Beim Zoom Instamic Pro Plus C handelt es sich um einen drahtlosen Audiorecorder mit integriertem Mikrofon und 16 Gigabyte Speicherplatz. Ein einziges Bedienelement in Form eines Knopfes sowie eine dreiteilige LED-Kette sorgen für ein äußerst minimalistisches Erscheinungsbild.

- extrem kompakt
- guter Sound
- vielseitig einsetzbar, auch dank mitgelieferter Halterungen
- lange Betriebsdauer und großer integrierter Speicher
- Betriebs-Modi ohne App schwer zu bestimmen
Drei Halterungen und USB-C Kabel: Der Lieferumfang
In der kompakten Verpackung finde ich zunächst das Instamic selbst, welches etwa die Dimensionen eines USB-Sticks besitzt. Ebenfalls dabei sind drei Halterungen. Eine verfügt über einen magnetischen Clip zur Befestigung an Kleidung oder metallenen Gegenständen wie zum Beispiel Autoblech. Dazu kommt eine Art Kletthalterung sowie eine mit Klebefläche. Geladen wird das Pro Plus C über ein USB-C Kabel, welches ebenfalls Teil des Lieferumfangs ist.
Kleines Format, ziemlich viel Leistung
So winzig das Testgerät daher kommt, so zeitgemäß wirkt sein technisches Innenleben. Ein spezielles Array aus vier sogenannten MEMS-Mikrofonen (eine Technologie, die auch in Smartphones zum Einsatz kommt) fängt einen Frequenzbereich von 40 bis 20000 Hertz ein, und kann – bei der getesteten Stereo-Version – in Stereo, Dual-Mono, Mono und Mid-Side aufnehmen. Dank des internen Speichers können 14 Stunden Stereo oder 22 Stunden Mono in 32 Bit Floating Point aufgezeichnet werden. Im Test hat der Akku dabei über fünf Stunden durchgehalten. Nicht schlecht! Zoom gibt übrigens an, dass das Instamic Pro Plus C bis zu 30 Minuten komplett unter Wasser arbeiten kann. Ob das der Hauptanwendungsbereich ist, darf bezweifelt werden, Outdoor-Aktivitäten mit Spritzwasser sollte das Teil jedoch schadlos überstehen.

Standalone ist möglich, aber die App ist besser
Theoretisch läßt sich das Instamic über den einen Button ohne weitere Geräte steuern, sofern das gewünschte Aufnahmeformat vorab festgelegt wurde. Dafür solltet ihr jedoch die verschiedenen LED-Modi auswendig können, eine Aufgabe, die ich schnell abgebrochen habe und stattdessen zur leicht bedienbaren Remote App gewechselt bin. Dort lassen sich bis zu zehn Instamics verwalten, die Aufnahmen starten und stoppen, alle Recording- sowie die beiden Timecode-Formate Atomos und Tentacle Sync festlegen sowie die LED ausschalten. Letzteres ist natürlich überall dort nötig, wo Zuschauer nicht durch das Blinken der Betriebsmodi beziehungsweise der Level-Anzeige irritiert werden sollen.

So schneidet das Instamic Pro Plus C im Einsatz ab
Die Arbeit mit dem Gerät ist denkbar einfach, sofern mindestens ein iPhone 14 zur Hand ist, denn darunter ist die Remote App nicht installierbar. Im Einsatz macht das Instamic allein klanglich die für Zoom typische, gute Figur. Sprache und Geräusche klingen ohne Tadel, an hochwertige Studiomikrofone reichen die MEMS-Schallwandler allerdings nicht heran. Das wird im Vergleich mit meinem Studio-Setup am Drumset sehr deutlich.
Die Ergebnisse am Automotor und Schlagzeug lassen erahnen, dass das Potenzial auch für sehr laute Schallquellen ausreicht, Zoom selbst gibt 135 dB SPL an. Auch die Paarung mit der Blackmagic Camera App hat problemlos funktioniert. Je nachdem, für welches akustische Szenario man gerüstet sein möchte, läßt sich über die App sowohl manuell aussteuern als auch der Auto Gain Mode einstellen. Im 32 Bit Betrieb ist das irrelevant, Übersteuerungen spielen dann keine Rolle mehr. Überlebt hat das Teil auch einen Sturz ins halb gefüllte Waschbecken, mehr Strapazen wollte ich ihm jedoch nicht zumuten.
Zoom Instamic Pro Plus C Stereo: Fazit
Mit dem Instamic Pro Plus C hat Zoom ein weiteres praktisches Tool rund um das Einfangen von Geräuschen und Musik aller Art auf den Markt gebracht. Das Gerät überzeugt mit extrem kompakten Maßen, einfacher Bedienung (über die Remote App) und wirklich guter Klangqualität. Dass es mit dem internen Speicher über 20 Stunden Material speichern kann und der Akku locker fünf Stunden durchhält, macht es auch für längere Veranstaltungen interessant. Hinzu kommen praktische Fähigkeiten wie eine begrenzte Wasserdichtigkeit, Timecode-Fähigkeiten und die Kompatibilität mit bekannten Action-Cams. Dass das Gerät professionelle Studiomikrofone ersetzt, darf jedoch bezweifelt werden. Das wäre angesichts des Formats, der Ausstattung und des Preises aber etwas zuviel verlangt gewesen.


- 16 GB interner Speicherplatz
- 4,5 Stunden Aufnahmezeit in 32-Bit Float Mono
- 135 dB SPL
- 48/96 kHz Abtastrate
- 32-Bit Float oder 24 Bit Abtastrate
- über Remote App steuerbar
- Gewicht: 18 Gramm
- Maße: 38 x 25 x 13 Millimeter
- drei Halterungen: Klett, Klebefläche, Magnet
- kurzes USB-C Kabel
- hergestellt in: China
- Webseite: https://zoomcorp.com/de/de/
- Preis: € 212,– (Straßenpreis am 3.6.2026)