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Kaufberater: Die besten Grooveboxen (2022) für Liveacts, DJs und Studio

Als 1996 die MC-303 auf den Markt kam, eine Kombination aus Drummachine, Synthesizern und Hardware-Sequencer, nannte Roland dieses Produkt „Groovebox“ und definierte damit ein neues Musikinstrumentengenre. Viele Jahre lang brachten Roland und andere Firmen wie Yamaha und Korg immer neue „Grooveboxen“ auf den Markt, bis der Preisverfall von Laptops und die Veröffentlichung von Ableton Liveim Jahre 2003 den Hype zum Abklingen brachten. Doch in den letzten Jahren hat sich wieder etwas getan: Gerade die Korg Volca Serie hat das Interesse an kleinen charakterstarken Hardware-Geräten neu entfacht und so gibt es mittlerweile – auch dank höherer CPU-Power – sehr mächtige und inspirierende Groove-Kisten, die gerade auf der Bühne sehr effektiv sind, ob nun in Verbindung mit Software-DAWs oder standalone.

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Wir wollen euch in diesem Berater die interessantesten Produkte dieser Gerätekategorie vorstellen. Reine Drummachines lassen wir außen vor, denn eine Groovebox zeichnet sich dadurch aus, dass mit ihr neben Drums auch Bass und Melodien machbar sind. Ebenso verzichten wir auf computergestützte Lösungen wie NI Maschine oder Arturia Spark: Willkommen im „Standalone-Komplex“!

Grooveboxen bis 400,- Euro

Günstige Grooveboxen sind klein. Limitiert. Und machen gerade deswegen viel Spaß. Ob nun als kleine Jam-Maschine für kreative Loops, Sidekick für die Live-Performance oder musikalischer Urlaubsbegleiter: Alle hier vorgestellten Grooveboxen unter 400,- Euro bringen viel Bang für wenig Bucks.

Sonicware Liven Bass & Beats

Sonicware hat aber auch eine „richtige“ Groovebox mit Drums und Bass in Vorbereitung. Liven Bass & Beats verfügt über drei Kanäle: den Rhythmus-Track mit 16 einzelnen Drum-Sounds, den Bass-Synthesizer mit zwei Wavetable-Oszillatoren (32 Schwingungsformen), einem Sub-Oszillator und einem Noise-Generator. Als drittes kann der Audioeingang mit Effekten belegt oder auch in den Sidechain-Kompressor eingeschleift werden. Liven Bass & Beats wird auf Performance optimiert sein, z. B. können viele verschiedenen Parameter einem einzigen Regler zugewiesen werden, um mit einem Dreh drastische Effekte zu erzeugen.
Der Bass & Beats nutzt damit die gleiche Hardware-Plattform wie die anderen Sonicware Liven Grooveboxen. Ähnlich wie beim Liven XFM gibt es hier gleich zwei Overlays zur tieferen Editierung von Drums und Bass. In den Demos klingt das Teil sehr digital und modern und dürfte durch seinen günstigen Preis von unter 200 US-Dollar ein hervorragender Einstieg für junge Beatmaker sein, die sich für aktuelle Stilistiken wie Trap, Dubstep, Future Bass und moderne Spielarten von Techno, House und Drum ‘n’ Bass interessieren.
Die Vorbestellungen werden ab Februar 2022 verschickt, der allgemeine Verkauf ist ab Mai 2022 zu erwarten.

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Sonicware Liven 8bit Warps

Sonicware Liven 8bit Warps ist eine japanische Synth-Groovebox mit vier 8-Bit-Wave-Memory-Synth-Engines (Warp, Attack, Morph und FM) in einem kompakten Gehäuse mit eingebautem Minilautsprecher. Die Liven 8bit Warps ist für klassische Retro-Game-Sounds prädestiniert, funktioniert aber auch gut in anderen Genres wie EDM, Trap, Hip-Hop und Techno.  
Es gibt keine mehrstimmigen Drumkits, aber einzelne Drumsounds können pro Track mit den Synthese-Engines erzeugt werden. Der 64-Step-Sequencer mit 128 Patterns beherrscht Realtime- und Step-Recording. Pro Step können Parameter aufgezeichnet und dadurch extrem lebendige Klangverläufe erzeugt werden. Der Liven 8bit Warps ist keine Solitärmaschine, aber ein inspirierender Partner in einem hardwarebasierten Groovebox-Ensemble.

Sonicware Liven XFM

Gleiches gilt auch für die Sonicware Liven XFM, die im gleichen Gehäuse wie die Liven 8bit Warps daherkommt, aber völlig auf FM-Klangerzeugung spezialisiert ist. Vier Engines mit jeweils vier mehrstimmigen Operatoren erlauben tiefe Eingriffe in die FM-Synthese, kombiniert mit einem einzigartigen Morphing-Konzept. 
Mit dem pfiffigen Sequencer und den individuellen Klangparametern pro Step sind einzigartige Sounds programmierbar. Auch hier gibt es keine Drum-Sektion und nur einen per FM erzeugten Drumsound pro Part, so dass die Liven XFM eher ein guter Begleiter als alleiniger Bestreiter komplexer Arrangements sein kann. Aber gerade FM-Freunde sollten sich Liven XFM genauer anschauen.

