Anzeige

Die Tricks der Studiobassisten #3: Rock-Bass/Achtelrock-Workshop

Der Reggae- und der Bossa Nova-Groove der ersten beiden Teile dieser Workshopreihe haben euch alle hoffentlich in die beste Sommerlaune versetzt! Um nun etwas Abwechslung rein zu bringen, möchte unser Produzent etwas ganz anderes ausprobieren und hat sich für Achtelrock (auch 8tel-Rock) entschieden.

Die Tricks der Studiobassisten #3: Rock Bass-Workshop

Dafür müssen unsere Standardakkorde einmal mehr leicht modifiziert werden, denn in der Rock-Stilistik werden von den Harmonie-Instrumenten die Terzen der Akkorde allgemein eher weggelassen, um einen offeneren und etwas “böseren” Sound zu provozieren. Die Akkorde werden von den Gitarren gerne als sogenannte “Powerchords” gespielt, d.h. lediglich der Grundton und die Quint kommen im Gitarrenvoicing zum Einsatz. In der Akkordschreibweise drückt man das mit einer “5” hinter dem geschriebenen Akkord-Grundton aus.

Unsere Akkordprogression mit den Powerchords sieht – diesmal mit zweitaktigen Phrasen – so aus:

4/4 | C5 | C5 | A5 | A5 | F5 | F5 | D5 | G5 |

Audio Samples
0:00
Rock Playback ohne Bass

Für eine stiltypische Rock-Basslinie verwende ich hauptsächlich den Grundton in einer permanent pulsierenden Achtelbewegung und Töne aus der C-Dur-Pentatonik für Übergänge und Fills. Da C-Dur unsere Grundtonart ist, passen diese Pentatoniktöne bzw. die Skalentöne der Tonika auch gut über alle anderen Akkorde aus dieser Reihe.

Um den Rockgroove richtig zum Rollen zu bringen, spiele ich die Achtelnoten sehr breit und genretypisch mit Plektrum, damit der Sound schön aggressiv und knackig rüberkommt.

Der Fingersatz ist wieder eine bunte Mischung aus dem engen (/1/2/4/) und dem weiten (/1/2/3/4/) System. Die Leersaiten nutze ich besonders, um einen reibungslosen Lagenwechsel zu realisieren. Beachte die Phrasierung mit den Slides in Takt 4 und 9 sowie den Slide im letzten Takt, ohne den Zielton erneut anzuspielen (daher der zusätzlich notierte Haltebogen vom Ton “D” zu “C”!).

Audio Samples
0:00
Rock Playback mit Bass

Ein guter Rocksound darf natürlich gerne auch mal etwas angezerrt werden: Am Bass verwende ich allein den vorderen Pickup, damit es – wie bei einem coolen Precision-Basssound – ordentlich “rotzt”. Ein Bassboost um die 80 Hz, ein Mittenboost bei 500 Hz und eine leichte Höhenabsenkung bei ca. 5 kHz lassen den Sound im Mix druckvoll zur Geltung kommen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Grooven und Experimentieren!

Euer SAMY

Hier geht’s zurück zur Serien-Startseite!

Hot or Not
?
ck_bass_folge3 Bild

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

flame icon flame icon flame icon flame icon flame icon
Your browser does not support SVG files

von Samy Saemann

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Für dich ausgesucht

Rock Bass Patterns, die (fast) immer passen

Bass / Workshop

Standard-Bassgrooves bilden das rhythmische Rückgrat zahlreicher Hits. In diesem Workshop findet ihr bekannte Rockbass-Grooves, die auch als Grundlagen für eure eigenen Ideen fungieren können.

Rock Bass Patterns, die (fast) immer passen Artikelbild

In diesem Workshop möchten wir euch einige Rockgrooves vorstellen, die sich über die Jahrzehnte zu echten Archetypen des Bassspiels in der Rockmusik entwickelt haben. Diese Standard-Grooves fanden und finden in vielen Stücken immer wieder Verwendung ‑ entweder in ihrer ursprünglichen Form oder in einer der zahlreichen Varianten. Alle Bassisten sollten diese Grooves in ihrem "bassistischen Repertoire" haben, denn sie werden vor allem aus einem bestimmten Grund derart häufig verwendet: sie funktionieren! Zudem können diese Standard-Bassgrooves eine hervorragende Basis sein, auf der sich neue Ideen und Konzepte entwickeln - etwa beim Schreiben eigener Songs oder auf einer spontanen Session. Und auch im Falle einer kreativen Blockade sind diese Archetypen hilfreich, um einen Startpunkt zu bilden.

