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Die besten Drum Machine VST

Als Drum Machine muss es nicht immer 808, Digitakt oder Volca sein: Auch Software kann diesen Job übernehmen! Die besten Drum Machine Plugins haben wir hier zusammengetragen – die Liste reicht vom minimalistischen Kick-Generator über die standesgemäße Emulation alter Klassiker bis hin zum KI-gesteuerten Sample-Wunder. Wer hingegen “ganz normale echte” Drums braucht, sollte sich diese Librarys anschauen.

Credits: Shutterstock / Ranto Visuals
Credits: Shutterstock / Ranto Visuals


Bei vielen Producern sieht der Workflow mit Drum Samples heutzutage häufig so aus, dass Drum-Samples schlicht im Raster in der DAW abgelegt werden. Stundenlang verschiebt man dann Hi-Hat-Samples, bis es richtig groovt. Oder es werden die mittlerweile sehr gut funktionierenden Sampler der eigenen DAW, wie das Drum Rack in Ableton Live, genutzt. Ein separates Plugin für Drums scheint da erstmal nicht unbedingt notwendig. 
Will man soundtechnisch aber mehr Bearbeitungsmöglichkeiten oder sucht Unterstützung beim Durchstöbern des eigenen Sample-Ordners oder braucht einfach dringend DEN Vintage-Drum-Machine-Sound, dann kann ein Drum Machine Plugin für die eigene Techno– oderHip-Hip-Produktion ziemlich gewinnbringend sein.

Inhalte

  1. XLN XO – KI Sample Scanning
  2. Algonaut Atlas 2 – Drum Kits blitzschnell variieren
  3. Wave Alchemy Triaz – Sounds bis zum Abwinken
  4. D16 Nepheton und Drumazon – legendäre 808- und 909-Sounds
  5. Native Instruments Battery 4 – Samples für ALLE Genres
  6. Sugar Bytes – Drum Computer – Physical Modelling und unendlich viele Sounds
  7. Sonic Charge MicroTonic – Drum Synth Deluxe
  8. Sonic Academy Kick 2 – Kick-Sounddesign im Detail
  9. Sinee Chop Suey – Techno-Kicks mit Sample-Layering
  10. Virtual Vintage: FXpansion Geist 2 und Arturia Spark 2

Was sollte ein Drum Machine VST mitbringen?

Der wichtigste Punkt bei einem Drum Machine VST sind die mitgelieferten Drum Samples. Man sollte sich vor dem Kauf auf der Herstellerwebseite ein möglichst genaues Bild davon machen, ob die Sounds für die eigenen Produktionen die richtigen sind. Außerdem sind Punkte wie die Update-Häufigkeit und die Kompatibilität (Stichwort Apple M1), aber auch die Anzahl und die Qualität der eingebauten Effekte zu berücksichtigen. Genauso sollten der Workflow und die Bedienoberfläche des Plugins ansprechend sein. 
Einige der Plugins auf unserer Liste bringen dazu noch einen Sequencer mit. Damit können Drum-Rhythmen bereits im Plugin programmiert werden. Die meisten Plugins mit Sequencer haben dazu eine Vielzahl an fertigen MIDI-Rhythmen im Gepäck. Auch hier gilt es, sich zu fragen: Braucht man das für den Workflow? Oder spielt man seine Rhythmen sowieso mit dem MIDI-Controller ein? Ob nun Drum Programming in der DAW, MIDI selbst einspielen oder Samples im Grid ablegen: Beim Beatbauen sind die Gewohnheiten von Person zu Person sehr individuell. Und die sollten vom Plugin unterstützt werden.

XLN XO – KI Sample Scanning

XLN ist für zwei Plugins bekannt. Zum einen hat die Firma mit Addictive Drums 2 eine der beliebtesten Drum Librariesim Programm. Zum anderen repräsentiert ihr Multi-Effekt RC-20 den populärsten Lo-Fi-Effekt auf dem Markt. Mit XO hat der Hersteller seine erste Drum Machine für elektronische Sounds veröffentlicht. Die Besonderheit: KI-basiertes Scannen und Sortieren des Sample-Ordners. Das ist eine echte Erleichterung für so viele Producer, die über zig Gigabyte große Ordner voller Samples verfügen. Diese Massen an Audio Files alle durchzuhören, dauert ewig und lenkt vom Produzieren ab. XO scannt diese Files im Sample-Ordner automatisch und erkennt bei allen Drum Samples die jeweilige Art und Klangfarbe. So findet man schneller passende Sounds und bleibt beim Produzieren.

