3âF4.
Analoge Drums, refined
Einfache analoge Drum-Synths bildeten das Herz vieler legendĂ€rer Drum Machines. Was einst als âunrealistischâ galt, wurde schnell zum Fundament elektronischer Tanzmusik â mit synthetischen Kicks, Snares und Percussion, die unmittelbaren Druck und prĂ€zisen Snap lieferten.
Das Tekno-Plugin knĂŒpft daran an, versteht sich jedoch nicht als Retro-Replikat mit Vintage-GUI, sondern als zeitgemĂ€Ăes Werkzeug fĂŒr moderne Drum-Sound-Synthese mit effektiver Plugin-Bedienung.
18 Instrumente mit angepassten FX
Insgesamt bietet Tekno so zwei unterschiedliche Kick-Engines, zwei Snares, drei HiHats sowie elf weitere perkussive Begleiter wie Toms, Congas, Rims und Claps.

Die vollstĂ€ndig samplefreie Klangerzeugung bleibt angenehm ĂŒbersichtlich: Jeder Soundgenerator verfĂŒgt zunĂ€chst ĂŒber fĂŒnf zentrale Hauptparameter, die sich nach der Auswahl des Instruments unten rechts im Plugin zeigen. Daneben finden sich die Einstellungen fĂŒr die Channel-Effekte und Mixer.
Wer tiefer eintauchen möchte, findet nach dem Aufklappen eine Vielzahl weiterfĂŒhrender Spezialparameter fĂŒr prĂ€zises Feintuning. DarĂŒber hinaus bietet Tekno eine umfangreiche Effektsektion, deren Module allesamt instrumentenspezifisch vor-konfiguriert sind.

So verfĂŒgt der Kick-Algorithmus ĂŒber praktikabel Subharmonics, wĂ€hrend die HiHats per Ringmodulation ihren Crunch erhalten. ErgĂ€nzend stehen je nach Instrument weitere Effekte wie Exciter, Compressor, Saturator, Transient Shaper, Filter und mehr bereit â praxisnah abgestimmt und direkt im Workflow integrierbar.
Einen Reverb erreicht man mit dem Send-Regler pro Instrument. Final lĂ€uft das alles im Mix zusammen, inklusive Limiter, Ducker, Filter sowie ĂŒbersichtlichen Mixer.

Die WĂŒrfel sind gefallen
Auch das von anderen Baby-Audio-Plugins bekannte Randomize-Feature ist mit an Bord. Ăber das kleine WĂŒrfel-Symbol lassen sich gezielt einzelne Bereiche oder Preset â neu wĂŒrfelnâ â ideal, um fernab der Presets frische Inspiration zu finden.
So können wahlweise die Synthese-Parameter einzelner Instrumente oder die jeweilige Effektsektion per Zufallsgenerator neu kombiniert werden â schnell, musikalisch und ĂŒberraschend effektiv.
Wie klingt es?
Tekno orientiert sich an den Klassiker, klingt aber nicht identisch und liefert so neue Sounds. Insgesamt erinnert mich das Plugin auch stark an den Sound des Microtonic von Sonic Charge: Klar synthetisch, aber schön druckvoll.
Auch die Drive-Effekte sind gut und liefern echt laute Beats, die allesamt auch schön geclipped werden können. Hierzu ein paar Beispiele, fĂŒr eigene Experimente lohnt es sich aber auf alle FĂ€lle auch die Demo auszuprobieren!
Fazit â Test Baby Audio Tekno
Mit Tekno liefert Baby Audio ein modernen Drum-Synthesizer-Plugin, das markant-synthetische Sounds liefert. Die 18 vollstĂ€ndig samplefreien Engines decken alles ab â von Kick, Snare und Clap bis zu experimentellen Percussion- und FX-Sounds. Der Workflow ist angenehm direkt: ĂŒbersichtliches Interface, intuitive Parameter, und eine effektive FX-Sektion, welche pro Instrument bereits sinnvoll vorkonfiguriert ist. Die Humanize-Funktion und der Randomizer mit WĂŒrfel-Symbol machen SpaĂ und liefern kreative Ergebnisse jenseits klassischer Preset-Abnutzung. Klanglich positioniert sich Tekno klar im synthetischen Lager â irgendwo zwischen Roland-Inspiration und Microtonic-Charme. Tekno ist damit kein Vintage-Nachbau, sondern ein modernes Drum-Synth-Tool, das elektronische Musikproduktion um ein kreatives, flexibles und charakterstarkes Instrument bereichert.
Features

- 18 Drum-Engines fĂŒr Kick, Snare, Clap, Percussion & FX
- Samplefreie Synthese mit individuellen Parametern pro Instrument
- Humanize-Funktion fĂŒr lebendige Grooves
- Smart Randomizer mit gezieltem âWĂŒrfelnâ einzelner Sektionen
- Integrierte Effektsektion (Compressor, Saturator, Filter, Transient Shaper, Reverb u. a.)
- Globaler Mixer mit Panorama, Gain, Ducking & Limiter
- 73 Factory Kits von renommierten Sounddesignern
- Standalone- und Plugin-Version (VST / AU / AAX, 64-Bit)
- Frei skalierbare GUI, MIDI-steuerbar, Dual-Key-Range (C1âF2, C3âF4)
- PREIS: âŹÂ 75,- (StraĂenpreis am 27. Oktober 2025)
























Robert I. sagt:
#1 - 27.10.2025 um 18:00 Uhr
Da ist ein kleiner, aber nicht ganz unerheblicher Fehler im Einleitungstext: Der BA-01 ist keine SH-101 Emulation, sondern eine des Yamaha CS-01. Vor allem da der CS01 meines Wissens nach rein digitale VCOs hat schon eine etwas andere Kategorie - Baby Audio haben da ja auch stark drauf geachtet den etwas plastikhaften Charakter einzufangen.
Felix Klostermann sagt:
#1.1 - 27.10.2025 um 19:14 Uhr
mea culpa, ich habe es gefixed :-) Danke fĂŒr deinen Hinweis, Robert!
Antwort auf #1 von Robert I.
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenRobert I. sagt:
#2 - 27.10.2025 um 18:00 Uhr
Da ist ein kleiner, aber nicht ganz unerheblicher Fehler im Einleitungstext: Der BA-01 ist keine SH-101 Emulation, sondern eine des Yamaha CS-01. Vor allem da der CS01 meines Wissens nach rein digitale VCOs hat schon eine etwas andere Kategorie - Baby Audio haben da ja auch stark drauf geachtet den etwas plastikhaften Charakter einzufangen.
MartY ATARI sagt:
#3 - 28.10.2025 um 04:53 Uhr
hab mich gewundert. liebe den cs01. aber das ist ein analog Synth. Quelle zu dem digitalen vco?