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Bobby Helms: „Jingle Bell Rock“

Bass / Workshop

In der heutigen Folge unserer Serie "Das Bassriff der Woche" geht es um einen der bekanntesten Weihnachts-Songs überhaupt: "Jingle Bell Rock" von Bobby Helmes!

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Bobby Helms: „Jingle Bell Rock“ Artikelbild

Der heute behandelte Song läuft etwas außer Konkurrenz, denn er beinhaltet nicht wirklich eine der berühmtesten Basslines der Musikgeschichte. Dafür ist er einer der berühmtesten Weihnachtshits ‑ und das noch ganze 30 Jahre vor "Last Christmas"! 1957 veröffentlichte der amerikanische Sänger Bobby Helmes den Song und bis heute läuft "Jingle Bell Rock" in der Weihnachtszeit in Dauerschleife. Ob wir wollen oder nicht ‑ dem einen oder anderen wird es derzeit garantiert warm ums Herz und man bekommt vielleicht Lust, doch einen Weihnachtssong auf dem Bass zu spielen. "Jingle Bell Rock" ist dafür recht gut geeignet, denn man hat den Song schnell drauf und er ist nicht ganz so klischeehaft wie so manches deutsche Weihnachtslied. Vor allem eines kann man aber anhand dieses Klassikers wunderbar lernen: Eine Songform richtig zu lesen! Wer schon immer mal wissen wollte, wie denn Dal Segno, Coda etc. interpretiert werden, kann dies heute mit "Jingle Bell Rock" lernen.

7 Tricks, die Dich wie James Jamerson klingen lassen

Bass / Workshop

Der Sound von James Jamerson ist begeisternd und stilprägend! Wie ihr den klassischen Motown-Sound auf nahezu allen Bässen hinbekommt, erfahrt ihr in diesem Workshop.

7 Tricks, die Dich wie James Jamerson klingen lassen Artikelbild

Bass spielen wie James Jamerson auf den alten Motown-Hits - davon träumen viele Tieftöner! Doch wie kommt man dem legendären Motown-Basssound nahe, mit dem James Jamerson in den 50er-, 60er- und 70er-Jahren Künstler wie Stevie Wonder, Marvin Gaye, Mary Wells, Rick James, Diana Ross, The Supremes, Smokey Robinson, The Temptations, The Four Tops, The Miracles, Jackson 5 oder Gladys Knight & the Pips begleitete und damit nicht nur den Sound einer ganzen Generation entscheidend prägte, sondern auch bis zum heutigen Tage Bassisten auf der ganzen Welt beeinflusst. In diesem Workshop soll es weniger um Jamersons fantastische Spielweise, seine phänomenale Tonauswahl und sein untrügerisches Gespür für Rhythmik gehen - dafür haben wir für euch diesen Workshop im Repertoire - sondern um Tricks, wie man sich dem typischen Basssound dieses stilprägenden Bassisten nähern kann. Auf geht's!

Bass lernen für Anfänger - die große Online-Workshop-Serie!

Workshop

In unserer großen Workshopserie für Bass-Anfänger versorgen wir dich mit allen wichtigen Infos, damit deine ersten Gehversuche am E-Bass auch wirklich klappen!

Bass lernen für Anfänger - die große Online-Workshop-Serie! Artikelbild

Herzlich willkommen zu unserer großen Workshopserie "Bass lernen für Anfänger"! Bist du Neuling, leicht Fortgeschrittener oder Wieder-Einsteiger am E-Bass? Dann ist diese Serie für dich gemacht! In dieser ständig wachsenden Online-Workshopreihe bekommst du in den einzelnen Folgen alle relevanten wissenswerten Infos, damit deine Gehversuche am "besten Instrument der Welt" auch klappen: dem E-Bass! Übrigens: Die Inhalte auf dieser Seite sind für dich kostenlos - sie sollten aber idealerweise im "realen" Unterricht bei einem echten Basslehrer begleitet werden!

Bonedo YouTube
  • Ibanez EHB1006MS-MGM - Sound Demo (no talking)
  • Spector NS Ethos 5 - Sound Demo (no talking)
  • Harley Benton JJ55OP - Sound Demo (no talking)