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Die besten Stagekeyboards in 2022

Stagekeyboards sind die Alternative, wenn spieltechnische und klangliche Präferenzen mit dem Schwerpunkt Orgel gefragt sind. Wir präsentieren die beliebtesten Stagekeyboards des Marktangebots.

Die besten Stagekeyboards in 2022
Die besten Stagekeyboards in 2022 (Foto: Shutterstock / Kozlik)

Stagekeyboards erfüllen aufgrund ihres konzeptionellen Aufbaus eine andere Aufgabe als Stagepianos. Die Hauptaufgabe eines Stagepianos darin liegt, den klassischen Flügel, ein Klavier, oder E-Pianos zu ersetzen. Der primäre Zweck eines Stagekeyboards ist es, den Sound populärer Orgeln in Klang und Spielbarkeit in einem portablen Keyboard zu realisieren. Dass Stagepianos und Stagekeyboards auch zusätzliche alternative Klänge bieten, liegt in der Natur der Sache.

In ihrer Ausführung sind Stagekeyboards klassischerweise mit einer Waterfall-Tastatur ausgestattet und decken klanglich vor allem die Emulation verschiedener Orgeln und Vintage-Keyboards ab. Darunter fallen u. a. die elektromagnetische Hammond-Orgel, Transistor-Orgeln, wie Vox und Farfisa sowie klassische Rhodes und Wurlitzer E-Pianos. In den meisten Stagekeyboards findet man jedoch auch weitere Klänge, wie akustische Pianos und Synthesizer-Klänge.

Inhalte

  1. Quick Facts: Stagekeyboard
  2. Crumar Mojo 61 | Crumar Mojo Suitcase
  3. Hammond SK Pro-73
  4. Nord Electro 6D 61 | Nord Electro 6D 73
  5. Roland VR-09 B V-Combo
  6. Vox Continental 61 | Vox Continental 73
  7. Yamaha YC61 | YC73 | YC88

Quick Facts: Stagekeyboard

Was ist ein Stagekeyboard?

Ein Stagekeyboard ist ein digitales Tasteninstrument, welches speziell für das Spielen der integrierten Orgel– und E-Piano Sounds ausgestattet ist. Das Stagekeyboard steht damit im Kontrast zum Stagepiano, das hauptsächlich im Hinblick auf akustische Pianos und eine hochwertige Hammermechanik entwickelt wurde. Charakteristisch für Stagekeyboards ist z. B. eine leichtgewichtete Waterfall-Tastatur, die man beispielsweise aus der Hammond-Orgel kennt. Andernfalls wird eine reguläre leichtgewichtete Synthesizer-Tastatur verbaut. Neben den Orgel-Klängen verfügt das Stagepiano außerdem über weitere Sounds, wie akustische und elektrische Pianos. Manche Stagekeyboards verfügen daneben sogar über Synthesizer-Sounds, oder ermöglichen das Laden bzw. Spielen von Samples. Die Bedienung der meisten Stagekeyboards ist intuitiv und lässt sich mit wenigen Ausnahmen direkt auf der Benutzeroberfläche vornehmen.

Welche Vorteile bieten Stagekeyboards gegenüber echten Vintage-Keyboards?

Im Gegensatz zu den echten Vintage-Keyboards wie z. B. einer Hammond-Orgel oder einem Rhodes E-Piano ist das Stagekeyboard leicht zu transportieren, robust konstruiert und wartungsfrei, wenn es um das Stimmen oder Justieren der teilweise recht sperrigen Mechanik und elektromechanischen Klangerzeugung. Außerdem bietet die leichtgewichtete Tastatur einen guten Kompromiss für das Spielen verschiedenster Sounds und hat gegenüber einer Hammermechanik, wie sie in Stagepianos verbaut ist, deutliche Vorteile. Ein Stagekeyboard ist für viele ein perfekter Begleiter für den Betrieb auf der Bühne und auch im Studio.

In unserem Artikel präsentieren wir die beliebtesten Stagekeyboards, die der Markt derzeit bietet.

Die Reihenfolge der aufgeführten Produkte ist in alphabetischer Ordnung und stellt keine Wertung der Produkte dar.