Fotostrecke: 2 Bilder Hat man in der Wolke eine Alternative für das jeweilige Sample gefunden, kann man sie links im Plugin austauschen.
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Audio Samples
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01. XO – Grooveline 02. XO – Bait

Die Sortierung der Samples bildet XO im Plugin graphisch als bunte Wolke ab. Jeder Punkt in der Wolke stellt ein gescanntes Sample dar. Rote Punkte stehen für Kick-Samples, blaue für Snare-Samples, gelbe stellen Hi-Hats dar und so weiter. Das Praktische: XO sortiert nicht nur farblich nach Art der Drum Sounds (also Kick oder Snare oder Hi-Hat), sondern auch nach Klangcharakter. Besonders dumpfe Lo-Fi-Kick-Samples liegen nah beieinander oder eben EDM-Snares oder Trap-Hi-Hats. In der Wolke fährt man mit der Maus durch die Punkte und hört dabei Sounds vor. Die smarte Visualisierung der vielen Samples führt viel schneller zu den passenden Sounds, als wenn man sich erst durch Ordnerstrukturen klicken müsste. Dazu ist außerdem ein Sequencer mit besonderer Groove-Funktion für endlose Rhythmusvariationen dabei. 

Algonaut Atlas 2 – Drum Kits blitzschnell variieren

„Atlas 2“ von Algonaut ist die direkte Konkurrenz zu XO. Auch hier wird der Sample-Ordner gescannt und die Samples werden KI-unterstützt nach Art und Klangfarbe in einer bunten Wolke sortiert. Auch hier können Samples im Plugin vorgehört, ausgetauscht und zu neuen Drumkits kombiniert werden. An einigen Punkten geht Atlas 2 jedoch in eine andere Richtung als der Konkurrent. 

Fotostrecke: 2 Bilder Das kleine Schloss unten links verriegelt das Kick-Sample. Damit wird es beim Klick auf „New Kit“ nicht mehr ausgetauscht.
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Audio Samples
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03. Atlas 2 – Techno Warm Groove 04. Atlas 2 – Psy BassLiner

Man hat bei Atlas 2 die Möglichkeit, mehr als eine „Sample-Map“ anzulegen. So kann man verschiedene Ordner separat einscannen lassen und dann auch nur die jeweiligen Samples nutzen – praktisch, um beispielswiese neue Drum Kits aus nur einem Sample-Paket zu bauen. Außerdem verteilt Atlas 2 per Knopfdruck auf „New Kit“ automatisch neue Samples aus der gerade geladenen Map auf die sechzehn Pads. Passt ein Sound und man möchte aber bei den verbleibenden weitersuchen, kann der gewünschte Sound mit einem Klick verriegelt werden. So sind blitzschnell neue Drum Kits erstellt. 

Wave Alchemy Triaz – Sounds bis zum Abwinken

Wave Alchemy sind Spezialisten im Bereich Kontakt-Instrumente. Nachdem sie mit Revolution und Evolution (später umbenannt in Drumvolution) bereits zwei Drum Machines mit Samples von Klassikern wie 808, DMX und LinnDrum veröffentlicht und mit BassSynth einen der besten Bass-Sampler (neben Substance von Output) herausgebracht haben, gibt es nun moderne Drum Sounds in Triaz – darunter befinden sich über zehntausend Samples, sechshundert Drumkits und dreifaches Layering für jeden Sound. Da ist für alle elektronischen Genres etwas dabei.

Fotostrecke: 2 Bilder Oben links können bei jedem Sample-Slot die drei Layer bestimmt und eingestellt werden.
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Audio Samples
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05. Triaz – Deep Groove 06. Triaz – Mark of Significance

Auch ein Sequencer ist bei Triaz dabei. Das Besondere an ihm ist seine Fähigkeit, polyrhythmisch abzuspielen. Bei den meisten Sequencern sind Länge und Geschwindigkeit eines Patterns global, das heißt, dass bei entsprechender Einstellung beispielsweise alle Sample-Slots in Sechzehnteln über zwei Takte laufen. Bei Triaz kann jeder der zwölf Slots in eigener Geschwindigkeit und Länge laufen. Wem die Fülle an Samples nicht reicht: Per Drag-and-drop können auch eigene Samples importiert werden. 

