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03.10.2021

Top 10 Organisten, die man kennen sollte

Die Besten an der Hammond-Orgel

Die interessantesten Organ-Player aus Vergangenheit und Gegenwart

Die Hammond-Orgel ist schon seit fast 100 Jahren eines der faszinierendsten und langlebigsten Instrumente in unterschiedlichsten Bereichen der Musik und erfreut sich selbst in der modernen und kurzlebigen Ist-Zeit immer noch großer Beliebtheit. Zu Hause in Jazz, Rock, Pop, Ska, R&B, Gospel, Soul, Funk, Ska, Reggae, Fusion, U-Musik und noch vielen weiteren Richtungen hat sie mit ihrem Sound Geschichte geschrieben, der immer noch brandaktuell ist. So aktuell, dass die ursprünglichen Konstruktionen des Erfinders Laurens Hammond seit 1935 sich heute in Form von Emulationen auf Hard- und Softwarebasis diesem Sound typischen verschrieben haben. Die wohl bekanntesten Instrumente des Hammond-Portfolios sind zweifellos die Modelle B3, C3, A-100 und M3, wobei die B3 wohl zu der beliebtesten Variante gehört und bereits durch ihren Formfaktor glänzt. Gerade dieses Modell hat es auch einigen Top-Künstlern angetan, die durch ihr Talent und spielerisches Können dem Instrument immer neue Klangfarben und Stilistiken entlockt haben, die sich in die Köpfe begeisterter Zuhörer gebrannt haben.

Die Orgel spielenden Top-Künstler*innen, die man unbedingt kennen sollte, stellen wir euch in unserer selektierten Auswahl nun alphabetisch vor.

Brian Auger

Der Brite Brian Auger ist musikalisch in der Fusion- und Rockmusik zu Hause und gilt als einer der bedeutendsten Fusion-Organisten der populären Musik. Sein Hauptinstrument ist die Hammond B3, die er allerdings nicht über ein Leslie-Kabinett spielt, sondern die direkt verstärkt und mit Einsatz des C3-Vibratos spielt. Neben der Hammond-Orgel verwendet er noch ein Fender Rhodes E-Piano (oder entsprechende Sounds), Piano und Synthesizer. 

Bereits als Jugendlicher spielte er in den Clubs von London und gründete in 1965 die Gruppe 'Steampacket' die sich u. a. aus Rod Stewart, Julie Driscoll und John Baldry zusammensetzte. Nach deren Auflösung und der Gründung weiterer Bands hatte er größeren Erfolg mit der Band Oblivion Express und dem in 1973 erschienen Album „Closer to It“, das es in die Charts schaffte und deren Musik zu einer groove-betonten Mischung aus rhythmischen Elementen des R&B, Funk und Elementen des Jazz formte. Brian Auger trat auch mit Klaus Doldinger, Alexis Korner, Pete York, Eric Burdon und anderen Größen auf und zog 1974 in die USA, wo er weiter Alben aufnahm, wie das erfolgreiche Album das Album „Encore“ mit Julie Tippetts-Driscoll. Nach weiteren Kooperationen mit Chris Farlowe, Pete York, Colin Hodgkinson und John Marshall ging Auger ab 1990 mit Eric Burdon auf Tour.

Joey DeFrancesco

Joey DeFrancesco zählt in der Gegenwart zu den sehr populären Organisten, die sich im Genre das Jazz einen großen Namen gemacht haben. Als Sohn des Pianisten und Organisten Papa John DeFrancesco war Joey schön früh mit dem Virus der Musik infiziert, selbst sein Großvater spielte bei den Dorsey Brothers, die sich dem Jazz verschreiben haben. 

