Blog_Folge Bass
Feature
7
24.03.2021

Zum Totlachen: Der langweiligste Basspart aller Zeiten?

Orchester-Kontrabassist "rächt" sich mit witzigen Lyrics bei "Boléro"-Komponist Ravel

Der "Boléro" des französischen Komponisten Maurice Ravel ist eines der meistgespielten Werke der klassischen Orchesterliteratur. Ravel schrieb das Stück im Jahr 1928 für die russische Tänzerin, Schauspielerin und Choreografin Ida Rubinstein - zur damaligen Zeit quasi ein "Popstar" der Szene. Zu den Besonderheiten von "Boléro" gehört eine geradezu stoische Monotonie - welche die beteiligten Musiker durchaus schon mal an den Rand der Verzweiflung bringen kann. Wie den Kontrabassisten Jonathan Jenson aus Baltimore, der seinem Frust in diesem Clip in Form von selbstgeschriebenen witzigen Lyrics Luft macht!

Auch interessant:

Worauf du beim Erwerb eines Kontrabasses achten musst!

"Ein einsätziger Tanz, sehr langsam und ständig gleich bleibend, was die Melodie, die Harmonik und den ununterbrochen von einer Rührtrommel markierten Rhythmus betrifft. Das einzige Element der Abwechslung ist das Crescendo des Orchesters", so beschrieb Ravel seinen "Boléro". Die vorprogrammierte Langeweile bei den Orchestermusikern nahm Ravel dabei billigend in Kauf - und der amerikanische Kontrabassist Jonathan Jenson "rächt" sich nun auf seine Art!

>>>Gegen Langeweile hilft auch kreatives Üben - klicke hier für einen Bass-Workshop mit tollen neuen Ideen für dein Vorankommen am Instrument!<<<

Jenson ist Bassist am Baltimore Symphony Orchestra (BSO), einem 1916 gegründeten der renommiertesten Symphonieorchester der USA mit Sitz in Baltimore, Maryland. In dem witzigen kurzen Clip spielt der Musiker mit viel trockenen Humor die aus nur zwei Tönen bestehende Bassfigur des "Boléro" und singt dazu gleichzeitig die Melodie, welche er mit einem eigenen Text versehen hat:

"Dies ist das Stück, das den langweiligsten Part beinhaltet, der jemals für Bass geschrieben wurde. Man spielt ein C und dann ein G, und dann ein C und noch ein weiteres G. So geht es dann viele Seiten weiter. Warum nur bekommt jedes andere Instrument etwas Besseres zu spielen? Wenn schon keine Melodie, dann gibt es dort wenigsten Variationen, um die Musiker wach zu halten. Oh, aber dann wiederum danke ich meinem Glücksstern, wenn ich daran denke, wie viel schlimmer alles wäre, wenn ich das Schlagzeug spielen müsste!"

Jonathan, wir fühlen mit dir - halte durch! Viel Spaß mit dem Clip!

(Achtung: Um den hochformatigen Handyclip ganz zu sehen, musst du den Vollbildmodus aktivieren!)

Verwandte Artikel

User Kommentare