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Protest gegen Abtreibungsverbot und Verletzung auf der Bühne: Rage Against the Machine sind zurück!

Ganze elf Jahre mussten Fans auf eine Bühnenrückkehr der legendären Rockband warten. Nach nur zwei Konzerten ist klar: Das Comeback von Rage Against the Machine hält nicht nur dank einem Statement gegen das Verbot von Abtreibungen was es verspricht.

Rage Against the Machine Abtreibung
Eine klare Botschaft gegen das neue Abtreibungsgesetz in den USA (FOTO: Screenshot aus dem angehängten Video)

Eigentlich hätte das große Live-Comeback von Rage Against the Machine schon lange über die Bühne gehen sollen. Wegen Corona mussten sich Fans nun noch zwei Jahre länger gedulten. Jetzt ist es endlich soweit: Die legendäre Combo um Frontmann Zack de la Rocha ist zurück auf der Bühne. Die Tour hatte im Vorfeld bereits für Schlagzeilen gesorgt, als die Band aufgrund von überteuerten Tickets auf dem Schwarzmarkt nochmal teurere Tickets verkauft hatte. Und bereits die ersten beiden Shows liefern auch mindestens genauso viel gesprächspotential.

Abort the Supreme Court

Dass sich Rage Against the Machine politisch äußern, ist natürlich lange bekannt und bei dem Bandnamen wäre alles andere auch überraschend. So sah sich die Band für ihre Tour nun spontan genötigt zu einem Thema, dass gerade in der US-amerikanischen Politik die Schlagzeilen dominiert, Stellung zu beziehen. Es geht natürlich um die Einschränkung des Abtreibungsrechts durch den US-amerikanischen Supreme Court.

Für alle die es nicht mitbekommen haben: Am 24. Juni hat der Supreme Court das Grundsatzurteil Roe vs. Wade zurückgenommen. Das Urteil von 1973 ordnete Schwangerschaftsabbrüche als verfassungsmäßiges Grundrecht einer Frau ein und legalisierte diese damit. Ab sofort können US-Bundesstaaten selbst entscheiden, ob und bis zu welchem Monat eine Abtreibung legal ist oder sogar hart bestraft wird.

Auf Instagram kündigte Rage Against the Machine bereits an, fast eine halbe Millionen Dollar an Organisationen, die sich für sichere Abtreibungen und Frauenrechte einsetzten, zu spenden.

Zurück auf der Bühne setzte die Band aus Los Angeles erneut ein Zeichen. Bei ihrem ersten Tourstop in East Troy, Wisconsin erschien zum Ende der Show während des Outros eine mehrteilige Botschaft auf den Videoleinwänden hinter der Band. Die klare Message folgte zum Schluss: “Abort the Supreme Court”. In Wisconsin wurden Abtreibungen direkt nach dem Urteil des Supreme Courts streng verboten. Generell gilt der Staat als einer der Konservativsten innerhalb der USA. Der Green Day Sänger Billy Joe Armstrong hatte sich bei einem Konzert vor wenigen Tagen bereits ähnlich geäußert und sogar gedroht die US-amerikanische Staatsbürgerschaft abzulegen.

Rage Against the Machine spenden für Abtreibungs-Rechte

Hier die ganze Botschaft: “Forced birth in a country that is the only wealthy country in the world without any guaranteed paid parental leave at the national level. Forced birth in a country where Black birth-givers experience maternal mortality two to three times higher than that of white birth-givers. Forced birth in a country where gun violence is the number one cause of death among children and teenagers. Abort the Supreme Court.”

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Die Botschaft wird ab 1:14:28 eingeblendet.

Das Statement wurde auch bei der zweiten Show in Chicago gezeigt. Als sei das noch nicht genug an berichtenswertem, hat sich Frontmann Zack de la Rocha während dem Konzert am Bein verletzt. Das Konzert spielte der Sänger natürlich trotzdem zu Ende, allerdings im sitzen. Berichten auf Social Media zu Folge musste der 52-Jährige am Ende der Show sogar von der Bühne getragen werden.

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Aktuell gibt es noch keine Informationen, wie schwer die Verletzung von Zack de la Rocha tatsächlich ist und ob eventuell sogar die Tour auf der Kippe steht. Erste Bilder des Auftritts erinnern allerdings an Foo Fighters Sänger Dave Grohl, der sich 2015 bei einem Konzert im schwedischen Göteborg das Bein gebrochen und trotzdem weiter gespielt hatte. Für die Folgezeit nach der Verletzung ließ sich Grohl übrigens einen eigenen Thron bauen, um auch im Sitzen spielen zu können und keine Konzerte absagen zu müssen. Ähnliches trauen wir dem Rage Against the Machine Frontmann definitiv auch zu.

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von Niklas Wilhelm

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