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24.08.2021

Top Synthesizer für den Einstieg

Synthesizer begreifen lernen

Welche Synthesizer eignen sich für den Einstieg in die Materie der Klangsynthese(n)

Aus Musik-Produktionen vergangener Tage und der heutigen Zeit sind sie nicht wegzudenken: Synthesizer. Der Synthesizer ist ein Musikinstrument, das Klänge nicht durch eine besondere Mechanik erzeugt, wie beispielsweise das Klavier, auch werden hier keine Saiten gezupft, wie beim Spielen auf der Gitarre. Der Synthesizer erzeugt seine Klänge durch einen besonderen elektronischen Aufbau, der im Laufe seines Daseins stetig weiterentwickelt wurde und dessen Endstadium selbst heute noch nicht erreicht oder abzusehen ist. Neue Ideen, Spezialisierungen auf Trends, innovative technische Entwicklungen und die Suche nach immer neuen Sounds machen den Synthesizer zu einer bedeutenden zeitlosen ‚Evolutionsmaschine‘ und zu einem der interessantesten Themen im Bereich der Musik.

Als Einsteiger ist man zunächst von den vielen Reglern, den Tastern, der Beschriftung mit vielen Fachbegriffen, dem Display und wahrscheinlich vielen anderen Dingen irritiert und fragt sich, ob man das alles tatsächlich jemals lernen und begreifen kann. Man kann, denn im Grunde arbeiten alle Synthesizer nach demselben Prinzip: Etwas darin erzeugt die Töne, die Töne werden durch weitere Funktionen bearbeitet, dann gibt es wieder etwas Anderes, was die bearbeiteten Töne erneut durch die Mangel dreht …  und alles was passiert oder passieren soll, kann man durch bestimmte Regler und damit verbundenen Parametern selbst bestimmen.

Das klingt doch schon recht einfach. Die Unterschiede der auf dem Markt angebotenen Synthesizer liegen jetzt im WIE! Wie werden die Töne erzeugt, welche Elektronik steht dahinter? Wie werden die Töne geformt, welche Mittel bieten die verschiedenen Synthesizer dafür? Welche Möglichkeiten bieten die unterschiedlichen Synthesizer überhaupt? Und … welche Musik möchte ich selbst gerne damit machen und was eignet sich dafür am besten?

Um sich ein Bild von alledem zu machen ist es zunächst einmal wichtig zu wissen, welche Arten der Tonerzeugungen es gibt und welche davon in Synthesizern Verwendung finden.

Quick Facts: Synthesizer

Was ist ein Synthesizer?

Ein Synthesizer ist ein besonderes Musikinstrument, das durch Klangsynthese auf elektronischem Wege Töne erzeugt, was ihn von akustischen Instrumenten unterscheidet. Unter Klangsynthese versteht man letztendlich die Art und Weise, wie der Synthesizer Töne erzeugt, was bedeutet, dass es Synthesizer in unterschiedliche Aufbauarten gibt, die jede für sich eine Besonderheit darstellt und jede Art einen charakteristischen Sound erzeugt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen analogen und digitalen Synthesizern, ein Merkmal, das sich auch in anderen Technikbereichen finden lässt, wobei die Analogtechnik durch die fortschrittliche Digitaltechnik fast vollständig abgelöst wurde. Dennoch werden klassische Analog-Synthesizer schon wegen ihrer charakteristischen Eigenschaften immer noch gerne eingesetzt, was einigen von ihnen Kultstatus bescherte. Gerade in der heutigen Zeit erleben Repliken analoger Kult-Synthesizer eine wahre Renaissance, deren Ende nicht absehbar ist.

Kleiner geschichtlicher Rückblick

Synthesizer sind äußerst kreative Instrumente, wodurch sie die Entwicklung vieler Musikrichtungen beeinflussten und sogar prägten. Synthesizer sind aus heutiger Musik nicht mehr wegzudenken, da sie als besonderes Stilmittel für weitere neue Formen von Musik eingesetzt werden. Blickt man Jahrzehnte zurück, so befasste man sich schon damals mit dem Thema neue, ungehörte Klänge zu entwickeln, die sich von den Klängen traditioneller Musikinstrumente und Naturinstrumenten unterscheiden, was bis heute nicht abgeschlossen ist.

