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Kaufberater Bühnen- und FOH-Kopfhörer

Bühnen und FOH-Kopfhörer kaufen: Ganz gleich, ob FOH-Engineer, Musiker oder Moderator, Monitoring per Kopfhörer ist bei Live-Events schon lange nicht mehr wegzudenken. Die Palette reicht vom ohrumschließenden geschlossenen Kopfhörer, der drahtlos mit guter Schallisolation für viel Bewegungsfreiheit bei der Sound-Bewertung sorgt, bis hin zu In-Ears, die sich mit ergonomischer Passform optimal den Gehörgängen anpassen und kabelgebunden Monitoring-Sound aus einem Bodypack-Receiver liefern. Damit ihr in diesem großen Feld ein wenig Orientierung über aktuell angesagte Geräte bekommt, haben wir für euch diesen Kaufberater zusammengestellt, der die wichtigsten Fragen für euch beantwortet.

Kaufberater Bühnen- und FOH-Kopfhörer
Inhalte
  1. Quick Facts: Kopfhörerarten und Einsatzgebiete
  2. Klassische Kopfhörer
  3. Worauf muss ich bei der Auswahl meines Kopfhörers achten?
  4. Bühnen und FOH-Kopfhörer kaufen: Einsteiger-In-Ears für unter 100 Euro
  5. Budget-Kopfhörer für unter 100 Euro
  6. Bühnen und FOH-Kopfhörer kaufen: Mittelklasse-Kopfhörer bis 250 Euro
  7. Bühnen und FOH-Kopfhörer kaufen: Headphone-Monitoring der Oberklasse
  8. Bühnen und FOH-Kopfhörer kaufen: Kabellose Monitoring-Kopfhörer und In-Ears

Im Kaufberater findet ihr Kopfhörer und In-Ears für jeden Geldbeutel sowie die wichtigsten Infos zur besten Passung für euch.

Checkliste zum Kauf von Bühnen- und FOH-Kopfhörern

Checkliste zum Kauf von XY

  • Wie groß ist die benötigte Schallisolation von außen?
  • Soll die Kopfhörerlösung unauffällig sein?
  • Ist evtl. eine Drahtlos-Lösung hilfreich?
  • Wie wichtig ist eine höchst detailgetreue Wiedergabe?
  • Wie komfortabel soll der Knopfkopfhörer sein (Universal-Passform oder Otoplastiken vom Hörgeräteakustiker)?
  • Welches Budget steht zur Verfügung?

Quick Facts: Kopfhörerarten und Einsatzgebiete

Kopfhörer mit klassischer Form haben einen Kopfbügel und zwei Hörschalen. Was zunächst so einfach klingt, stellt sich bei genauerer Betrachtung als ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Bauteile heraus. Klassische Kopfhörer wie auch In-Ears bieten unterschiedliche Features für ganz verschiedene Zwecke:

geschlossen (engl. closed-back):

  • hohe Schallisolation
  • hohe Konzentration auf Wiedergabe in leisen Umgebungen möglich
  • Umgebungsschall fällt in lauten Umgebungen nicht so stark ins Gewicht
  • geringere bis keine Übersprechungen mit mikrofonierten Instrumenten auf der Bühne
  • keine Feedbackschleifen
  • geeignet für Sound-Engineer am Front-Mischpult und Musiker auf der Bühne
  • Nachteil: optisch auffällig

Knopfkopfhörer (engl. In-Ears):

  • weniger auffällig zu tragen
  • passive Geräuschunterdrückung möglich (starke Dämpfung des Außenschalls)
  • Standardform: gute klangliche Isolation
  • Spezialform: von Hörgeräteakustikern per Gehörgangabdruck geformte Otoplastiken
  • geeignet für Musiker, Moderatoren & Co. – einige hochwertige Modelle auch für FOH-Engineers

Schauen wir nun, wie sich die Sache im Detail darstellt und was für euch zu empfehlen ist.

Klassische Kopfhörer

Kopfhörer mit klassischer Form haben einen Kopfbügel und zwei Hörschalen. Was zunächst so einfach klingt, stellt sich bei genauerer Betrachtung als ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Bauteile heraus. Umso mehr, als dass diese Bauteile für verschiedene Zwecke spezielle Features beherbergen können. So können die Hörschalen offen, halboffen oder geschlossen sein. Geschlossene (engl. closed-back) Kopfhörer haben eine deutlich höhere Schallisolation. Sie lassen sowohl weniger Sound aus den Ohrschalen heraus als auch Außengeräusche hinein.

