Safari Audio Polyrex Test

Safari Audio interpretiert mit Polyrex einen klassischen Vintage-Synthesizer neu. Sein Name erinnert an den Korg Polysix, während die Synthese-Architektur dem Roland Juno-60 ähnelt. Soundästhetisch ist Polyrex hingegen ganz in der Gegenwart angekommen und eignet sich vor allem für Lo-Fi-Produktionen.

Safari Audio Polyrex: Test.
Ein sympathischer Dino mit modernen analogen Patches für viele musikalische Momente: Safari Audio Polyrex. 

Der Hersteller Safari Audio ist uns bereits im Test des Safari Pedals Everything Bundle begegnet. Dort überzeugte vor allem das durchdachte User-Interface, während sich viele der Pedale als eigenständige Soundmacher mit ausgeprägtem Vintage-Charakter erwiesen. Das Safari Audio Everything Bundle enthält über 30 Plugins, Studio-Tools und Instrumente für erstaunlich wenig Geld und ohne Abo-Stress.

Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • Retro-Sound, Juno-Chorus
  • Mix-Tauglichkeit, Simple Bedienung
  • Günstiger Preis
Contra
  • Factory Presets eher schwach
  • Wenig Parameter

Safari Audio Polyrex Highlights

  • Zeitgemäße Neuinterpretation des Roland Juno-60 und anderer Synth-Klassiker der frühen 80er.
  • Charaktervoller analoger Retro-Sound und simples Handling.
  • Teil der drei „Super Keys“ von Safari Audio – zusammen mit Cubby und Super Chunk.
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Kundenbewertung:
(2)

DETAILS & PRAXIS

Neuer Easy-Analog-Synth statt akribischer Juno-Emulation

Der achtstimmige Safari Audio Polyrex will den Roland Juno-60 gar nicht bis ins kleinste technische Details emulieren. Stattdessen setzt das Plugin auf einen modernen, unkomplizierten Zuang zu analogen Standard-Sounds mit Vintage-Charakter.

Safari Audio Polyrex: Synth.
Safari Audio hat den Klassiker Roland Juno-60 genau unter die Lupe genommen. 

Der Oszillator-Bereich ist simpel strukturiert. Wie bei den Junos setzt auch der Polyrex auf einen DCO mit Saw-, Square- und Pulswelle sowie Suboszillator und Noise-Generator. Für breite schwebende Klänge gibt es die Option zur Pulsweitenmodulation und auch ein Pitch-LFO fehlt beim Polyrex nicht.

Den Sound des Plugins prägen vor allem das resonanzfähige Tiefpassfilter und der separate Hochpass. Wie beim Juno-60 gibt es auch hier nur eine ADSR-Hüllkurve, die entweder Filter oder Lautstärke steuert. Das schränkt die Soundprogrammierung leider ein.

Safari Audio Polyrex – integrierte Effekte und Arpeggiator

Zum typischen Juno-60-Sound gehört auch der Chorus, den Safari Audio im Polyrex mit zwei kombinierbaren Modi überzeugend nachbildet. Ein analoges Delay und ein Federhall sorgen für räumliche Retro-Effekte. Wie der LFO kann auch der Arpeggiator zum Tempo der DAW synchronisiert werden und ermöglicht die üblichen Akkordbrechungen. Ob Klangerzeugung, Effekte oder Arpeggiator: Der Polyrex wirkt nie unnötig komplex oder überladen. Gerade für Einsteiger ist das Panel sehr bedienungsfreundlich.

Safari Audio Polyrex: Presets.
Retro- und Juno-Vibes finden sich auch bei den Effekten von Safari Audio Polyrex.

So modern klingt der Safari Audio Polyrex

Der Safari Audio Polyrex hat Charakter. Schon beim ersten Durchhören zeigt sich ein moderner Analog-Sound, der bei anderen Juno-60-Clones oft erst durch weiteres Sound-Tuning entsteht. Die Preset-Auswahl fällt allerdings etwas knapp aus und nicht alle Sounds können überzeugen. Dafür fügen sie sich gut in den Mix ein und beanspruchen den Rechner kaum.