Der Begriff Synthesizer wird von vielen unweigerlich mit dem Namen Moog assoziiert, was sicherlich kein Zufall ist, denn Dr. Robert Moog, der geistige Vater der gleichnamigen Synthesizer und Theremins aus Asheville, North Carolina (USA) hat alles dafür getan, die Welt mit seinen elektronischen Musikinstrumenten zu bereichern, die von Künstlern weltweit geschätzt dadurch eine hohe Popularität erzielten, die bis heute anhält. Die folgenden beiden Videos zeigen die Historie eines der berühmtesten Synthesizer, der aus der Geschichte der Synthesizer- und der Musikentwicklung nicht wegzudenken ist: Moog Minimoog.

Der klassische Yamaha CS-80 Synthesizer z. B. wird vielen als der größte Synthesizer angesehen, der jemals entwickelt wurde. Im folgenden Video werfen Dave Spiers von GForce Software und Kent Spong (zusammen mit Beiträgen von Ken Freeman und Matt Berry) einen detaillierten Blick auf einen der exquisitesten und kultigsten polyphonen Synthesizer, die jemals hergestellt wurden. Besonderes Augenmerk liegt auf der Demonstration des polyphonen Aftertouchs, der seine Relevanz sowohl für den Sound des CS-80, als auch für moderne Synthesizer deutlich macht. Unter den Händen von Vangelis entstanden mit diesem Synthesizer eine Reihe von Filmmusiken, darunter auch das Hauptthema für den Science-Fiction-Film Blade Runner.

Während sich die beiden eben genannten Synthesizer noch der subtraktiven Synthese bedienen, realisierte Yamaha im Jahr 1983 mit dem DX7 eine ganz andere Art der elektronischen Tonerzeugung, die nicht mehr analog aufgebaut ist, sondern sich neuer Digitaltechnik bedient: Die FM-Synthese. Während sich die damaligen subtraktiv erzeugten Klänge aufgrund ihrer Art der Tonerzeugung mitunter ähnelten, brachte die FM-Synthese klanglich völlig neue Möglichkeiten, die sich selbst heute noch großer Beliebtheit erfreuen, wurde ihr Einsatz in den 1980er Jahren bereits fast schon überstrapaziert.

Das war nur ein kleiner geschichtlicher Rückblick mit Fokus auf zwei sehr bekannte Synthesizer-Hersteller, die heute immer noch aktiv im Marktgeschehen agieren. Sehen wir es als einen interessanten Appetizer auf ein Thema, das die Musikwelt begeistert. Es gab und gibt aber noch viele weitere Hersteller - auch berühmte - die mit eigenen Synthese-Konzepten die Synthesizer-Welt belebten und beleben, womit wir bereits beim Thema sind.

Es geht um SYNTHESE - die wichtigste Grundeigenschaft eines Synthesizers – welche die Art der Tonerzeugung und den daraus resultierenden Klang beschreibt. Wer in die Materie der Synthesizer einsteigen möchte hat es heute mit vielen unterschiedlichen Konzepten bzw. Syntheseformen zu tun, deren Ursprung die subtraktive Synthese ist. Der Klassiker.

Welche Syntheseformen gibt es überhaupt?

Um sich ein Bild davon zu machen wie Töne erzeugt werden, sollte man wissen, welche Arten der Tonerzeugungen es gibt und wo ihre Besonderheiten liegen:

Subtraktive Synthese

Die subtraktive Synthese bedient sich in der Basis einer obertonhaltigen Wellenform, die durch einen Oszillator erzeugt wird. Dieser Obertongehalt kann danach durch einen Filter reduziert werden, um den gewünschten Klang zu formen. Das entstehende Klangbild wird danach durch sogenannte Hüllkurven bearbeitet, die sich einerseits um den Lautstärkeverlauf, andererseits um den Wirkungsgrad des Filters im zeitlichen Verlauf bemühen. Diese Hüllkurven können auch durch einen LFO moduliert werden, was weitere klangliche Aspekte ermöglicht. Die subtraktive Synthese beschreibt die Tonerzeugung der klassischen analogen Synthesizer und wird auch heute in den meisten modernen analogen und digitalen Synthesizern verwendet.

Additive Synthese

Die additive Synthese basiert auf dem Theorem des französischen Mathematikers Fourier, dass jeder erdenkliche Klang aus einer Mischung von vielen einzelnen elementaren Sinusschwingungen erzeugt werden kann, daher auch der Name Fouriersynthese. Hierbei geht es also um das Addieren von Sinus-Wellenformen, die im Zuge der Addition von Harmonischen (Sinuswellen unterschiedlicher Intervalle und Oktavlagen) neue Klangfarben erzeugen. Die Hammond-Orgel war einer der ersten additiven 'Synthesizer', dessen Klangbild Geschichte geschrieben hat. Einer der ersten digitalen Synthesizer, der die additive Synthese verwendete, war das Synclavier, das von 1975 bis 1991 von New England Digital (NED) gebaut wurde. Im Gegensatz zur subtraktiven Synthese lässt die additive Synthese durch ihr analytisches Verfahren sehr präzise Klangcharakteristiken zu.

