Nakst Apricot Test

Synths, die nach Obst benannt sind, sind selten – Nakst Apricot klingt dabei aber genauso außergewöhnlich, wie sein Name vermuten lässt. Optisch erinnert er an seinen großen Bruder ExtraBold, den wir uns bereits vor einer Weile angesehen haben. Und auch in Sachen Sound und Klanggewalt soll Apricot dem in nichts nachstehen!

Nakst Apricot Test
Unser Fazit:
5 / 5
Pro
  • Druckvoller Sound
  • Hybride Klangerzeugung
  • Import eigener Samples möglich 
  • Gut klingende Effekte
Contra
  • Kein VST-Format
Artikelbild
Nakst Apricot Test

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DETAILS & PRAXIS

PC-Usern bleibt wieder nur das CLAP-Format

Da es von Nakst nur Freeware gibt, kommt man auch an den Synthesizer schnell und unkompliziert heran. Auf der Downloadseite findet ihr neben alle wichtigen Informationen zum Plugin auch die Download-Links für Linux (X11), macOS (ab Version 10.14) und Windows (ab Version 7). Wie schon bei ExtraBold unterstützt auch Apricot die Formate CLAP, AU, FL Studio native und Standalone. PC- und Linux-User können das Plugin bis jetzt also nur in Bitwig, FL Studio, Reaper und Studio One Pro 7 nutzen.   

Hands-on-Synth ohne Schnickschnack

Nakst Apricot ist ein hybrider Freeware-Synthesizer, dessen Klangerzeugung subtraktive Synthese mit Sample-Features mischt. Ansonsten strahlt das digitale Instrument pure Hands-on-Mentalität aus.    

Zwei Hauptoszillatoren erzeugen den Grundsound und stellen jeweils sechs Wellenformen und Phasenmodulation bereit. Oszillator Nummer drei hat deutlich weniger Features und dient eher als Sub-Oszillator. Als vierte Klangquelle gibt es das Sample-Layer mit 44 Samples – eigene können aber auch importiert werden. 

Name und Farbgebung passen bei Apricot perfekt zusammen.

Das Multimode-Filter erlaubt Low-Pass, High-Pass und Band-Pass, jeweils bei 12 oder 24 dB Flankensteilheit. Nachdem das Signal das Amp-Modul, zwei Hüllkurven und zwei LFOs passiert hat, landet es bei der Modulationsmatrix, die vier Quellen mit jeweils zwei Zielen verknüpft. Die fünf implementierten Effekte Phaser, Parametric EQ, Waveshaper Distortion, Reverb und Ping-Pong Delay verstecken sich samt Arpeggiator hinter dem Effects-Tab.              

Apricot: von A bis Z klanglich überzeugend

Apricot hat offensichtlich genauso viel Power wie ExtraBold. Schon der Pluck-Sound Dirty Square im ersten Beispiel lässt keine Fragen offen – genau wie Infected, ein toller Arp-Sound mit Filterfahrt. Wenn Hans Zimmer dieses Preset hört, wird er Zebra vielleicht den Rücken kehren. See the World klingt wie eine moderne Version des Oberheim-Sounds bei Van Halen, während Elder’s Wisdom wie ein mystisches Synth-Pad der Extraklasse daherkommt.   

Audio Samples
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01 Dirty Square FD 02 Infected 03 See the World FD 04 Elder’s Wisdom

FAZIT: Nakst Apricot Test

Nakst Apricot ist die fast perfekte Freeware. Der Entwickler verfolgt keine Marketing-Tricks: Niemand soll zum Kauf verleitet werden, indem man ihn mit abgespeckten Plugins anfüttert. Alle Inhalte sind sofort freigeschaltet, sodass man mit dem Synth vernünftig arbeiten kann – und auch der Import eigener Dateien ist möglich. Nakst ging es offensichtlich einfach nur darum, einen hochwertigen Freeware-Synthesizer zu programmieren, und das ist mit Apricot absolut gelungen. Der Sound von Apricot überzeugt ebenfalls und hat unwahrscheinlich viel Power. Auch wenn CLAP-Plugins in Zukunft mehr Raum im Markt einnehmen werden, bleibt es dennoch unklar, warum man diesen tollen Synthesizer vielen PC-Usern durch das fehlende VST-Format bis dahin vorenthält

Features

  • Zwei Main-Oszillatoren
  • Ein weiterer Sub-Oszillator
  • Sample-Layer
  • Multimode-Filter mit LP, HP und BP
  • Zwei Hüllkurven
  • Zwei LFOs
  • Modulationsmatrix
  • Fünf Effekte: Phaser, Parametric EQ, Waveshaper Distortion, Reverb und Ping-Pong Delay
  • Für Windows, macOS und Linux 
  • Erhältliche Formate: CLAP, AU, FL Studio native und Standalone
  • WEBSEITE: nakst.itch.io/apricot/
  • PREIS: Nakst Apricot ist kostenlos
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