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Linkin Park: Kommt Chester Bennington in der neuen Doku zu kurz?

Mit Emily Armstrong am Mikrofon haben Linkin Park ein erfolgreiches Comeback hingelegt. Wie die Band nach Jahren der Pause wieder zusammengefunden hat, zeigt deren neue Dokumentation „Unshatter“. Doch eine Kritik zum Film wirft eine Frage auf: Bekommt Chester Bennington darin genug Raum?

Dennis Radaelli, CC0, via Wikimedia Commons

Seit dem 30. September ist „Unshatter“ im Kino zu sehen. Regie führte Bandmitglied Joe Hahn. Der Film begleitet Linkin Park von gemeinsamen Studiosessions im Jahr 2022, über die Entstehung von „From Zero“, bis zum großen Konzert in São Paulo. Neben Armstrong gehört inzwischen auch der Schlagzeuger Colin Brittain zur Band.

Wie macht man nach so einem Verlust weiter?

Dass dieser Neustart nicht selbstverständlich war, wird in dem Film deutlich gemacht. „Es war einfach alles beschissen“, sagt Hahn laut SRF gleich zu Beginn. Mike Shinoda erzählt, dass es ihm schwer fiel, sich Linkin Park mit einer neuen Stimme vorzustellen. Auch Brad Delson, Gitarrist der Band, war zunächst skeptisch.

Trotzdem entstanden nach und nach neue Songs. Die Band findet wieder zusammen, plant das Album und stellt schließlich ihre neue Sängerin vor. Für Fans gibt es dabei Einblicke in eine Zeit, in der noch niemand wusste, ob dieses Comeback überhaupt funktionieren würde.

Zu wenig Chester?

Persönliche Erinnerungen und alte Aufnahmen von chester Bennington sind über weite Strecken des Films nicht zu finden. Erst im Abspann tauche Chester in Form von Archivmaterial auf und das sei zu wenig. Auch wie genau die Wahl auf Armstrong fiel, bleibe offen. So berichtet SRF.

Andere Kritiken sehen das anders. Metal Hammer lobt gerade die Offenheit, mit der die Musiker über ihre Trauer und die Folgen von Benningtons Tod sprechen. Joe Hahn betont außerdem gegenüber People, Chester sei weiterhin „ein großer Teil von allem, was wir tun“ (eigene Übersetzung).

Die Behauptung, Linkin Park wollten nicht über ihren früheren Sänger sprechen, geht deshalb zu weit. Die Kritik betrifft eher die Gewichtung: „Unshatter“ erzählt vor allem, wie es für die Band weiterging. Wer mehr über Chester als Menschen erfahren möchte, bekommt laut SRF wenig davon zu sehen.

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