FM-Synthese

Die FM-Synthese brachte in den 1980er Jahren mit dem heute klassischen Yamaha DX7 den klanglichen Umbruch. Dessen Tonerzeugung arbeitet digital und basiert in deren Grundstruktur auf der additiven Synthese, allerdings mit erweiterten Möglichkeiten, wodurch der Synthesizer in der Lage ist völlig anders zu klingen, als die zuvor verwendeten Analog-Synthesizer mit subtraktiver Synthese. Während die analogen Derivate noch mit Oszillatoren, Filtern und Hüllkurven arbeiteten, werkelte der DX7 mit Operatoren und Modulatoren. So prägte der DX7 den Sound der 1980er Jahre mit glockigen E-Piano Sounds, markanten Bässen, typischen FM-Pads, Brass-Sounds etc., und war quasi in jeder Produktion der weltweiten Musikindustrie zu hören.

Wavetable-Synthese | Wave Sequencing

Die Wavetable-Synthese arbeitet digital und verwendet unterschiedliche Wellenformen auf digitaler Basis (Samples) mit einzyklischem Wellenformdurchlauf, die in einem Table (Tabelle) platziert nacheinander durchlaufen werden. Eine Besonderheit der Wavetable-Synthese ist die Mischung aus digitalen Oszillatoren mit der Verkettungsmöglichkeit unterschiedlicher Wellenformenstrukturen mit einer klassischen Filtersektion, die nach dem subtraktiven Prinzip arbeitet. Der Wellenformdurchlauf kann hart, aber auch überblendet gestaltet werden, was eine Vielzahl an Soundvarianten bietet. Ein berühmter Vertreter der Zeitgeschichte und ein klangliches Bilderbuchbeispiel der Wavetable-Synthese ist der von Wolfgang Palm entwickelte PPG Wave 2 Synthesizer, der 1979 auf dem Markt erschien. 

Beim Wave Sequencing handelt es sich um eine weitere Form der von Wolfgang Palm entwickelten Wavetable-Synthese, die zunächst von der US-amerikanischen Firma Sequential Circuits für die Entwicklung des berühmten Sequential Circuits Prophet VS Pate stand. Nach dem Konkurs von Sequential Circuits in 1987 und nach mehreren Zwischenstationen entwickelte der japanische Hersteller Korg mit den ehemaligen Entwicklern des Prophet VS die Korg Wavestation, die den nächsten Evolutionsschritt der ursprünglichen Wavetable Synthese verinnerlicht. Beim Wave Sequencing handelt es sich um eine frei programmierbare Abfolge von unterschiedlichen PCM-Wellenformen (auch geloopt), die in Schleife abgespielt und per MIDI-Controller moduliert werden kann, was enorme Möglichkeiten für rhythmische und fließende Klänge bietet.

Physical Modeling Synthese

Die Physical Modeling Synthese ist eine sehr spezielle Synthese, die aus einzelnen mathematischen Modulen bzw. Modellen resultiert, deren Summe bestimmte/besondere physikalische Eigenschaften in Echtzeit generieren. Diese physikalischen Modelle können - je nach Aufbau - dazu verwendet werden, um natürliche Instrumente zu emulieren, aber auch, um ganz neue Klangbilder zu erzeugen. Gerade für das Erzeugen und Gestalten von Sounds akustischer Instrumente mit Eigenschaften, die in der Natur nicht möglich sind, bietet die Physical Modeling Synthese eine enorme Spielwiese. Einst sollte die Physical Modeling Synthese das seinerzeit gerade populär gewordene Sampling ablösen, da man diese Synthese in diesen Tagen flexibler hielt. Dieser Ansatz wurde allerdings schon aus Gründen der immensen Kosten im Bereich der Entwicklung sowie der benötigten Bauteil-Komponenten wieder aufgegeben. Die Physical-Modeling Synthese findet ihren Einsatz vorwiegend bei Synthesizern mit Multi-Synthese-Verfahren, Stagepianos und Software-Synthesizern.