D16 Nepheton und Drumazon – legendäre 808- und 909-Sounds

D16 sind Technospezialisten. Bei Effekten und Instrumenten hat man sich voll auf die Emulation von Equipment eingeschossen, das in den Achtzigern und frühen Neunzigern im Hip-Hop, Techno und House prägend war. Mit „Nepheton“ und „Drumazon“ haben sie zwei der besten Emulationen der legendären Drum Machines von Roland im Programm. „Nepheton“ emuliert die TR-808, sie ist das sprichwörtliche Fundament des Hip-Hop. „Drumazon“ wiederum bildet die TR-909 nach, die die Entstehung von House und Techno maßgeblich prägte.

Fotostrecke: 2 Bilder Der „Snappy“-Regler verändert die interne Hüllkurve noch einmal weiter als das Original.
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Audio Samples
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07. Nepheton – Wizball 08. Drumazon – Ich bin Firestarter

Beide Plugins kommen dem Sound der Originale extrem nah. Dazu bieten sie weitere Möglichkeiten, die Klangfarben der einzelnen Sounds anzupassen. Auch ist in beiden ein intelligenter „Randomizer“ eingebaut, der auf Knopfdruck Variationen des laufenden Patterns im Sequencer erzeugt.
Momentan sind beide Plugins allerdings noch nicht M1-kompatibel. Auf einem der Testrechner (Mac mini M1 mit Big Sur 11.6.2) stürzten mehrere DAWs (Ableton Live 11, Bitwig 4) sofort ab, sobald eines der beiden Plugins geladen wurde. In einem Support-Artikel verspricht D16, dass man an kompatiblen Versionen arbeite, die dann aber ein kostenpflichtiges Upgrade seien. Das hindert uns nicht an einer absoluten Empfehlung beider Drum Machines, nur eben mit dem Hinweis darauf, dass Besitzer von M1-System noch etwas Geduld haben müssen. Weitere Infos dazu hier.

Native Instruments Battery 4 – Samples für ALLE Genres

Battery 4 bietet durch die große Anzahl an Expansions von Native Instruments (88 waren es zum Zeitpunkt der Artikelproduktion) ein Variantenreichtum bei Drum Samples, das seinesgleichen sucht. Von Drum Kits mit klassischen Hip-Hop-Sounds über Techno und Kits, die nur aus Foley Sounds bestehen, bis hin zu reinen Loop-Slices und Vocal Chops reicht die Bandbreite hier. Im Plugin gibt es dazu für jeden der bis zu 108 Sample-Slots (Zellen in der Battery-Sprache) einen separat laufenden Sampler. Dieser beherrscht fünf verschiedene Abspiel-Modi, darunter zwei mit Time-Stretching. Dazu kann das Sample mit fünf verschiedenen Effekten weiter verändert werden. Außerdem können fast alle Sample- und Effektparameter mit zwei LFOs und einer Hüllkurve moduliert werden, und zwar auf jeder Zelle individuell.

Die Reihenfolge der fünf Effekte in jedem Sample-Slot kann durch einfaches Ziehen verändert werden.
Die Reihenfolge der fünf Effekte in jedem Sample-Slot kann durch einfaches Ziehen verändert werden.
Audio Samples
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09. Battery 4 – Tha Realest Kit 10. Battery 4 – Best of Absynth Kit

Was hier fehlt: ein Sequencer! Wer hier in der Welt von Native Instruments bleiben will, sollte sich mit der Maschine-Software und den entsprechenden Controllern vertraut machen. Was Updates betrifft: Battery 4 ist 2014 erschienen, in letzten kleinen Updates hat NI es VST3-fähig gemacht und Fehler behoben. Was die native M1-Kompatibilität betrifft, verspricht der Hersteller baldige Besserung. 