Fotostrecke: 2 Bilder Sonicware Liven 8bit Warps
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Novation Circuit Tracks

Schon die erste Circuit war ein richtig brauchbares Grid-basiertes Instrument für kleines Geld. Nun hat Novation seiner beliebten Spaßbox nach fünf Jahren einen würdigen Nachfolger beschert. Die Circuit Tracks macht eigentlich alles genauso, nur besser. Die Pattern-basierte Groovebox hat immer noch vier Drummachine Sample-Parts und zwei polyphone Synth-Engines aus dem aus dem Novation MiniNova an Bord.
Die Grid-Pads sind jetzt anschlagsdynamisch. Der Sequencer wurde jedoch erheblich aufgewertet: jetzt mit 32 Steps per Track, Probability und Microsteps. Dazu kommen zwei weitere Sequencer-Spuren für Outboard-Equipment. Schön, dass sich Novation beim Circuit Tracks wieder auf das altehrwürdige MIDI-In/Out/Thru-Trio im 5-Pin-DIN-Format rückbesonnen hat, das den uneinheitlichen Miniklinken-Adapter-Lösungen immer noch vorzuziehen ist. 
Kleine Klinkenanschlüsse dienen jetzt nur noch als Kopfhöreranschluss und zum Senden einer Clock, deren Ratio sich im „Setup View“ justieren lässt. Dazu gesellen sich neben zwei großen Klinkenbuchsen für den Stereoausgang zwei weitere für einen Audioeingang, ein USB-C-Anschluss und ein Slot für eine Micro-SD-Karte.
Zwei Effekte, Sidechain-Routing, ein Chord-Modus und acht Endlosdrehknöpfe erlauben spontanes Sounddesign und die clevere Farbkodierung der RGB-Pads lässt verschmerzen, dass es kein Display gibt. Wird das Netzteil einmal abgezogen, schaltet Circuit Tracks sofort auf den wiederaufladbaren Akku um, keine Batterien mehr. 
Äußerst portabel und somit überall dabei wird Circuit auch oft als zusätzliche Klangoption auf der Bühne gesichtet. Und durch das aufgefrischte Design wirkt die Circuit Tracks schlank und modern.
All diese vielen kleinen Neuerungen machen aus der Circuit Tracks ein rundum gelungenes Update zu einem aktuellen Straßenpreis von knapp unter 400,- Euro.

Fotostrecke: 2 Bilder Novation Circuit Tracks
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Novation Circuit Rhythm

Für den Sommer 2021 hat Novation noch eine weitere preisgünstige Groovebox im gleichen Design wie die Circuit Tracks angekündigt. Beatmaker, die keine Synth-Engines benötigen, könnten mit der Novation Circuit Rhythm glücklich werden. Das Gehäuse gleicht dem der Circuit Tracks fast aufs Haar, aber Rhythm kann eigenständig über den Audioeingang sampeln.
Regler für Sample-Start und -Länge, Distortion, Tief- und Hochpassfilter und Sample-Bearbeitungsfunktionen wie One Shot, Gated, Loop, Reverse, Choke und Slice lassen auf eine Westentaschen-MPC hoffen, mit der wir unsere Lieblings-Loops sampeln und dann dank Akkubetrieb im Park oder am Badesee neue Beats bauen können. In der Bonedo-Redaktion erwarten wir einen Straßenpreis von ebenfalls unter 400,- Euro und fiebern bereits dem ersten Testgerät entgegen.

Novation kündigt mit dem Circuit Rhythm eine weitere günstige Groovebox an, die sogar eigenständig sampeln kann. Ideal für Beatmaker?
Novation kündigt mit dem Circuit Rhythm eine weitere günstige Groovebox an, die sogar eigenständig sampeln kann. Ideal für Beatmaker?

Elektron Model:Samples

Elektron haben das Konzept des Digitakt auf ein flaches weißes Tablet mit vielen Schaltern und Potis heruntergedampft, mit denen man sehr direkt spielen und schrauben kann. Ursprünglich limitiert auf ein einziges Sample für jeden der sechs Tracks, ist das seit den letzten Updates auch kein Thema mehr: „Sample Lock“ gestattet individuelle Samples pro Step, insgesamt 26 Samples pro Pattern. Und als Audiointerface für den Laptop kann man den Model:Samples ebenfalls nutzen. Der kleine Schwede ist eine gelungene, kompakte Groovebox mit viel Mehrwert zum kleinen Preis.