Granular-Synthese

Die Granular-Synthese erzielt ihren Erfolg in der Weiterverarbeitung digital aufgezeichnetem Audiomaterials und ist eine recht spezielle Form der Sampling-Klangerzeugung. In der Granular-Synthese werden Samples in deren einzelne Bestandteile zerlegt, neu zusammengesetzt und weiter manilpuliert. Man spricht hier von ‚Grains‘, welche die Architektur von ganz besonderen Klangtexturen ermöglichen, die im Bereich der Film- und sphärischen Musik sehr beliebt sind. Granular-Synthese wird vorwiegend in Software-basierten Synthesizern angeboten, hat jedoch auch Einzug in Hardware-Synthesizer gefunden.

Was sollte man als Synthesizer-Neuling vor dem Kauf wissen?

Ein strukturierter Geräteaufbau schafft Übersicht

Ist ein Synthesizer gut aufgebaut, zeigt sich dessen Logik bereits auf dem Bedienpanel und der in Sektionen aufgeteilten Bedienelemente (Regler, Fader, Taster) nebst einem detaillierten Signalfluss. Bei digital aufgebauten Synthesizern, die sich eines Displays bedienen werden unterschiedliche Betriebssektionen in Untermenüs verlegt, was die eigentliche Handhabung zunächst erschwert. Ein Blick ins Handbuch gibt dann die nötigen Informationen und mit ein bisschen Praxis am Gerät sowie der wachsenden Routine findet man seinen Weg durch die Menüführung jedoch recht schnell.

Vorprogrammierte, überschreibbare Sounds helfen beim eigenen Sound Design

Eine große Hilfe bei der Einarbeitung in die Materie bieten Synthesizer, die bereits ab Werk mit einem Fundus an Presets ausgerüstet sind. Presets (vorprogrammierte Sounds) erleichtern das Lernen der eigenen Vorgehensweise in der Klangprogrammierung ungemein. Hier lernt man im Detail, wie der jeweilige Sound aufgebaut wurde und warum er so klingt wie er klingt. Auch bieten Synthesizer mit im Instrument gespeicherten Sounds eine ideale Basis für das Erstellen eigener Sounds. Mit ihnen lässt sich experimentieren und man kann sie nach Bedarf auch immer wieder in ihrer ursprünglichen Form aufrufen, wenn man das eigene Ergebnis nicht abspeichert. Auf diese Weise tastet man sich langsam an das heran, was man eigentlich hören möchte, oder entwickelt in unterschiedlichen Zwischenschritten während des eigenen Programmings Sounds, die sich hören lassen können, aber durch Experimentieren entstanden sind. Diese sollte man grundsätzlich abspeichern, denn sie könnten die Grundlage weiterer interessanter Klänge werden. Eine gute Schule!

Daran sollte man unbedingt denken

Einstimmig oder mehrstimmig spielen? Aus den unterschiedlichen Synthesizer-Konzepten resultieren auch bestimmte Synthesizer-Typen, die sich für bestimmte Zwecke besonders eignen. So ist z. B. der Moog Minitaur ein idealer Bass-Synthesizer und der ist auch 'nur' einstimmig (monophon) spielbar. Wer mehr Stimmen gleichzeitig spielen und hören möchte, ist mit einem monophonen Synthesizer eher schlecht bedient und sollte sich in der Riege der polyphonen Synths umsehen, die oft auch ein bisschen teurer werden. Der Markt bietet aber hier für jeden das passende Instrument.

Das sollte man im Hinterkopf behalten

Im Markt tummeln sich viele unterschiedliche Synthesizer-Konzepte, was es an dieser Stelle recht schwierig macht, die auf den Individualfall hin optimierte Lösung zu bieten. Dazu ist das Angebot der analogen, digitalen, hybriden, monophonen und polyphonen Synthesizer zu vielschichtig und die eigenen Ziele in den Bereichen Sounds und musikalisches Genre sind möglicherweise auch noch nicht fixiert. Somit ist der erste Synthesizer immer ein Einstieg in einen kleinen Bereich eines äußerst umfänglichen Angebots, dass nach der ersten Lernphase besser verstanden wird, um sich dann nach und nach mit den Komponenten einzudecken, die man für die eigene musikalische Entwicklung als richtig erachtet. Und hier entscheiden der eigene Geschmack und das Portemonnaie.

