Podcasts erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Die Technik, die es dafür braucht, sollte jedoch möglichst einfach funktionieren und gut klingen. Zoom hat das bereits früh erkannt, das unkomplizierte, qualitativ hochwertige Aufnehmen von Geräuschen aller Art ist ein Markenzeichen der Firma. Vor ein paar Jahren kam der PodTrak P4 auf den Markt, jetzt hat man mit dem PodTrak P4next nachgelegt. Das Gerät orientiert sich an der neuen Zoom Formensprache, welche zunächst mit dem PodTrak P2 vorgestellt wurde. Vier Mikrofone lassen sich am Testgerät anschließen, weiterhin kann ein Sprecher per USB-Gerät oder Telefon (mit Zubehör) hinzugeschaltet werden. Aber auch die technischen Innereien wurden verbessert. Ob sich der Kauf lohnt, lest ihr auf den folgenden Zeilen.

- sehr guter Klang
- logische Bedienung
- Klang- und AI-Schaltungen
- Interface-Funktionalität mit separater Ausgabe aller Spuren
- sehr kleines Display
- relativ leiser Kopfhörerpegel
Vier XLR-Buchsen und vier Kopfhöreranschlüsse sind vorhanden
Der Lieferumfang nimmt sich Zoom-typisch bescheiden aus. Im Karton finde ich genau ein Teil, nämlich das PodTrak P4next selbst, eingehüllt in einen schwarzen Beutel. Mit knappen 12,5 Zentimeter Breite und und einem Gewicht von 300 Gramm (mit zwei AA Batterien) kommt das Testgerät kompakt und leicht daher, die Formensprache des kleineren PodTrak P2 wird hier auf die nächste Ausbaustufe gehoben. Alle Gehäuseteile bestehen aus Kunststoff. Anders als das, für USB-Mikros konzipierte, P2 ist das PodTrak P4next für den Betrieb mit XLR-Mikrofonen vorgesehen, vier Stück lassen sich auf der Rückseite des leichten Kunststoffgehäuses anschließen. Damit korrespondieren vier große Gain-Regler in der Mitte der leicht geneigten Bedienfront.

Bis zu 70 dB Verstärkung sind möglich, per seitlich platziertem Schieber kann eine globale Phantomspeisung aufgeschaltet werden. Alle vier Mikrofonkanäle lassen sich einzeln muten. Die Stirnseite des Gerätes beherbergt vier Kopfhörerbuchsen für das 3,5mm-Miniklinkeformat, alle vier Podcast-Teilnehmer können ihre Lautstärke separat über kleine blaue Drehregler selbst einstellen.
Effekte, AI Noise Reduction und Sound Pads
Wie schon beim P4-Vorgängermodell besitzt auch das P4next insgesamt vier Taster zum Abfeuern von Klangeffekten. Sie sitzen links mittig und fungieren beim Abspielen aufgenommener Files gleichzeitig als Transporttaster. Die Sounds könnt ihr auch selbst erstellen und als Wavedateien laden. Wie die voreingestellten klingen, habe ich euch aufgenommen. Vom moderneren P2 hingegen stammen die Möglichkeiten, in das klangliche Geschehen einzugreifen. Tone soll Stimmen einen typischen, etwas sonoren Sprecherklang verleihen, Comp ist ein Kompressor und AI Noise Reduction analysiert störende Umgebungsgeräusche, um sie nach kurzer „Bedenkzeit“ herauszufiltern. Auch diese drei Knöpfe besitzen jeweils eine Zweitfunktion, nämlich die Navigation im Menü.

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Menü und Display
Über ein sehr kleines, mittiges OLED-Display mit 128 x 64 Pixeln wird das PodTrak P4next gesteuert. Hier lassen sich die aufgenommenen Dateien verwalten, Limiter und Low Cut einzeln schalten, die Sound Pads zuweisen und sowohl global als auch separat in der Lautstärke regulieren. Ein großer Vorteil ist, dass alle Spuren nicht nur als Stereosumme, sondern auch einzeln übertragen werden können. Die Aufnahme geschieht übrigens endlich mit 24 Bit Wortbreite und 48 kHz Samplingrate, was für einige P4-Besitzer schon alleine ein guter Grund zum Upgrade sein dürfte.

Typisch für Zoom Produkte ist mittlerweile auch die erweiterte Benutzerführung für Menschen mit Sehbehinderungen. Praktisch erscheinen auch kleine Details wie die Möglichkeit, den Play/Pause Button so zu belegen, dass die Betätigung zusätzlich einen Marker setzt oder nur einen Marker setzt.

Stromversorgung, Speichermedien und die Anschlüsse an den Seiten
An der linken Seite befinden sich der Slot für eine microSDHC oder microSDXC-Speicherkarte (bis zu 2 TB), daneben sitzen zwei USB-C 2.0 Buchsen für eine externe Stromversorgung und den Datentransfer. Damit fungiert das PodTrak P4next als USB Interface mit zwölf Ein- und zwei Ausgängen. Interessant wird es auf der anderen Seite, denn hier läßt sich ein Handy-Gast zuschalten. Dies geschieht entweder über den optionalen BTA-2 Bluetooth-Adapter oder über ein, ebenfalls optionales TRRS-Miniklinkekabel. Allerdings müssen sich Nutzer entscheiden, ob sie das Handy oder den Kanal 4 nutzen möchten, beides parallel geht nicht. Dafür kann zusätzlich jedoch per USB-Kabel auf der anderen Seite ein Audiogast zugeschaltet werden. Fünf Teilnehmende sind also maximal möglich. Für eine autarke Versorgung mit Strom können die beiden, auf der Unterseite angeordneten, AA-Format Batterieplätze mit Alkaline, Lithium oder NiMH-Akkus befüllt werden.

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