Elektron Model:Samples
Elektron Model:Samples

Korg Volca Sample New Generation

Die Volca-Sample ist keine Groovebox im eigentlichen Sinne, kann aber dank Samples mehr als nur Drum-Maschine sein. Korg hat seinem erfolgreichen Pocketsampler 2020 ein Update mit dem sperrigen Namen „Volca Sample New Generation” spendiert, einen USB-Anschluss hinzugefügt, den Speicherplatz auf  200 Samples und 8 MB verdoppelt, aber die „krumme“ Samplerate von 31,25 kHz bei 16 Bit beibehalten. Das kennen wir schon von der ersten Electribe-S. Natürlich können die mitgelieferten Samples gegen eigene ausgetauscht werden. 
Dieses Update fällt sicher eher unter den Begriff „Produktpflege“, aber auch der Volca Sample 1st Gen zählt noch nicht zum alten Eisen und mit dem „Pajen-Hack“ steht dafür über eine inoffizielle neue Firmware sogar Polyphonie und mehr zur Verfügung.
Und wer statt einem Mini-Sampler lieber einen analogen Bass-Synth oder einen Generator für amtliche Berghain-Bassdrums sucht: Mit Volca Bass, NuBass, Kick, Beats, Drums, Modular, FM, Keys und Mix stehen mittlerweile so viele Spezialisten der kleinen Korg-Kobolde für jedes Gebiet der Musikproduktion zur Verfügung, es wäre nicht verwunderlich, wenn auch noch eine Volca zum Kaffeekochen dazukäme. 
Also, wer bei all den Volcas nicht mehr durchblickt, der große Bonedo-Volca-Vergleich bringt euch wieder in die Spur.

Korg Volca Sample New Generation
Korg Volca Sample New Generation

Korg NTS-1 mit Sinevibes Groove Modul

Der winzige digitale DIY-Synthesizer Korg NTS-1 wird mit dem SDK-Plugin Groove des ukrainischen Entwicklers Sinevibes zur kleinsten und günstigsten multitimbralen Drums-Percussion-Bass-Mini-Lowcost-Groovebox.
Für zusammen gerade mal 171,- Euro bekommt man ganz viel abgefahrenes Klangpotential wortwörtlich in die Hand gedrückt. Mit seiner richtig guten Preset-Library und druckvollen Ausgangsstufe macht der Winzling auch richtig Druck.
Übrigens: „Groove“ kann auch mit dem Korg Prologue und minilogue xd betrieben werden.
Ein weiteres interessantes Plugin für alle SDK-fähigen Korg Instrumente ist Soundmangling Beats.

Korg NTS-1 mit Sinevibes Groove Modul
Korg NTS-1 mit Sinevibes Groove Modul

Second Hand Tipp: Ältere Korg Electribes

Die erste Electribe-Serie von Korg trug 1999 enorm zum Groovebox-Hype bei. Drei Spezialisten mit sehr ähnlichem Plastikgehäuse und Bedienkonzept gingen an den Start: die Synth-Groovebox EA-1, der Sampler ES-1 und der Drumcomputer ER-1, ein Teil mit vier unbhängigen Percussion-Synthesizern und einigen Samples, den ich immer noch gern für Livejams benutze. 2003 schob Korg Mk.2-Versionen im stabilen Metallgehäuse nach. Alle älteren Electribes sind für 200,- bis 300,- Euro gebraucht erhältlich und bieten immer noch guten Sound und sehr viel Spielspaß.
Wer erst mal virtuell ausprobieren möchte: Einige Electribes gibt es auch mit grundsätzlich identischer Bedienung zum Preis von ein paar Euro für iPad (iElectribe, Electribe Gorillaz Edition, iElectribe Wave) und iPhone (ER-1, iElectribe Wave).

Fotostrecke: 2 Bilder Die Korg Electribe EA-1 bildete mit ihren Geschwistern ES-1 (Sampler) und ER-1 (Drumsynthesizer) die erste Generation der Korg Grooveboxen.
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Grooveboxen bis 650,- Euro

Etwas teurer, vor allem aber spezialisierter: im Mittelklasse-Segment tummeln sich verschiedenste Grooveboxen für sehr unterschiedliche Aufgaben.

Roland SP-404 MKII 

Endlich hat Roland seinen Dauerbrenner SP-404 generalüberholt und mit neuen frischen Features versehen. Und weil die Verbesserungen behutsam ausgefallen sind, ist auch der SP-404 MKII immer noch ein sehr unkomplizierter Sampler mit hohem Performance-Potential, der mit Batterie- und Netzstrom versorgt wird. Der jetzt 32-stimmige Sampler verfügt über insgesamt 17 anschlagsdynamische RGB-Pads, die zur Eingabe von Noten und Triggern dienen, sowie drei Regler für die Echtzeitkontrolle unterschiedlicher Parameter.
Es gibt 16 Projekte, die jeweils 160 Samples enthalten können. Der interne Sequencer bietet jetzt Input-Quantisierung und Shuffle-Funktion. Die bis zu 2560 Patterns können in Sets organisiert und verkettet werden. Die 37 DSP-Effekte und zwei Input-Effekte lassen sich unterbrechungsfrei umschalten.
Dazu kommen ein überarbeiteter Sampling-Modus und ein DJ-Modus zum Live-Mixen von Beats. Das Klangfutter wird vom Rechner importiert oder über die Klinkeneingänge im Format 16 Bit / 48 kHz (WAV und AIFF) selbst gesampelt und im 16 GB großen internen Speicher oder der SD/SDHC-Card gespeichert. 
Ein weiterer Klinkeneingang für Mikrofon oder Gitarre befindet sich auf der Frontseite des SP-404 MKII. Der SD-Card-Slot ist jetzt mini und an die Seite gerückt. Und endlich kann man auf dem neuen, scharfen OLED-Display nicht nur die Schwingungsformen beim Nachbearbeiten sehen, es ist natürlich auch bei der Bedienung und Menüführung eine große Hilfe. Also alles wie gehabt, nur besser und moderner: Die große SP-404-Fangemeinde freut das sehr.