Kleiner Tipp um zu hohe Kosten zu vermeiden

Betrachtet man das Marktangebot sind Synthesizer in allen Preisklassen vertreten. Sehr interessant zeigen sich bereits die Angebote im Preisbereich bis 500 €. Hier lässt sich eigentlich für jeden Geschmack das passende Einstiegsinstrument finden. Wer mehr investieren kann sollte sich einmal in der Preisklasse von 500 - 1.000 € umsehen. Beide Preisbereiche sind die herstellerseitig favorisierten Preisklassen mit einem üppigen Angebot. Mehr bezahlen kann man jedoch immer, weshalb der Markt auch hochpreisige Synthesizer bietet, die für den die ideale Lösung bieten, der genau weiß, was er möchte.

In unserer Übersicht präsentieren wir eine Auswahl an Synthesizern, die von günstig bis teurer, mit einem Maximalpreis aber knapp über 1.000 Euro liegen und in die folgenden Kategorien sortiert sind:

  • Subtraktive Tonerzeugung
  • FM-Tonerzeugung
  • Wavetable |Wavemorphing | Wave Sequencing-Tonerzeugung 

Synthesizer-Vorschläge zu den drei wichtigsten Tonerzeugungs-Prinzipien:

# Subtraktive Tonerzeugung

Im Bereich der subtraktiven Tonerzeugung bietet der Markt das größte Angebot. Diese Tonerzeugung ist die gängigste und findet ihren Platz in den meisten modernen analogen und digitalen Synthesizern mit Tastatur und den Ausführungen im Desktop-Format.

(Alle Vorschläge in alphabetischer Ordnung ohne Wertung)

Arturia Minibrute 2

Der Arturia MiniBrute 2 ist ein analog aufgebauter semi-modularer monophoner Synthesizer und eine Kombination aus klassischem und modularem Synthesizer. So bietet er eine umfangreiche Patch-Matrix, den knackig klingenden Brute-Oszillator und das interessante Steiner-Parker-Filter für ein ausschweifendes Sound Design. Zwei frei zuweisbare LFOs und ein integrierter Stepsequenzer nebst Arpeggiator machen den MiniBrute 2 zu einer echten Empfehlung. Wichtig zu wissen: Der MiniBrute2 kann auch in ein Modularsystem integriert werden.

Arturia Minibrute 2 Test

    (Produktseite auf thomann.de)

Behringer Crave

In seinem Aufbau ist der Behringer Crave ein analoger, semi-modularer und monophoner Synthesizer, dessen Vorbild der 2015 erschienene Moog Mother-32 ist. Der recht günstige Crave zeigt sich mit 32 Patchpunkten und einen integrierten Sequenzer inklusive Arpeggiator so ausgestattet wie das Original und lässt sich auch in ein Eurorack einbauen. Der Behringer Crave bereitet viel Spaß, klingt druckvoll und ist gut verarbeitet.

Behringer Crave Test      (Produktseite auf thomann.de)

Korg Krome EX-61

Mit der Korg Krome EX Music Workstation erhält man einen umfassend ausgestatteten Synthesizer der 120-Stimmig polyphon spielbar ist. Die kleine Workstation bietet viele ungekürzte und ungeloopte Pianosounds und Drumsounds auf Kronos-Basis, die für diese Ausführung speziell um Klänge aus dem EDM- und Dance-Bereich erweitert wurden. Insgesamt findet man in diesem Synthesizer, der über ein farbiges 7" TouchView Farbdisplay bedient wird 896 Programs und 512 Combinations, die eine Menge an Inspiration bieten.

Korg Krome EX-61 Test      (Produktseite auf thomann.de)

Modal Electronics Cobalt8

Der Modal Electronics Cobalt8 ist ein 8-stimmiger digitaler VA-Synthesizer, der zwei unabhängige Oszillatorgruppen, viele Algorithmen wie Sync, Ringmodulation, Wellenform-Morphing, einen vier-poligen morphbaren Ladder Filter mit Cutoff-, Res- (Resonanz) und Morph-Reglern, Step-Sequenzer nebst Arpeggiator und eine aus drei unabhängigen DSP-Effekten bestehende Effekteinheit bietet. Seine klangliche domäne liegt in einem authentischem Analogsound trotz digitaler Tonerzeugung. Der Synthesizer beherrscht ein großes Spektrum an Klängen und bietet viele Modulationsmöglichkeiten. 

