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AIR Music Technology Fabric Vintage Synths Vol. 1

Air Music Technology startet mit Fabric Vintage Synths Vol.1 eine neue Serie. Das erste Bundle enthält Roland Jupiter-8, Moog Memorymoog und Sequential Prophet-V. Es sind keine perfekten Emulationen mit virtuell-analoger Synthese, sondern praktische Multisample-basierte Instrumente. Anstelle einer detaillierten Abbildung der Originale geht es um einfaches Handling sowie um mix-taugliche Presets. Aufgepasst: Fabric Vintage Synths Vol.1 läuft als Plugin innerhalb der bekannten DAWs sowie auf Akai-MPC/Force-Geräten mit einer guten Integration.

Air Music Technology Fabric Vintage Synths Vol 1: Test.
Drei Plugins mit Multisamples ikonischer Vintage-Synths: Air Music Technology Fabric Vintage Synths Vol 1.

Schon mit Jura, Timewarp 2600 und Iona hat AIR Music Technology bewiesen, dass sie Vintage-Instrumente nachbilden können. Während sich The Fabric Collection auf Workstation-Sounds wie Pianos, Strings, Bässe oder Flächen spezialisiert, liefert das Pedant Fabric Vintage Synths Vol. 1 klassische Elektroniksounds.

Unser Fazit:
3,5 / 5
Pro
  • Kompatibel mit Akai MPC
  • Moderne Presets
  • Gute On-Board-Effekte
  • Dynamischer Arpeggiator
Contra
  • Keine klassische Emulationen
  • Mehrwert ohne MPC-Hardware gering

Alle drei Instrumente auf einen Blick

  • Fabric Vintage Jup – orientiert sich am Roland Jupiter-8
  • Fabric Vintage Pro – orientiert sich am Sequential Prophet-5
  • Fabric Vintage Memorymoog – orientiert sich am Moog Memorymoog

DETAILS UND PRAXIS

Air Technology Fabric Vintage Synths: drei Plugins, ein Konzept?


Das Wort „fabrikmäßig“ schwirrt mir sofort im Kopf, während ich mir alle drei Plugins anschaue. Es ist eine standardisierte, vereinfachte Lösung – wie vom Fließband. Jeder der drei Synth ist ähnlich aufgebaut, nur die dahinterliegenden Multisamples sind anders.

Air Music Technology Fabric Vintage Synths Vol 1: Synth Page.
Schnelle Soundbearbeitung: Synth Page von Air Music Technology Fabric Vintage Synths Vol 1.

Die Hauptseite erlaubt wichtige Klangzugriffe: Jedes Plugin basiert auf zwei Hauptoszillatoren, Sub-Oszillator und Noise – sie lassen sich wie die Effekte ein- und abschalten. Ansonsten bietet die Synth-Page noch acht Regler an: Cutoff, Reso, Attack und Release sowie Osc-Balance, Osc 1 Tune und Delay/Reverb-Intensität.

Für die schnelle wie effiziente Soundbearbeitung während der Produktion ist dies praxisnah gelöst. Falls ihr einzelne Presets noch intensiver bearbeiten oder neue Sounds von Grund auf erstellen möchtet: Auf der Edit-Seite zeigen sich Filter-, Hüllkurven- und LFO-Sektion sowie Osc 1/2, Sub und Noise.

Air Music Technology Fabric Vintage Synths Vol 1: Synth Page.
Die Fabric Vintage Synths lassen sich auf der Edit-Page ausführlicher programmieren.

Effekte und Arpeggiator? Funktionieren gut!

Fabric Vintage Synths bietet noch einen weiteren Bereich: FX+ARP. Ihr bekommt also nicht nur mehr Stimmen sowie umfangreichere Modulationen als bei den Originalen, sondern auch Effekte und ein Arpeggiator ist bei allen drei Plugins ebenfalls integriert.

Air Music Technology Fabric Vintage Synths Vol 1: FX + Arp.
Fabric Vintage Synths – nicht ohne Standard-Effekte und einem praktischen Arpeggiator!

Die Effektsektion ist übersichtlich aufgebaut und bietet Reverb, Delay, Chorus, Phaser oder auch Distortion. Ihr könnt die Sounds damit gut in den Mix einbetten. Noch besser gefällt mir der dynamische Arpeggiator. Er besticht mit einigen praktischen Features wie Ratchet, Freeze oder Octave Randomization.

Nicht zu vergessen: Tuning, MPE-Unterstützung oder MIDI-Control könnt ihr bei den Settings einstellen.

Air Music Technology Fabric Vintage Synths Vol 1: Settings.
MPE-Support und mehr: kleine, aber nützliche Extras der Fabric Vintage Synths.

Wie analog klingen die Fabric Vintage Synths?

Die ehrliche Antwort: Die Plugins klingen gut nach Analog-Synthesizer, aber leider austauschbar. Im Grunde kommt der typische Charakter des Vintage-Synths nicht voll zum Tragen – Moog klingt wie Oberheim klingt wie Sequential.

