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Roland V-Combo VR-730 Test

Mit dem V-Combo VR-730 stellt Roland ein Stagekeyboard vor, das Piano-, Orgel- und Synthesizerklänge in einem Gerät vereint. Durch eine intuitive Bedienoberfläche richtet es sich vornehmlich an Keyboarder, die häufig auf der Bühne stehen und schnellen Zugriff auf Sounds und Effekte benötigen. Ähnlich den Keyboards aus Clavias Nord-Electro Serie folgt auch Rolands V-Combo-Serie – zu der auch die kleinere AusführungVR-09 gehört – einem pragmatischen Konzept. Neben einer realistisch klingenden Orgel, drei verschiedenen Leslie-Simulationen und einer großen Auswahl verschiedener Synth-Sounds beinhaltet das VR-730 auch Piano-Sounds, die aus dem Stagepiano RD-2000 entstammen. Besitzer eines iPads können das VR-730 über den kostenlosen VR-09 Editor mit einem optisch an-sprechenden Interface noch leichter bedienen. In unserem Test haben wir das VR-730 Stagekeyboard auf Herz und Nieren geprüft!

Roland V-Combo VR-730 Test. (Foto: Bonedo)
Die leichte Bedienung und die zahlreichen Möglichkeiten, schnell und komfortabel in den Klang einzugreifen, machen das Keyboard zu einem echten Allround-Talent. (Foto: Bonedo)


Im Bereich der Bühnenkeyboards ist Roland kein unbekannter Name, denn mit dem VR-09 hatte der japanische Hersteller bereits 2014 eine recht erfolgreiche „Allzweckwaffe“ auf den Markt gebracht. Jetzt wird nachgelegt: Ein neues Design, neue Sounds und neue Bedienoberfläche. Mit einem Gewicht von 9,9 kg, ist die neue V-Combo VR-730 ein wahres Leichtgewicht. Offenbar hat Roland an dem Konzept der V-Combos gefeilt, denn seit einigen Jahren erscheinen immer wieder neue V-Combo-Modelle auf dem Markt. Das kommt nicht von ungefähr, schließlich erfreut sich eben genau dieser Bereich der bühnengerechten Keyboards einer hohen Nachfrage. Die schwedische Konkurrenz macht es eindrucksvoll vor! Intuitives Bedienfeld und gute Sounds sind eben das wichtigste in der Kategorie der Bühnenkeyboards. Was sich alles unter der Haube des VR-730 versteckt und ob es mit der Konkurrenz mithalten kann, das wollen wir in diesem Test herausfinden.

Details

Gehäuse

„Light As A Feather“ könnte das neue Motto der V-Combo-Serie sein, denn schon das kleinere Modell VR-09 wurde vollständig aus Kunststoff gefertigt und wiegt gerade einmal 5,5 kg. Ähnlich ist es auch beim VR-730: Neben Seitenteilen aus Holz, besteht es fast ausschließlich aus Kunststoff, was mitunter zu dem geringen Gewicht von 9,9 kg führt. Optisch ist mir die Kunststoff-Fertigung zunächst überhaupt nicht aufgefallen, denn das VR-730 wirkt rundum sehr hochwertig und solide. Direkt über der Tastatur befindet sich außerdem eine Zierleiste aus Metall, die einen stylischen Eindruck macht. Dank der leicht abfallenden Oberseite verbindet das Design Vintage-Feeling mit moderner Ästhetik. Der angenehme Erscheinungsbild des VR-730 wird zusätzlich durch die Potis erzeugt, die durch ihre Optik ein wenig an „Moog“-Synthesizer erinnern. Das VR-730 wird übrigens mit einem Benutzerhandbuch sowie einem externen Netzteil ausgeliefert. 
Fotostrecke: 3 Bilder Das Roland VR-730 verbindet Vintage-Feeling mit moderner Ästhetik. (Foto: Bonedo)
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Bedienoberfläche