Sein Album-Debüt gab er bereits im Alter von 17 Jahren und er spielte bereits als Jugendlicher mit der Sängerin Shirley Scott und dem Organisten Brother Jack McDuff mit dem er auch später Aufnahmen machte. Sein Talent und seine Fähigkeiten sind unübersehbar, denn schon wenig später tourte er mit dem Trompeter Miles Davis und dem Gitarristen John McLaughlin. Joey DeFrancesco gilt als einer der Hauptverantwortlichen für den Boom der Hammond B3 zu Beginn der 1990er Jahre, der die Orgel wieder aus der Versenkung holte und sie wieder zu einem populären Instrument macht. Bemerkenswert ist auch seine Arbeit mit der Hammond-Orgel-Legende Jimmy Smith beim Jazzfestival San Francisco in 1999. Auch seine eigene Arbeit, sein Album In the Key of the Universe wurde Ende 2019 für die Grammy Awards 2020 nominiert. Joey DeFrancesco, der auf manchen seiner Aufnahmen auch als Sänger zu hören ist, brilliert durch einen groovigen Stil, der gepaart mit musikalischer Virtuosität, eine mitreißende Mischung aus Jazz, Blues, Soul, Gospel und Funk präsentiert.

Barbara Dennerlein

Im Alter von elf Jahren begann Barbara Dennerlein mit dem Orgelunterricht, nachdem sie eine einmanualige elektronische Orgel als Weihnachtsgeschenk erhielt. Im Unterricht mit einer Hammond B3 konfrontiert, die über zwei Manuale und ein Pedal verfügte, kam schnell der Wunsch nach einer größeren Orgel auf, um das Orgelspielen richtig lernen zu können. 

Ihr Einsatz und ihr Talent brachte sie schnell weiter, sodass bereits mit 15 Jahren ihr erstes professionelles Engagement in einem Jazzclub erhielt, wo sie in den Schulferien spielte. Später Bandleaderin im Umfeld meist männlicher und deutlich älterer Musikerkollegen baute sie ihr Können aus, was ihr erste Fernsehauftritte brachte. Heute eine internationale Größe spielt Dennerlein hauptsächlich Jazz auf der Hammond-Orgel, sowohl solo als auch im Duo mit Schlagzeugbegleitung sowie mit ihrer Formation Bebab in Trio- bis Quintett-Besetzung. Ihre internationale Präsenz festigte sie in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre mit drei bei dem internationalen Jazz-Label Verve erschienenen Alben. Für diese Aufnahmen gewann sie so renommierte Jazzmusiker wie Ray Anderson, Randy Brecker, Dennis Chambers, Roy Hargrove, Mitch Watkins oder Jeff Tain Watts. Barbara Dennerlein gehört zu den Organistinnen, die die Orgel spieltechnisch mit Händen und Füßen komplett bedient.

Keith Emerson

Keith Emerson war zu Lebzeiten ein besonderer Keyboarder der sich dem Progressive Rock verschrieb und neben der Orgel auch Piano und Synthesizer in seiner Musik verwendete. Seine Musik gilt als komplex und unkonventionell in welcher er jazzige, rockige und klassische Elemente mit seiner ureigenen Eigenwilligkeit verarbeitet. Emerson war schon im Alter von 14 Jahren in seiner Heimatstadt Worthing/England für sein Klavierspiel bekannt, bevor es ihn in seiner späten Jugend nach London zog, wo er Mitglied unterschiedlicher Bands wurde und auch an Touren durch England, Frankreich und Deutschland teilnahm. 

Im Jahr 1967 gründete Keith Emerson die Band The Nice, die in ihren Werken Musikstile des Jazz, des Blues und des Rock mit klassischen Elementen vereinte. In dieser Zeit spielte Emerson vorwiegend die Hammond-Orgel, begann aber auch mit Moog-Synthesizern zu experimentieren, nachdem er Switched-On Bach von Wendy Carlos gehört hatte, was ihn sehr inspirierte. Berühmt machten Emerson auch seine spektakulären Bühnenshows, in denen er seine Hammond mit Messern bearbeitete. In 1970 trennten sich The Nice und Emerson gründete mit Greg Lake und Carl Palmer die Formation Emerson, Lake and Palmer, mit der er in den 1970er Jahren seine größten Erfolge feierte. Ein besonderes Werk in dieser Konstellation ist Pictures at an Exhibition, eine Adaption von Mussorgskis Bilder einer Ausstellung und auch der Titel Lucky Man, der mit dem ersten Synthesizersolo der Rockgeschichte auf Emersons Moog-Synthesizer endet. Im Jahr 1979 und vielen Produktionen trennten sich Emerson, Lake and Palmer, wonach sich Emerson eigenen Projekten wie dem Schreiben von Filmmusiken widmete. Erst im Jahr 1992 kamen ELP auf Initiative Phil Carsons dann doch wieder zusammen und brachten im selben Jahr das Album Black Moon und zwei Jahre später In the Hot Seat heraus. in 1998 trennten sie sich endgültig. Anfang 2008 gründete Emerson mit 'The Keith Emerson Band' eine neue Formation, die ein vielschichtiges Progressive-Rock-Album produzierte, dass sich stilistisch an Essentials von The Nice und Emerson, Lake and Palmer orientierte aber weiterentwickelte. 2010 wurde Emerson mit dem Frankfurter Musikpreis ausgezeichnet, in 2014 wurde Emerson von der Hammond Organ Company in die Hammond Hall of Fame aufgenommen. Am 10. März 2016 beging Keith Emerson im Alter von 71 Jahren Suizid.

