D16 Group hat mit PunchBox 2 die zweite Generation seines Kick-Design-Instruments veröffentlicht. Das Plugin kombiniert Synthese, Sample-basierte Layer, Wavetable-Klangerzeugung, tiefgehende Modulation und eine eingebaute Effektsektion in einem Tool, das speziell für den Kick-Sound entwickelt wurde. Aber was hat die neue Version drauf?

D16 Group PunchBox 2: Alle Infos zum neuen Kick-Synthesizer
PunchBox 2: Die Hybrid-Engine für den perfekten Kick
Im Zentrum von PunchBox 2 stehen vier flexible Generatoren. Drei universelle Sample-Layer liefern die unterstützenden Elemente des Sounds, während der zentrale Kick-Generator gleich fünf Engine-Modi mitbringt: Sample, 909, 808, 606 und Wavetable. Damit lassen sich klassischer Drum-Machine-Charakter, eigene Samples und moderne synthetische Texturen überraschend präzise miteinander verschmelzen: Sounddesign par excellence!
Wavetables, Presets und eine riesige Sound-Library
Die Wavetable-Engine ist neu und macht aus PunchBox 2 mehr als nur einen weiteren 808/909-Klon. Hier lassen sich synthetische, moderne und richtig unkonventionelle Kick-Charaktere bauen, die mit klassischen Drum-Machine-Sounds nicht mehr viel zu tun haben. Dazu kommt eine ordentliche Portion Klangmaterial, 1.506 Samples, 1.120 Master-Presets, 243 Kick-Presets, 66 Wavetables und eigene Preset-Bänke für die Effekte.

FX-Rack, Patchbay und Pitch Detection
PunchBox 2 bringt eine eingebaute Effektsektion mit Bitcrusher, Distortion, Filter, Equalizer, Mono Bass, Limiter und Soft Clip mit. Über das neue Patchbay-Config-System stehen zehn verschiedene Routing-Typen zur Verfügung, mit denen sich der Signalfluss innerhalb des FX-Racks frei gestalten lässt. Eine Echtzeit-Pitch-Detection erleichtert das Tunen des Kicks direkt im Plugin, und der überarbeitete Advanced Editor zeigt eine Echtzeit-Wellenform-Vorschau samt mehrstufiger Hüllkurven für die Feinarbeit über die Zeit.
Workflow: Sticky Sample Browser und Wave Export
Auch beim Workflow hat sich D16 Group einiges einfallen lassen. Der neue Sticky Sample Browser erlaubt schnelles Durchsuchen, Anhören und Laden von Samples, ohne dass der Workflow dabei unterbrochen wird. Per Drag’n’Drop lässt sich der aktuelle Sound zudem direkt als Wave-Datei in die DAW exportieren. Das klingt perfekt für meinen Workflow. Dazu kommt Multi-Output-Routing mit fünf Stereo-Ausgängen, praktisch für alle, die ihre Layer einzeln weiterverarbeiten wollen.
Fazit
Ich muss zugeben, ich bin schon länger Fan vom ursprünglichen PunchBox, das Plugin hat bei mir seit Jahren einen festen Platz als Drum-Modul in meiner DAW. Genau deshalb freut es mich umso mehr, dass D16 Group mit der zweiten Version nicht einfach nur ein Preset-Update abgeliefert hat, sondern mit Wavetable-Engine, Patchbay-System und Pitch Detection wirklich substanzielle neue Werkzeuge nachlegt. Wer schon mit dem Original gearbeitet hat, dürfte sich hier sofort zurechtfinden, bekommt aber gleichzeitig spürbar mehr geboten. Sehr schön!
Preis und Verfügbarkeit
D16 Group PunchBox 2 kostet zurzeit in der Einführungsphase 79 Euro (anstatt 99 Euro) und ist ab sofort bei Plugin Boutique* oder hier bei Thomann* erhältlich.
Weitere Informationen
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