JMG HyperspaceCore Test

Der bekannte YouTuber Venus Theoryhat in einem seiner Videos zum Thema Sounddesign ein Hall-Plugin namens Hyperspace gefeatured. Inzwischen gibt es eine Freeware-Version, die wir unter die Bonedo-Lupe nehmen: JMG HyperspaceCore.

JMG HyperspaceCore Plugin Test Bedienoberfläche
Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • Starker Sound
  • Sehr vielseitig
  • Dreistufiger Randomizer
  • X/Y-Pad
Contra
  • Kein Contra

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DETAILS & PRAXIS

Hier gibt es JMG HyperspaceCore

HyperspaceCore wird über die Seite von United Plugins vertrieben – dort geht auch bei Freeware nichts ohne den UnitedPluginsManager. Erstellt euch dazu zuerst einen Account und holt euch das Plugin dann über den Warenkorb. Ladet euch die Manager-App über das Download-Tab runter und meldet euch im Anschluss dort an. Der Effekt wird automatisch freigeschaltet. Installieren könnt ihr ihn in der App unter Windows und macOS in den Formaten VST2, VST3, AU und AAX.  

Charakter-Hall für Komponisten und Sounddesigner

JMG HyperspaceCore ist ein algorithmisches Hall-Plugin, das sich mehr als Sounddesign-Tool denn als reine Raumsimulation versteht. Funktional hat man der Freeware-Version natürlich die Flügel gestutzt. Für verschiedene Texturen und Charakter-Sounds sind bei HyperspaceCore trotzdem noch genug Funktionen übrig.  

Das GUI von HyperspaceCore mit seinem X/Y-Pad.
Das Interface von HyperspaceCore hat im Vergleich zur Vollversion nur ein X/Y-Pad. 

Die Features mit blauem Color-Coding steuern die Verzögerungsparameter wie Time, Predelay oder Size. Über Filter, Tilt oder Damp kann man hier aber auch schon klanglich auf den Output des Plugins Einfluss nehmen. Das X/Y-Pad ist natürlich fürs Morphing zuständig – bei HyperspaceCore gibt es dafür die drei Modi Classic, Modern und Cosmic. 

Während Duck als Funktion selbsterklärend ist, erlaubt Focus die Trennung von Geräuschen und tonalen Inhalten des Effekts. Hinter den orangefarbenen Features verbergen sich zwei Spezialeffekte des Halls: Resonate besteht aus mehreren Comb-Filtern, die für einen metallischen Sound sorgen, während Inertia die Ausklingzeit verlängert – perfekt für cineastische Soundscapes.  

In der Kopfzeile des GUIs gibt es zudem einen Limiter und einen A/B-Vergleich. Drei Randomizer verändern die Parameter des Plugins unterschiedlich tief. Der Würfel mit dem einen Auge generiert die Parameter des X/Y-Pads, verändert also nur den Klang von HyperspaceCore. Der Würfel mit drei Augen verändert mehre Parameter, allerdings noch in Maßen. Und der mit fünf Augen generiert schließlich alle Parameter mit unterschiedlichsten Werten – rein zufällig versteht sich.         

Unglaublicher Sound und große klangliche Vielfalt

Für den klanglichen Test nehmen wir eine Gitarre, die eine einfache Akkordfolge spielt und auf diese Weise viel Platz für Verzögerungseffekte lässt. Anstatt die Presets von HyperspaceCore zu durchforsten, generiere ich per Zufall drei ganz unterschiedliche Ergebnisse, und das mit nur drei Klicks. 

Beim ersten Beispiel entsteht eine Art Pad-Sound, der sich bewegt, teilweise anstaut und dadurch sogar ganz leicht verzerrt. Damit bekommt die Gitarre unheimlich viel Charakter. Beim zweiten Beispiel entsteht per Zufall ein deutlich längerer Effekt mit einer wundervollen Atmosphäre, die an einen Film-Soundtrack von Cliff Martinez oder ein Album von Pat Metheny erinnert. Zum Schluss kreiert der Zufall dann einen wunderschönen Hall-Sound mit Shimmer-Einschlag und perfekt getimtem Ausklang.  

Audio Samples
0:00
01 Gitarre Clean 02 Random 1 03 Random 2 04 Random 3

FAZIT: JMG HyperspaceCore

JMG HyperspaceCore gehört auf jeden Fall zu den besten Freeware-Plugins des Jahres. Der Sound des Freeware-Tools ist einfach fantastisch und was man damit (per Zufall) an Gänsehauteffekten zaubern kann, ist sagenhaft. Schlichte Raumsimulation geht mit dem Plugin natürlich auch – allerdings wäre das in etwa so, als würde man mit einem Rallye-Auto zum Einkaufen fahren. Die eigentliche Stärke von HyperspaceCore liegt nämlich im Erstellen von Atmosphären, Soundscapes und cineastischen Effekten, die unter die Haut gehen. Dass JMG den dreistufigen Randomizer in der Freeware-Version freigeschaltet hat, ist zudem lobenswert. Das nenne ich mal einen gelungenen Einstieg in die Welt der Freeware – bravo, JMG!

Features

  • Algorithmischer Reverb
  • X/Y-Pad
  • Dreistufiger Randomizer
  • A/B-Vergleich
  • Limiter
  • Skalierbares GUI
  • Für Windows und macOS
  • Erhältliche Formate: VST2, VST3, AU und AAX
  • WEBSEITE: unitedplugins.com/HyperspaceCore/
  • PREISE: JMG HyperspaceCore ist kostenlos
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