Cory Henry

Cory Henry ist der Jüngste dieser Auswahl und zählt zu den größten Talenten auf der Hammond-Orgel in der heutigen Zeit. Und nicht auf der Orgel ist er zu Hause auch auf dem Klavier weiß er spielerisch zu überzeugen. Das musikalische Faible des US-Amerikaners liegt in den Bereichen Jazz und Gospel und seit dem Jazz Festival in Montreux gilt er als der beste Hammond-Organist seiner Generation. 

Es wird erzählt, dass er seit seinem zweiten Lebensjahr Klavier und Orgel spielt und im Alter von fünf Jahren jeden Titel seiner Kirche auf der Hammond-Orgel spielte und mit sechs Jahren am Apollo Theater im New Yorker Stadtteil Harlem debütierte. In 2006 begann er seine Musikkarriere mit einer Tour an der verschiedene Mainstream- und Gospel-Künstler teilnahmen. Auch arbeitete er mit Boyz II Men, Michael McDonald und Bruce Springsteen zusammen. Seit 2012 ist Cory Henry Mitglied des Jazz- und Funkensembles Snarky Puppy, mit dem er den Grammy Award 2014 für die beste R&B-Performance und sowohl 2016 als auch 2017 den Grammy für das beste zeitgenössische Instrumentalalbum gewann. Im Jahr 2016 veröffentlichte Henry unter eigenem Namen das mit Gospel angereicherte Livealbum The Revival. Beim Jazzfestival Frankfurt 2017 spielte er mit der hr-Bigband und in 2018 veröffentlichte er mit seinen Funk Apostles seine Single Trade It All. Zusätzlich ist Henry auch auf Alben von Jeremy Fisher, Nina Attal, Marcus Miller oder David Crosby zu hören. Cory Henrys Stil ist frisch und gutgelaunt, was ihm zu vielen Fans verholfen hat.

Jon Lord

Jon Lord ist in erster Linie als Gründungsmitglied und Keyboarder der Band Deep Purple bekannt und gilt musikalisch als ein Wegbereiter der Kombination aus Rock mit Klassik. In jungen Jahren spielte Lord in unterschiedlichen Jazz- und Rhythm-and-Blues-Combos in London und feierte erste Erfolge mit der Bill Ashton Combo, die im Jazz zu Hause war, später wechselte er zu der Band 'Red Blood and his Bluesicians', wo er eine elektrische Orgel spielte. 