Entsprechend kann sich ihr Anwender in leisen Umgebungen gut auf ihre Wiedergabe konzentrieren. In lauten Umgebungen fällt dagegen mit ihnen der Umgebungsschall nicht so stark ins Gewicht. Werden auf der Bühne Instrumente mikrofoniert, haben geschlossene Monitorkopfhörer gegenüber einem Stage-Monitoring mit Lautsprechern den Vorteil, dass es keine Übersprechungen gibt, die schlimmstenfalls zu einer Feedback-Schleife führen können. 

Deshalb sind geschlossene Kopfhörer für den Sound-Engineer am Front-Mischpult in einem Venue geeignet wie auch für Musiker auf der Bühne. Allerdings sind sie alles andere als unauffällig. Entsprechend kommen sie bei Musikern am ehesten in den hinteren Reihen zum Einsatz, also etwa bei Schlagzeugern.

Knopfkopfhörer

Wer im Bühnenvordergrund steht, greift dagegen gern auf weniger auffälligere Kopfhörer zurück. Hier bieten sich Knopfkopfhörer (engl. In-Ears) an. Miniaturkopfhörer, die direkt in den Gehörgang eingesetzt werden, sind nicht nur weniger auffällig zu tragen, sie bieten in der Regel von Haus aus bereits eine recht gute klangliche Isolation. Außerdem gibt es Modelle, die mit passiver Geräuschunterdrückung beworben werden. Sie verfügen über eine besonders starke Dämpfung des Außenschalls. Mit ihnen im Ohr können sich Sänger, Gitarristen, Moderatoren & Co. optimal aufs Monitorsignal konzentrieren.

Noch einen Schritt weiter gehen Otoplastiken. Sie werden von Hörgeräteakustikern geformt, indem sie Gehörgangabdrücke nehmen. Auf dieser Basis werden dann die Formen der Hörfortsätze der Knopfkopfhörer passgenau hergestellt. Komfortabler Sitz und auch hohe Dämpfung von Außengeräuschen sind dann ebenso garantiert wie leider auch ein hoher Anschaffungspreis. Wer es deutlich günstiger haben möchte, greift deshalb eher auf ergonomisch geformte In-Ears mit Ohrpasstücken aus Memory-Schaumstoff zurück.

Worauf muss ich bei der Auswahl meines Kopfhörers achten?

Für die Auswahl eines passenden Kopfhörers könnt ihr euch einige Fragen stellen, die euch auf die richtige Fährte nach dem passenden Modell bringen:

Wann ist Kopfhörer-Monitoring praktisch für FOH-Engineers?

Für einen FOH-Engineer ist es selbstverständlich unerlässlich, den Saal-Sound aus der Beschallung kommen zu hören. Wie sonst sollte er einen Eindruck vom Klang in den jeweiligen Räumlichkeiten und von der Wirkung aufs Publikum bekommen? Jenseits davon müssen aber hier und da auch einzelne Kanäle abgehört, Aux-Wege abgehört oder Zuspieler gecheckt werden. Für diese Zwecke ist das Abhören per Kopfhörer optimal. So kann der Tonverantwortliche parallel zur Frontbeschallung ungestört einzelne Signale prüfen.

Wann lohnen sich In-Ear-Kopfhörer statt Lautsprecher-Monitoring?

Für Musiker auf der Bühne ist Lautsprecher-Monitoring eine feine Sache, um sowohl die Kraft der eigenen Performance zu spüren als auch gute Anhaltspunkte für die eigene Performance zu bekommen. Schwierig wird es allerdings in kleinen Locations mit lauter Frontbeschallung, weil dort Monitorlautsprecher weniger gezielt eingesetzt werden können. Auch in Venues mit ungünstiger Raumgeometrie kann es zu Problemen kommen. Dort können mögliche Rückkopplungen den Saalsound stören und Musiker auf den Brettern an eine bestimmte Stelle binden. In diesem Fall ist Kopfhörer-Monitoring die bessere Lösung.

Wenn mit einem drahtlosen In-Ear-System gearbeitet wird, können die Musiker außerdem die Lautstärke ihres Monitorsignals selbst regeln. Bei zweikanaligen Wireless-Lösungen mit am Bodypack-Receiver getrennt regelbaren Kanälen lässt sich gegebenenfalls sogar das Mixverhältnis von eigener Performance und Band-Sound separat anpassen. Wer mit seiner eigenen Monitoring-Lösung arbeitet, kann außerdem sein System überall hin mitnehmen.

Welcher Kopfhörer ist der Passende für mich?

Die Frage nach dem geeigneten Kopfhörer lässt sich für beinahe jeden Musiker unterschiedlich beantworten. Aber nicht nur der individuelle Geschmack ist entscheidend. Schlagzeuger sind gut beraten, auf laute Kopfhörer zu setzen, die einen satten Bassbereich liefern. Das gilt umso mehr auch für die Kopfhörerauswahl bei Bassisten. Gitarristen und Keyboarder werden eine differenzierte Auflösung in den Mitten bevorzugen.

