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Die besten Audio-Interfaces für DJs

Der DJ Markt ist in stetigem Wandel. Und das betrifft auch DJ-Interfaces, denen preiswerte Controller heutzutage das Leben schwer machen. Verständlich, wenn es kompakte DJ-Controller mit Software bereits für um die 100 Euro gibt und in puncto DVS das Interface nicht selten gleich im Mixer mit verbaut wird. Nichtsdestotrotz möchte manch einer vielleicht einfach nur eine kleine Soundkarte ins Gigbag einpacken und mit dem Laptop ohne weitere Hardware loslegen oder mit einem Mischpult arbeiten, das zum Auflegen mit von Timecode-Vinyls mit einem externen Audiointerface verbunden werden muss.

Die_besten_Audiointerfaces_fuer_DJs Bild


Die gute Nachricht hier: Es gibt sie noch, die DJ-Interafces. Die schlechte: Sie sind nicht mehr so viele, wie in den 2010ern. Doch zuvor gibt es einige Punkte zu beachten, die mitunter den Kaufentscheid betreffen. Zum Beispiel die Anforderungen hinsichtlich der Ein- und Ausgänge. Kommen DVS-User und digitale Turntablisten im Grunde gar nicht darum herum, sich ein Modell mit Phono-Eingängen zuzulegen, mit dem sie Timecode-Signale in das Interface respektive zur Software schicken können, benötigt der Tablet-DJ (zum Special: Auflegen mit dem iPad) für seine Party mitunter bestenfalls zwei separate Stereo-Signalpfade für die PA-Anlage und den Kopfhörer (zum Testmarathon)
Gerade auch für diesen Anwenderkreis interessant: Ist das ausgesuchte Modell kompatibel zu iOS und/oder zu den Android-Tablets sowie Smartphones? Und wie erfolgt die Stromversorgung? Was wird an Adaptern oder sonstigen Kabelwerk benötigt (zu unseren Praxistipps für die Kabelorganisation als DJ und Performer) ?

Top DJ-Audiointerface unter 100 Euro

ESI 44 Maya USB (+)

Das Maya 44 ist eines der dienstältesten Audiointerfaces für (DVS) DJs und hat seine Gestalt vom ehemalig halbtransparenten/dunkelblauen Kunststoffchassis über die Jahre zum schicken Aluminium-Look gewandelt. Das Anschlussangebot ist dabei im Grunde gleich geblieben. Viermal Cinch-In, viermal Cinch-Out, Signalfluss-LEDs und USB-Anschluss plus Kopfhörerbuchse. Damit könnt ihr getrennte Deck-Signale an einen externen Mixer ausgeben, DVS nutzen oder einfach nur die Boxen ansteuern. Mit 90 Euro legt das Interface zudem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis an den Tag und ist aus DVS-Sicht ein Kandidat für Programme wie VDJ, Mixvibes, MIXXX und Co.

Native Instruments Traktor Audio 2 MK3

Wenn es ultramobil zugehen soll und keine Inputs benötigt werden, dann sollte man einen Blick auf das Audio 2 MK3 werfen. Keine 100 Gramm schwer, zwei Outputs für zwei Decks, es passt mit seinen kompakten Maßen in die Jacken-/Hosentasche und ist zudem kompatibel mit iOs … und somit auch mit Traktor DJ.
Mit dem A2 lassen sich zwei Signale, also auch ein Master- und ein Kopfhörersignal, ausgeben/abhören. Lautstärkeregler befinden sich zudem praktischerweise seitlich am Gerät. Aktuell ist NIs DJ-Interface bereits für knapp 80 Euro zu haben.

Behringer U-Phoria UMC204HD

Auf den ersten Blick mag das Recording-Interface Behringer U-Phoria UMC204HD vielleicht nicht wie ein klassisches DJ-Interface aussehen, es kann aber durchaus dafür „zweckentfremdet“ werden, denn es stellt euch neben einem Stereo-Output (2x 6,3-mm-Klinke für Kanal 1 und 2) zwei paar Stereo-Cinch-Outputs für Kanal 1 und 2 und sowie Channel 3 und 4 zur Verfügung, womit ihr beispielsweise zwei Decks aus eurer DJ-Software an einen separaten Mixer ausgeben könnt. Ebenso denkbar: Der Mix (Summe) wird auf USB-Kanal 1/2 respektive Outputs 1 und 2 (Aktivboxen, Mischpult) geschickt, Preview (Kopfhörerkanal) landet hingegen auf USB-Kanal 3/4. Das Gerät kostet aktuell günstige 79 Euro, funktioniert unter anderem mit VirtualDJ, MIXXX oder Traktor und ist dazu auch eine probate Lösung, wenn ihr mit Ableton arbeiten wollt
Was das Kopfhörer-Monitoring angeht, müsst ihr allerdings “Zugeständnisse” machen, denn der Mix-Regler blendet nicht zwischen Master und Preview oder Decks 1 und 2 oder wie es bei DJ-Mixern Usus ist, sondern zwischen Input und Output, Stichwort Direct Monitoring. Für die jeweiligen Kanäle ist ein Umschalter zu bemühen.
Bedeutet im Umkehrschluss: Hier könnt ihr auch angeschlossene Mikrofone (Moderation etc.), Instrumente oder Grooveboxen etc. mithören. Dafür stehen euch zwei XLR-Combo-Jacks zur Verfügung, denen interessanterweise zwei Insertbuchsen für Effektgeräte (Post-Preamp) zuteilwurden.
ESI 44 Maya USB (+) (Produktseite bei Thomann)
Behringer U-Phoria UMC204HD (Produktseite bei Thomann)