In den weiteren Jahren baute er seine Fähigkeiten zum Profimusiker aus und spielte bei den 'Artwoods' unter Bandleader Art Wood, dem älteren Bruder von Ron Wood, der mit den Rolling Stones bekannt wurde und mit ihm später drei Instrumentalnummern unter dem Namen 'Santa Barbara Machine Head' aufnahm. Ein bisschen später gründeten Jon Lord und Ritchie Blackmore Deep Purple mit dem Bassisten Nick Simper, die zwischen 1968 und 1976 als eine der populärsten und kreativsten Bands galt, wobei Jon Lords virtuoses Hammond-Orgelspiel maßgeblichen Anteil hatte. Nach der ersten Auflösung von Deep Purple in 1976 gründeten Jon Lord, Ian Paice und Tony Ashton die Band 'Paice Ashton Lord', die 1977 das Album 'Malice in Wonderland' veröffentlichte. Nach einer Tournee und noch während der Vorbereitungen für ein weiteres Album löste sich die Band in 1978 wieder auf. Danach wurde Jon Lord Keyboarder bei der Band Whitesnake, die 1979 um Ian Paice ergänzt wurde. Dort spielte Lord viele Jahre und verewigte sich auch auf diversen Alben von Cozy Powell, Graham Bonnet und vielen anderen. In 1984 verließ Jon Lord Whitesnake zugunsten des Neubeginns von Deep Purple mit denen er sechs weitere Alben aufnahm. In 2002 2002 trennten sich Deep Purple und Jon Lord, der sich nun Solo-Projekten widmete; sein letztes Konzert mit Deep Purple gab er am 19. September 2002 in Ipswich. Jon Lord war ein sehr vielseitiger Organist nebst eigenem Stil und Sound. Leider verstarb er am 16. Juli 2012 in London.

Billy Preston

Billy Preston war zu Lebzeiten ein vielseitiger Musiker und als Hammond-Organist, Pianist und Sänger unterwegs. Der US-Amerikaner begann bereits mit drei Jahren Klavier zu spielen und wurde einer der Größen, die mit den Größten in der Musikindustrie zusammenarbeitete, darunter die Beatles, Rolling Stones, Little Richard, Ray Charles, George Harrison, Eric Clapton, Bob Dylan, Sam Cooke, Sammy Davis Jr., Sly Stone, Aretha Franklin, die Jackson Five, Quincy Jones und die Red Hot Chili Peppers

Man nannte ihn auch den 'fünften' Beatle durch seine Zusammenarbeit mit den Beatles. Mitte der 1960er Jahre nahm er neben seiner Rolle als Gastmusiker auch wieder eigene Platten auf, die sich teilweise in den Charts platzieren konnten wie z. B. Will It Go Round in Circles (1973), oder You Are So Beautiful, einen Titel, den Joe Cocker erfolgreich coverte. Prestons unverwechselbarer Stil seines Orgel-Spiels, der von virtuosen Glissandi und einfühlsamer Melodieführung geprägt war, machte ihn zu einem begehrten Session-Musiker, der 1996 von Joe Cocker mit dem gemeinsamen Album Organic gewürdigt wurde. Billy Preston verstarb am 6. Juni 2006 in Scottsdale, Arizona/USA.

Rhoda Scott

Rhoda Scott ist als Organistin in Hard-Bop und Soul-Jazz zu Hause und glänzt durch ihr Fröhlichkeit ausstrahlendes virtuoses Spiel auf der Hammond-Orgel. Die afroamerikanische Organistin verbrachte größten Teil ihrer Kindheit in New Jersey, wo sie seit ihrem siebten Lebensjahr in den Kirchen, in denen ihr Vater angestellt war, das Orgelspiel erlernte und danach als Organistin für die Jugend- und Gospelchöre in der Kirche ihres Vaters oder in anderen Kirchen tätig war. 

Später studierte sie klassisches Klavier, fühlte sich aber mehr zur Orgel hingezogen und wurde mit der Zeit eine überragende Jazzmusikerin. Eine Eigenheit Rhoda Scott ist es, das Pedal der Orgel barfuß zu spielen, was ihr den Spitznamen '„The Barefoot Lady' einbrachte. Das Pedalspiel wird von Scott ausgiebig praktiziert, was ihr die linke Hand für ausgefeilte Akkorde freimacht. Count Basie war es, der sie entdeckte und sie für seinen Club in Harlem engagierte. Ende der 1960er Jahre zog sie nach Frankreich, wo sie größere Erfolge feierte als in ihrem Heimatland, den USA. Hier spielte sie mit Größen wie Ray Charles, George Benson, Ella Fitzgerald, Kenny Clarke und Gilbert Bécaud auf und trat auch im Pariser Olympia auf. Rhoda Scotts Musik ist eine dynamische Fusion aus Jazz, Gospel und Klassik, die ihre frühe Praxis und ihr intensives formales Training widerspiegelt.