Modal Electronics Cobalt8 Test      (Produktseite auf thomann.de)

Novation Bass Station II

Die Novation Bass Station II ist ein analoger und monophoner Synthesizer mit hoher Flexibilität. Der Sound wir mithilfe zweier Oszillatoren und dem Suboszillator generiert und charakterstark mittels unterschiedlicher Filter (Acid und Classic), Ring Modulator, Sync und Filter FM geformt. Auch ein Arpeggiator nebst Step Sequencer befindet sich neben einer analogen Effektsektion in der Ausstattung. Schön ist, dass dieser Synthesizer über 64 Presets und 64 weitere Speicherplätze für die Ablage eigener Sounds bietet.

Novation Bass Station II Test      (Produktseite auf thomann.de)

Roland SE-02

Der Roland SE-02 entstand aus einer Kooperation von Roland und Studio Electronics und ist das erste voll-analoge Instrument der Roland Boutique Serie. In seiner Struktur mit drei Oszillatoren weckt der SE-02 sofort Assoziationen an den legendären Moog Minimoog. Der SE-02 ist allerdings kein Nachbau sondern setzt klanglich auf Eigenständigkeit und belohnt mit einem fetten Sound.

Roland SE-02 Test      (Produktseite auf thomann.de)

# FM-Tonerzeugung

FM-Synthesizer werden wieder populär. Hat 'FM' noch den Sound der 1980er Jahre bestimmt, bietet die Industrie heute moderne Ansätze, um die vielseitige Tonerzeugung erneut salonfähig zu machen.

(Alle Vorschläge in alphabetischer Ordnung ohne Wertung)

Kodamo EssenceFM MKII

Der Kodamo EssenceFM MKII ist ein moderner, innovativer FM-Synthesizer, der mit einer 300-stimmigen Polyphonie nebst Arm-Prozessor-Architektur viele Spielreserven bietet und über ein Touch-Screen-Interface bedient wird. Kodamo ist ein kleines Unternehmen in Frankreich, das erst seit 2019 besteht und von Stéphane Damo gegründet wurde. Der Essence FM MKII FM-Synthesizer ist mit frei erstellbaren Algorithmen und 48 interpolierten und editierbaren Wellenformen pro Operator ausgestattet und eignet sich aufgrund des Aufbaus für die Unterbringung in handelsüblichen 19 Zoll Racks, lässt sich jedoch auch als Desktop-Synthesizer verwenden. Die Stärken des Essence FM MKII sind neben einer 16-fachen Multitimbralität dessen 300 Stimmen umfassende Polyphonie, die in diesem Umfeld ein Alleinstellungsmerkmal ist. Weitere Besonderheiten sind von 6-stufige Hüllkurven mit Loop-Punkt (14 Hüllkurven pro Stimme) und ein Multimode-Filter mit Resonanz pro Stimme. Das verbaute 7" Multi-Touch Display plus sechs Controller sind das Bedienzentrum des Synthesizers, womit man selbst Kontrolle über eine durchdachte Modulationsmatrix, einen Voice Sequencer mit bis zu 128 Steps, zwei Effektprozessoren mit Hall, Delay, Chorus, Phaser, Verzerrer und weitere hat. Für eine flexible Klangausgabe sorgen acht Outputs, die als acht Mono- oder vier Stereo-Ausgänge konfigurierbar sind. Ein sehr interessanter Synthesizer mit viel Potenzial.

Kodamo EssenceFM MKII      (Produktseite auf thomann.de)

Korg Volca FM

Der Korg Volca FM ist ein dreistimmiger FM-Synthesizer mit sechs Operatoren, der auch vollständig kompatibel zum berühmten Yamaha DX7 ist, was bedeutet, dass via SysEx-Transfer originale DX7-Patches zum Volca FM übertragen werden können. Wie alle Korg Volcas ist auch der Korg Volca FM in einem kompakten und stabilen Kunstoffgehäuse (193 x 115 x 40 mm) untergebracht und kann mit Batterien auch mobil eingesetzt werden. Das Instrument bietet 32 Klang-Presets, einen Step-Sequenzer mit 16 Steps nebst Motion-Sequencer und Arpeggiator und einen Chorus-Effekt für die Klangpolitur.