Schon die Beschriftung auf der Oberseite lässt erkennen, dass sich unter der Haube des VR-730 drei verschiedene Sound-Engines verstecken: Orgel, Piano und Synth bilden das Herzstück des Vintage-Keyboards. Überhaupt ist das Bedienfeld gut sortiert und durch die symmetrische Anordnung leicht zu verstehen. Mittig sitzen das Display, diverse Taster und ein Jog-Dial, welche zur schnellen Bedienung des Menüs und Auswahl der genannten drei Soundkategorien Orgel, Piano und Synth dienen. Links und rechts davon befinden sich jeweils drei Felder für die Klänge- und Effekte. Beginnen wir links außen:
Dort liegt der Roland D-BEAM-Controller, der Handbewegungen per Infrarot registriert und zugewiesene Sounds und Effekte moduliert. Ebenso finden links vom Display die Effektabteilung sowie Rolands Orgel mit zehn zugehörigen Fadern ihren Platz. Die ersten neun kontrollieren die virtuellen Zugriegel der „Virtual Tonewheel Organ“ und ein weiterer dient zur Einstellung der Lautstärke (Level). Die Zugriegel haben übrigens gleichzeitig eine Doppelfunktion und steuern beispielsweise Filter- und Hüllkurven-Parameter der Synthesizer-Sounds. Weiter geht es auf der rechten Seite der Benutzeroberfläche:
Hier sind nebeneinander Piano-, Synth- sowie die Drum-Sektion untergebracht. Letztere verfügt über ein paar interessante Features. Neben klassischen Drum-Sounds, die per Hand gespielt werden können, verfügt die Drum-Abteilung auch über eine Looper-Funktion, mit der selbst gespielte Loops erstellt werden können sowie eine Auswahl an Rhythmus-Patterns, wie man sie aus einem Arrangerkeyboard kennt. Außerdem erlaubt der Song-Modus das Aufnehmen und Abspielen von MIDI- und Audiodateien (letztere mit Hilfe eines USB-Sticks). Nicht zuletzt verfügt das VR-730 auch über den Roland-typischen Modulations/Pitchbend-Joystick, einen Volume-Regler und zwei Taster zum Aktivieren und Steuern des Rotary-Effekts. 
Fotostrecke: 7 Bilder Das Bedienfeld ist sehr geordnet und übersichtlich. (Foto: Bonedo)
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Anschlüsse 

Alle Anschlüsse des VR-730 sind auf der Rückseite des Gehäuses untergebracht. Hier befinden sich ganz außen gleich zwei USB-Anschlüsse. Einer zum Aufstecken eines Speichermediums, der Andere für den Anschluss an einen Computer. Gleich daneben sind der Netzschalter und die Buchse zum Anstecken des externen Netzteils verbaut. Für alle Fälle lässt sich das VR-730 übrigens auch mit Batterien betreiben – ein nettes Feature und eine echte Seltenheit bei professionellen Keyboards! Weiter geht es mit einem Kopfhöreranschluss, dem Audio-Out L/R sowie einem Audio-Eingang im Miniklinkenformat.  Mit etwas Abstand folgt die PK-Buchse zum Anschluss eines Ro-land-Basspedals wie z. B. des Roland PK-6, ein MIDI In/Out sowie Anschlüsse für ein Expression- und das Sustainpedal.
Fotostrecke: 5 Bilder Die Rückseite des VR-730. (Foto: Bonedo)
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Tastatur

Das VR-730 verfügt über eine halbgewichtete 73er Waterfall-Tastatur ohne Aftertouch und wird damit alle Orgelspieler erfreuen: Wenn es um Glissandi und schnelle Läufe geht, dann kann unser Testkandidat punkten. Mir persönlich gefällt die Tastatur sehr gut, denn sie lässt sich sehr ausgewogen spielen und bietet einen guten Kompromiss, wenn man die Vielzahl der Klänge des VR-730 bedenkt
Fotostrecke: 2 Bilder Die Tastatur wurde etwas vertieft in das Gehäuse eingelassen. (Foto: Bonedo)
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Profilbild von higgy77

higgy77 sagt:

#1 - 25.04.2018 um 22:46 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Wurde netterweise auf diesen (wie ich fnd sehr ausgeglichenden) Test aufmerksam gemacht.F. nicht iPad-Besitzer gibt es das (ebenfalls kostenlose) Pendant f. Windows , MacOS u. Linux: ctrlr.org/roland-vr09-vr730...Kann einiges mehr (Zugriff auf 1500 versteckte Sounds, mehr Layer, Ordnerfunktion f. die Register, uvm). Version 1.127 sollte in in 1-2 Wochen fertig sein.Uebrigens, der Synth der VR entspricht 1:1 dem Synthesizer Roland SH01 Gaia (auch Integra-7). Auch klanglich kommen die sich nah.
Fuer die Gaia gibt es auf Youtube unzaehlige exzellente, direkt auf die VR anwendbare Tutorials wie man Sounds aufbaut.

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