Crumar Mojo 61 | Crumar Mojo Suitcase

Mit Mojo 61 bietet die italienische Keyboardmanufaktur Crumar ein 61-Tasten-Stagekeyboard mit Waterfall-Tastatur am Start. Angetrieben von der VB3-II Klangerzeugung realisiert das Stagekeyboard nicht nur eine sehr realistische Tonewheel-Orgel, auch eine Pfeifenorgel, eine Compact DeLuxe sowie eine Continental-Simulation befinden im Klangfundus. Durch integrierte Zugriegel und eine intuitive Bedienoberfläche eignet sich die kompakte Orgel besonders für die Bühne. Klanglich lässt sich der Orgelsound inkl. KeyClick, EQ und Drive noch manuell anzupassen. Weitere Klänge des Mojo 61 umfassen ein Tine- sowie Reed-Piano, ein akustisches Klavier und ein Clavinet auf Basis von Physical Modeling. Eine überschaubare Effekt-Sektion rundet das Angebot der Mojo 61 ab. Für die Crumar Mojo gibt es noch eine zusätzliche Tastatur (Crumar Mojo 61B Lower Manual), die das einmanualige Stagekeyboard zu einer zweimanualigen Orgel macht. Wer gleich ein zweimanualiges Instrument sucht, sollte zur Crumar Mojo Suitcase greifen.

Crumar Mojo 61Produktseite auf thomann.de
Crumar Mojo 61B Lower ManualProduktseite auf thomann.de
Crumar Mojo SuitcaseProduktseite auf thomann.de
Crumar Mojo 61 (Foto: Thomann)
Fotostrecke: 3 Bilder Crumar Mojo 61 (Foto: Thomann)
Fotostrecke

Hammond SK Pro-73

Die Hammond SK Pro-73 verfügt über eine anschlagdynamische Waterfall-Tastatur mit 73 Tasten und ist mit echten Drawbars (Zugriegeln) ausgestattet. Für die authentische Umsetzung des Orgelsounds sorgt eine gute Leslie-Simulation, die den Sound noch mit klassischem Overdrive aufpeppt. Zusätzliche Klänge kommen von der Piano/Ensemble Sektion, die obendrein Möglichkeiten zur Bearbeitung bietet.  Des Weiteren ergänzt ein monophoner Synthesizer das klangliche Portfolio um klassische Synth-Sounds. Mithilfe einer integrierten Effektsektion lassen sich alle Klänge noch einer weiteren Anpassung unterziehen. Insgesamt bieten die Stagekeyboards von Hammond eine gelungene Auswahl an Klängen, gepaart mit einer hochwertigen Tastatur und echtem Zugriegel-Feeling. Erwähnenswert ist zudem das geringe Gewicht der SK Pro-73. Mit 11 kg Gesamtmasse lässt sich das Instrument leicht transportieren und eignen sich somit perfekt für den regelmäßigen Betrieb auf der Bühne.

Hammond SK Pro-73Produktseite auf thomann.de
Hammond SK Pro.73
Hammond SK Pro.73 (Foto: Thomann)

Nord Electro 6D 61 | Nord Electro 6D 73

Ein echter Klassiker unter den Bühnen-Keyboards ist das Nord Electro. Wie schon bei den anderen Stagekeyboards, liegt das Hauptaugenmerk klanglich auf Vintage-Tasteninstrumenten, zu denen Orgeln, Pianos und E-Pianos gehören. Gleich sechs Orgel-Modelle befinden sich im Nord Electro 6D: Zwei Hammond-Varianten, Vox, Farfisa und zwei Kirchenorgeln. Auch die Piano-Sektion ist gut bestückt und kann manuell konfiguriert werden, denn schließlich bietet der Hersteller auf seiner Webseite eine gute Auswahl an Piano-Sounds zum Download an. Außerdem bietet die Sample-Sektion nun jede Menge Platz für die zahlreichen Nord-Samples, oder eben eigene Samples, welche manuell mit einem Editor bearbeitet und dann in das Stagekeyboard geladen werden können. Dank der dreifach-timbralen Engine kann man jetzt alle drei Sektionen übereinander schichten, oder eben einen Split-Punkt bestimmen und drei Sektionen je nach Wunsch in der Tastaturzone unter- bzw. oberhalb des Splitpunkts verteilen. 

Nord Electro 6D 61Produktseite auf thomann.de
Nord Electro 6D 73Produktseite auf thomann.de
Nord Electro 6D [Abb. zeigt die 73-tastige Ausführung]. (Foto: Thomann)
Nord Electro 6D [Abb. zeigt die 73-tastige Ausführung]. (Foto: Thomann)

Roland VR-09 B V-Combo

Mit dem VR-09 B hat Roland ein kompaktes und vielseitiges Stagekeyboard auf den Markt gebracht, das mit 61 leichtgewichteten Tasten und drei Sound-Sektionen ausgestattet ist. Genau genommen handelt es sich hierbei um den Nachfolger der schon etwas älteren VR-09 V-Combo. Die Orgel-Sektion lässt sich jedenfalls mit den physischen Drawbars wunderbar bedienen und bietet gleich mehrere Orgel-Modi: Neben einer Jazz- und Rock-Orgel findet man hier auch eine Transistor-Orgel, die an die Orgelklänge der 60er Jahre erinnert. 
Neben der Orgel-Sektion bietet die VR-09 B V-Combo außerdem eine Piano- und eine Synth-Sektion. Der integrierte Flügelsound kann sich wirklich hören lassen: Mit hochwertigen Stereo-Samples pro Taste klingt er für ein Instrument dieser Preisklasse hervorragend. Auch die verschiedenen E-Pianos machen einen sehr guten Eindruck. In der Synth-Sektion sind die weiteren Klänge in verschiedenen Untergruppen sortiert: Neben Lead-Sounds gibt es hier natürlich diverse Brass und Pad-Sounds. Daneben findet man in der VR-09 B V-Combo auch eine Effektsektion mit zahlreichen Instrumenten-typischen Effekten sowie eine Drum-Sektion mit eingebautem Looper. Die VR-09 B V-Combo ist mit einem Gewicht von 5,5 kg besonders leicht und transportabel.

