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Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Bill Withers: „Use Me“

Der Song “Use Me” des Sängers Bill Withers gehört ganz sicher zu den ganz großen Soul/R&B/Funk-Klassikern und wurde zu Recht von zahlreichen anderen Künstlern gecovert – kopieren gilt ja als die höchste Form der Bewunderung! Zudem dient der Song auf nahezu jeder Session als Grundlage für ausgedehnte Jams. Daher ist es definitiv lohnenswert, wenn man die Bassline zu “Use Me” in seinem Repertoire hat. Erschienen ist der Track bereits im Jahre 1972 auf dem Album “Still Bill”, welches in sage und schreibe gerade mal acht Stunden (!) aufgenommen wurde. Möglich machte dies eine extrem gut eingespielte Band inklusive des Bassisten Melvin Dunlop, der zu “Use Me” eine funky Bassline beisteuerte. Diese schauen wir uns heute im Detail an.

Bassriff_der20Woche_Use_Me Bild

“Use Me” – Video

Zunächst wie immer das Video zum Song:

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“Use Me” – Rhythmik

“Use Me” basiert auf einem viertaktiken Loop, welcher ständig wiederholt wird. Dabei sind die Takte 1 und 3 der Bassline identisch, Takte 2 und 4 unterscheiden sich durch kleine Variationen. Der Groove basiert auf einer im Funk und verwandten Stilistiken häufig zu findenden Formel: Eine fette Zählzeit 1 wird im Laufe des Taktes durch mehrere Synkopen ergänzt, die mit dem Viertel Puls der Drums interagieren. Dies erzeugt eine gewisse Luftigkeit, man wird aber immer wieder auf die Zählzeit 1 geerdet.
Die Herausforderung bei den Synkopen ist natürlich, sie exakt an ihrem Platz zwischen den Vierteln zu spielen. Ansonsten kann die Interaktion mit den Drums etwas hakelig werden. In Takt 4 nutzt die Band bis auf den Drummer eine wirkungsvolle Pause, welche für Dynamik sorgt und “Platz zum Atmen” lässt.

“Use Me” – Tonmaterial

Der Song wechselt zwischen den beiden Akkorden E-Moll7 und A7 hin und her. Dies deutet auf die Tonart E-Dorisch hin, welche die Töne E, F#, G, A, B, C# und D beinhaltet. Bassist Melvin Dunlop spielt im ersten und dritten Takt auf der 1 jeweils zwei Achtel mit dem Grundton und leitet dann wieder über die Septime chromatisch zu diesem zurück.
In Takt 2 und 4 folgen abermals zwei Grundtöne auf der 1 – ab da geht es aber getrennte Wege, da Melvin im zweiten Takt erst Flagoletts als Klangfarbe nutzt, um dann wieder chromatisch in den nächsten Grundton E zu führen, während Takt 4 von der erwähnten Pause dominiert wird.

BillWithers Bild

“Use Me” – Basssound

Genaue Angaben zum verwendeten Equipment auf “Use Me” konnte ich leider nicht finden. Wenn man aber den Sound, die Zeit und den damaligen Mangel an Alternativen zusammenzählt, scheint ein Fender Precision Bass die wahrscheinlichste Variante zu sein. Es klingt zudem verdächtig nach Flatwound-Saiten – ebenfalls typisch für das Jahr 1972!
Auch wenn es damals bereits Roundwound-Strings gab, waren diese noch relativ wenig verbreitet. Da die Platte “Still Bill” mit einfachen Mitteln aufgenommen wurde, vermute ich, dass der Bass ähnlich wie bei Motown-Aufnahmen direkt ins Pult bzw. über eine D.I.-Box aufgenommen wurde. Zumindest besitzt der Basssound keine ausgesprochene klangliche Prägung eines Amps mitsamt Box.
Mit einem Precision Bass (idealerweise mit Flatwound-Saiten) liegt man hier folglich ganz sehr weit vorne, um diesen Basssound nachzubauen. Bei jedem anderen Bass könnte man lediglich den Hals-Pickup benutzen und die Höhen an der Elektronik ganz rausdrehen.

“Use Me” – Transkription

Hier findet ihr die Noten/TABs sowie das von mir eingespielte Klangbeispiel.

Audio Samples
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“Use Me” – Bassline – WAV

Bis zum nächsten Mal,
euer Thomas Meinlschmidt

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von Thomas Meinlschmidt

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