Grundlegend neu entworfen wurde das Testgerät nicht, vielmehr handelt es sich um eine modernisierte Variante des Vorgängers DR-07X, welcher noch ohne 32 Bit Float-Recording auskommen musste. Dieses Feature ist nur logisch, schließlich möchten die meisten User nämlich nicht mehr auf den Komfort des aussteuerungs-freien Aufnehmens verzichten. Der überarbeitete Handyrekorder besitzt jedoch noch weitere Vorzüge. Welche das sind, erfahrt ihr im folgenden Kurztest.

- guter Sound
- verstellbare Mikrofone
- gute Verarbeitung
- intuitive Bedienung
- Kopfhörerausgang etwas schwach
- kein Zubehör
Der Tascam DR-07XP bietet verstellbare Mikrofone
Beim Auspacken finde ich das Gerät selbst vor – und sonst nichts. Bei Tascam findet man, dass Taschen oder Windschutz aus dem Zubehörprogramm gekauft werden sollten. Das ist nicht benutzerfreundlich, andere Hersteller machen es jedoch auch so.
Das wichtigste Merkmal am kompakten Kunststoffgehäuse des DR-07XP sind die beiden verstellbaren Mikrofone an der Kopfseite des Gerätes. Die lassen sich sowohl nach innen als auch nach außen kippen. Innen ergibt sich eine XY-Anordnung für ein engeres, nach außen gerichtet entsteht eine AB-Anordnung für ein breiteres Stereobild. Das Gerät fragt beim Umstellen nach einer Bestätigung, schließlich hat die Änderung ein Vertauschen der Kanäle zur Folge. Zwischen beiden Mikros sitzt ein Anschluß für ein externes Mikro, beispielsweise ein Lavaliermikrofon mit 3,5 Millimeter Klinkenbuchse.

Übersichtliches Display mit vielen Informationen
Unterhalb der Mikrofone findet sich ein recht übersichtliches Schwarzweiß-Display mit allen wichtigen Infos, gesteuert wird der DR-07XP über die von Tascam bekannte, runde Tasteneinheit in der Mitte des Gehäuses. Im Einsatz finden sich Tascam User sofort zurecht, wer von Zoom oder anderen Herstellern kommt, gewöhnt sich ebenfalls zügig.


Der Tascam DR-07XP kann eine ganze Menge
Mangelnde Fähigkeiten lassen sich dem Testobjekt nicht vorwerfen. Es beginnt bei den möglichen Aufnahmeformaten. Neben dem praktischen 32 Bit Float sind 16 Bit und 24 Bit Stereo sowie mehrere mp3-Formate wählbar. Bis zu 512 GB darf die verwendete Micro SD Karte fassen, welche auf der rechten Geräteseite eingesteckt wird. Dort sitzt auch die USB-C Buchse, welche sowohl für Bus Power als auch für Datentransfer genutzt werden kann. Zudem ist der DR-07XP als 2 In/ 2 Out Audio Interface verwendbar. Ohne Bus Power-Anbindung sorgen zwei Akkus oder Alkaline Batterien im AA-Format für den nötigen „Saft“. Auf der Unterseite findet sich ein Stativgewinde sowie ein Lautsprecher, dessen klangliche Kapazitäten jedoch stark begrenzt ausfallen.
Wer Aufnahmen schon im Gerät selbst optimieren möchte, kann das ebenfalls tun. Neben einem Halleffekt sowie einem Dynamikprozessor ist der vierstufige Low Cut erwähnenswert, welcher Absenkungen sowohl im sehr tiefen Bereich (40 Hz) als auch ungewöhnlich hoch (220 Hz) ermöglicht. Auch eine Overdub- sowie eine Diktatfunktion sind Teil der Feature-Liste.
