Sugar Bytes – Drum Computer – Physical Modelling und unendlich viele Sounds

In der Tradition von Sugar Bytes mit Plugins wie mit dem Loop-Slicer Egoist oder dem Multi-Effekt Effectrix ist bei dem Drum Computer alles etwas anders, als man es von Plugins derselben Gattung kennt. Das Plugin ist ein Hybrid. Alle acht Sound-Slots beinhalten jeweils drei Synthesizer-Engines: ein Resonator, der mit Physical Modelling echte Materialien wie Holz oder Metall simuliert. Dazu erzeugt eine Wavetable-Engine obertonreiche Glitch-Sounds. Außerdem re-synthetisiert ReSynth Samples und hilft bei der Simulation komplexer Cymbal-Sounds. Wem das noch nicht reicht, der kann statt der ReSynth-Engine auch einen Sampler nutzen und dort seine eigenen Audiosamples importieren. 

Will man ein eigenes Sample laden, geschieht das im Drum Computer im Bereich „ReSynth“. Dieser ist bei der Sample-Wiedergabe dann deaktiviert.
Will man ein eigenes Sample laden, geschieht das im Drum Computer im Bereich „ReSynth“. Dieser ist bei der Sample-Wiedergabe dann deaktiviert.
Audio Samples
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11. Drum Computer – DF D&B 2020 06

Eine der Stärken von Drum Computer ist ähnlich wie bei PolyPlex von Native Instruments die globale Randomize-Funktion. Dadurch, dass hauptsächlich Drum-Synthesizer die Sounds erzeugen, können damit unendlich viele neue Sounds per Zufall kreiert werden. Wer mehr auf fertige Sounds steht: Von Haus aus sind 400 globale Kit-Presets und 450 Engine-Presets dabei.  

Sonic Charge MicroTonic – Drum Synth Deluxe

Wer auf Drum-Synth-Sounds steht, wie sie in der Modular-Synth-Welt verbreitet sind, wird an MicroTonic von Sonic Charge Gefallen finden. Der Software-Synthesizer liefert die typischen, schön verkratzten, leicht digital klingenden Glitch-Sounds, wie man sie beispielsweise von Kaitlyn Aurelia Smith oder Alessandro Cortini kennt. MicroTonix hat dafür acht Sound-Slots, hunderte fertiger Kits und einen polyrhythmischen Sequencer im Gepäck.

Fotostrecke: 2 Bilder Das gerade abspielende Pattern in MicroTonic kann mit Klick auf das kleine MIDI-Symbol ganz oben links auch als MIDI Clip in die DAW importiert werden.
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12. MicroTonic – Bouncy Electrons

Dazu gibt es Patternarium. Die Webseite von Sonic Charge spuckt kontinuierlich neue Pattern für den Sequencer von MicroTonic aus. Die Community kann bei jedem neuen Pattern abstimmen. Der Generator bekommt so Feedback über gelungene und misslungene Rhythmen. Jedes gerade laufende Pattern kann heruntergeladen und sofort in MicroTonic importiert werden. 

Sonic Academy Kick 2 – Kick-Sounddesign im Detail

Sollte man sich nur für Kicks interessieren, ist Kick 2 von Sonic Academy genau das richtige Plugin. Hier geht es NUR um das Sounddesign von Kicks. Kick 2 ist wie Drum Computer eine hybride Drum Machine: halb Sampler, halb Synth. Der Transient der Kick, auch „Click“ genannt, wird in Kick 2 aus bis zu drei Sample-Layern erzeugt. Bei jedem „Click“-Layer kann die Hüllkurve, Tonhöhe und Lautstärke bestimmt werden. Der tonale Anteil des Kick-Sounds wird dann von einer Synth-Engine erzeugt.

Tonhöhenverlauf des internen Oszillators in Kick 2. Jeder Wert kann auf Wunsch angepasst werden. Per Doppelklick können weitere Punkte gesetzt werden.
Tonhöhenverlauf des internen Oszillators in Kick 2. Jeder Wert kann auf Wunsch angepasst werden. Per Doppelklick können weitere Punkte gesetzt werden.
Audio Samples
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13. Kick 2 – Fox 01

Dort kann der Verlauf der Tonhöhe, die bei Kicks zu Beginn des Transienten extrem in die Höhe schießt und dann auf dem Grundton landet, detailliert bestimmt werden. Wer erst einmal stöbern will, für den gibt es über 230 fertige Kicks. Dazu sind 180 Samples für die „Click“-Sounds mit dabei. Mitgelieferte Effekte wie Distortion, EQ, Kompressor und Limiter unterstützen beim finalen Formen des Sounds.  