Sänger, Sprecher und Entertainer werden ihr Ohrenmerk auf eine gute Präsenz von Sprech- und Gesangsstimme legen. Schlagzeuger und Keyboarder, die mit ihrem Instrument an Ort und Stelle gebunden sind, können von ohrumschließenden Kopfhörern profitieren, die auch kabelgebunden sein dürfen. Alle anderen Musiker werden wohl in den meisten Fällen auf In-Ears in Verbindung mit einem Wireless-System setzen wollen.

Sind diese Fragen geklärt, steht ihr immer noch vor einer immensen Auswahl. Im Folgenden stellen wir euch deshalb ein paar der angesagtesten Modelle für verschiedene Budgets vor.

Bühnen und FOH-Kopfhörer kaufen: Einsteiger-In-Ears für unter 100 Euro

Einfache Knopfkopfhörer sind bereits für wenig Geld zu haben. Je nachdem welche Ansprüche ihr an die In-Ears habt und welchen Zweck sie erfüllen sollen, kann es völlig ausreichend sein, sich nicht übermäßig in Unkosten zu stürzen. Gerade dann, wenn ihr eher Gelegenheitsnutzer seid, ein einfaches IEM-Set aufrüsten wollt oder schlichtweg zuhause ungestört und ohne zu stören üben möchtet, sind günstige In-Ears unter 100 Euro eine fantastische Lösung.

Budget-Kopfhörer für unter 100 Euro

Auch Kopfhörer mit Kopfbügel, die durchweg brauchbar sind, lassen sich längst im Bereich bis 100 Euro finden. Für unsere Empfehlungen haben wir gezielt Modelle mit geschlossener Bauweise herausgesucht, die sich vor allem für Schlagzeuger und Engineers eignen. Darunter finden sich keine Wireless-Kopfhörer, weil es bei diesen Einsatzzwecken häufig keine Rolle spielt, dass sie kabelgebunden sind.

Bühnen und FOH-Kopfhörer kaufen: Mittelklasse-Kopfhörer bis 250 Euro

Wer etwas mehr ausgeben kann und höhere Ansprüche an Kopfbügel- und Knopfkopfhörer mitbringt, findet ebenfalls eine große Auswahl verschiedener Bauarten und Ausführungen. Wir haben uns für euch umgeschaut, welche Modelle zu den Klassikern gehören oder gerade angesagt sind. Dabei können auch ausgewiesene Studiokopfhörer aufgrund ihrer geschlossenen Bauweise wirklich gute Dienste leisten.

Bühnen und FOH-Kopfhörer kaufen: Headphone-Monitoring der Oberklasse

Jenseits von Budgetbereich und preislicher Mittelklasse finden sich selbstverständlich auch Kopfhörer jeglicher Couleur, die gehobenen Ansprüchen gerecht werden. Dabei kann es sein, dass eine hochwertige Auswahl von Materialien am Start ist, ein besonders detaillierter und/oder bassstarker Klang gewünscht wird oder spezielle Features vom Kopfhörer geboten werden.

Wie es so oft ist, lassen sich mit einem höheren Budget letztlich schlichtweg mehr persönliche Wünsche erfüllen und in vielen Fällen auch deutlich höhere (Klang-) Qualität einkaufen. Auch bei diesen Empfehlungen haben wir wieder auf kabelgebundene Modelle geschaut. Vor allem Tontechniker auf der Suche nach dem optimalen Kopfhörer-Monitorsound werden in diesen Empfehlungen sicher fündig.

Bühnen und FOH-Kopfhörer kaufen: Kabellose Monitoring-Kopfhörer und In-Ears

Nach all den Empfehlungen für Kopfhörer mit Kabel wollen wir euch natürlich auch nicht vorenthalten, welche Kopfbügel- und In-Ear-Modelle zurzeit eine gute Wahl fürs drahtlose Monitoring auf der Bühne oder am Saalmixer sind. Nahezu alle Hersteller haben nämlich mittlerweile auch kabellose Kopfhörer im Programm. Und Wireless bedeutet nun mal auch deutlich mehr Bewegungsfreiheit.

Wenn die Bühne und das eigene Setup nicht zu groß ist, kann mancher kabellose Kopfhörer durchaus auch ohne eine zusätzliche Drahtlosanlage eingesetzt werden. Das ist beispielsweise für viele Alleinunterhalter und DJs der Fall.

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Kaufberater Bühnen- und FOH-Kopfhörer

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von Carsten Kaiser

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