Jimmy Smith

Jimmy Smith zählt zu den bedeutendsten Jazz-Organisten aller Zeiten und gilt mit seinem Orgelspiel als der bedeutendste Erneuerer im Bereich des ‚Modern Jazz‘. Durch seine funky Spielweise machte er den Hammond-Sound weltweit zu einer festen Größe in der Geschichte des Jazz und auch das Konzept der Trio-Besetzung mit Orgel, Gitarre und Schlagzeug war Vorbild für viele, sodass in den 1950er und 60er Jahren Combos mit gleicher Besetzung aus dem Boden schossen. 

Heute gilt das Orgel-Trio als die klassische Besetzung. Jimmy Smith gilt als Vorbild für viele Organisten und Keyboarder, denn in seinen unterschiedlichen Spielweisen verpasste er den gespielten Titeln einen besonderen Charakter. Bei schnellen Titeln spielte er die Basslinie mit der linken Hand und setzte nur kurze Akzente mit dem Pedal, während die rechte Hand improvisierte Melodielinien entgegensetzte. Bei langsamen Stücken spielte er die Basslinie mit dem Pedal, setzte Akzente mit der linken Hand, während Melodielinien mit der rechten Hand gespielt wurden. Mittelstimmige Akkorde wurden von Gitarristen übernommen. Zu seinen bekanntesten Titeln zählen u. a. ‚The Cat‘ aus 1964 und ‚Root Down (And Get It)‘. Letzterer wurde von den Beastie Boys 1994 wieder aufgegriffen, der in deren eigener Version auf dem ‚Album III Communication‘ Kultstatus errang. Jimmy Smith verstarb am 8. Februar 2005 in Phoenix, Arizona/USA.

Dr. Lonnie Smith

Dr. Lonnie Smith, dessen Dr.-Titel ihm von seinen Mitmusikern für dessen virtuose Fähigkeiten an der Orgel verliehen wurde, hat keinen akademischen Hintergrund. Der US-Amerikanische Organist begann schon sehr früh Trompete zu spielen und begann erst im Alter von 20 Jahren auf der Hammond-Orgel zu spielen und seinen eigenen Stil zu entwickeln, der R&B und Motown angelehnt schnell für Aufsehen sorgte. 

Nach seinem Umzug nach New York lernte Smith George Benson kennen, jenen Jazz-Gitarristen, mit dem er das George Benson Quartett gründete. Den ersten Ruhm bescherte ihm der Saxophonist Lou Donaldson, der Smith und Benson i dessen neue Band und damit zum Jazz-Label Blue Note Records holte, wo 1967 das Album Alligator Boogaloo mit dem gleichnamigen Titelstück erschien, das sich zu einem erfolgreichen Album im aufkommenden Soul-Jazz Genres entwickelte, dank des groovenden Orgelsounds. Es folgten weitere Alben wie Mr. Shing-A-Ling, Midnight Creeper und Everything I Play Is Funky auf welchen der Organist auch eigene Kompositionen etablierte, wie z. B. Peepin, ein Titel, der durch seine markante Struktur begeistert. Im Anschluss daran beginnt Lonnie Smiths Solokarriere, in welcher er 30 Alben unter eigenem Namen veröffentlicht und zahlreiche bekannte Musiker verpflichtet. Smith wirkte musikalisch bei den großen Jazzfestivals mit bei denen auch Künstler wie Dizzy Gillespie, Grover Washington Junior, Frank Foster, Jimmy McGriff, Jimmy Scott, Ron Carter oder Leon Thomas auftraten und arbeitete auch mit Künstlern aus dem Rhythm & Blues und Disco-Sektor auf der Bühne. Seine Vielseitigkeit zeigt er mit Erwachen der Acid Jazz-Welle, wo er mit eigenen Gruppen spielte und auch bei Plattenaufnahmen für Jazz-Soul-Projekte mitwirkte. Lonnie Smith spielte einen coolen Stil, der aus der Orgelwelt nicht wegzudenken ist. Lonnie Smith verstarb am 28. September 2021 im Alter von 79 Jahren. Er war einer der ganz großen Künstler im US-Jazz, bekannt geworden für seine Dynamik auf der Hammond-Orgel.

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