Sinee Chop Suey – Techno-Kicks mit Sample-Layering

Björn Torwellen ist international gefeierter Techno-Artist und Gründer der Producer-Schule SINEE. Auf dem hauseigenen YouTube-Kanal bringt Torwellen regelmäßig neue Tutorials, außerdem macht er immer wieder Live Streams, wo er sich Tracks der Community anhört und Feedback gibt. Eins der wichtigsten Themen: die Kick! Gerade der für den harten Techno à la Torwellen so wichtige Kick-Rumble, das ist das Grollen und Rumpeln um die Kick herum, wird dort ausgiebig diskutiert. Dafür hat SINEE jetzt ein eigenes Plugin parat: Chop Suey!
Vor allem der „Tail“-Anteil ist für das typische Rumble verantwortlich.
Vor allem der „Tail“-Anteil ist für das typische Rumble verantwortlich.
Audio Samples
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14. Chop Suey – Rumble Kick 01

Ähnlich wie bei Kick 2 geht es bei Chop Suey nur um die Kick. Der Hauptunterschied: Alles läuft samplebasiert. Für jeden der drei Kick-Anteile „Transient“, „Body“ und „Tail“ können unterschiedliche Samples geladen werden. Außerdem können Tonhöhe, Phase, Laustärke und Offset eines jeden Anteils individuell eingestellt werden. Damit kann der gewünschte Sound der Kick bis ins kleinste Detail angepasst werden. Wem das zu viel Arbeit ist: 199 Presets und 400 Samples sind auch mit dabei. 

Virtual Vintage: FXpansion Geist 2 und Arturia Spark 2

In vielen Forumsdiskussionen und Listen über virtuelle Drum Machines tauchen zwei Plugins häufig ganz vorne auf: Geist 2 von FXpansion und Spark 2 von Arturia. Wir möchten beide erwähnen, allerdings unter der Überschrift „Virtual Vintage“. Sprich: Beide sind vor längerer Zeit (2014) erschienen, haben seitdem aber nur noch sporadisch Updates bekommen und über neue Versionen haben beide Hersteller nichts Konkretes verlauten lassen. Testet also vorher unbedingt mit den Demo-Versionen auf Kompatibilität!
Fotostrecke: 2 Bilder In diesem Preset spielen sechs Parts mit jeweils bis zu sechzehn verschiedenen Sounds und unzählige Modulationen. Geist 2 ist fast eine eigene DAW.
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15. Geist 2 – Blister 16. Spark 2 – House Desert

Die Sounddesignmöglichkeiten in „Geist 2“ (wir hatten den Vorgänger im Test) sind schwindelerregend: Alle Parameter, von der Tonhöhe über Filter-Cutoff und alle vier Hüllkurven-Parametern (ADSR) bis hin zu fast allen Effektparametern jedes Sample-Layers (sechs Effektslots pro Layer, 47 Effekte insgesamt) sind bis zu sechzehn (!) Modulatoren modulierbar. Jeder der sechzehn Drum Sounds kann aus bis zu acht gelayerten Samples bestehen. Sounds können aus bis zu zweiunddreißig individuellen Ausgängen aus dem Plugin geroutet werden. Dazu ist mit Zynaptiq ZTX einer der besten Time-Stretching-Algorithmen eingebaut. Außerdem gibt es bei FXpansion 33 Expansions mit weiteren Sounds. 

Spark 2 (auch hier haben wir Version 1 getestet), von den Machern von Pigments und der beliebten V Collection Arturia, ist ähnlich mächtig wie Geist 2. Sechzehn Pads und bis zu sechs Samples pro Pad gibt es hier. Dazu ist mit dem Modulationsbereich fast ein eigener Modular-Synth mit eingebaut. Der Sequencer kann als Besonderheit neben den Samples auch Effektparameter rhythmisch steuern. Wie bei Geist 2 gibt es nicht nur den Sequencer, sondern auch ein ganzes Song-Modul, in dem verschiedene Patterns für längere Tracks abgelegt und gesammelt werden können – praktisch für den Live-Einsatz! 

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Credits: Shutterstock / Ranto Visuals

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von Julian Schmauch

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