Korg Volca FM Test      (Produktseite auf thomann.de)

Korg Opsix

Der Korg Opsix ist mit klassischer FM-Synthese und sechs Operatoren ausgestattet, die durch eine Reihe neuer Ansätze in der Lage ist moderne und zeitgemäße Sounds zu generieren. Dabei setzt Korg auf einen neu entwickelten Operatoren-Mixer und auf Bedienelemente, die mit der Funktionsanzeige des zentralen OLED-Displays korrespondieren. Die Besonderheit des Opsix liegt in fünf Operatoren-Modi mit FM, Ring Modulation, Filter, Filter FM und Wave Folder sowie der Verwendung von Wellenformen mit unterschiedlichen Obertonstrukturen und 40 verschiedenen Algorithmen. Durch ein Multi-Mode-Filter mit elf Filtertypen lassen sich Sounds zudem subtraktiv formen. Weiterhin im Angebot befinden sich ein virtuelles Patch-Bay, eine integrierte Effektsektion, ein Arpeggiator sowie ein polyphoner Step-Sequencer mit Motion Sequencing für bis zu sechs unterschiedliche Klangparameter.

Korg Opsix Test      (Produktseite auf thomann.de)

Twisted Electrons MEGAfm

Der Twisted Electrons MEGAfm basiert technisch auf zwei 4-operatorigen Yamaha FM-Chips des Typs YM2612, die bereits Ende der 1980er Jahre durch den Spielkonsolen-Giganten „Sega“ in deren Megadrive-Konsole verwendet wurden. Der MEGAfm ist ein kompakter Desktop-Synthesizer der mit vielen Bedienelementen eine Bedienhaptik präsentiert, die das Programmieren der integrierten FM-Technologie einfacher gestaltet. In der zusätzlichen Ausstattung verfügt der FM-Synth über einen integrierten Sequenzer/Arpeggiator und eine Plug-in Steuerung. Klanglich zeigt sich der MEGAfm in passender Lo-Fi/Retro-Ästhetik, was durch die zum Einsatz kommende Digital/Analog-Klangwandlung per 9-Bit DAC noch zum tragen kommt.

Twisted Electrons MEGAfm Test

    (Produktseite auf thomann.de)

Yamaha Reface DX

Der Yamaha Reface DX ist ein FM-Synthesizer mit vier Operatoren in kompakter Bauart, der schon namentlich an den Yamaha DX7 erinnert. Enger verwandt ist der Reface DX aber mit dem DX100 aus 1986, der mit abgespecktem Funktionsumfang, Minitasten und Batteriebetrieb schon sehr viele Parallelen zum Reface DX zeigt. Der Reface DX bietet gute klangliche Eigenschaften und ist sogar mit integrierten Effekten ausgestattet. Für eine einfache Handhabung des Reface DX bietet die holländische Musikelektronik-Firma Dtronics mit Dtronics DT-RDX einen externen Controller mit 41 Potis und neun Tastern, der an den Reface DX angedockt, das Programmieren des kleinen FM-Synthesizers wesentlich erleichtert.

Yamaha Reface DX Test      (Produktseite auf thomann.de)
Dtronics DT-RDX Test      (Produktseite auf thomann.de)

# Wavetable |Wavemorphing | Wave Sequencing-Tonerzeugung

Wavetable-Synthese und WaveSequencing sind die Tonerzeugungen, mit denen Klänge das Laufen lernen. Äußerst vielseitig, aber auch speziell bieten sie Klangeigenschaften, die mit den anderen Tonerzeugungs-Prinzipen nicht möglich sind.

(Alle Vorschläge in alphabetischer Ordnung ohne Wertung)

Arturia MicroFreak

Beim Arturia MicroFreak handelt es sich um einen kompakten, hybrid aufgebauten Synthesizer, der mit einer kapazitiven Folientastatur ausgestattet ist und Wavetable- und Digital-Oszillatoren mit analogen Filtern unter die Haube bringt. Der kleine Synthesizer bietet 13 Oszillatoren, fünf spezielle Arturia-Engines sowie acht Modi von Mutable Instruments. Inspiriert durch den 12-dB-Oberheim-SEM-Filter lässt sich das Filter des MicroFreak auch bis zur Selbstoszillation treiben. MicroFreak gestattet bis zu vier Automatisierungen, wobei die 5 x 7-Modulationsmatrix dabei unterstützt, die Signalkette und die Bedienelemente virtuell neu zu verkabeln. Der kleine MicroFreak ist ein sehr interessanter Synthesizer, der auch klanglich seine eigene Note hat.