Roland VR-09 B V-ComboProduktseite auf thomann.de
Roland V-Combo VR-09 B (Foto: Thomann)
Roland V-Combo VR-09 B (Foto: Thomann)

Vox Continental 61 | Vox Continental 73

Mit den Modellen Vox Continental 61 und Vox Continental 73 erfährt die berühmte Transistororgel aus den 1960er Jahren ein Revival, allerdings im digitalen Gewand und mit stylischem Gehäuse. Sechs Sound-Engines sorgen für die Klanerzeugung: Die ersten drei Engines bilden das Fundament der Vox Continental und beinhalten die Orgel-Simulationen CX-3, VOX und Compact. Zusätzliche Klänge gibt es in Gestalt von E-Pianos mit Tine-, Reed- und FM-Pianos. Hinzu kommen Flügel, Upright-Piano und ein klassischer CP-70 Sound aus der Piano-Sektion. Praktisch ist die Key/Layer-Sektion, in der diverse Sounds wie Brass, Strings und Synths zu finden und nach Belieben zu kombinieren sind. Für das Arbeiten auf der Bühne kann man auf alle Parameter direkt auf der Bedienoberfläche zugreifen. Eine umfangreiche Effekt-Sektion nebst echter Röhre für angezerrte Sounds ergänzt die umfangreiche Ausstattung. Sowohl der 61er- als auch die 73er-Version werden über eine Waterfall-Tastatur gespielt, um dem Orgel-Feeling die richtige Grundlage zu bieten.

Vox Continental 61Produktseite auf thomann.de
Vox Continental 73Produktseite auf thomann.de
Vox Continental [Abb. zeigt die Ausführung mit 73 Tasten]. (Foto: Thomann)
Vox Continental [Abb. zeigt die Ausführung mit 73 Tasten]. (Foto: Thomann)

Yamaha YC61 | YC73 | YC88

Das Yamaha YC61 Stagekeyboard bietet eine Kombination aus neun Zugriegeln gepaart mit Virtual Circuity Modeling Technologie (VCM), welche das Verhalten von Tonewheel-Orgeln nachbildet. Nebst dazugehöriger Rotary Speaker Simulation und Effekten. Die Zugriegel sind für ein authentisches haptisches Bedienen abgestimmt, wobei durchsichtige Gestaltungselemente ein einfaches Ablesen der zugehörigen LED-Ketten unabhängig von der Stellung des Zugriegels erlauben. Zusätzliche Klänge, wie die Grandpianos CFX und S700 sowie klassische E-Pianos und Synthesizer-Sounds ergänzen Das Sound-Portfolio. Zugunsten einer einfachen Bedienung verzichtet das YC61 Stagekeyboard auf komplexe Menüs. Gespielt wird das Stagekeyboard über eine 61-tastige Waterfall-Tastatur, wohingegen die Yamaha Stagekeyboards YC88 und YC73 die YC-Serie um zwei weitere Tastatur-Varianten ergänzen, mit Fokus auf Pianisten und Keyboarder. Während das 88-tastige YC88 den Spieler mit einer Holztastatur und gewichteter Hammermechanik (NW-GH3) verwöhnt, richtet sich das YC73 mit gewichteten Standardtasten eher an anspruchsvolle Keyboarder, die es gewöhnt sind auf einem E-Piano zu spielen.

Yamaha YC61     Produktseite auf thomann.de
Yamaha YC73     Produktseite auf thomann.de
Yamaha YC88     Produktseite auf thomann.de
Fotostrecke: 3 Bilder Yamaha YC61
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Schlusswort

Stagekeyboards sind echte Bühnen-Instrumente, die einen bestehenden Instrumentenpark ergänzen, oder auch ersetzen, denn sie sind kompakt, transportfreundlich und preislich attraktiv. Zudem bieten sie eine gute Auswahl an ‚Brot- und Butter‘ Sounds, die man im täglichen Stage-Business benötigt. Abzuwägen ist an dieser Stelle, ob man eher ein Stagekeyboard, oder ein Stagepiano benötigt.

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von Christian Frentzen

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