Safari Audio Polyrex: Cubby.
Bei den Factory Presets bekleckert sich Safari Audio nicht mit Ruhm.

Komplexe oder modulative Synthesizerklänge beherrscht der Polyrex nicht. Warme, organische und auch musikalisch verwertbare Sounds gehören eher zu seinen Stärken. Plucks und Keys, Pads und auch manche Leads schätze ich persönlich am meisten. Für die Audio-Demos habe ich insgesamt zehn der Factory Presets ausgewählt und für euch angespielt.

Audio Samples
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Fantasy The Pulse Funky Duck 80s Texture Bass Cloud Chordz Stardrop Alley Brass Boomerang Ether Waves Stranger Arp

Weitere Super Keys von Safari Audio: Super Chunk und Cubby

Der Polyrex ist der jüngste Sproß der Super Keys von Safari Audio. Wie seine beiden älteren Geschwister ist auch im Everything Bundle enthalten. Das Plugin Super Chunk konzentriert sich auf den Bassbereich und liefert moderne, Moog-orientierte Sounds. Deutlich eigenständiger präsentiert sich der Safari Audio Cubby: Der Soft-Synth bringt den Sound von Home-Keyboards der 70er und 80er samt Arpeggiator und Effekten in die DAW und verdient sich damit durchaus das Prädikat „LoFi Keys“.

Für Retro Keys ist Safari Audio Cubby eine ziemlich gute Wahl.

Alle drei Plugins der Super-Keys-Serie ergänzen sich gut, kosten erstaunlich wenig und begeistern mit ihrem einfachen Handling.

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Alternativen zum Polyrex – Juno-60-Clones im Vergleich

Die Konkurrenz ist groß: Der Safari Audio Polyrex tritt gegen zahlreiche Emulationen des Roland Juno-60 und Juno-106 an. Welche davon besonders überzeugen, zeigen wir euch im Bondeo-Feature inklusive Audio-Demos.

Der TAL-U-NO-LX gehört dabei zu den stärksten Kandidaten. Preislich und klanglich liegt der Cherry Audio DCO-106 Polyphonie Synth tatsächlich am nächsten am Polyrex – unbedingt die Demo-Version testen!

Safari Audio Polyrex: Cherry Audio.
Kaum zu glauben: Der Cherry Audio DCO-106 ist noch preiswerter und leistungsfähiger.

Aber auch ein Blick auf den Korg Polysix lohnt sich – ihn gibt es als Einzel-Plugin oder als Bestandteil der Korg Collection. An seinem Sound hat man sich vielleicht noch nicht so satt gehört wie an den Juno-Patches.

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FAZIT: Safari Audio Polyrex

Der Safari Audio Polyrex ist ein unkomplizierter und charaktervoller Synthesizer mit eigenständiger Klangästhetik. Besonders Producer aus den Bereichen Lo-Fi und Indie-Pop dürften an seinem Sound Gefallen finden.

Der günstigen Preis macht die Entscheidung leicht: Wer die spezielle Soundästhetik von Safari Audio mag, sollte den Polyrex unbedingt ausprobieren. Mein persönlicher Tipp: Wenn schon Safari Audio, dann richtig – das Everything Bundle versammelt neben den Synths auch die verschiedenen Effektpedale des Herstellers.

Unterm Strich bekommen beim Polyrex vor allem Einsteiger ein stimmiges Instrument mit Juno-DNA, Vintage-Charme und schnellem Workflow.

Features

  • Soft-Synth im Stile des Vintage-Synthesizers Roland Juno-60 mit Arpeggiator und Effekten.
  • Systemvoraussetzungen: Ab Windows 10, Mac OS X 10.15 (M1 Support), Online-Aktivierung, VST3, AU, AAX.
  • PREIS: 33 Euro (Straßenpreis vom 17.08.2026)
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