Arturia MicroFreak Test    (Produktseite auf thomann.de)

Korg Modwave

Der Modwave ist ein waschechter Wavetable-Synthesizer mit welchem Korg an die Technologie des Kult-Synthesizers DW-8000 aus dem Jahr 1985 anknüpft und digitale Wavetables mit virtuell-analogen Filtern kombiniert. Die Ausstattung zeigt sich mit zwei Wavetable-Oszillatoren (über 200 Wellenformtabellen mit je bis zu 64 Wellenformen), insgesamt 12 Filtertypen, vielseitigen Modulationsmöglichkeiten, 32-stimmiger Polyphonie und Pattern-Sequencing großzügig, welche durch eine hochflexible Motion-Sequencing und Kaoss Physics noch erweitert wird. Die über das intergierte X/Y-Pad steuerbare Modulationsquelle Kaoss Physics erzeugt beim Streichen über das Pad vier Modulationssignale simultan, die eine vielseitige Dynamik in der Klangmodulation erlauben. Modwave ist obendrein mit Motion Sequencing 2.0 ausgerüstet, eine besondere Funktion und die konsequente Weiterentwicklung des vom Korg Wavestate Synthesizers eingeführten Wave-Sequencings um komplexe Modulationen -  in vier Lanes unterteilt – aufzuzeichnen. Weitere Echtzeit-Controller bietet die Bedienoberfläche um schnell in das Klanggeschehen eingreifen zu können, wodurch ein detailliertes Sounddesign ‚on-the-fly‘ möglich ist.

Korg Modwave Test      (Produktseite auf thomann.de)

Korg Wavestate

Die Korg Wavestate ist eine Neuauflage der legendären Wavestation aus dem Jahr 1990, die das Wavesequencing-Prinzip vergangener Jahre mittels neuer Technologien auf ein neues Level hebt. Auch die vielseitige Vektor-Synthese des originalen Vorbilds fehlt hier nicht. Dazu gesellen sich zusätzliche  moderne Elemente, wie z. B. ein Randomisation-Tool, das besonders im Bereich der Komposition und des Sound-Design helfen kann und Modulationsmöglichkeiten mit mehr als 1.000 verschiedenen Modulationszielen. Klanglich ist der Wavestate Synthesizer ganz oben angesiedelt und bietet vor allem abgefahrene Texturen mit viel Eigenleben.

Korg Wavestate

   (Produktseite auf thomann.de)

Modal Electronics Argon8

Modal Electronics bietet mit dem Argon8 einen acht-stimmigen digitalen Wavetable/Wavemorphing Synthesizer, der mit einer 37-tastigen Klaviatur ausgestattet ist. Die Tonerzeugung des Argon8 basiert auf einer Wavetable-Engine mit vier Oszillatoren pro Stimme und 120 Wavetables. Drei Stereo-Effekt-Prozessoren, eine Mod-Matrix mit 52 Zielen, ein Sequenzer mit 512 Steps sowie ein Arpeggiator mit 32 Steps machen Argon8 zu einem Synthesizer mit viel Sound-Potenzial. Der USB-Anschluss und eine kostenlose Editor-Software (ModalApp) gestatten zudem eine komfortable Bedienung über den Rechner mit der Maus.

Modal Electronics Argon8

 Test   (Produktseite auf thomann.de)

Modal Electronics CRAFTsynth v2.0

Optisch zeigt sich der CRAFTsynth v 2.0 von Modal Electronics von einer sehr kompakten Seite. Technisch ist der Kleine ein monophoner Wavetable-Synthesizer der mit zwei mix- und morphbaren Wavetables und 40 Wellenformen, bis zu acht Oszillatoren, einen Filter und drei Hüllkurven ausgestattet ist, die in ihrer Summe einen charaktervollen Sound erzeugen. Dazu gesellen sich noch ein Filter, ein Delay, ein Distortion-Effekt und ein Arpeggiator. Für den mobilen Einsatz lässt sich der CRAFTsynth v 2.0 auch mit Batteriestrom versorgen.

Modal CRAFTsynth v2.0 Test      (Produktseite auf thomann.de)

Zum Schluss

Das Finden des ersten Synthesizers der zu einem passt ist keine leichte Aufgabe, schon deswegen, weil man sich irgendwann entscheiden muss. Unterstützung um den passenden Synth zu finden bietet z. B. das Internet mit vielen YouTube-Seiten, die mithilfe zahlreicher Videos über die unterschiedlichsten Synthesizer in Bild und Ton informieren. Diese Möglichkeit sollte man unbedingt wahrnehmen. Danach ist der beste Weg der Gang zum Händler seines Vertrauens, um seinen favorisierten Synthesizer einmal in Realität zu sehen, ihn mit seinen Händen zu erfühlen und ein paar Töne darauf zu spielen. Das macht vieles einfacher.

Viel Spaß beim Suchen und Finden!

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