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Warm Audio Direct Box Active & Passive Test

Warm Audio ist bekannt für seine Kopien von hochwertigem Audio Gear. Neben Abwandlungen von legendärem Equipment wie dem 1176 oder den Pultec-Equalizern hat sich Warm Audio zuletzt auch an Studiomikrofone (z.B. WA87) herangewagt.

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Um so spannender ist es, dass Warm Audio auf der NAMM 2020 im Schatten des Warm Audio Bus-Comps auch zwei DI-Boxen vorgestellt hat. Was können die Texaner also außer Nachbauten noch?

Details & Praxis

Merkmale und Besonderheiten

Die Warm Audio Direct Box gibt es in der aktiven und passiven Variante. Abgesehen von der Elektronik sind die Features aber gleich. Beide DI-Boxen nehmen sowohl Instrumenten- als auch Speaker-Signale entgegen. So lässt sich die Direct Box also auch direkt hinter den Gitarren-Amp hängen, aber aufgepasst: Die DI-Boxen haben natürlich keine Load-Box-Funktionalität. Wenn ein Röhrenamp an der Box hängt, der nur mit Last betrieben werden darf, muss an den “Thru”-Ausgang der Direct-Box ein Lautsprecher oder eine Load-Box angeschlossen werden! Ansonsten haben die Warm Audio Direct Boxen jeweils einen Ground-Lift und einen Phasenumkehrschalter. Ein weiteres schönes Feature ist das schaltbare Pad. Dieses senkt den Eingangspegel stufenlos um 3 bis 30 dB. Die aktive Direct Box kann per Batterie oder Phantomspeisung mit Strom versorgt werden. Steht aber keine Stromquelle zur Verfügung, kann die aktive DI-Box auch ohne Probleme auf passive Arbeitsweise umgestellt werden. Wie üblich, wird das symmetrierte Signal per XLR-Buchse ausgegeben. Das ganze ist in einem Gehäuse untergebracht, das den Ausdruck “road-tauglich” wirklich verdient hat. Die Elektronik steckt in einem silbernen Aluminiumquader, der aus einem Stück hergestellt ist. Dieser wiederum ist in ein U-förmig gebogenes, schwarzes Aluminiumblech eingesteckt und dort fest verschraubt. Dieses “Metall-Sandwich” sieht schick und modern aus und hat den Vorteil, dass man die Warm Audio Direct Box wahrscheinlich ohne Folgen mit dem Auto überfahren kann. Kleiner Nachteil: um die Batterie in der Direct Box Active zu wechseln, müssen vorher 6 Schrauben gelöst werden. Aber das ist wohl zu verkraften im Gegenzug für so viel Stabilität. Die Unterseite der DI-Boxen ist großzügig gummiert, sodass die DI-Boxen vor Kratzern geschützt sind und so schnell nicht verrutschen. Warm Audio hat sich also ein Tool überlegt, das sich auch außerhalb vom sicheren Tonstudio mehr als wohlfühlt.

Fotostrecke: 3 Bilder Beide Versionen bieten die Möglichkeit, Instrumente und Poweramps anzuschließen.
Fotostrecke

Klang

Im Inneren beider Warm Audio Direct Boxen steht zu Symmetrierung des Signals ein CineMag Transformer bereit. Die Eingangsimpedanz für Instrumente liegt bei einem Mega-Ohm. Im Test zeigen sich die beiden DI-Boxen transparent im Klang. Gitarrensignale klingen fein aufgelöst und ein Bass verliert nicht an Punch. Am Lautsprecherausgang eines Gitarren-Amps fängt die Direct Box gut das kratzige Naturell meines Orange Tiny Terrors ein. Auch die Transienten werden scharf wiedergegeben. Als drittes habe ich einen Drum-Loop aus einem Sampler durch die passive Direct Box abgespielt. Im Normalbetrieb wird dieser originalgetreu übertragen. Überfährt man die DI-Box jedoch erfährt der Drum-Loop eine leichte und angenehme Sättigung. Die Direct Box hat also wohl keinen so immensen Headroom wie etwa die RNDI, klingt aber im Grenzbereich durchaus schön. Dafür ist ja auch das Pad da, das um bis zu 30 dB absenken kann. Dieses arbeitet übrigens ohne merkliche Färbung.

Fotostrecke: 7 Bilder Die Gehäuse der Warm Audio Direct Boxen sind außergewöhnlich robust.
Fotostrecke
Audio Samples
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Direct Box Active E-Bass direkt Direct Box Active E-Bass Speaker (hinter Orange Tiny Terror) Direct Box Active E-Gitarre direkt Direct Box Active E-Gitarre Speaker (hinter Orange Tiny Terror) Direct Box Active E-Gitarre direkt mit Amp-Sim Drumcomputer-Loop Dry Direct Box Passive Drumcomputer-Loop DI Direct Box Passive Drumcomputer-Loop überfahren

Fazit

Die Warm Audio Direct Box Active und Passive sind zwei gut klingende DI-Boxen in extrem stabilen Gehäusen. Sie eignen sich für Instrumenten- und Line-Klanquellen gleichermaßen und der Speaker-Input ist ein schöner Bonus, der die Direct Boxen noch etwas vielseitiger einsetzbar macht. Der Preis ist absolut fair angesichts der Features und der uneingeschränkten Live-Tauglichkeit.

Unser Fazit:
Sternbewertung 4,5 / 5
Pro
  • transparenter Klang
  • stufenloses Pad
  • extrem stabiles Gehäuse
  • aktive DI-Box auch passiv nutzbar
  • Lautsprechereingang
  • Preis-Leistungsverhältnis
Contra
  • keins
Artikelbild
Warm Audio Direct Box Active & Passive Test
07_Warm_DI_passive_active_Action
Features und Spezifikationen
  • Aktive / Passive DI-Box
  • Instrumenteneingang
  • Lautsprechereingang
  • Ground-Lift
  • Phasenumkehr
  • schaltbares, stufenloses Pad (-3 dB bis -30 dB)
  • Stromversorgung mit Batterie oder Phantompower (Aktivversion)
  • Preis Active: € 219,– (Straßenpreise am 14.4.2020)
  • Preis Passive: € 179,– (Straßenpreise am 14.4.2020)
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von jan-hendrik.schmid

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