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Roland Verselab MV-1

Spezialisiert: das Attribut passt perfekt zum Verselab MV-1, dem neuesten Angebot von Roland. Das Verselab ist sozusagen die MC-707, TR-8S und MX-1 für Rapper oder Singer/Songwriter. Eine computerfreie Komplettlösung unter einer Haube, eine vollständige Hardware-Produktionsumgebung in Form einer schlanken Groovebox, die den Fokus auf Gesangsaufnahmen legt.

Dahinter steckt die Idee, mit dem Verselab und einem Mikrofon komplette Tracks mit Gesang oder Rap aufzunehmen. Also weniger eine Groovebox im eigentlichen Sinne, sondern eine DAW-less Hardware-Produktionsumgebung. 
Das Verselab trennt die Vorgehensweise in Pattern-Takes, die in Sections arrangiert werden, um danach im Song-Mode darüber zu singen, zu rappen oder auch ein ausgiebiges Gitarrensolo oder einen 303-Jam aufzunehmen. Am Ende kann der Song dann gemixt, gemastert und als Stems exportiert werden. Sehr speziell, aber für manche sicher das wahrgewordene Standalone-Kompaktstudio. 

Roland Verselab MV-1
Roland Verselab MV-1

Boss RC-505 MKII Loop Station

Auch der Live-Loop-Sampler Nummer 1 hat ein Update erfahren: Die MKII-Version erfindet den Loop nicht neu, sondern macht die seit vielen Jahren beliebte Loop-Legende RC-505 einfach noch ein wenig besser.  
Auf den ersten Blick ist der MKII nur am größeren Display, den darunter platzierten vier Performance-Reglern, den längeren Fadern und der größeren Anzahl an Tastern zu erkennen, mit denen die ausgefuchsten Funktionen des Loopers noch direkter bedient werden können. Denn unter der Haube hat sich einiges getan: Auf 99 Speicherplätzen mit je fünf Phrasenspuren und individuellen Einstellungen für Wiedergabe und Effekte sind jetzt satte 13 Stunden statt 3 Stunden in 32 Bit Floating-Point und damit eine nahezu unbegrenzte Anzahl verlustfreier Overdubs möglich. Es gibt mehr Effekte, eine Bounce-Funktion, Mark-Back für größere Undo/Redo-Flexibilität, 200 integrierte Rhythmus-Patterns und 16 Drumkits und komplexere Tasten- und Controller-Zuweisungen. Insgesamt ist die neue Version auch etwas größer und versammelt mehr Ein- und Ausgänge auf der Rückseite.
Über die Boss Tone Studio Software lassen sich WAV-Loops importieren bzw. exportieren. Wer Loop-Künstler wie Marc Rebillet oder Rico Loop liebt, braucht die RC-505 MKII.  

Boss RC-600

Und auch für Gitarristen und andere Musiker, die ihre Looper lieber „mit den Füßen treten“, hat Boss etwas im Programm: Boss RC-600 verfügt grundsätzlich über die gleiche Engine wie der RC-505 MKII, weniger physikalische Bedienelemente, aber ein robustes Metallgehäuse und nicht zuletzt einen Stereo-Looptrack mehr. Für das Loopen und Tweaken mit den Händen bleibt hingegen der RC-505 MKII nach wie vor und jetzt noch mehr die allererste Wahl.

Fotostrecke: 2 Bilder Boss RC-505 MKII Loopstation ist ein gelungenes Update des Kult-Loopers RC-505.
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Erica Synths LXR-02

Die LXR-02 ist eigentlich eine von Erica Synths aktualisierte Version des bekannten DIY-Kits von Sonic Potions. Die ersten drei Instrumente sind jeweils eigenständige und sehr formbare Percussion-Synthesizer, die ähnlich der Roland TR-8S oder der guten alten Korg Electribe ER-1 nach mehr als nur Drums klingen können. Es ist erstaunlich, wieviel Wumms aus dieser kleinen Kiste kommt. 
Jede der Instrumentenspuren kann eine beliebige Länge zwischen 1 und 64 Steps aufweisen und jeder Step zwei automatisierte Parametereinstellungen abspeichern, was hochkomplexe polymetrische Rhythmen erlaubt.
Bis zu 64 Patterns können in insgesamt 64 Songs organisiert werden. Mit geschickter Programmierung kann man mit einer LXR-02 schon ein komplettes minimalistisches Techno-Live-Set spielen. Und aufgrund der kompakten Größe kann man das Teil auch überall mit mitnehmen, beispielsweise für den kleinen Afterhour-Jam im Hotelzimmer oder sogar für Extra-Beats im DJ-Set.