Ihr bekommt jeweils eine ansprechende Library. An Kategorien sind Bässe, Leads, Pads, Effekte sowie Arpeggio und Sequenzer vorhanden – Standards, die ihr wie das Brot und Butter für eure Produktion benötigt.

Air Music Technology Fabric Vintage Synths Vol 1: Presets.
Die Fabric Vintage Synths sorgen mit einer gut sortierten Library und praktischen Presets für einen schnellen Start in die Produktion.

Soundästhetisch dreht es eigentlich weniger um Vintage, es finden sich so einige EDM-orientierte Presets: warme und breite Pads, durchsetzungsfähige Leads, inspirierende Arpeggios oder auch runde, analog-inspirierte Bässe.

Jedes Instrument aus Fabric Vintage Synths präsentiere ich anhand von vier Presets. Dabei wird schnell klar: Die Sounds wirken durchweg modern und praxisnah – ohne dass sich immer eindeutig ein Moog oder Jupiter heraushören lässt.

Audio Samples
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Memorymoog, Preset Altered Memorymoog, Preset Super Snap Memorymoog, Preset Blade Slope Memorymoog, Preset Majestic Moog Jupiter-8, Preset Shimering Strings Jupiter-8, Preset Atmospheric Intro Jupiter-8, Preset It’s a Classic Jupiter-8, Preset Tight Pluck Prophet-5, Preset ResSweep Prophet-5, Preset Desolation Prophet-5, Preset DigiString Prophet-5, Preset Heavy Stack

Fabric Vintage Synths versus DAW-Emulationen

Air Technology ist gut aufgestellt und kann sich im Markt überzeugend positionieren. Für diese Sammlung sprechen neben dem soliden Klang insbesondere zwei Faktoren: die Kompatibilität mit Akai MPC sowie die intuitive, einheitliche Bedienung.

Tatsächlich laufen alle drei Synthesizer auf den sehr beliebten Hardware-Grooveboxen der Akai MPC-Serie und so auch auf dem beliebten Akai Professional MPC Key 37. Wie genau das funktioniert, konnten wir aus Ermangelung der Hardware nicht testen.

Wenn ihr eine perfekte Emulation benötigt und Presets im Detail kreieren möchtet, müsst ihr mehr investieren – für die DAW abseits der MPC-Welt sind die Möglichkeiten dabei äußerst vielfältig! Den Jupiter-8 hat Roland selbst emuliert und auch die preiswertere Version T-J von TAL-Software ist sehr zu empfehlen. Mehr dazu erfahrt im Feature Roland Jupiter-8 – Die besten Soft-Synths im Vergleich. 

Beim Prophet-5 macht der u-he Repro als Doppel von Pro-1 und Prophet-5 eine fantastische Figur. Im Feature SCI Prophet-5 – VST-Plugins und Soft-Synths im Vergleich finden sich weitere gute Emulationen.

Speziell beim Memorymoog gibt es nur eine und zudem überraschend preiswerte Alternative: Cherry Audio Memorymode. Im Bondeo-Test bekommt er für seinen überzeugenden Klang bei 16-facher Polyphonie und angenehmen User-Interface insgesamt fünf Sterne.

FAZIT

AIR Music Technology richtet sich mit Fabric Vintage Synths Vol. 1 an Musiker, die gerne mit Presets arbeiten. Im Grunde ist es eine moderne, inspirierende Soundbibliothek mit Synth-Charakter – nicht nur Einsteigern dürfte das gefallen. Wer eines der Plugins beherrscht, kommt auch mit der Bedienung der anderen Instrumente zurecht.

Der Fokus liegt dabei weniger auf einer detailgetreuen Nachbildung klassischer Hardware-Synthesizer, sondern auf einem angenehmen Workflow: intuitive Bedienung und sofort einsetzbare Sounds stehen im Vordergrund und erleichtern die Produktion moderner Tracks. Wer hingegen gezielt an authentischen Vintage-Emulationen oder an tiefgehenden Möglichkeiten im Sounddesign interessiert ist, nimmt besser die etablierten Plugins von Roland, u-he oder Cherry Audio.

Insgesamt 3,5 Sterne – gut, preiswert und vor für Akai-MPC-User ein empfehlenswertes Bundle!

Features

Artikelbild
Fabric Vintage Synths Vol. 1
Für 111,00€ bei
  • Emulation dreier Vintage Synths
  • Roland Jupiter-8, SCI Prophet-5, Moog Memorymoog
  • Effekte, Arpeggiator, Preset Library
  • Systemvoraussetzungen: Ab Windows 10, Mac OS 14 (M1 Support), Online-Aktivierung, VST2, VST3, AU, AAX, MPC/Force ab OS 3.71
  • WEBSEITE: www.airmusictech.com/virtual-instruments/fabric-vintage-synths-vol-1/
  • PREIS: 119 Euro (Straßenpreis vom 13.04.2026)
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