Fotostrecke: 3 Bilder Traktor Audio 2 Mk2
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Pioneer INTERFACE 2 rekordbox DVS Interface

Mit dem INTERFACE 2 brachte Pioneer DJ im Sommer 2017 sein eigenes USB-Audiointerface für rekordbox dj und dvs auf den Markt. Ein solides Stück Ingenieurskunst, das Rucksack-freundliche 600 g wiegt und 141 x 32,5 x 127,8 mm misst. Es arbeitet mit 24 Bit und Sampleraten von 44,1 kHz, 48 kHz und 96 kHz. Im Test attestierte Mijk van Dijk dem Interface 2 eine sehr gute Response zwischen Control-Vinyl und Software, gepaart mit einer stabile Performance und guten Klangeigenschaften. Der Preis beträgt 299 Euro und darin sind auch bereits die nötigen Software-Lizenzen für rekordbox dj und DVS enthalten, zudem Timecode-Vinyls. Außerdem ein 5-Volt-Netzteil, vier Stereo-Cinch-Kabel, ein USB-Kabel und die obligatorischen „Beipackdruckwerke“.

Denon DS1 Serato DVS Interface

Denon DJ DS1 ist ein Audio- und DVS-Audiointerface für Serato DJ, das für 399 Euro über den Tisch geht. Es weist ein stabiles Alu-Druckgussgehäuse auf und ermöglicht den Anschluss von zwei CD-Playern oder Plattenspielern via Cinch, wobei ein robuster Metallschalter die Betriebsart vorgibt. Die Wandler des DS1 erlauben eine Sampling-Rate von bis zu 96 kHz. Das Interface arbeitet mit einer Wortbreite von 24 Bit. Da es als DVS-Tool für den externen DJ-Mixer konzipiert ist, lässt es einen Kopfhöreranschluss vermissen. Im Paket enthalten sind die für den DVS-Betrieb obligatorischen beiden Noise Map Vinyls sowie zwei zeitcodierte CDs. Damit man direkt loslegen kann, darf auch der Kabelsatz nicht fehlen: ein USB- und vier Cinch-Kabel. Das Denon DS1 ist das aktuell preiswerteste USB-Audiointerface für Serato und zeichnete sich im Test durch die Build-Quality, seinen kraftvollen Sound und sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus.

Native Instruments Traktor Scratch A6

NI Traktor Scratch A6 ist das Audiointerface für den anspruchsvollen Traktor DJ. Es verfügt über je drei Stereo-Ein- und Ausgänge. Die DVS-I/Os sind praktischerweise hinten arrangiert, wo auch USB- und Netzteilbuchse nebst der obligatorischen Rändelschraube Platz gefunden haben. Vorn hat der Hersteller neben einem praktischen Kopfhöreranschluss noch einen weiteren AUX-In/Out platziert. Im Gegensatz zum mittlerweile nicht mehr erhältlichen Traktor Audio 10 hat es jedoch keine Standard-MIDI I/Os zur Synchronisation mit Maschine oder einer anderen Hardware an Bord.
Neben einer hohen Betriebssicherheit, Scratch- und Gesamt-Performance legte das A6 im Test einen sehr guter Klang und einen satten Kopfhörersound an den Tag. Im Paket für 299 Euro UVP sind auch zwei Vinyl-Platten und CDs mit hoch aufgelöstem Timecode für die präzise Track-Kontrolle enthalten.
Native Instruments Traktor Scratch A6 (Produktseite bei Thomann)

Fotostrecke: 3 Bilder NI Traktor Scratch A6
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Hier findet ihr die passenden Kabel & Co. für DJs

Fotostrecke: 3 Bilder pro snake SRR2030 Cinch-Kabel 3 m
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Rane SL 4: (Second Hand) Tipp für DJ-Teams und Deck-Wizards

Das Rane SL4 aus 2011 (!) war das erste eigenständige DJ-Interface mit zwei High-Speed USB-Schnittstellen für Back-to-Back-Performances von zwei DJs oder für nahtlose DJ-Übergänge im Club. Das Gerät arbeitet mit 24 Bit bei 48/96 kHz unter Windows und Mac OSX. Es bietet vier Stereo-In/Outs, dazu je einen Aux-Ein- und Ausgang und die bereits angesprochenen beiden USB 2.0 Anschlüsse. Allerdings musste man für diesen Luxus auch etwas tiefer ins Portemonnaie greifen, denn der Preis für das SL4 (hier im Test) betrug etwa 900 Euro.
Vor einiger Zeit noch hatte Rane auch zwei kleinere Modelle im Sortiment, namentlich das Rane SL3 mit drei I/Os und einem USB-Port, bzw. das Rane SL2 für zwei Turntables, hier von uns getestet. Fraglich, ob die Interfaces noch einmal neu aufgelegt werden, denn in diese Bresche springt das Denon DJ DS-1.
Deutlich größer als das Angebot an externen DJ/DVS-Soundkarten ist mittlerweile der Markt für DJ-Mischpulte mit integriertem-Audiointerface, eine Lesetipp für alle Interessierten.

Rane SL4
Rane SL4

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von Peter Westermeier

Kommentieren
Profilbild von Turntablizt

Turntablizt sagt:

#1 - 20.05.2015 um 08:40 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Das Denon DJ DS1 würde mir noch einfallen

Profilbild von peter.bonedo

peter.bonedo sagt:

#2 - 20.05.2015 um 14:00 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Hi Turtablizt, absolut - bin schon sehr gespannt, wann es den Handel erreichen wird. Bisher heißt es: Herbst. Gruß

Kommentare vorhanden
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