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Erica Synths LXR-02

Die LXR-02 ist eigentlich eine von Erica Synths aktualisierte Version des bekannten DIY-Kits von Sonic Potions. Die ersten drei Instrumente sind jeweils eigenständige und sehr formbare Percussion-Synthesizer, die ähnlich der Roland TR-8S oder der guten alten Korg Electribe ER-1 nach mehr als nur Drums klingen können. Es ist erstaunlich, wieviel Wumms aus dieser kleinen Kiste kommt. 
Jede der Instrumentenspuren kann eine beliebige Länge zwischen 1 und 64 Steps aufweisen und jeder Step zwei automatisierte Parametereinstellungen abspeichern, was hochkomplexe polymetrische Rhythmen erlaubt.
Bis zu 64 Patterns können in insgesamt 64 Songs organisiert werden. Mit geschickter Programmierung kann man mit einer LXR-02 schon ein komplettes minimalistisches Techno-Live-Set spielen. Und aufgrund der kompakten Größe kann man das Teil auch überall mit mitnehmen, beispielsweise für den kleinen Afterhour-Jam im Hotelzimmer oder sogar für Extra-Beats im DJ-Set.

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Korg Drumlogue

Auf der NAMM 2021 hat Korg neben vielen Retro-Instrumenten auch eine hybride analog-digitale Groovebox angekündigt. Namenstechnisch wie auch designoptisch lehnt sich die Drumlogue an Korgs junge neue Synth-Garde vom Hause Monologue und Micrologue an.
Drumlogue kann per 16-Step-XOX-Sequencer programmiert werden, die Klänge werden analog und digital erzeugt und auch leckere SDK-Plug-ins wie das Sinevibes Groove Modul oder Soundmangling Beats können in die Drumlogue geladen werden.
Mancher Analyst erwartet gar, dass die Drumlogue die Soundmerkmale aller perkussionsrelevanten Module der Volca-Serie in sich vereinen könnte. Leider sind weder genauere Spezifikationen, noch das Veröffentlichungsdatum und der Preis bekannt. Wir verorten die Drumlogue aber in der Region weit unter 1.000,- Euro.

Korg Drumlogue
Korg Drumlogue

Polyend Tracker

Firma aus Polen ist mit seiner vertikalen Timeline und dem großen Display eine Reminiszenz an die Raster-Sequencer für den Commodore Amiga Heimcomputer, mit denen Anfang der 90er-Jahre auch einige frühe Technohits entstanden.
Polyend holen das verlorene Konzept sehr liebevoll back to the future und haben mit dem Tracker eine stylische Groovebox mit Sampler, Wavetable- und Granular-Synthese geschaffen. Nicht für jeden, aber für manche ein wahrgewordener Traum.

Polyend Tracker
Polyend Tracker

1010music blackbox

Klein, aber oho! Diese winzige Kiste kombiniert die Eigenschaften eines Phrase-Samplers und einer Sampling-Drummachine. Bis zu 16 Samples können mit 24 Bit und 48 kHz temposynchron geloopt oder chromatisch gespielt werden. Die Blackbox kann selbst sampeln oder von einer microSD-Card befüllt werden. Sie beherrscht auch das Disc-Streaming und kann dadurch sehr lange Audiofiles abspielen.
Das Spielen auf der Touchscreen-Tastatur ist nicht ideal, aber dafür kann ein class-compliant USB-Keyboard angeschlossen werden. Ob als Loopsampler, Ideenschmiede oder Abspielgerät für Radiojingles oder Klanginstallationen, der hervorragend klingende robuste Winzling ist sehr universell einsetzbar.

1010music blackbox
1010music blackbox

Korg Electribe 2, 2S, Blue & Red (Sampler)

Eigentlich haben wir es hier mit identischen Geräten zu tun. Die Electribe 2 (schwarz) und Electribe Blue sind Synth-Workstations, während die Electribe S und die Red auf Sampling spezialisiert sind. Da beide aber prinzipiell die gleiche Hardware aufweisen, muss man nur die frei erhältliche Firmware aufspielen, um aus der Synth-Tribe eine Sample-Tribe zu machen oder umgekehrt. Das geschieht auf eigene Gefahr, ist aber grundsätzlich möglich.
Aufgrund ihres kompakten Formfaktors und attraktiven Preises ist die Electribe 2S oder Red nach wie vor eine interessante Sample-Groovebox. Ein weiteres starkes Feature ist der Export aller Spuren als Ableton Live Projekt.

Korg Elecribe 2
Korg Elecribe 2

Roland MC-101

Trotz des sehr kompakten Formfaktors verfügt die MC-101 über den gleichen Sequencer und die gleiche Soundengine wie die große Schwester MC-707. Aber nur auf vier Spuren und sehr viel weniger flexibel, weil beschnitten. Tatsächlich wurde hier ein potentielles Performance-Monster in einem viel zu engen Käfig eingeschlossen. Auch schade, dass der timestretchende und pitchshiftende Audiolooper lediglich auf zwei der maximal vier Parts Anwendung finden darf.
Die MC-101 ist superkompakt, superleicht und kann mit Batterien betrieben werden. Leider ist sie im Vergleich zur Konkurrenz in meinen Augen etwas zu teuer.  

Die Roland MC-101 ist ein Kraftpaket in einem viel zu engen Käfig.
Die Roland MC-101 ist ein Kraftpaket in einem viel zu engen Käfig.

Second Hand Tipp: Quasimidi Rave-O-Lution 309

Diese Rave-Groovebox aus deutscher Produktion war 1996 eine echte Alternative zur etwas schwachbrüstigen Roland MC-303. Unter anderem mitentwickelt von Jörg Schaaf (jetzt Radikal Technologies), besteht die 309 aus fünf übersichtlichen Sample-basierten Parts (BD, Snare, HiHat, Percussion, Bass/Lead-Synthesizer), mit denen komplette minimalistische Tracks produziert werden können.
Mit 16 Songs (99 Steps mit bis zu 64 Takten), 100 User-Patterns (bis zu 8 Takte pro Pattern) und 100 ROM-Patterns steht genug Sequencer-Platz für längere Liveacts zur Verfügung. Pro Drum-Part gibt es 64 Sounds, für den Synth-Part sogar 128. Wenn das nicht reicht, kann noch eine Drum-Expansion mit weiteren Samples und eine Synth-Expansion mit neuen Wellenformen, Samples und Filtern nachgerüstet werden. Außerdem sehr empfehlenswert: das Audio-Expansion-Board, das der 309 zwei weitere Audioausgänge und zwei Audioeingänge spendiert.
Wie das so klingt, könnt ihr z. B. auf den Stücken „Ach so“ und „Scratch Heaven“ meines Projects Brothers in Raw mit dem japanischen DJ Toby Izui hören, die bis auf wenige Samples komplett mit der 309 in einem kleinen Basement in Tokyo produziert wurden.
Die Quasimidi Rave-O-Lution 309 ist nur noch gebraucht erhältlich, aber nach wie vor eine inspirierende Maschine. Unbedingt darauf achten, ob die 309 mit oder ohne Expansions angeboten wird.

Die Quasimidi Rave-O-Lution 309 von 1996 ist nach wie vor eine interessante Groovebox mit hohem Schraubvergnügen. Abgebildet ist das vielgereiste Modell unseres Autoren.
Die Quasimidi Rave-O-Lution 309 von 1996 ist nach wie vor eine interessante Groovebox mit hohem Schraubvergnügen. Abgebildet ist das vielgereiste Modell unseres Autoren.
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Grooveboxen bis 1.000,- Euro

Grooveboxen unter 1.000,- Euro erfüllen bereits alle Ansprüche an komplette Kompositionen ohne Computer, sind aber dennoch kompakt und erschwinglich.

Pioneer Toraiz SP-16

Mit der Sample-Workstation Toraiz SP-16 hat Pioneer DJ einen überraschend frischen Impuls gesetzt. Highlights sind Timestretching für bis zu 16 Loops à 32 Sekunden, die in 16 sogenannten Scenes aufgeteilt sein können, die intuitive Bedienung via 7-Zoll-Touchscreen, analoges Dave Smith Filter und Pro-DJ-Link zur Synchronisation mit Pioneer CDJs. Der TSP-16 ist straight-forward auf Performance ausgelegt und der Preis ist mittlerweile unter die magische 1.000,- Euro Marke gerutscht. Der Groovebox-Tipp für DJs!

Pioneer Toraiz SP-16
Pioneer Toraiz SP-16

Roland MC-707

Die Roland MC-707 kommt im gleichen Gehäuse wie die TR-8S daher und erscheint mit ihrer großen Fülle an Preset-Sounds, der mächtigen Synth-Engine und den Timestretch-Sample-Loops als legitimer Nachfolger der MC-303, die dem Groovebox-Genre den Namen gab.
Die Bedienung ähnelt den Clips in der Ableton Session View und tatsächlich hat sie alles an Bord, was zum Komponieren eines Songs benötigt wird. Wen der limitierte Sample-Speicher und die Beschränkung auf acht Spuren nicht stört, könnte mit der MC-707 sehr glücklich werden.

Roland MC-707
Roland MC-707

Akai MPC One

Die MPC One ist die kompakte Variante der MPC Live von Akai. Das standalone Beatmaker-Tool kommt mit den typischen 16 Drum-Pads, fünf Endlosdrehreglern und einem vollfarbigen 7“-Multi-Touch-Display. Die integrierte MPC-Software bietet mit Electric, Tubesynth und Bassline zudem drei integrierte Synth-Engines.

Akai MPC One
Akai MPC One

Elektron Digitakt

Sehr beliebte und kompakte Groovebox mit Anleihen an den großen Elektron Analog Rythm. Gut allein, noch besser aber als Schaltzentrale für externe Instrumente, dank der acht zusätzlichen MIDI-Sequencer-Spuren.
Tipp: Noch mehr intuitive Kontrolle durch die perfekt dazu passenden Controller Faderfox MX12 und/oder PC12.

Elektron Digitakt
Elektron Digitakt

Spezial Tipp: Synthstrom Audible Deluge

Der Deluge ist die Groovebox für die Insel. Unglaublich, was alles in dieser kleinen Kiste drinsteckt. Mit einer Matrix bestehend aus 128 RGB-Buttons steuert man einen Sampler mit Timestretch und Disk-Streaming, diverse sehr detailliert programmierbare Synthesizer-Modelle und -Effekte und einen ausgefuchsten Sequencer.
Deluge kann auf Wunsch per Akku betrieben werden und verfügt über MIDI und CV/Gate-Anschlüsse, ja sogar über ein Mikrofon und einen Mini-Lautsprecher. Die Polyphonie ist nur von der CPU begrenzt, die Sequenzen dürfen endlos lang sein, die BPM-Geschwindigkeit reicht von 1 bis 10.000.
Das spartanische vierstellige LC-Display macht die Bedienung anfangs etwas sperrig, aber weil man fast jede Funktion mit sehr wenigen Shortcuts über die RGB-Pad-Matrix erreichen kann, wird der Deluge bei häufiger Nutzung zu einem sehr persönlichen Instrument, das ohne viel zu schauen nur noch über den Status der RGB-Pads bedient werden kann. Weil das sympathische Zweimann-Unternehmen aber ständig neue kostenlose Firmware-Updates nachschiebt, kommt man aus dem Lernen trotzdem nie ganz heraus. Der kleine Alleskönner ist nicht im Laden erhältlich, sondern muss direkt am anderen Ende der Welt in Neuseeland bestellt werden. Das kostet ca. 800,- Euro plus Zoll, EuSt. & Shipping.

Synthstrom Audible Deluge
Synthstrom Audible Deluge

Second-Hand-Tipp: Yamaha RS7000

Geniale Mischung aus hochentwickeltem Sequencer, riesiger AWM2-Preset-Library und vielseitiger Sample-Engine, die auch das Slicen und tempounabhängige Abspielen von Sample-Loops beherrscht. Leider ist der einstige Akai MPC-2000 Konkurrent aus dem Jahre 2001 mit nur maximal 64 MB Speicherplatz und lahmem Laden und Speichern via Smart-Card oder SCSI nicht mehr auf der Höhe der Zeit: Viele jüngere Leser wissen wahrscheinlich gar nicht mehr, was das alles ist.
Dabei ist das klar strukturierte Sequencer-Konzept mit individuell ladbaren „Styles“ (aka 16 Patterns mit 16 Tracks) und Realtime-Zugriff auf Parameter wie Pattern-Timing und MIDI-Delay immer noch einzigartig und Features wie Audioloop-Realtime-Remixing sind nach wie absolut brauchbar und eine Entdeckung wert.
Oder wie der deutsche RS7k-Wizard Bob Humid aus Köln sagen würde: „Hey, das ist wie Ableton Live zum Anfassen, aber begrenzt auf 64 MB!“

Yamaha RS7000
Yamaha RS7000

Grooveboxen über 1.000,- Euro

Grooveboxen über 1.000,- Euro treten nicht nur gegeneinander an, sondern konkurrieren auch mit Laptops und Sequencer-Programmen. Kein Wunder also, dass alle hier genannten Kandidaten im Leistungsumfang fast schon ausgewachsenen DAWs ähneln und sich mit direktem intuitivem Zugriff vor allem an jene Musiker wenden, die ohne Laptop auf die Bühne wollen oder einfach das „Mausgeschubse“ leid sind. Umso wichtiger ist es, den passenden Partner zu finden, denn jede hat ihre Stärken und Schwächen.

Native Instruments Maschine+

Was lange währt, wird endlich gut. Seit 2009 gibt es bereits Maschine und fast ebenso lange fantasierten Maschine-Fans über eine Standalone-Version. Nun endlich ist sie da. Und siehe, sie ist gut geworden.
Prinzipiell ist die „Plus“ eine „Mk3“ mit eingebauter Quadcore CPU, 4 GB RAM sowie 32 GB Flash-Speicher und allem, was eine Hardware-Groovebox so benötigt: Stereo-Ein- und Ausgänge, MIDI I/Os Mikrofoneingang, SD-Card-Slot und USB-Anschlüsse für externe Einspielkeyboards sowie zum Anschluss an den Computer, denn auch die Standalone-Maschine kann als Controller der Maschine-Software und als Audiokarte für den Computer genutzt werden.
Mit den mitgelieferten Plug-in-Versionen von FM8, Massive, Reaktor, Monark und Prism sowie den Maschine-eigenen Bass- und Drum-Synths fühlt sich Maschine+ schon fast wie eine DAW an und positioniert sich mit Funktionsumfang und Preisgestaltung aus dem Stand heraus als erster Akai Force Konkurrent. Zusätzlich können Expansions geladen werden. Auch das geht standalone via WiFi.
Wer mit den Maschine-Workflow vertraut ist, findet in der „Plus“ die perfekte Groovebox zum Mitnehmen. 

Und wer das Monster lieber doch an die Leine legen will: Für weniger als den halben Preis gibt es schon die Maschine MK3. Nicht standalone, aber mit dem gleichen Workflow, fast identischer Bedienung und so viel Power, wie der Computer hergibt

Native Instruments Maschine+
Native Instruments Maschine+

Electron Octatrack

Wie der Name schon sagt, verfügt der Octatrack nur über acht Spuren. Aber das war’s dann auch schon mit den Limitierungen. Seit fast einer Dekade ist der Octatrack das Sample-Arbeitspferd auf Bühnen weltweit und auch die aktuelle Mk.2-Version bietet außer einem neuen Gehäuse mit besserem Display und direkterem Zugriff keine weiteren Neuerungen zur ersten Version Octatrack DPS-1.
Eines der Highlights: Der Octatrack kann Samples von der Speicherkarte streamen. Die Komplexität der möglichen Schaltungen erlaubt es, den Octatrack auch als Mixer für externes Equipment zu nutzen, selbst DJ-Anwendungen sind möglich. 

Electron Octatrack Mk.II
Electron Octatrack Mk.II

Akai MPC Live II

Ganz frisch und neu ist die zweite Generation der beliebten MPC Live. Die akkubetriebene Groovebox kommt nun sogar mit integrierten Lautsprechern, die sehr brauchbar klingen. Das tragbare Powerhouse bietet die typische MPC-Experience, aber mit einem großen 7-Zoll-Touch-Screen, USB-, MIDI- und CV/Gate-Anschlüssen sowie WLAN- und Bluetooth-Konnektivität. Dazu gibt es auch die MPC-Software für Mac oder PC, mit der MPC Live Projekte am Computer weiterbearbeitet werden können.

Akai MPC Live II
Akai MPC Live II

Akai Force

Die Force kommt mit einer ähnlichen Engine wie die MPC Live, aber außen ist alles anders. Statt der typischen 4×4-Akai-Pad-Matrix ähnelt sie mit ihrer 8×8 RGB-Pad-Matrix Ableton Live Controllern wie Akai APC oder Push. Und so arbeitet man auch mit ihr: Ableton in Hardware gewissermaßen, wenn auch mit Einschränkungen in Sachen Speicherplatz.
Aber selbst interne Plug-ins hat die Force zu bieten: Die AIRmusic Instrumente Hype, Bassline, Electric und Tubesynth fühlen sich schon fast wie DAW-Plug-ins an. Dazu kommen sehr viele gute Effekte.
Die Force ist super-robust verarbeitet und Ableton-User, die nicht mit dem MPC-Workflow klarkommen, könnten hier den perfekten Partner für DAWless-Jamming finden. Nach wie vor liefert Akai beeindruckende kostenlose Updates.
So brachten frühere Firmwares bereits den lang erhofften Arrange-Mode und das Update 3.1 (zum Test) endlich auch Disk-Streaming, Support für class-compliant Audiointerfaces, MIDI-File-Import, MIDI-Learn, neue Klangerzeuger (AIR Solina, AIR Mellotron und WayOutWare Odyssey) und Effekte wie z. B. die AIR Vocal Suite mit Insert-Effekten wie Vocal Tuner, Doubler und Harmonizer.
Die Force sich qualifiziert sich mit diesem unglaublichen Funktionsumfang als perfekte All-in-one „Groovebox-DAW“. Und für alle, die im Studio doch lieber mit Ableton arbeiten, gibt die Force dank WiFi-Verbindung auch einen formidablen drahtlosen Ableton-Live-Controller ab.

Akai Force
Akai Force

Akai MPC X

Das Akai-Flaggschiff ist eigentlich nur eine große Version der MPC Live, aber hier ist alles so viel fetter und mächtiger. Das Touchpad ist hochklappbar und so groß wie ein iPad. Die 16 Q-Link-Regler links neben den typischen MPC-Pads bieten dank OLED-Anzeigen perfekte Kontrolle über die frei zuweisbaren Parameter und die Anschlusssektion wird nur von teuren Soundkarten getoppt. Hier bleiben keine MPC-Wünsche offen und daher ist die MPC X auch keine Groovebox im eigentlichen Sinne mehr, sondern eine komplette hochprofessionelle Produktionsmaschine.

Akai MPC X
Akai MPC X

Spezial-Tipp: Pioneer DJS-1000

Datenkompatibel mit dem Toraiz SP-16 ist der DJS-1000 eigentlich der perfekte DJ-Sampler, weil er sich in der Bedienung fast schon wie ein CDJ anfühlt. Aber er wurde nicht vom Markt angenommen und befindet sich bereits wieder auf dem Abstellgleis. Sehr schade, denn die Idee, seine Live-Loops zu Hause auf dem TSP-16 vorzufertigen und dann im Club einem dort georderten DJS-1000 per USB-Stick zuzuführen, zu performen und die live neu dazugewonnenen Loops gleich wieder zuhause im TSP-16 weiter zu verwerten, ist absolut faszinierend.
Zum Mitführen ist der DJS-1000 nämlich definitiv zu groß und zu sperrig, sein natürliches Habitat ist die DJ-Booth im Club, links oder rechts der CDJs. Dennoch ist diese robuste, professionelle und sträflich unterschätzte DJ-Groovebox definitiv ein Schnäppchen wert.

Pioneer DJS-1000
Pioneer DJS-1000

Eure Meinung

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von Mijk van Dijk

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